Elementarisierung am Beispiel von Gottvertrauen durch einen Kurzfilm


Essay, 2010

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bezug zum Seminar

3. Weitere Reflexion vor dem Hintergrund der Elementarisierung

4. Konkrete Planung der Einheit

5. Fazit

6. Anhang

7. Literaturangaben

1. Einleitung

In der heutigen Zeit werden Lehrerinnen und Lehrer andauernd mit der Frage konfrontiert: „Mit welchen Medien kann ich meine Unterrichtsstunden interessant aber auch ebenso lehrreich gestalten?“. Besonders Religionsstunden, die aus eintönigem Bibelunterricht bestehen, wirken sich verstärkt auf das Desinteresse vieler Schülerinnen und Schülern aus. Religion, egal in welchem Zusammenhang, begegnet uns tagtäglich und genau aus diesem Grund können Medien einem Lehrer helfen, seinen Schülern ein bestimmtes Thema näher zu bringen. Da beispielsweise mehr als 73 % der deutschen Bevölkerung einen Computer mit Internetanschluss besitzen[1], weiß auch fast jeder, wie man damit umgeht. Auch einen Fernseher findet man in fast jedem Haushalt an, sodass er in der heutigen Zeit zu einem neuen Leitmedium geworden ist und das Buch und die Zeitung von ihrem Platz verdrängt hat.

In meiner Ausarbeitung bzw. im Laufe der Unterrichtsplanung meiner Sitzung werde ich kurz auf mehrere Medien eingehen, wobei sich der Hauptteil auf den Kurzfilm „De un hilo – am seidenen Faden“ stütz. Der neun Minuten lange Kurzfilm zeigt einen Bergsteiger, der in der Dunkelheit einen Berg bezwingen will und abstürzt. Er ist tief gefallen, hängt aber noch an seinem Seil und als er Gott um Hilfe bittet, antwortet dieser er solle das Seil kappen. Der Bergsteiger hat dann doch nicht genug Vertrauen in Gott und entscheidet sich dafür, hängen zu bleiben. Am nächsten Morgen sieht man den Mann erfroren einen Meter über dem Boden hängen.

„De un hilo – am seidenen Faden“ ist ein Kurzfilm, der für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr freigegeben ist und zum Nachdenken über die verschiedensten Dinge anregen soll. Das Thema, mit dem ich mich hauptsächlich in meiner Sitzung beschäftigen werde, ist das Vertrauen. Dieses Vertrauen zu Gott bringe ich im Laufe meiner Sitzung mit einer Bibelstelle in Verbindung.

Meine persönliche Position zu diesem Thema hat sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt. Meiner Meinung nach schenkt Gottvertrauen Hoffnung und zwar die Art von Hoffnung, die man braucht, um an seinen Zielen im Leben festhalten zu können und auf diesem Weg nicht zu verzweifeln. Besitzt man Gottvertrauen und glaubt an das, was in der Bibel steht, kann man selbst den schlimmsten Situationen etwas Positives abgewinnen. Das Gottvertrauen, welches in „De un hilo“ geschildert wird, ist schwierig einzuschätzen. Aber sollte es wirklich so sein, dass sich Gott jemandem in diesem Maße zeigt und zuwendet, müsste das Wort Gottes doch einen höheren Sinn haben.

2. Bezug zum Seminar

Im Seminar „,Am Anfang war das Wort...’ (Joh 1,1), heute wird getwittert und geblogt – Bibeldidaktik und Mediendidaktik im Gespräch“ richtet sich das Thema auf das In-Einklang-bringen zwischen Mediendidaktik und Religionsunterricht. Dabei geht es darum, herauszufinden wie und was man mit verschiedenen Medien im Religionsunterricht machen kann, sodass trotzdem das gewählte Thema und nicht das Medium selber im Vordergrund steht.

In meiner Vorbereiteten Einheit gehe ich auf einen Kurzfilm ein, der das Thema der Stunde einleitet. Da der Film mehrere religiöse Fragen anspricht und auch nur neun Minuten lang ist, eignet er sich gut für eine Religionsstunde. Die Mediendidaktik, die dahinter steckt sich den Film anzusehen ist die, dass Filme und der Fernseher, wie in der Einleitung schon erwähnt, in fast jedem Haushalt anzutreffen sind und so die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem Medium gut kennen. Kritisch gesehen bedeutet „sich einen Film anschauen“ für die meisten Jugendlichen sich zu entspannen, zurückzulehnen und sich „berieseln zu lassen“. Im Seminar haben wir auch angesprochen, dass Medien bestimmte Ziele in dem Bereich der Kommunikation haben. „Ein bedeutendes Anliegen der Medienpädagogik im Religionsunterricht ist, ‚der Ausweg aus der massen-medialen Einbahnstraßenkommunikation‘[2]. Die Menschen müssen nämlich lernen, dass, Medien nicht nur konsumiert werden können‘[3],sondern auch Hilfen und Anlässe zur Kommunikation sind.“[4] In meiner vorbereiteten Unterrichtsstunde wird den Schülerinnen und Schülern etwas durch den Kurzfilm vermittelt bzw. beigebracht und zwar zum Thema „Gottvertrauen“. Durch das anschließende Gespräch wird leicht ein Bezug zum Psalm 121 hergeleitet. Befasse ich mich erst mit dem Film und anschließend mit der Bibel, können die Schüler Vergleiche anstellen und das, was die Bibel bietet, leichter verstehen. Denn es fällt vielen Schülern schwer sich mit der Bibel zu beschäftigen, da sie die alte Schrift bzw. Sprache nicht verstehen oder fließend lesen können.

[...]


[1] Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2010 URL: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/B3/Publikation/Jahrbuch/Informationsgesellschaft,property=file.pdf, Stand: 14.03.2011, S. 116 Abb. 5.3.

[2] Vgl. Henning, Karsten, Leitfaden Medienarbeit. Erfahrungsorientierte Medienpraxis für Religionsunterricht und Bildungsarbeit. München 1977, S. 54.

[3] Vgl. Henning, 1977, S. 54.

[4] Zitat: L' Hoste, Myriam, Medienpädagogik im Religionsunterricht vor dem Hintergrund der Mediennutzung von Grundschulkinder, PH Freiburg im Breisgau 2006. S 53.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Elementarisierung am Beispiel von Gottvertrauen durch einen Kurzfilm
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
11
Katalognummer
V274532
ISBN (eBook)
9783656663256
ISBN (Buch)
9783656663225
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
elementarisierung, beispiel, gottvertrauen, kurzfilm
Arbeit zitieren
Anna Kudella (Autor:in), 2010, Elementarisierung am Beispiel von Gottvertrauen durch einen Kurzfilm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274532

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