Der Arbeitsbereich „Texte/ Medien und Kontexte“ ist im Rahmenplan für das Fach Deutsch in der Gymnasialen Oberstufe vorgesehen. Im Rahmen dieses Bereichs sollen die Schüler u.a. gattungsspezifische und sprachliche Phänomene von Medien kennen lernen und diese für eigene Analysen, Deutungen und Wertungen heranziehen. Weiterhin sollen die Schüler Produkte der Medien kritisch reflektieren und ein methodisches Repertoire zum Umgang mit Medienerzeugnissen entwickeln.
Darüber hinaus ist mir zu Beginn der Einheit aufgefallen, dass viele der Schüler regelmäßig die Bild-Zeitung lesen und mit den Veröffentlichungen vollkommen unkritisch umgehen.
Inhaltsverzeichnis
- Planungsrelevante Faktoren
- Schülerbezogene Planungsfaktoren
- Lehrerbezogene Planungsfaktoren
- Organisatorische Planungsfaktoren
- Entscheidungen
- Makroebene
- Legitimation des Unterrichts und grundsätzliche Absichten
- Einbettung in den laufenden Unterricht
- Mikroebene
- Didaktische Reduktion
- Stundenlernziel
- Einzellernziele
- Makroebene
- Unterrichtsverlauf
- Phasierung
- Einstieg
- Erarbeitungsphase I
- Präsentationsphase I
- Auswertungsphase
- Erarbeitungsphase II
- Präsentationsphase II
- Evaluation
- Durchführungskonzept
- Phasierung
- Anhang
- BILD-Artikel „Mutti gesucht'"
- Hintergrundrecherchen von Wallraff zum Artikel „Mutti gesucht'"
- Arbeitsauftrag 1
- Erwartete Schülerergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Entwurf für die zweite unterrichtspraktische Übung im Fach Deutsch im Rahmen der pädagogischen Ausbildung für das Lehramt an beruflichen Schulen in Hamburg befasst sich mit dem Themenbereich „Texte/ Medien und Kontexte" und zielt auf die kritische Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung ab. Die Einheit soll den Schülern die stilistischen Merkmale der Bild-Zeitung und des Hamburger Abendblatts näherbringen und ihnen die Fähigkeit vermitteln, Medienprodukte kritisch zu bewerten und Veröffentlichungen differenziert zu beurteilen. Die Einheit soll den Schülern auch die Möglichkeit geben, eigene Artikel im Stil der Bild-Zeitung zu verfassen und ihre Ergebnisse in Gruppenarbeiten zu präsentieren.
- Kritische Medienanalyse
- Stilistische Merkmale von Boulevardzeitungen
- Vergleichende Analyse von Printmedien
- Medienmanipulation und Verzerrung von Tatsachen
- Entwicklung von Methodenkompetenz im Umgang mit Medien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einheit beginnt mit einer Wiederholung der in der letzten Stunde entwickelten Statuen zum BILD-Artikel „Mutti gesucht!". Die Schüler sollen die Unterschiede zwischen den beiden Statuen herausarbeiten und die Bilder deuten. Anschließend erhalten die Schüler einen aktuellen Artikel zum gleichen Thema aus der BILD-Zeitung und aus dem Hamburger Abendblatt. Sie sollen die Artikel anhand von vorgegebenen Kriterien analysieren und ihre Ergebnisse in Gruppenarbeiten erarbeiten. Die Schüler präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum und diskutieren die Ergebnisse mit den anderen Gruppen. Im Anschluss sollen die Schüler einen Artikel aus dem Hamburger Abendblatt in den Stil der Bild-Zeitung umschreiben. Zum Abschluss der Einheit sollen die Schüler anhand einer Punktabfrage die Qualität der BILD einordnen und einschätzen, wie häufig sie sich die BILD in Zukunft kaufen werden.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Bild-Zeitung, Medienanalyse, Boulevardpresse, Stilistik, Sprachliche Gestaltungsmittel, Medienmanipulation, Vergleichende Analyse, Hamburger Abendblatt, Gruppenarbeit, Präsentation, Schüleraktivität, Unterrichtsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung im Unterricht wichtig?
Da viele Schüler Boulevardmedien unkritisch konsumieren, hilft die Analyse dabei, Manipulationstechniken, Tatsachenverdrehungen und stilistische Zuspitzungen zu erkennen.
Welche stilistischen Merkmale kennzeichnen die Bild-Zeitung?
Typisch sind reißerische Schlagzeilen, eine einfache Sprache, Personalisierung von Problemen, emotionale Appelle und die Verwendung großer, suggestiver Bilder.
Wie unterscheidet sich die Berichterstattung der Bild vom Hamburger Abendblatt?
Während die Bild auf Skandalisierung und Emotion setzt, bemüht sich das Hamburger Abendblatt meist um eine sachlichere, differenziertere Darstellung der gleichen Sachverhalte.
Was versteht man unter Medienmanipulation?
Es ist die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch einseitige Information, Weglassen von Kontext oder die bewusste Verzerrung von Fakten.
Welche Rolle spielen Hintergrundrecherchen (z. B. von Wallraff) im Unterricht?
Recherchen von Enthüllungsjournalisten wie Günter Wallraff zeigen auf, wie Geschichten in der Boulevardpresse oft konstruiert werden, was das kritische Bewusstsein der Schüler schärft.
- Quote paper
- Stephanie Hilbert (Author), 2008, Manipulation durch Medien: Kritische Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung (Unterrichtsstunde), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274900