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Konfliktkultur in der Schule. Bausteine zur sozialen Kompetenz

Titel: Konfliktkultur in der Schule. Bausteine zur sozialen Kompetenz

Hausarbeit , 2012 , 39 Seiten , Note: gut

Autor:in: Klaus Hubelnig (Autor:in), Eleonore Hubelnig (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dass es vielen Kindern und Jugendlichen immer schwerer fällt, sich in einer Gruppe zurechtzufinden, sich an Regeln zu halten oder gar mit Konflikten konstruktiv umzugehen, das beobachten Pädagogen bei Schülern in allen Altersgruppen. Miteinander respektvoll, rücksichtsvoll und verantwortungsvoll umzugehen, kann gelernt werden. Schulen, die positives Befinden fördern, unterstützen ihre Schüler bei der Erfüllung der schulischen Aufgaben, fördern ihre Bereitschaft zum Lernen und leisten auch einen Beitrag zur Prophylaxe im Hinblick auf unerwünschtes Verhalten.
Eine Schulklasse ist ein Ort, an dem Schüler viele Stunden ihres Lebens gemeinsam mit anderen verbringen. Hier lernen sie, hier erleben sie Gemeinschaft, hier können sie Kooperation und Teamfähigkeit erwerben und hier werden auch Konflikte ausgetragen. Es besteht also die Chance, soziale Kompetenz als wichtige Schlüsselqualifikation für das Leben zu erwerben.
In dieser Arbeit soll auf die Bedeutung des Sozialtrainings in der Schule hingewiesen werden. Vor allem die Konfliktkompetenz soll dabei im Fokus stehen. Wie kann man also Sozialkompetenz und Kommunikationskompetenz, wie ein friedliches Miteinander fördern? Wie kann man Konflikten begegnen, wie durch gute Kommunikation eine Eskalation von Konflikten verhindern?
Das erste Kapitel beschäftigt sich zunächst kurz damit, warum soziale und kommunikative Kompetenz als wichtiges Bildungsziel verwirklicht werden sollten und welche Art von Unterricht diese Kompetenzen fördert.
Anschließend gehen wir der Frage nach, wie eine gute Klassengemeinschaft nicht nur Bedingung für ein förderliches Lernklima sondern auch Lernort für sozial kompetentes Verhalten ist. Schon während der Phasen der Gruppenbildung kann hier der Umgang mit Konflikten trainiert werden. Dabei spielt in der Sekundarstufe I auch die Pubertät eine wichtige Rolle.
Anschließend geht es grundlegend darum, wie Konflikte entstehen, um Konflikttypen und Eskalationsstufen und um typische Konflikte in der Schulklasse. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Pädagogik? Wie kann man Konfliktsituationen angemessen begegnen? Wie können Konflikte bearbeitet werden? In einem kleinen Exkurs werfen wir einen Blick auf grundlegende Phänomene, die bei der Kommunikation von Menschen möglicherweise zu Konflikten führen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale und Kommunikative Kompetenz als Bildungsziel

