Kommunikation ist im beruflichen Alltag nicht wegzudenken, vielmehr nimmt sie großen Einfluss auf den Erfolg von Unternehmen und Organisationen. Dies gilt auch für die Kommunikation mit den eigenen Mitarbeitern – die Mitarbeiterkommunikation.
Die SKB als Organisationsbereich der Bundeswehr, welche eine Non-Profit-Organisation darstellt, hat in Bezug auf die Mitarbeiterkommunikation spezielle Bedingungen und unterscheidet sich daher von Wirtschaftsunternehmen. Zwar verfügt die SKB bzw. die Bundeswehr über eine interne Kommunikation, doch im Zuge der Neuausrichtung der Streitkräfte wird diese auf die Probe gestellt. Vor dem Hintergrund dieses Wandels, der bei den Soldaten der Bundeswehr und der SKB Unsicherheit und ein höheres Informationsbedürfnis entstehen lässt, stellen sich die Fragen, wie die Mitarbeiterkommunikation der SKB umgesetzt und von den Soldaten der unteren und mittleren Dienstgradgruppen bewertet wird.
Im zweiten Kapitel dieser Arbeit wird die Mitarbeiterkommunikation theoretisch erläutert. Dabei wir diese zunächst definiert und ihre Bedeutung aufgezeigt. Anschließend werden die verschiedenen Kommunikationsflüsse betrachtet, die für die Umsetzung der Mitarbeiterkommunikation genutzt werden können.
Im dritten Kapitel wird speziell auf die Mitarbeiterkommunikation der SKB eingegangen. Dazu werden zunächst der Aufbau und die Organisation der SKB dargestellt. Anschließend werden die Besonderheiten staatlicher Organisationen aufgezeigt.
Im vierten Kapitel wird auf die empirische Analyse eingegangen.
Im fünften Kapitel wird ein Fazit gezogen, ein Ausblick gegeben und Handlungsempfehlungen für die Mitarbeiterkommunikation der SKB gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Methodik der Arbeit
2 Mitarbeiterkommunikation
2.1 Definition der Mitarbeiterkommunikation
2.2 Motivation für Mitarbeiterkommunikation
2.3 Kommunikationsflüsse der Mitarbeiterkommunikation
2.4 Probleme der Mitarbeiterkommunikation
2.5 Instrumente der Mitarbeiterkommunikation
2.6 Theoretische Ableitungen der Mitarbeiterkommunikation
3 Mitarbeiterkommunikation in der Streitkräftebasis
3.1 Organisation der SKB
3.2 Besonderheiten staatlicher Organisationen
3.2.1 Hierarchische Unterschiede zu Wirtschaftsunternehmen
3.2.2 Regierungsamtliche Kommunikation
3.3 Kommunikationsinstrumente der SKB
3.4 Herausforderungen an die SKB-Mitarbeiterkommunikation
3.4.1 Besonderheiten der Kommunikation im Wandel
3.4.2 Lösungsansätze für Probleme der Mitarbeiterkommunikation
3.5 Zwischenfazit
4 Empirische Analyse
4.1 Beschreibung der Erhebungsmethode
4.2 Durchführung
4.3 Beschreibung der Auswertungsmethode
4.4 Darstellung der Ergebnisse
4.4.1 Dienstgradgruppe der Mannschaften
4.4.2 Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee
4.4.3 Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee
4.5 Interpretation der Ergebnisse
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Mitarbeiterkommunikation in der Streitkräftebasis (SKB) der Bundeswehr. Das primäre Ziel ist es herauszufinden, wie die Kommunikation der SKB umgesetzt wird und wie sie von Soldaten der unteren und mittleren Dienstgradgruppen bewertet wird, um auf dieser Basis Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Zufriedenheit zu generieren.
- Analyse der theoretischen Grundlagen der Mitarbeiterkommunikation.
- Untersuchung der spezifischen Organisationsstruktur der Streitkräftebasis.
- Erhebung des Status quo der Mitarbeiterkommunikation durch Experteninterviews.
- Vergleich der Kommunikationswege in der SKB mit Ansätzen aus Wirtschaftsunternehmen.
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für das Presse- und Informationszentrum der SKB.
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition der Mitarbeiterkommunikation
Mitarbeiterkommunikation stellt einen Sammelbegriff dar: Sie umfasst alle kommunikativen Prozesse, die innerhalb einer Organisation oder einem Unternehmen ablaufen und hat innerhalb dieser Institutionen eine steuernde und koordinierende Funktion. Sie ist ein Teil der Unternehmenskommunikation und setzt die Kommunikationsstrategie unternehmensintern um. Dabei geht sie allerdings über die reine Mitarbeiterinformation hinaus und bindet Mitarbeiter gezielt und erfolgsorientiert mit in diese Kommunikationsstrategie ein. In der Literatur werden häufig verschiedene Begriffe für Mitarbeiterkommunikation genutzt, deshalb wird in dieser Arbeit auf diesen Sammelbegriff zurückgegriffen.
