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Zukunftschancen für Musikpädagogen. Kooperation zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen

Das "Monheimer Modell" (MoMo) und "Jedem Kind ein Instrument" (JeKi)

Titel: Zukunftschancen für Musikpädagogen. Kooperation zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen

Bachelorarbeit , 2014 , 59 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Thies Keuser (Autor:in)

Pädagogik - Musikpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Musikpädagogen sehen sich in letzter Zeit immer mehr einem Problem ausgesetzt, welches politisch und gesellschaftlich kaum Interesse aufwirft. Sinkende Schülerzahlen aufgrund mehrdimensionaler Gründe führen unweigerlich zur Arbeitslosigkeit. Ebenso die musikschulpolitische Entwicklung weg von festen Verträgen hin zu Honorarverträgen verschlimmert die Situation für die Musikpädagogen deutlich. Warum also noch Musikpädagogik studieren? Oder gibt es Alternativen für bereits im Berufsalltag angekommene Musikpädagogen und Studierende dieses Berufs? Im bereits seit ein paar Jahren prosperierenden Bereich von Kooperationen zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen scheint eine Zukunftsperspektive erkennbar, oder?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Musikpädagogik – ein historischer Abriss

3. Kooperationen von Musikschulen und allgemein bildenden Schulen

3.1. Zur Situation der allgemein bildenden Schulen und der Musikschulen

3.2. Beispiele für gelingende Kooperationen

3.2.1. "Eine breite Palette" aus Thüringen

3.2.2. "MäBi-Percussion" aus Sachsen-Anhalt

3.2.3. Musikalische Bildung für Kinder und Jugendliche in Nürnberg (MUBIKIN)

3.3. Zwischenfazit

4. Jedem Kind in Instrument (JeKi)

4.1. Die Anfänge

4.2. Das Konzept

4.3. Erfolge

4.4. Empirische Bildungsforschung zu Jedem Kind ein Instrument – Ergebnisse zum BMBF-Forschungsschwerpunkt: SIGrun Teilprojekt Kooperation

5. Monheimer Modell (MoMo)

5.1. Die Anfänge

5.2. Das Konzept

5.2.1. Wirkungsebenen von MoMo

5.2.2. Didaktische Grundlagen von MoMo

5.3. Erfolge

5.4. Evaluationsbericht: MoMo verbindet! Musik erleben und lernen in der "Musikschule für alle" von Prof. Dr. Maria Luise Schulten und Dr. Kai Stefan Lothwesen

6. Konsequenzen für die Hochschulausbildung der zukünftigen Musikpädagogen

7. Konsequenzen für Musikpädagogen vor bzw. nach dem Studium

7.1. Berufsbild: 1998 versus 2014

7.2. Erkenntnisse der MoMo-Lehrer in Monheim

8. Fazit und Ausblick

9. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht die Bedeutung von Kooperationen zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen als strategische Zukunftschance für Musikpädagogen. Angesichts schwindender Schülerzahlen und veränderter politischer Rahmenbedingungen analysiert die Arbeit, wie diese Kooperationen zur beruflichen Absicherung und zur musikalischen Breitenbildung beitragen können.

  • Historische Entwicklung der Musikpädagogik und Entstehung des heutigen Berufsbildes.
  • Analyse der Chancen und Probleme kooperativer Modelle zwischen verschiedenen Bildungsinstitutionen.
  • Detaillierte Vorstellung etablierter Kooperationsmodelle ("JeKi" und "MoMo").
  • Untersuchung der Konsequenzen für die universitäre Ausbildung zukünftiger Musikpädagogen.
  • Reflektion über die beruflichen Realitäten und die notwendige Professionalisierung im Tandemunterricht.

Auszug aus dem Buch

3.1. Zur Situation der allgemein bildenden Schulen und Musikschulen

Um die augenblicklichen Situation der allgemein bildenden und Musikschulen beschreiben zu können, muss man vor allem erst einmal klären, wo beide Institutionen in ihren Aufgaben differieren und wo sie Gemeinsamkeiten "von Natur" aus besitzen. Im nun folgenden Abschnitt soll ein Überblick über die Situation der allgemein bildenden sowie der Musikschulen gegeben werden.

ROSSEL stellt fest, dass die allgemein bildende Schule eine Pflichtschule für alle sei, wo SuS kostenlosen Unterricht erhalten. Dabei seien interessensheterogene Altersjahrgänge die Regel. In Bezug auf Musik hätte die allgemein bildende Schule die generelle Musikalisierung zur Aufgabe.

Musikschulen hingegen seien kostenpflichtige Angebotsschulen, auch wenn dies in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt sei; Bayern bspw. zähle die Musikschulen zum Schulwesen dazu, währenddessen der Nachbar Baden-Württemberg selbige zur außerschulischen Jugendbildung zähle. Nur eine Anzahl an freiwilligen Kindern und Jugendlichen melde sich zum privaten Musikschulunterricht an, was sich auf die Klientel der Musikschulen auswirke. Besonders interessierte und meist intrinsisch motivierte Jugendliche führten zu einer – im Gegensatz zur allgemein bildenden Schule – interessenshomogenen Schülergruppe. Die Musikalisierung in Musikschulen sei nach ROSSEL eine spezielle, also nicht direkt als Allgemeinbildung anzusehen. ROSSEL unterstützt damit die Ansicht HELMs.