2.1 Kommunikationsdefiziten wirksam begegnen

2.1.1 Kommunikation als Unterrichtsprinzip

2.1.2 ‚Soziales Lernen’ als eigenes Unterrichtsfach

2.1.3 Konflikte als Sprechanlässe nutzen

2.2 Handlungsorientierter, schülerzentrierter Unterricht

2.2.1 Konkurrenz- und Leistungsdruck vermindern

3. Die Klassengemeinschaft – ein Lernort für sozial kompetentes Verhalten

3.1 Umgang mit Konflikten schon vor der Pubertät trainieren

3.2 Konfliktprävention während der Gruppenentwicklung

3.2.1 Phase der Orientierung

3.2.2 Einführung von Normen

3.2.3 Erstes Auftreten von Konflikten

3.2.4 Regeln erleichtern das Zusammenleben

4. Konflikte in der Schulklasse

4.1 Differenzen

4. 2 Die Entstehung von Konflikten

4.3 Typische Konflikte in der Schulklasse

4. 4 Diagnose von Konflikten

4. 5 Konflikttypen

4. 6 Die Eskalationsstufen von Konflikten

5. Konfliktbehandlung

5.1 Präventive und kurative Konfliktbehandlung

5.2 Auf dem Weg zur Konfliktkompetenz

5.2.1 Wissen- die Selbstkenntnis

5.2.2 Wollen- unsere Bedürfnisse

5.2.3 Können- Kompetenzen erwerben

6. Kleiner Exkurs - Verbale und nonverbale Kommunikation

6.1 Die vier Seiten einer Nachricht

6.2 Kommunikative Basisfertigkeiten

6.2.1 Feedback geben

6.2.2 Aktives Zuhören

6.2.3 ICH-Botschaften

6.2.4 Richtig verhandeln

7. Sozialtraining in der Klasse

7.1 Ziele des Sozialtrainings

7.1.1 Differenzierte soziale Wahrnehmung trainieren

7.1.2 Erkennen und Äußern von Gefühlen

7.1.3 Selbstbehauptung

7.1.4 Kooperation

7.1.5 Einfühlungsvermögen

7.2 Umsetzung in der Klasse

7.2.1 Lehrer fortbilden

7.2.2 Die Eltern einbeziehen

7.2.3 Gute Konfliktkultur erlernen - ein Praxisbeispiel:

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Bedeutung von Sozialtraining in der Schule, um Kindern und Jugendlichen Kompetenzen für eine konstruktive Konfliktkultur und ein friedliches Miteinander zu vermitteln, wobei der Fokus auf dem Erwerb von Konfliktkompetenz liegt.

  • Bedeutung sozialer und kommunikativer Kompetenzen als Bildungsziel.
  • Entstehung, Diagnose und Eskalationsstufen von Konflikten in der Schulklasse.
  • Theoretische Grundlagen menschlicher Kommunikation (z. B. Vier-Seiten-Modell).
  • Praktische Methoden des Sozialtrainings wie Feedback, Aktives Zuhören und Ich-Botschaften.
  • Umsetzung von Sozialtraining in der Klasse mittels praxisnaher Modelle.

Auszug aus dem Buch

4. 6 Die Eskalationsstufen von Konflikten

Werden Differenzen und Spannungen in Gruppen manifest, können sie in verschiedener Intensität auftreten. Sollen Konflikte einer Lösung zugeführt werden, muss, wie schon ausgeführt, zunächst eine Diagnose der Probleme gestellt werden, bei der der Eskalationsgrad eine entscheidende Rolle spielt: Wie weit sind die Kontrahenten schon zerstritten? Auf welcher Stufe ist mit den Lösungsmöglichkeiten anzusetzen? Welche Entscheidungen und Vereinbarungen kann man setzen?

Zur besseren Analyse des Konflikthergangs und um im Verlauf des Konflikts besser reagieren zu können, hat Friedrich Glasl ein Modell der Konflikteskalation entworfen. Er unterteilt es in drei Abschnitte zu je drei Stufen:

Die erste Stufe, die Win-win Ebene beschreibt ein Konfliktstadium, das noch nicht so weit fortgeschritten ist. Die einzelnen Stufen heißen:

Spannung: Der Konflikt ist noch im Anfangsstadium, es kommt zu Spannungen und Verhärtungen, wenn verschiedene Meinungen aufeinanderprallen.

Debatte: Man kann sich Meinungsverschiedenheiten noch untereinander ausreden, es tritt aber schon Polemik auf, das Wort ist allerdings noch das wichtigste Mittel der Auseinandersetzung.

Taten statt Worte: Der Konflikt nimmt jetzt schon andere Qualitäten an, indem die gegensätzlichen Parteien sich immer mehr formieren und gegen die Umwelt abschließen. Es zeigt sich die Tendenz, die eigene Meinung durchzusetzen und es besteht Gefahr, in die nächst höhere Ebene des Konflikts zu kommen, in der es einen Verlierer geben muss. In dieser Stufe ist es noch möglich, Kompromisse zu schließen, indem man versucht, auf den anderen einzugehen und von seiner eigenen Meinung oder Vorstellung ein wenig abzurücken, sodass es am Schluss nur Sieger gibt. Beide Parteien sollten dann mit den geschlossenen Vereinbarungen zufrieden sein und sie nach den Verhandlungen nicht mehr zur Debatte bringen. Es ist somit die konstruktivste Art einen Streit zu beenden und birgt in sich die hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser Konflikt nicht mehr auftritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmenden Schwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen im sozialen Miteinander und definiert die Bedeutung des Sozialtrainings als Schlüsselqualifikation.

2. Soziale und Kommunikative Kompetenz als Bildungsziel: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit, soziale Kompetenzen ganzheitlich zu fördern und durch geeignete Unterrichtsformen gezielt gegen Kommunikationsdefizite anzusteuern.

