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Notenvergabe. Probleme bei der Beurteilung und Bewertung von Schülerleistungen

Título: Notenvergabe. Probleme bei der Beurteilung und Bewertung von Schülerleistungen

Trabajo de Seminario , 2011 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Lisa Günthner (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Alle Schüler in Deutschland erhalten zweimal im Jahr ein Zeugnis. Dies ist eine offizielle Urkunde, die Auskunft über den Leistungsstand des Schülers in den einzelnen Fächern sowie über sein Sozialverhalten gibt. Die gängige Beurteilungspraxis ist dabei die Notenskala von eins bis sechs, die es seit ungefähr 50 Jahren gibt und welche die Leistungen eines Schülers von „sehr gut“ bis „ungenügend“ einstuft. In den zahlreichen literarischen Werken, die es zum Thema Beurteilung und Bewertung von Schülerleistungen gibt, wird diese Vorgehensweise jedoch als sehr kritisch dargestellt. [...]
In dieser Arbeit wird deshalb das Notensystem auf bestimmte Funktionen und Gütekriterien hin untersucht und es werden konkrete Verbesserungsvorschläge zur Beurteilung von Schülerleistungen ausgearbeitet. Dafür wird zunächst der Begriff der „Leistung“, der der Arbeit zu Grunde gelegt werden soll, definiert. Weiterhin wird der theoretische Hintergrund, der für die Bewertung und Ausarbeitung eines Verbesserungsvorschlages notwendig ist, dargestellt: die Funktionen und Gütekriterien der Leistungsbeurteilung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Der pädagogische Leistungsbegriff

2.2 Funktionen der Leistungsbeurteilung innerhalb der Institution Schule

2.3 Allgemeine Gütekriterien der Leistungsbeurteilung

3. Die aktuelle Praxis – Das Notensystem

3.1 Erfüllung der Funktionen

3.2 Erfüllung der Gütekriterien

4. Eigene Vorschläge zur Verbesserung der Leistungsbeurteilung

4.1 Feedbackbogen

4.2 Besonderheiten der Bewertung bei Verwendung anderer Prüfungsarten

4.3 Darstellung des Zeugnisses

5. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das bestehende Notensystem an deutschen Schulen kritisch hinsichtlich seiner pädagogischen Funktionen und wissenschaftlichen Gütekriterien, um darauf aufbauend alternative, differenziertere Bewertungsmodelle zu entwickeln.

  • Kritische Analyse des traditionellen Notensystems (1-6).
  • Untersuchung der pädagogischen Funktionen der Leistungsbeurteilung.
  • Überprüfung der wissenschaftlichen Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität).
  • Entwicklung und Konzeption eines detaillierten Feedbackbogens als Bewertungsalternative.
  • Diskussion über die Integration von Leistungsfortschritten und verbalen Beurteilungen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Erfüllung der Gütekriterien

1949 gab der Germanist Robert Ulshöfer einen Abituraufsatz an 42 Lehrer und bat um Benotung. Das Ergebnis war ernüchternd: Das Notenspektrum für ein und denselben Aufsatz reichte von 1 bis 6. Da es um die Beurteilung von Deutschaufsätzen ging, mag dieses Ergebnis noch geringfügig nachvollziehbar sein, da Sprachstil, Wortwahl und Beurteilung der Themenstellung sich weder als falsch noch richtig beurteilen lassen. 1956 jedoch zeigte der österreichische Pädagoge Rudolf Weiss, dass dies auch für die Beurteilung von Mathematikarbeiten zutrifft. Solche Untersuchungen wurden auch in neueren Studien durchgeführt und kamen über alle Fächer hinweg zu dem gleichen Ergebnis (Leppert 2010, 45). Dies zeigt also, dass die Bewertung von Schülerleistungen nicht objektiv, sondern in hohem Maße subjektiv, also abhängig vom jeweiligen Bewertenden ist. Viele Schüler haben dies sicherlich schon selbst erlebt und wie sonst ist es zu erklären, dass manche Schüler nach einem Lehrerwechsel wesentlich bessere Noten im selben Fach erhalten, ohne ihr Lernverhalten geändert zu haben.

