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Ist die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) ein optimaler Währungsraum?

Título: Ist die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) ein optimaler Währungsraum?

Trabajo Escrito , 2013 , 22 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Johannes Bullmann (Autor)

Economía - Teoría y política monetaria
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Dass die Europäische Währungsunion kein optimaler Währungsraum im Sinne der Theorie der optimalen Währungsräume ist, ist in der wissenschaftlichen Literatur weitgehend Konsens. Die Frage nach einer solchen Optimalität eines Währungsraumes ist dabei vor allem die Frage, unter welchen Bedingungen es sich für eine Gruppe von Ländern lohnt, sich zu einer gemeinsamen Währungsunion zusammenzuschließen. Dementsprechend ist es das Anliegen der vorliegenden Arbeit die Frage aufzuwerfen, was die notwendigen ökonomischen Bedingungen sind, die zur Erreichung eines bestmöglichen Zustandes im Sinne eines optimalen Währungsraumes führen können. Hier soll also weniger gefragt werden, welche konkreten politischen Maßnahmen vonnöten sind, um die Defizite der Europäischen Währungsunion zu beseitigen, sondern vielmehr welche ökonomischen Voraussetzungen erfüllt sein müssten, damit die Länder der Eurozone einen optimalen Währungsraum bilden könnten.

Zur Beantwortung dieser Frage wird im Folgenden zuerst die Theorie der optimalen Währungsräume vorgestellt. Daran anknüpfend wird die Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen gemeinsamer Währungsräume erörtert und abschließend die Frage nach der Europäischen Währungsunion als optimaler Währungsraum und die damit verknüpften ökonomischen Bedingungen beantwortet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Ursprung der Theorie der optimalen Währungsräume

3 Die Kritik an der Theorie optimaler Währungsräume

4 Kosten und Nutzen gemeinsamer Währungsräume

5 Die Europäische Währungsunion als optimaler Währungsraum

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen und ökonomischen Grundlagen der Theorie optimaler Währungsräume und analysiert deren Anwendung auf die Europäische Währungsunion (EWWU), um zu klären, unter welchen Bedingungen eine gemeinsame Währung für eine Gruppe von Ländern vorteilhaft ist.

  • Ursprünge der Theorie der optimalen Währungsräume nach Robert Mundell
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Kosten-Nutzen-Analyse gemeinsamer Währungen
  • Bedeutung von Faktormobilität, Offenheit und Produktdiversifizierung
  • Analyse der EWWU im Kontext makroökonomischer Stabilität und asymmetrischer Schocks
  • Einfluss politischer und kultureller Faktoren auf die Stabilität des Währungsraumes

Auszug aus dem Buch

2 Der Ursprung der Theorie der optimalen Währungsräume

Der Begriff des optimalen Währungsraumes geht auf den amerikanischen Ökonomen und Nobelpreisträger Robert Mundell zurück. Dieser hatte 1961 in dem einflussreichen Artikel „A Theory of Optimum Currency Areas“ die Frage aufgeworfen, was der optimale Bereich eines gemeinsamen Währungsraumes sei, wobei ein gemeinsamer Währungsraum als ein Bereich definiert wurde, innerhalb dessen feste Wechselkurse zwischen verschiedenen Ländern herrschen. Hiermit wurde, wie Broz anführt, das erste Mal dezidiert eine Perspektive eingenommen, der zufolge nationale Grenzen und die Grenzen eines Währungsraumes nicht notwendigerweise übereinstimmen müssen.

Dieses Gedankenspiel war 1961, dies schreibt auch Mundell, zwar in erster Linie intellektuell-akademischer Natur, sollte sich jedoch vor allem im Hinblick auf Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union als sehr weitsichtig erweisen. Eine gemeinsame Währung wird nun durch eine gemeinsame Zentralbank verwaltet. Dieser Verzicht der einzelnen Länder auf ihre jeweiligen nationalen Geldpolitiken kann dabei als der entscheidende Kostenfaktor in der Analyse der optimalen Währungsräume verstanden werden. Im Falle makroökonomischer Erschütterungen, die die jeweiligen Länder je unterschiedlich betreffen, könnte eine einheitliche Geldpolitik, die allen Ländern der Währungsunion nützt, nicht mehr gefunden werden. Die Zentralbank kann nämlich, so Görgens et al. auf kein einzelnes Land mehr Rücksicht nehmen, sondern müsste sich stets am gesamten Währungsraum orientieren.