Durch einen Mangel an Musiklehrern für alle Schulformen und -stufen wird das Fach Musik an allgemein bildenden Schulen immer öfter fachfremd unterrichtet. Der Zustand entwickelt sich so desaströs, dass mehr als die Hälfte der SuS keinen Musikunterricht in der Schule haben und das Fach Musik immer weiter zurückgedrängt wird. Auf der anderen Seite nehmen auch nur zwei bis drei Prozent der SuS privaten Musikunterricht in Musikschulen. Dies führt unweigerlich zu einer "Unterversorgung" in der musikalischen Bildung. Außerdem leiden die Musikschulen unter der finanziellen Schwäche der öffentlichen Hand. HELMS fordert deswegen ein Konzept zur verbindlichen und kontinuierlichen Aufwertung des Musikunterrichts. Ebenso fordert er eine Pflichtstundenzahl sowie Fortbildungen für die fachfremd unterrichtenden Lehrer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor schildert seine persönliche Motivation, das Studium der Instrumentalpädagogik und die Herausforderungen des Berufsfeldes angesichts gesellschaftlicher Veränderungen.

2. Musikpädagogik – ein historischer Abriss: Ein Überblick über die geschichtliche Entwicklung vom elitären Instrumentalunterricht hin zur Institutionalisierung und Professionalisierung des Musiklehrerberufs.

3. Kooperationen von Musikschulen und allgemein bildenden Schulen: Erörterung der theoretischen Hintergründe, Chancen und Problematiken sowie Vorstellung beispielhafter Modellprojekte zur Zusammenarbeit.

4. Jedem Kind in Instrument (JeKi): Detaillierte Darstellung des Bochumer Modells hinsichtlich Konzept, Erfolgen und empirischer Forschungsergebnisse zum Tandemunterricht.

5. Monheimer Modell (MoMo): Analyse des Monheimer Konzepts, seiner Wirkungsweisen auf Schule und Musikschule sowie Auswertung des Evaluationsberichts.

6. Konsequenzen für die Hochschulausbildung der zukünftigen Musikpädagogen: Diskussion der notwendigen Reformen in der universitären Ausbildung, insbesondere im Hinblick auf Gruppenunterricht und Aufnahmeprüfungen.

7. Konsequenzen für Musikpädagogen vor bzw. nach dem Studium: Vergleich des historischen mit dem heutigen Berufsbild und Analyse der spezifischen Erfahrungen der MoMo-Lehrkräfte.

8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Rolle von Kooperationen als notwendige, wenn auch herausfordernde Entwicklungsperspektive für den Musikpädagogenberuf.

Schlüsselwörter

Kooperationsmodelle, Musikpädagogik, Instrumentalpädagogik, JeKi, Monheimer Modell, musikalische Breitenbildung, Musikschule, allgemein bildende Schule, Musikunterricht, Gruppenunterricht, Tandemunterricht, Berufsbild, Lehrerfortbildung, Bildungsforschung, musikalische Grundausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Kooperationsmodellen zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen als notwendige Anpassung an veränderte gesellschaftliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen für Musikpädagogen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Musikpädagogik, der aktuelle Strukturwandel im Musikschulwesen, die Darstellung spezifischer Kooperationsprojekte und die daraus resultierenden Konsequenzen für die akademische Ausbildung und den Berufsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Kooperationen eine entscheidende Chance für die Zukunft des Musikpädagogenberufs darstellen, um trotz des Rückgangs fester Anstellungen und veränderter Schulstrukturen eine professionelle Existenzgrundlage zu sichern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, wertet existierende Evaluationsberichte zu Modellprojekten wie "JeKi" und "MoMo" aus und lässt eigene praktische Erfahrungen als Instrumentalpädagoge in die Reflexion einfließen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine theoretische Diskussion von Kooperationschancen, die detaillierte Vorstellung der Konzepte JeKi und MoMo sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Hochschulausbildung und dem Berufsalltag der Musikpädagogen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie musikalische Breitenbildung, Tandemunterricht, Professionalisierung, Strukturwandel, Musikpädagogen und Kooperationskultur geprägt.

Welche Rolle spielt das Monheimer Modell (MoMo) spezifisch?

MoMo dient als Fallbeispiel für ein flächendeckendes, in den Schulalltag integriertes Konzept, das nicht nur musikalische Breitenbildung ermöglicht, sondern auch neue Anforderungen an die Didaktik und die Arbeitsorganisation der Lehrkräfte stellt.

Warum wird der Tandemunterricht in den untersuchten Projekten so kritisch hinterfragt?

Die Forschung zeigt, dass Kooperationen oft nur auf dem Papier existieren; in der Realität fehlt es häufig an gemeinsamer Vorbereitungszeit und einer echten, gleichberechtigten Arbeitsteilung zwischen Musikpädagogen und Grundschullehrkräften.

Welche Konsequenzen leitet der Autor für die Hochschulen ab?

Der Autor fordert eine stärkere Gewichtung von Gruppenunterricht und pädagogischer Kompetenz bereits während des Studiums sowie zukunftsorientierte Anpassungen der Aufnahmeprüfungen, um den realen Anforderungen der Praxis gerecht zu werden.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zukunftschancen für Musikpädagogen. Kooperation zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen
Untertitel
Das "Monheimer Modell" (MoMo) und "Jedem Kind ein Instrument" (JeKi)
Hochschule
Hochschule für Musik Detmold  (Instrumentalpädagogik)
Note
1,8
Autor
Thies Keuser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
59
Katalognummer
V274465
ISBN (eBook)
9783656696551
ISBN (Buch)
9783656697152
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sind kooperation musikschulen schulen zukunftschancen musikpädagogen beispiel kooperationsmodelle monheimer modell momo jedem kind instrument jeki
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thies Keuser (Autor:in), 2014, Zukunftschancen für Musikpädagogen. Kooperation zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274465
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Leseprobe aus  59  Seiten
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