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Die Großstadt bei Erich Kästner

Eine vergleichende Analyse der Großstadtdarstellung in "Der Gang vor die Hunde" und "Emil und die Detektive"

Título: Die Großstadt bei Erich Kästner

Trabajo Escrito , 2014 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jacqueline Schäfer (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Literatura, Obras
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In der Literatur der Weimarer Republik war die Großstadt, insbesondere Berlin ein beliebtes Motiv. Erich Kästner hat die Großstadt in einer Reihe seiner Werke thematisiert. Dazu zählen auch „Emil und die Detektive“ von 1929 und „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ von 1931, 2013 neu veröffentlicht in einer ungekürzten Fassung mit dem Titel "Der Gang vor die Hunde" .
Der Kinderroman und der Erwachsenenroman werden in dieser Arbeit bezüglich der Großstadtdarstellung vergleichend analysiert. Diese zwei – nicht nur auf den Adressaten bezogen unterschiedlichen – Werke haben den Schauplatz Berlin und die Großstadtatmosphäre gemeinsam. Zentrale Themen sind dementsprechend Technisierung, neue Medien, Werbung und Sport. Diese werden als Gliederung dem Vergleich Orientierung geben. Ziel der Arbeit soll die Klärung sein, inwieweit sich das Bild der Großstadt Berlin in Kästners Werken gleicht und inwieweit es sich unterscheidet.
In „Der Gang vor die Hunde“ wird eine grundsätzlich düstere Atmosphäre erzeugt. Arbeitslosigkeit und Sittenverfall prägen die gesellschaftliche Situation. Nach dem Selbstmord seines besten Freundes Labude stirbt auch noch der Protagonist Fabian.
In „Emil und die Detektive“ spielt zwar auch der Dieb eine Rolle, der Emils Geld für die Großmutter und die Berlinreise stiehlt, aber das Gros der auftretenden Figuren ist freundlich und hilfsbereit, sodass der Eisenbahndieb gestellt werden kann und Emil sogar eine Belohnung für das Fassen des gesuchten Verbrechers erhält.
Die zwei Werke scheinen also ein sehr unterschiedliches Bild von Stadt und Menschen zu entwerfen, doch es geht um dieselbe Stadt, um die Großstadt Berlin, die vom selben Autor beschrieben wird. Dies erscheint Grund genug für eine detaillierte Untersuchung.
Die Forschungsliteratur zu Kästners Werken hat sich bereits ausgiebig mit der Thematik Großstadt auseinandergesetzt, wobei dem Werk „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde, als Kästners Kinderroman. Ein direkter Vergleich der beiden Werke wurde diesbezüglich bisher jedoch noch nicht gezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Eine Stadt und zwei Werke

2 Technisierung und ihre Auswirkungen

2.1 Mensch und Maschine

2.2 Fabian und die Straßenbahn

2.3 Emil und die Autos

2.4 Fabians Straßenbahn und Emils Autos

3 Die Medien der großen Stadt

3.1 Das tägliche Pensum

3.2 Journalist Kästner, der Schutzengel

3.3 Das Kino

3.4 Die Werbung

4. Fazit: Kinder und Erwachsene in der Großstadt

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Darstellung der Großstadt Berlin in Erich Kästners Romanen „Emil und die Detektive“ und „Der Gang vor die Hunde“ vergleichend zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie sich die beiden Werke hinsichtlich der Einflüsse von Technisierung, neuen Medien und urbaner Atmosphäre unterscheiden und inwiefern diese Unterschiede durch die differierende Zielgruppenorientierung und Intention des Autors bedingt sind.

  • Vergleichende Analyse der Großstadtdarstellung in Kinder- und Erwachsenenliteratur.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Technisierung auf den Menschen (Mensch-Maschine-Verhältnis).
  • Bewertung der Rolle von Medien (Zeitung, Kino) und Werbung in der urbanen Lebenswelt.
  • Herausarbeitung der Unterschiede in der Wahrnehmung der Stadt durch Kinder und Erwachsene.
  • Reflexion über die moralische und gesellschaftskritische Intention Erich Kästners.

Auszug aus dem Buch

2.2 Fabian und die Straßenbahn

Fabian bekommt die Ausmaße der Technisierung am eigenen Leib zu spüren, als „jemand heftig gegen Fabians Stiefelabsatz [stößt]. […] Es war die Straßenbahn“9. Die Bahn wird hier personifiziert als ‚jemand‘ dargestellt. Und zwar als jemand, der Gefahr für Fabian darstellt und ihm eindeutig überlegen ist. Nicht der Schaffner hat den Fehler begangen, sondern Fabian steht der Straßenbahn im Weg. Die Weiterfahrt hat Priorität vor seiner körperlichen Unversehrtheit. „Der Verkehr der Großstadt erhält somit Übermacht gegenüber dem >kleinen Mann<.“10 Marja Rauch stellt mit dieser These die Machtverhältnisse zwischen Mensch und Maschine dar.

Im Falle von Professor Kollrepps Erfindung und dem getöteten Mädchen, aber auch bei Fabians unfreiwilligem Zusammentreffen mit der Straßenbahn zeigt sich die Überlegenheit der Technik dem Menschen gegenüber.

