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Exegese der Emmausperikope (Lk 24, 17-27)

Titre: Exegese der Emmausperikope (Lk 24, 17-27)

Exégèse , 2013 , 21 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Andreas Wollenweber (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Unter den Osterberichten der Evangelien nimmt die Emmauserzählung Lk 24, 17-27 in vielerlei Hinsicht eine Sonderrolle ein: Auffällig ist ihre enorme Länge sowie ihre große Geschlossenheit und Anschaulichkeit der Darstellung. Zudem wird hier nicht von den Aposteln oder anderen aus dem Neuen Testament bekannten Personen berichtet, sondern von zwei unbekannten Jüngern. Jedoch erweist sich die Emmauserzählung wegen ihres besonderen Sinngehalts als besonders widerspenstig gegen alle Harmonisierungen mit den übrigen Ostertraditionen und hat daher in vielen Fällen in der gegenwärtigen Exegese eine deutliche Vernachlässigung erfahren.

Daher soll diese Exegese eine umfassende wissenschaftliche Analyse jener Perikope liefern, welche trotz ihrer inhaltlichen Bedeutung aufgrund der oben genannten Probleme in der bisherigen Forschung eher nebensächlich behandelt worden ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I: Vorwort

II: Textkritik/Textanalyse

III: Literarkritik

IV: Formgeschichte/Traditionsgeschichte

V: Redaktionsgeschichte

VI: Begriffs-/Motivgeschichte

VII: Religionsgeschichtlicher Vergleich

VIII: Übersetzungsvergleich mit dem Urtext

IX: Das Fazit der Untersuchung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich einer wissenschaftlichen Exegese der Emmausperikope (Lk 24,17-27), um die Bedeutung und Struktur dieser erzählerisch dichten und komplexen Ostergeschichte innerhalb des lukanischen Werkes zu analysieren und ihre Verankerung in der theologischen Tradition zu beleuchten.

  • Literarische und strukturelle Analyse des Weggesprächs
  • Untersuchung der lukanischen Redaktion und Theologie
  • Vergleich mit außerbiblischen und biblischen Parallelen
  • Erarbeitung der christologischen Bedeutung der Emmauserzählung
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen historischer Tradition und redaktioneller Ausgestaltung

Auszug aus dem Buch

II: Textkritik/Textanalyse

Nach Dussaut ist das Gespräch, das zwischen Jesus und den Jüngern in Gang kommt, als der Kern der Perikope zu betrachten, der durch das Auftreten (V. 15b) und das Verschwinden Jesu (V. 31c) gerahmt wird. Zwei Abschnitte, nämlich V. 15-19a und V. 28-32, rahmen den zentralen Teil der Erzählung (V. 19b-27) ein, wobei beide „das Gehen“ erwähnen und das Verb „sich nähern“ verwenden. Der plötzlichen Ankunft Jesu, den die zwei Jünger nicht erkennen (V. 15-16), entspricht das Verschwinden dessen, den die beiden Männer erkannt haben (V. 30-31). Außerdem sind noch weitere Symmetrien im Text zu erkennen: Da ist zum einen die angespannte Diskussion zwischen den beiden Jüngern, die schließlich anhalten (V. 17), und die eindringliche Bitte an Jesus, er solle bei ihnen bleiben (V. 29) sowie des Weiteren, dass Jesus den Anschein gibt, von den Geschehnissen nichts zu wissen (V. 18-19a) und derselbe Jesus, der so tut, als ob er seinen Weg allein fortsetzen wolle (V. 28b).

Beim Untersuchen der V. 17-19 verweist Wanke auf einen formalen Aspekt, der für das gesamte Weggespräch zu beachten ist, nämlich auf den Dialog in direkter Rede als literarisches Stilmittel, so wie es auch J. Gewieß interpretiert hat. Auffällig sind die Vergleiche von Lk 24,19 mit einigen Summarien der Apg, die das irdische Wirken Jesu beschreiben. So kann man ähnliche Formulierungen auch in Apg 2,22 und 10,37ff. feststellen.

Wanke hält aufgrund der häufigen Indizien, welche auf Spracheigentümlichkeiten des Evangelisten hinweisen, fest, dass in den Versen 17-19 insgesamt eine Häufung lukanischen Wortgebrauchs positiv zu sichern ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I: Vorwort: Der Autor erläutert die Bedeutung der Emmauserzählung als eine Perikope, die trotz ihrer inhaltlichen Tiefe in der bisherigen Forschung oft vernachlässigt wurde.