Mundell verdeutlicht diesen Zusammenhang anhand eines einfachen Beispiels, in dem zwei Länder betrachtet werden, die einmal eine solche gemeinsame Währung besitzen, in einem anderen Fall über jeweils eigene nationale Währungen verfügen. Hierbei betrachtet er vor allem die jeweiligen Auswirkungen sogenannter asymmetrischer Shocks. Diese sind makroökonomische exogene Erschütterungen, wie etwa Konjunkturübertragungen, internationale Zinsanstiege oder Weltmarktpreissteigerungen durch internationale Nachfrageverschiebungen, die sich auf verschiedene Länder je unterschiedlich auswirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt fest, dass die EWWU nach gängiger Lehrmeinung kein optimaler Währungsraum ist, und definiert das Ziel der Arbeit, die notwendigen ökonomischen Bedingungen für eine solche Optimalität zu untersuchen.

2 Der Ursprung der Theorie der optimalen Währungsräume: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Robert Mundell und die Problematik asymmetrischer Schocks bei Verzicht auf nationale geldpolitische Instrumente.

3 Die Kritik an der Theorie optimaler Währungsräume: Hier werden Gegenargumente diskutiert, insbesondere die Ansicht, dass Handelsintegration die Wahrscheinlichkeit asymmetrischer Schocks reduzieren könne, während andere Autoren vor regionaler Divergenz warnen.

4 Kosten und Nutzen gemeinsamer Währungsräume: Es erfolgt eine Analyse der Faktoren, die das Kosten-Nutzen-Verhältnis beeinflussen, wie Transaktionskostenersparnis, Preistransparenz und der Verlust der geldpolitischen Autonomie.

5 Die Europäische Währungsunion als optimaler Währungsraum: Das Kapitel wendet die Theorie auf die Eurozone an und diskutiert, ob durch Konvergenz oder institutionelle Reformen eine Annäherung an den Optimalzustand möglich ist.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die EWWU ein politisches Projekt ist und ökonomische Stabilität maßgeblich von Faktoren wie Faktormobilität, Wirtschaftsdatenkonvergenz und politischem Willen abhängt.

Schlüsselwörter

Optimale Währungsräume, EWWU, Eurozone, Asymmetrische Schocks, Geldpolitik, Wechselkurs, Faktormobilität, Handelsintegration, Konvergenz, Kosten-Nutzen-Analyse, Währungsunion, Robert Mundell, Wirtschaftsstabilität, Fiskalpolitik, Europäische Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Theorie optimaler Währungsräume und analysiert, inwieweit die Europäische Währungsunion diese Kriterien erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Verzicht auf nationale Geldpolitik, der Umgang mit asymmetrischen Schocks, Handelsintegration sowie die Rolle von Mobilität und Diversifizierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die notwendigen ökonomischen Bedingungen zu identifizieren, die zur Erreichung eines bestmöglichen Zustandes im Sinne eines optimalen Währungsraumes in der Eurozone führen könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Konzepte (wie das Modell von Mundell) mit empirischen Beobachtungen und kritischen Diskursen aus der Wirtschaftswissenschaft kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Herleitung der Theorie, die kritische Diskussion zwischen verschiedenen ökonomischen Schulen sowie die spezifische Anwendung auf die Eurozone.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Währungsraum, Asymmetrische Schocks, Geldpolitik, Konvergenz und Wirtschaftsintegration charakterisiert.

Warum spielt die Faktormobilität eine so zentrale Rolle in der Theorie?

Faktormobilität, insbesondere die Arbeitsmobilität, dient als Ersatzmechanismus für die verlorene nationale Geldpolitik, um regionale wirtschaftliche Ungleichgewichte auszugleichen.

Welche Bedeutung misst der Autor der europäischen Identität bei?

Der Autor greift auf Literatur zurück, die argumentiert, dass ökonomische Faktoren allein nicht ausreichen und dass das Fehlen einer gemeinsamen kulturellen Identität die funktionale Integration der Eurozone erschwert.

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Detalles

Título
Ist die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) ein optimaler Währungsraum?
Universidad
Berlin School of Economics and Law
Calificación
1,7
Autor
Johannes Bullmann (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
22
No. de catálogo
V273659
ISBN (Ebook)
9783656659884
ISBN (Libro)
9783656659877
Idioma
Alemán
Etiqueta
europäische wirtschafts- währungsunion ewwu währungsraum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Bullmann (Autor), 2013, Ist die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) ein optimaler Währungsraum?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273659
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