Der Verkehr in Fabians Berlin besteht jedoch nicht nur aus Straßenbahnen, sondern auch aus Autobussen, Taxen und Untergrundbahnen. Und dieser Verkehr wird von Fabian oft als „Lärmbelästigung“11 wahrgenommen, beispielsweise wenn „Lastautos ratter[n]“12 oder der Straßenlärm wie ein Regenguss an die Scheiben trommelt13. Gerade beim Gedanken an die ruhige Heimat wird der Lärm für Fabian zur Qual14. Die Geräuschkulisse, die mit dem sonst so praktischen Verkehr verbunden ist, wird als störend empfunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Eine Stadt und zwei Werke: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung, die beiden ausgewählten Werke von Erich Kästner hinsichtlich ihrer Großstadtdarstellung zu vergleichen.

2 Technisierung und ihre Auswirkungen: Es wird untersucht, wie Maschinen menschliche Arbeit ersetzen und wie die Protagonisten Fabian und Emil unterschiedlich auf die technische Infrastruktur Berlins reagieren.

2.1 Mensch und Maschine: Anhand der Figur des Professor Kollrepp wird der Konflikt zwischen technischem Fortschritt, Rationalisierung und dem Schutz menschlicher Arbeitsplätze verdeutlicht.

2.2 Fabian und die Straßenbahn: Dieses Unterkapitel analysiert Fabians physische Konfrontation mit dem modernen Verkehr und wie dieser die Übermacht der Technik über den Einzelnen demonstriert.

2.3 Emil und die Autos: Im Kontrast zu Fabian wird hier gezeigt, wie Emil das Tempo der Stadt und die technischen Verkehrsmittel als faszinierende Bestandteile der Großstadt wahrnimmt.

2.4 Fabians Straßenbahn und Emils Autos: Ein zusammenfassender Vergleich verdeutlicht die Diskrepanz zwischen der funktionalen, neugierigen Sichtweise des Kindes und der kritischen, durch Missstände geprägten Sicht des Erwachsenen.

3 Die Medien der großen Stadt: Dieses Kapitel untersucht den Einfluss von Massenmedien auf die Wahrnehmung der Stadt und die kritische Distanz des Autors zur Presse.

3.1 Das tägliche Pensum: Hier wird die Rolle der Zeitung in „Der Gang vor die Hunde“ beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf die zynische Verantwortungslosigkeit des Journalismus.

3.2 Journalist Kästner, der Schutzengel: Es wird analysiert, wie in „Emil und die Detektive“ die Zeitung als glaubwürdiges Medium und der Journalist als positive Identifikationsfigur eingesetzt werden.

3.3 Das Kino: Das Kapitel vergleicht die negative Darstellung der Filmbranche in Fabians Umfeld mit der Faszination, die das Kino auf die Kinder in Emils Welt ausübt.

3.4 Die Werbung: Es wird dargelegt, wie Fabian die allgegenwärtige Werbung als störende Denaturierung der Stadt empfindet, während sie in der kindlichen Wahrnehmung keine vordergründige Rolle spielt.

4. Fazit: Kinder und Erwachsene in der Großstadt: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und erklärt, warum die unterschiedliche Intention und Zielgruppe der beiden Werke zu den divergierenden Stadtbildern führen.

Schlüsselwörter

Erich Kästner, Großstadt Berlin, Weimarer Republik, Technisierung, Medienkritik, Fabian, Emil und die Detektive, Literaturvergleich, Zeitungsjournalismus, Filmkultur, Kinderliteratur, Erwachsenenroman, Urbanisierung, Entfremdung, Konsumgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die unterschiedliche Darstellung der Großstadt Berlin in Erich Kästners Romanen „Der Gang vor die Hunde“ (bzw. „Fabian“) und „Emil und die Detektive“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Technisierung, die Rolle der Massenmedien (Zeitung, Kino) sowie der Einfluss von Werbung und städtischem Lärm auf die Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwieweit das Bild Berlins in den Werken trotz des gleichen Schauplatzes divergiert und wie Kästner die Stadt jeweils für Kinder und Erwachsene konzipiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die literaturwissenschaftliche Ansätze mit Aspekten der Medien- und Kulturwissenschaft verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der technischen Entwicklung in der Stadt und die Analyse der verschiedenen Medientypen sowie deren Wirkung auf die Romanfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Großstadtmotive, Neue Sachlichkeit, Medialisierung, Entfremdung, Zivilisationskritik und der Kontrast zwischen kindlicher Neugier und Erwachsenenpessimismus.

Warum nimmt Fabian die Stadt so viel negativer wahr als Emil?

Fabian reflektiert als Erwachsener die sozioökonomischen Missstände seiner Zeit, während Emil als Kind die Stadt unbefangen aus einer spielerischen Perspektive erlebt.

Wie spielt Kästner mit der Rolle der Presse in beiden Romanen?

In „Fabian“ kritisiert er die zynische Verantwortungslosigkeit des Journalismus, während er in „Emil und die Detektive“ einen „Journalisten Kästner“ als positiven Helfer und Schutzengel auftreten lässt.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Großstadt bei Erich Kästner
Subtítulo
Eine vergleichende Analyse der Großstadtdarstellung in "Der Gang vor die Hunde" und "Emil und die Detektive"
Universidad
University of Cologne  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Curso
Seminar zu Erich Kästner
Calificación
1,3
Autor
Jacqueline Schäfer (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
20
No. de catálogo
V275827
ISBN (Ebook)
9783656683018
ISBN (Libro)
9783656682998
Idioma
Alemán
Etiqueta
großstadt erich kästner eine analyse großstadtdarstellung gang hunde‘ detektive
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jacqueline Schäfer (Autor), 2014, Die Großstadt bei Erich Kästner, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275827
Leer eBook
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Extracto de  20  Páginas
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