Die Mitarbeiterkommunikation dient dazu, Verbindungen zwischen im arbeitsteiligen System agierenden Personen herzustellen und ermöglicht somit deren Interaktion. Sie steuert das Netz ineinandergreifender Verhaltensaktivitäten von einzelnen Akteuren.
Die Basis der Mitarbeiterkommunikation bildet die Art und Weise, wie die Mitarbeiter informiert werden und wie ausgeprägt die Mitarbeiterinformation in der alltäglichen Unternehmenspolitik Beachtung findet. Rechtlich sind Unternehmen durch das Betriebsverfassungsgesetz verpflichtet Mindestanforderungen der Mitarbeiterkommunikation zu erfüllen. Darüber hinaus gestalten Unternehmen ihre Mitarbeiterkommunikation, entsprechend der Unternehmenskultur sowie der übergeordneten Kommunikationsstrategie. Die Mitarbeiterinformation, die interne Informationspolitik und die rechtlichen Mindestanforderungen stellen somit Initiatoren für die Mitarbeiterkommunikation dar, welche jedoch mehr ist als bloßes Informieren. Sie ist ein Führungsinstrument und somit ein wesentlicher Kern des alltäglichen Betriebsablaufes. Kommunikation als grundlegendes Führungsinstrument findet zwischen Führungskräften und Mitarbeitern Anwendung. Ohne Informationen, Anweisungen und Zielvorgaben können diese nicht handeln, weswegen der Erfolg und die Effizienz eines Unternehmens wesentlich von der Kommunikationskompetenz von Führungskräften abhängen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Mitarbeiterkommunikation für Organisationen ein, erläutert die Besonderheiten der Streitkräftebasis (SKB) als Non-Profit-Organisation im Rahmen der Neuausrichtung und stellt das methodische Vorgehen der Arbeit dar.
2 Mitarbeiterkommunikation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Mitarbeiterkommunikation, einschließlich Definitionen, Motiven, Kommunikationsflüssen, Problemen und typischen Instrumenten sowie allgemeinen Gestaltungsempfehlungen.
3 Mitarbeiterkommunikation in der Streitkräftebasis: Dieser Abschnitt analysiert die spezifische Organisation der SKB, die Besonderheiten staatlicher Organisationen im Vergleich zur Wirtschaft und die Herausforderungen sowie Instrumente der Kommunikation im Kontext eines Veränderungsprozesses.
4 Empirische Analyse: In diesem Kapitel wird die methodische Herangehensweise der qualitativen Experteninterviews beschrieben, die Durchführung der Befragung dargelegt und die Ergebnisse, gegliedert nach Dienstgradgruppen, ausgewertet und interpretiert.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, leitet Handlungsempfehlungen für die Optimierung der Mitarbeiterkommunikation in der SKB ab und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Schlüsselwörter
Mitarbeiterkommunikation, Streitkräftebasis, SKB, Bundeswehr, Interne Kommunikation, Führung, Organisationskommunikation, Top-Down-Kommunikation, Experteninterviews, Qualitatives Interview, Veränderungsprozess, Informationsfluss, Dienstgradgruppen, Unternehmenskultur, Personalmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Mitarbeiterkommunikation innerhalb der Streitkräftebasis (SKB) der Bundeswehr und untersucht deren Stellenwert sowie Umsetzung in einem dynamischen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen interner Kommunikation, die spezifische Organisationsstruktur der SKB, die Analyse von Kommunikationsproblemen im Wandel sowie die Rolle von Führungskräften als Kommunikatoren.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist es, den Status quo der Mitarbeiterkommunikation in der SKB aus Sicht der Soldaten unterer und mittlerer Dienstgradgruppen zu erfassen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine qualitative Untersuchung durchgeführt, basierend auf neun Experteninterviews mit Soldaten unterschiedlicher Dienstgradgruppen, welche mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Mitarbeiterkommunikation, eine detaillierte Betrachtung der SKB als staatliche Organisation und eine empirische Analyse der Kommunikationspraxis vor Ort.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mitarbeiterkommunikation, Streitkräftebasis (SKB), Bundeswehr, Führung, Organisationskommunikation und Qualitative Inhaltsanalyse.
Welche Hürden wurden in der Kommunikation der SKB identifiziert?
Die Studie identifizierte unter anderem eine hohe Arbeitsbelastung, die mangelnde Weitergabe von Informationen durch Vorgesetzte sowie die Herausforderung, verstreute Standorte und unterschiedliche Zielgruppen effektiv zu erreichen.
Welche Rolle spielt das Intranet in der untersuchten Praxis?
Das Intranet wird als zentrale Informationsquelle für SKB-Angehörige wahrgenommen, jedoch wird kritisiert, dass der Zugang nicht für jeden Soldaten jederzeit möglich ist und die Recherche sich teilweise als mühsam gestaltet.
- Citar trabajo
- B.A. Christian Sander (Autor), Jan Köllnberger (Autor), Viktor Wiederkehr (Autor), 2013, Mitarbeiterkommunikation der Streitkräftebasis der Bundeswehr. Umsetzung und Wandel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276602