Reliabel ist eine Messung dann, wenn sie auch bei wiederholter Messung mit dem gleichem Messinstrument zum selben Ergebnis führt, sie also nicht vom Zufall abhängt. Dies ist bei Prüfungen jedoch problematisch. Stellt der Lehrer beispielsweise nur eine einzige Frage, kann es passieren, dass der Schüler genau diese nicht beantworten kann, obwohl er ansonsten alles gewusst hätte. Umgekehrt ist es auch möglich, dass der Schüler nur die Antwort auf diese eine Frage wusste. Dies trifft auch für die Auswahl mehrerer Fragen aus einem sehr großen Stoffgebiet zu. Die Note, die der Schüler dann erhält, sagt nichts über seinen tatsächlichen Wissensstand aus. Bei einer späteren Überprüfung des Wissenstandes können so vollkommen unterschiedliche Noten zustande kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der aktuellen Notengebung ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Fokus auf pädagogische Funktionen.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden der pädagogische Leistungsbegriff, die Funktionen der Leistungsbeurteilung und die allgemeinen Gütekriterien erörtert.

3. Die aktuelle Praxis – Das Notensystem: Dieses Kapitel analysiert das existierende Ziffernnotensystem kritisch anhand der zuvor definierten Funktionen und Gütekriterien.

4. Eigene Vorschläge zur Verbesserung der Leistungsbeurteilung: Hier wird der Feedbackbogen als Alternative vorgestellt und dessen Anwendung bei verschiedenen Prüfungsarten sowie in der Zeugnisdarstellung diskutiert.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Umsetzbarkeit des vorgeschlagenen Modells.

Schlüsselwörter

Leistungsbeurteilung, Notensystem, Feedbackbogen, Schülerleistungen, pädagogischer Leistungsbegriff, Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Leistungsfortschritt, Benotungspraxis, Schulpädagogik, Leistungsgesellschaft, Zeugnisgestaltung, Lernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Leistungsbewertung in der Schule und kritisiert das gängige Ziffernnotensystem als unzureichend.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen pädagogische Leistungsbegriffe, Gütekriterien wissenschaftlicher Messung, sowie alternative Feedbackinstrumente für den Schulalltag.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die Einführung von Feedbackbögen eine differenziertere, motivierende und aussagekräftigere Form der Leistungsbeurteilung zu konzipieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und führt daraus einen eigenen Gestaltungsentwurf (Feedbackbogen) herbei.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die Kritik am aktuellen Notensystem sowie die Vorstellung und Erläuterung konkreter Verbesserungsvorschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leistungsbeurteilung, Feedbackbogen, Gütekriterien und pädagogischer Leistungsbegriff charakterisiert.

Warum ist das Notensystem laut Autor problematisch?

Noten sind oft subjektiv, eindimensional und bieten kaum Rückmeldung zu Stärken und Verbesserungspotenzialen, was die Lernmotivation negativ beeinflussen kann.

Wie genau funktioniert der vorgeschlagene Feedbackbogen?

Er bewertet verschiedene Kriterien pro Fach anhand einer Punkteskala, kombiniert diese mit verbalen Berichten und visualisiert den Lernfortschritt des Schülers.

Können Schüler in den Bewertungsprozess einbezogen werden?

Ja, besonders bei Gruppenarbeiten empfiehlt die Autorin, dass Schüler ihre eigene Leistung reflektieren und den Feedbackbogen zur Selbsteinschätzung nutzen.

Eignet sich das Modell für alle Schulformen?

Die Autorin sieht das System primär als geeignet für Berufsschulen an, regt jedoch an, über eine Implementierung auch in anderen Bildungseinrichtungen nachzudenken.

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Detalles

Título
Notenvergabe. Probleme bei der Beurteilung und Bewertung von Schülerleistungen
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,7
Autor
Lisa Günthner (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
17
No. de catálogo
V276505
ISBN (Ebook)
9783656705833
ISBN (Libro)
9783656706403
Idioma
Alemán
Etiqueta
notenvergabe probleme beurteilung bewertung schülerleistungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lisa Günthner (Autor), 2011, Notenvergabe. Probleme bei der Beurteilung und Bewertung von Schülerleistungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276505
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