II: Textkritik/Textanalyse: Dieses Kapitel analysiert die innere Struktur der Perikope, insbesondere die Symmetrien des Weggesprächs und die lukanischen Sprachbesonderheiten.

III: Literarkritik: Hier wird die Autorschaft des Lukas sowie die Einordnung der Episode als Bearbeitung eines älteren Sondergutes untersucht.

IV: Formgeschichte/Traditionsgeschichte: Der Abschnitt diskutiert die Annahme einer vorlukanischen Tradition und wie Lukas diese in den Kontext seiner Osterberichte integriert hat.

V: Redaktionsgeschichte: Dieses Kapitel zeigt auf, wie der Evangelist die Erzählung mit spezifisch lukanischen Themen wie dem göttlichen Heilsplan verwebt.

VI: Begriffs-/Motivgeschichte: Hier werden zentrale Motive wie das Verständnis des messianischen Leidens und das Prophetentums Jesu analysiert.

VII: Religionsgeschichtlicher Vergleich: Der Vergleich ordnet die Erzählung in den Kontext anderer antiker oder biblischer Berichte über das Unterwegssein mit himmlischen Gestalten ein.

VIII: Übersetzungsvergleich mit dem Urtext: Eine detaillierte Betrachtung des griechischen Urtextes im Vergleich zur Übersetzung, ergänzt durch exegetische Anmerkungen.

IX: Das Fazit der Untersuchung: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die Emmausgeschichte primär ein Ergebnis der lukanischen Redaktion zur Verkündigung des auferstandenen Christus ist.

Schlüsselwörter

Emmauserzählung, Lukasevangelium, Exegese, Auferstehung, Messias, Heilsplan, Redaktionsgeschichte, Kleopas, Osterberichte, Christus, Prophet, lukanische Theologie, Jerusalem, Schrifteröffnung, Leidensgeheimnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der Emmauserzählung aus dem Lukasevangelium, wobei der Fokus auf den Versen 17-27 liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die literarische Struktur des Textes, die lukanische Redaktionsgeschichte, die Christologie im Zusammenhang mit dem Leiden und die Einbettung der Erzählung in den Heilsplan Gottes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, die wissenschaftliche Analyse der Perikope zu leisten, um ihre Bedeutung als Bindeglied lukanischer Theologie aufzuzeigen, trotz ihrer inhaltlichen Komplexität und der Herausforderungen bei Harmonisierungsversuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine historisch-kritische Methode angewandt, die Textkritik, Literarkritik, Form- und Traditionsgeschichte sowie die Redaktionsgeschichte umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Struktur, der redaktionellen Motive des Lukas, den Vergleich mit anderen biblischen Überlieferungen und eine exegetische Kommentierung des Urtextes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Neben der Emmauserzählung und dem Lukasevangelium sind Begriffe wie "Heilsplan", "Redaktionsgeschichte", "Christologie" und "Osterglaube" maßgeblich für die Analyse.

Wie bewertet der Autor die Rolle des „leeren Grabes“ in dieser Erzählung?

Der Autor arbeitet heraus, dass Lukas die historische Bedeutung des leeren Grabes zugunsten einer theologischen Deutung, in der Jesus durch die Schrift als Messias erkannt wird, in den Hintergrund treten lässt.

Welchen Stellenwert nimmt das Weggespräch für die Erzählung ein?

Das Weggespräch wird als zentrales Element identifiziert, das den "Knoten des Unverständnisses" zerschlägt, indem Jesus die Jünger durch die Auslegung der Propheten zum richtigen Verständnis seines Leidens und seiner Herrlichkeit führt.

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Résumé des informations

Titre
Exegese der Emmausperikope (Lk 24, 17-27)
Université
University of Siegen
Cours
Evangelische Religionslehre
Note
2,0
Auteur
Andreas Wollenweber (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
21
N° de catalogue
V276545
ISBN (ebook)
9783656698463
ISBN (Livre)
9783656700098
Langue
allemand
mots-clé
exegese emmausperikope
Sécurité des produits
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Citation du texte
Andreas Wollenweber (Auteur), 2013, Exegese der Emmausperikope (Lk 24, 17-27), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276545
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Extrait de  21  pages
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