Ein Blick in die Geschäftswelt von China

Der Aufbau von Beziehungen mit chinesischen Geschäftspartnern und die Darstellung der Geschäftspraktiken


Akademische Arbeit, 2005

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Deckblatt

Einleitung

1. Erste Kontakte und der Aufbau von Beziehungen

2. Die Präsentation der eigenen Person
2.1. Das Gesprächsverhalten beim Kennenlernen
2.2. Die Gesprächsthemen beim Kennenlernen

3. Der Inhalt des ersten Gespräches

4. Guanxi

5. Gesicht – Mian Zi

6. Die Verhandlungsführung

7. Der Verhandlungskontext

8. Fazit

Literaturverzeichnis

Der Aufbau von Beziehungen mit chinesischen Geschäftspartnern und die Darstellung der Geschäftspraktiken

China, in der heutigen Form, ist eine kommunistische Volksrepublik, die 1949 ausgerufen wurde. Die Volksrepublik liegt in Ostasien und ist der bevölkerungsreichste und drittgrößte Staat der Erde.

Die Chinesen sind in ihrer Kultur, Sprache und Rasse uneinheitlich aufgrund ihrer verschiedenen Herkünfte und Glaubensrichtungen. Die Mehrheit bekennt sich bis zur Gegenwart zur Lehre des Konfuzius.[1] Die chinesische Staatsideologie empfindet die Lehren des Konfuzius heutzutage als fundamental.

Wie auch zum Beispiel die Aussagen:

- „Das Leben an einem Ort ist erst dann schön, wenn die Menschen ein gutes Verhältnis zueinander haben. Wie kann man einen Menschen weise nennen, der sich's aussuchen kann und sich doch nicht dort niederlässt, wo die Menschen gut zueinander sind?

Konfuzius“[2]

- „Um die Ausübung eines Amtes kümmere sich nur, wer kompetent dafür ist

Konfuzius“[3]

Dies sind nur zwei Beispiele, die uns in dieser Weise auf den Aufbau von Beziehungen mit chinesischen Geschäftspartnern hinführen sollen.

1. Erste Kontakte und der Aufbau von Beziehungen

In China wird der erste Kontakt zwischen den Geschäftspartnern üblicherweise über einen Dritten vermittelt, der mit beiden Parteien bekannt ist. Das soll die Vertrauenswürdigkeit der vorgestellten Personen übermitteln und garantieren. Hier ist es wichtig, dass es eher ein leichter Händedruck und ein freundliches „ni hao“ als übliche Begrüßung gewählt und vollzogen wird. Dabei beugt man leicht den Kopf etwas nach vorne und schaut dem Gegenüberstehenden in die Augen. Anders als in den europäischen Staaten wird ein starrer Blickkontakt in China nicht als Ablehnung, sondern als Ausdruck von Neugier empfunden.

Wichtig empfunden wird ebenfalls die Zeremonie der Übergabe der Visitenkarte. Hier wird die Visitenkarte wie als Person selbst mit sehr viel Respekt behandelt. Sie wird mit beiden Händen entgegengenommen und lange und eingehend betrachtet, somit sich der Nehmende versichern kann, wie man den Gebenden standesgemäß anspricht, mit welchem Titel, Nachnamen oder Vornamen. Es sollte generell darauf geachtet werden, dass der als angenehm empfundene Sprechabstand in China in der Regel näher als in Deutschland ist.

Beim ersten Kennenlernen steht in China grundsätzlich der Mensch und die Beziehung, nicht die geschäftliche Angelegenheit, im Vordergrund. Der chinesische Partner wird durch das Gespräch einen ersten Versuch unternehmen, den Geschäftspartner einzuordnen und den jeweiligen Hintergrund oder Kontext zu verstehen. Des Weiteren versucht der chinesische Partner Gemeinsam-keiten festzustellen, damit die einzugehende Verbindung einfacher gestaltet werden kann und es zum gegenseitigen Verständnis der unterschiedlichen Kulturen beiträgt.[4]

Es können hier einige Prinzipien und Grundregeln für den ersten Kontakt mit chinesischen Geschäftspartnern angeführt werden:

- Präsentation als Mensch mit einem sozialen Gefüge
- Demonstration des Interesses für das Land und an den chinesischen Geschäftspartnern
- Zwischenmenschliche Gemeinsamkeiten suchen
- Zurückhaltung ausüben im Bezug auf die eigene persönliche Karierredarstellung und vor geschäftlichen Themen
- Eingehen auf den Dialog des Geschäftspartners

Positiv und hilfreich ist es auch beim Aufbau des Geschäftskontaktes dem chinesischen Geschäftspartner gegenüber deutlich zu formulieren, woran das Interesse vorrangig ist.

