Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques

Die Ökonomisierung und Bürokratisierung der Gesellschaft bei Habermas

Titre: Die Ökonomisierung und Bürokratisierung der Gesellschaft bei Habermas

Essai , 2014 , 8 Pages , Note: 3

Autor:in: Kevin Deusing (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Auf Grundlage des Werkes von Jürgen Habermas "Theorie des kommunikativen Handelns" werden die Phänomene der Bürokratisierung und Ökonomisierung der Gesellschaft analysiert. Der Fokus der Arbeit richtet sich auf die Auswirkungen der fortschreitenden Bürokratisierung und Ökonomisierung aller gesellschaftlicher Bereiche. Im Bezug auf die Zweckrationalisierung und die Kolonialisierung der Lebenswelt rückt die Wechselwirkung zwischen Bürokratie und Ökonomie ins Zentrum der Betrachtungen, anhand derer diese Kolonialisierung erklärt werden soll.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Ökonomisierung und Bürokratisierung der Gesellschaft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Eindringen ökonomischer und bürokratischer Systemrationalisierungen in die Lebenswelt auf Basis der Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas. Ziel ist es, die Auswirkungen der Kolonialisierung der Lebenswelt durch Staat und Wirtschaft sowie deren Folgen für die individuelle Freiheit und gesellschaftliche Gerechtigkeit zu analysieren.

  • Habermas' Zweistufenmodell der Gesellschaft
  • Das parkinsonsche Gesetz des Bürokratiewachstums
  • Die Auswirkungen der Ökonomisierung auf den Bildungssektor
  • Problematiken des Sozialstaats und der individuellen Freiheit
  • Kritische Analyse von Systemrationalität versus Lebenswelt

Auszug aus dem Buch

Die Ökonomisierung und Bürokratisierung der Gesellschaft

Jürgen Habermas schreibt in der Theorie des kommunikativen Handelns vom Eindringen von ökonomischen und bürokratischen Systemrationalisierungen in die Lebenswelt. Somit konstatiert Habermas, dass nicht die wirtschaftliche Ausbeutung das hauptsächliche Grundproblem der Gesellschaft darstellt, sondern die Problematik des zunehmenden Eindringens der Bürokratie in die Lebenswelt, das grundsätzliche Problem der modernen Gesellschaft ist. Habermas formuliert: „Jedenfalls läßt [sic!] sich die These vom Freiheitsverlust besser plausibel machen, wenn man Bürokratisierung als Anzeichen eines neuen Niveaus der Systemdifferenzierung betrachtet. Indem sich die Subsysteme Wirtschaft und Staat über die Medien Geld und Macht aus einem in den Horizont der Lebenswelt eingelassenen Institutionensystem ausdifferenzieren, entstehen formal organisierte Handlungsbereiche, die nicht mehr über den Mechanismus der Verständigung integriert werden, die sich von lebensweltlichen Kontexten abstoßen und zu einer Art normfreier Sozialität gerinnen“ (Habermas 1981: 455).

Habermas verschweigt nicht, dass diese Systemdifferenzierung auch Vorteile für die gesellschaftliche Entwicklung birgt. Das zweckrationale Handeln, ebenso wie das an determinierten Normen orientierte Handeln, welches gesellschaftlichen Subsystemen innewohnt, kann nicht nur negativ betrachtet werden. Diese Betrachtungsweise wäre zu eindimensional und würde der Problematik nicht gerecht werden. Habermas sieht jedoch die Gefahr, dass sich die Lebenswelt eventuell teilweise auflösen könne und die damit verbundenen Prozesse, wie beispielsweise der Prozess über die Verständigung über den Wahrheitsgehalt einer Aussage, an Bedeutung verlieren. Es besteht also die Gefahr, dass die traditionellen Formen der menschlichen Kommunikation von Angesicht zu Angesicht gewaltige Einbußen in Bezug auf ihren Einfluss erfahren.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Ökonomisierung und Bürokratisierung der Gesellschaft: Dieses Kapitel analysiert das Eindringen ökonomischer und bürokratischer Strukturen in die Lebenswelt und die damit einhergehende Verdrängung kommunikativer Prozesse sowie die Auswirkungen auf die persönliche Freiheit.

Schlüsselwörter

Bürokratisierung, Ökonomisierung, Lebenswelt, Systemdifferenzierung, Kommunikatives Handeln, Zweckrationalität, Kolonialisierung, Habermas, Staat, Wirtschaft, Sozialstaat, Freiheit, Gerechtigkeit, Rationalisierung, Systemtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Prozesses der zunehmenden Ökonomisierung und Bürokratisierung in modernen Gesellschaften unter Rückgriff auf die Theorie von Jürgen Habermas.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Spannungsfeld zwischen Lebenswelt und den Subsystemen Staat und Wirtschaft, die Folgen der Bürokratisierung für die individuelle Freiheit und die Auswirkungen der Ökonomisierung auf soziale Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Eindringen von Systemrationalisierungen die Lebenswelt kolonisiert und welche negativen Konsequenzen dies für die zwischenmenschliche Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskursanalyse, die die soziologischen Thesen von Jürgen Habermas und Cyril Northcote Parkinson verknüpft, um gegenwärtige gesellschaftliche Phänomene zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung durch Habermas, die Aspekte des parkinsonschen Gesetzes zum Bürokratiewachstum, die Rolle des Sozialstaats sowie die Auswirkungen der Ökonomisierung auf Bildung und Gerechtigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebenswelt, Bürokratisierung, Zweckrationalität, Kolonialisierung und Systemtheorie geprägt.

Wie definiert die Arbeit das „parkinsonsche Gesetz“ in diesem Kontext?

Das parkinsonsche Gesetz wird als Mechanismus der Selbstaufblähung von Verwaltungen beschrieben, bei dem Arbeit sich ausdehnt, um die zur Verfügung stehende Zeit zu füllen, was zu Ineffizienz führt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf den Sozialstaat?

Der Autor argumentiert, dass der expandierende Sozialstaat entgegen seiner ursprünglichen Absicht dazu führen kann, Menschen in Abhängigkeit zu halten und ihre individuelle Selbstverwirklichung einzuschränken.

Fin de l'extrait de 8 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Ökonomisierung und Bürokratisierung der Gesellschaft bei Habermas
Université
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Jürgen Habermas Theorie des Kommunikativen Handelns
Note
3
Auteur
Kevin Deusing (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
8
N° de catalogue
V273673
ISBN (ebook)
9783656660019
ISBN (Livre)
9783656659990
Langue
allemand
mots-clé
ökonomisierung bürokratisierung gesellschaft habermas
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kevin Deusing (Auteur), 2014, Die Ökonomisierung und Bürokratisierung der Gesellschaft bei Habermas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273673
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  8  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint