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Notengebung. Geschichte, Funktionen, Unterschiede

Titel: Notengebung. Geschichte, Funktionen, Unterschiede

Hausarbeit , 2014 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nathan Samuel (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kernfrage dieser Arbeit ist, ob das in der Bundesrepublik eingesetzte Benotungssystem den heutigen Ansprüchen einer mehr und mehr globalisierten Welt genügt, ob die Funktionen der Systems noch Bestand haben und wie mögliche Alternativen aussehen könnten. Darüber hinaus sollen Unterschiede in der Leistungsbewertung zwischen weiblichen und männlichen Schülern aufgezeigt werden. Auch wird auf die wissenschaftliche Kritik am derzeitigen Notengebungssystem eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Geschichtliche Entwicklung

III. Funktionen der Notengebung

IV. Bewertungsunterschiede bei Jungen und Mädchen

V. Kritik

VI. Alternative Leistungsbewertung

a. Berichtzeugnis

b. Portfolio

VII. Ausblick

VIII. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das deutsche Schulbenotungssystem, seine historischen Hintergründe, seine Funktionen sowie die wissenschaftliche Kritik an dessen Praxis. Ziel ist es zu analysieren, ob das aktuelle System den Anforderungen einer globalisierten Welt gerecht wird und welche alternativen Leistungsbewertungsmodelle existieren.

  • Historische Entwicklung der Schulnoten
  • Funktionen der Notengebung im schulischen Kontext
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Leistungsbewertung
  • Wissenschaftliche Kritik (Interferenz- und Urteilsfehler)
  • Alternative Ansätze wie Berichtzeugnisse und Portfolio

Auszug aus dem Buch

IV. Bewertungsunterschiede bei Jungen und Mädchen

Seit den 1960er erzielen Jungen in Deutschland schlechtere Leistungsbewertungen als Mädchen. Der Grund dafür kann zum einen an der Zusammensetzung einer Schulnote liegen. So ist die kognitive Kompetenz in einem Schulfach nicht immer gleichbedeutend mit der aus ihr resultierenden Schulnote. Vielmehr spielen Faktoren wie „Selbstdisziplin, Ausdauer, Motivation und Fleiß“ eine wichtige Rolle bei der Notengebung und können kognitive Schwächen ausgleichen.

In der Forschungsliteratur finden sich für diese „study skills“ genannten Sekundärfähigkeiten empirische Auswertungen, welche belegen, dass Mädchen, im Vergleich zu Jungen, mehr Zeit mit den Hausaufgaben verbringen, allgemein disziplinierter und fleißiger sind, weniger oft unentschuldigt vom Unterricht fern bleiben, ein höheres Interesse an der Schule haben und eine bessere Organisationsfähigkeit besitzen. Diese „study skills“ können im deutschen unter dem Schlagwort „Leistungsbereitschaft“ zusammengefasst werden. Allgemein kann gesagt werden, dass Schülerinnen im Bereich Leistungsbereitschaft höhere Werte erzielen als Jungen – bei gleichen kognitiven Fähigkeiten. Nun mögen Kritiker meinen, dies hänge mitunter vom Geschlecht der Lehrperson ab, dies war jedoch bisher empirisch nicht zu beweisen. Vielmehr legen Jungen vermehrt ein Lernverhalten an den Tag, welches schlechtere Schulnoten eher begünstigt, bzw. provoziert, als Mädchen.

Aus diesem Umstand ergibt sich zwangsläufig die Frage nach dem Grund für die verringerte Leistungsbereitschaft von männlichen Schülern. Der Schlüssel hierbei ist die „suggerierte Begabung“, ein durch das soziale Umfeld geschaffenes Gefühl, dass Leistungen des Schülers „auf seine natürliche Begabung zurückzuführen sind.“ Dieses Phänomen tritt zwar auch bei Mädchen auf, ist aber allgemein unter männlichen Schülern weit mehr verbreitet.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung der Schulnoten und formuliert die Kernfrage nach der zeitgemäßen Eignung des Benotungssystems sowie nach geschlechterspezifischen Unterschieden.

II. Geschichtliche Entwicklung: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Schulnoten von einem sekundären Faktor zu einer entscheidenden Voraussetzung für berufliche und akademische Laufbahnen wurden.

III. Funktionen der Notengebung: Hier werden die Hauptfunktionen von Noten – Selektion, Kontrolle, Information und Disziplinierung – sowie ihre Bedeutung für das spätere Berufsleben analysiert.

IV. Bewertungsunterschiede bei Jungen und Mädchen: Das Kapitel untersucht, warum Mädchen bei gleicher kognitiver Leistung oft bessere Noten erzielen, wobei Faktoren wie „Leistungsbereitschaft“ und „study skills“ im Fokus stehen.

V. Kritik: Diese Sektion unterteilt die wissenschaftliche Kritik am Notensystem in Interferenz- und Urteilsfehler, wie den „Halo“-Effekt oder die Tendenz zur Mitte.

VI. Alternative Leistungsbewertung: Hier werden Modelle wie das Berichtzeugnis und das Portfolio als Alternativen zur klassischen Ziffernbenotung diskutiert.

VII. Ausblick: Der Ausblick wirft einen Blick auf internationale Ansätze und laufende Pilotprojekte, die versuchen, Kompetenzen transparenter abzubilden.

VIII. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das klassische System zwar bestehen bleibt, jedoch Reformbedarf in Richtung einer individualisierten Leistungsbewertung besteht.

Schlüsselwörter

Schulnoten, Leistungsbewertung, Benotungssystem, Leistungsbereitschaft, Geschlechterunterschiede, Selektion, Interferenzfehler, Urteilsfehler, Berichtzeugnis, Portfolio, Kompetenzorientierung, Schulentwicklung, Pädagogik, Bildungsforschung, Notengebung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen Schulbenotungssystem, dessen Funktionen und der damit verbundenen wissenschaftlichen Kritik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung, die Funktionen von Noten, geschlechterspezifische Bewertungsunterschiede sowie alternative Formen der Leistungsbeurteilung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse, ob das aktuelle System den heutigen globalen Anforderungen genügt und wie mögliche Alternativen zur reinen Ziffernbenotung aussehen könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf die Auswertung existierender Publikationen, wissenschaftlicher Aufsätze, pädagogischer Fachzeitschriften und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Funktionen von Noten, die Erklärung von Bewertungsfehlern durch Lehrpersonen und die Vorstellung alternativer Konzepte wie das Portfolio.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Leistungsbewertung, Notengebung, Leistungsbereitschaft, Selektion, Urteilsfehler und alternative Bildungsstandards.

Warum erzielen Mädchen laut der Arbeit oft bessere Noten als Jungen?

Dies wird auf eine höhere „Leistungsbereitschaft“ und bessere „study skills“ zurückgeführt, wie etwa eine höhere Disziplin und Organisationsfähigkeit.

Was versteht man unter dem in der Arbeit genannten „Halo-Effekt“?

Der Halo-Effekt beschreibt eine Verzerrung des Leistungsbildes durch äußere Faktoren, wie die Reputation oder das äußere Erscheinungsbild eines Schülers.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Notengebung. Geschichte, Funktionen, Unterschiede
Hochschule
Universität Münster
Note
1,7
Autor
Nathan Samuel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V275103
ISBN (eBook)
9783656678533
ISBN (Buch)
9783656678526
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Notgengebung Pädagogik Schule Notengebung pro und contra Notegebung NRW Noten Schulnoten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nathan Samuel (Autor:in), 2014, Notengebung. Geschichte, Funktionen, Unterschiede, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275103
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Leseprobe aus  13  Seiten
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