Eine Beziehung zu entwickeln und zu pflegen erfordert persönliche Kontakte, soziale Interaktion und das Investieren von viel Zeit. Die Beziehungspflege ist eine Zukunftsvision, denn Beziehungen und Verpflichtungen sind nahezu synonym. Der Aufbau der Beziehung muss vor allem anderen stehen.

Darüber hinaus ist es wichtig für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit chinesischen Geschäftspartnern die Präsentation der eigenen Person richtig zu gestalten.[5]

2. Die Präsentation der eigenen Person

Im folgenden Kapitel werden nun die unterschiedlichen Präsentationen der eigenen Person vorgestellt, einmal auf der chinesischen Seite und ebenfalls als Gegenüberstellung die Präsentation der eigenen Person auf der deutschen Seite.

In Deutschland verhält es sich so, dass ein sicheres und selbstbewusstes Auftreten ein Vorankommen zur Folge hat in geschäftlichen Beziehungen. Ein Geschäftspartner muss erfolgreich und kompetent sein, sowie auch die nötige Erfahrung besitzen um einen erfolgreichen Geschäftsabschluss zu erzielen. Des Weiteren ist es in Deutschland so, dass eine klare Meinung von Vorteil ist, sowie die damit verbundene dynamisch-energische Zielstrebigkeit. Die deutschen Geschäftspartner stechen ebenso in ihrer Ungewöhnlichkeit hervor. Das Ziel ist es sich im Geschäftsleben positiv hervorzuheben.

Um sich gegenüber den chinesischen Geschäftspartnern positiv hervorzuheben, muss bei der Präsentation der eigenen Person besonders auf die nachfolgenden Aspekte geachtet werden, da bei den chinesischen Geschäftspartnern die Präsentation der eigenen Person anders aussieht.

Sie genießen Respekt und kennen bedeutende und einflussreiche Personen um einen gewissen Status, eine Position zu erreichen. Bildung und Welterfahrenheit werden in der chinesischen Geschäftswelt als Grundlagen gesehen. Ebenso fundamental wird Glück, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und eine angenehme Atmosphäre von den chinesischen Geschäftspartnern empfunden. Von Vorteil ist es ebenfalls zu einer einflussreichen Familie zu zählen und diese im Hintergrund zu haben. Das Ziel der chinesischen Geschäftspartner ist es sich im Geschäftsleben zuordnen zu können.[6]

[...]


[1] Bertelsmann, Das moderne Lexikon Che - Dor, Bertelsmann Lexikon Verlag, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Berlin, Gütersloh, 1972

[2] http://www.chinafokus.de/kultur/weisheiten/konfuzius/k4_1.php download vom 20.11.2005

[3] http://www.chinafokus.de/kultur/weisheiten/konfuzius/k8_14.php download vom 20.11.2005

[4] http://www.apmforum.com/asia-business-strategy.php download vom 27.11.2005

[5] Cultural Interface Management, Aufbau von Beziehungen mit chinesischen Geschäftspartnern, 2004/2005

[6] Cultural Interface Management, Aufbau von Beziehungen mit chinesischen Geschäftspartnern, 2004/2005

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Ein Blick in die Geschäftswelt von China
Untertitel
Der Aufbau von Beziehungen mit chinesischen Geschäftspartnern und die Darstellung der Geschäftspraktiken
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V274270
ISBN (eBook)
9783656669012
ISBN (Buch)
9783656668985
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
blick, geschäftswelt, china, aufbau, beziehungen, geschäftspartnern, darstellung, geschäftspraktiken
Arbeit zitieren
Martina Noack (Autor), 2005, Ein Blick in die Geschäftswelt von China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274270

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