3. Die Klassengemeinschaft – ein Lernort für sozial kompetentes Verhalten: Hier wird die Klasse als positiver Lernort für soziale Fertigkeiten beschrieben, wobei insbesondere die Phasen der Gruppenentwicklung und die Bedeutung präventiver Konfliktarbeit hervorgehoben werden.

4. Konflikte in der Schulklasse: Dieses Kapitel bietet theoretische Grundlagen zu Konfliktentstehung, -diagnose und -typen sowie eine Analyse der Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl.

5. Konfliktbehandlung: Hier werden Interventionsmöglichkeiten zwischen präventiver Arbeit und kurativer Konfliktbehandlung unterschieden und der Weg zur Konfliktkompetenz skizziert.

6. Kleiner Exkurs - Verbale und nonverbale Kommunikation: Dieser Exkurs verdeutlicht die Komplexität zwischenmenschlicher Kommunikation und stellt Basisfertigkeiten wie Feedback, Aktives Zuhören und Ich-Botschaften vor.

7. Sozialtraining in der Klasse: Das Kapitel behandelt konkrete Ziele und Umsetzungsstrategien des Sozialtrainings, illustriert durch ein Praxisbeispiel aus dem Lions-Quest-Programm.

8. Fazit: Das Fazit bekräftigt, dass Sozialtraining eine unverzichtbare Investition in die Zukunft ist und einen maßgeblichen Beitrag zur Professionalisierung pädagogischen Handelns sowie zu einer friedlicheren Welt leistet.

Schlüsselwörter

Sozialtraining, Konfliktkultur, soziale Kompetenz, Kommunikationskompetenz, Konfliktprävention, Eskalationsstufen, Klassengemeinschaft, aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Schulklima, Gruppenentwicklung, Konfliktkompetenz, Erziehung, Konfliktdiagnose, faires Streiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung einer guten Konfliktkultur in Schulklassen als wesentlichem Baustein zur Förderung sozialer Kompetenz bei Schülern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Notwendigkeit von Sozialtraining, die theoretischen Grundlagen von Kommunikation und Konfliktentstehung sowie praktische Methoden zur Konfliktbearbeitung und Prävention im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezieltes Training soziale und kommunikative Kompetenzen fördern können, um ein friedliches Miteinander zu gewährleisten und Konflikte konstruktiv zu lösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die einschlägige Theorien der Konfliktforschung (z. B. Friedrich Glasl) und Kommunikationspsychologie (z. B. Schulz von Thun) auf den pädagogischen Kontext überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zur Konfliktdynamik, Exkurse zur Kommunikationstheorie und die Darstellung konkreter Praxismodelle für das Sozialtraining in der Klasse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialtraining, Konfliktkultur, Kommunikation, Konfliktkompetenz, Prävention, Klassenklima und soziale Fertigkeiten.

Welche Rolle spielt die Pubertät bei der Konfliktprävention laut der Arbeit?

Die Pubertät wird als kritische Phase der Identitätsfindung beschrieben, in der Jugendliche ihre sozialen Rollen festigen und oft mit Konflikten reagieren, weshalb eine stabile Beziehung zwischen Lehrern und Schülern bereits vor dieser Zeit essenziell ist.

Warum wird das "Harvard Konzept" in der Arbeit erwähnt?

Das Konzept dient als Grundlage für effiziente Verhandlungstechniken, die verdeutlichen, wie man durch kooperative Lösungen Differenzen ausräumen kann, was auch im Klassenraum als Standard für Konfliktgespräche angestrebt werden sollte.

Was unterscheidet "präventive" von "kurativer" Konfliktbehandlung?

Präventive Maßnahmen dienen der vorbeugenden sozialen Arbeit zur Vermeidung von Konflikten, während die kurative Behandlung bereits schwelende oder manifeste Konflikte aufarbeitet, was deutlich mehr Energie und Ressourcen erfordert.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konfliktkultur in der Schule. Bausteine zur sozialen Kompetenz
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau  (Human Ressources)
Note
gut
Autoren
Klaus Hubelnig (Autor:in), Eleonore Hubelnig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
39
Katalognummer
V276656
ISBN (eBook)
9783656706120
ISBN (Buch)
9783656707219
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konfliktkultur schule bausteine kompetenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klaus Hubelnig (Autor:in), Eleonore Hubelnig (Autor:in), 2012, Konfliktkultur in der Schule. Bausteine zur sozialen Kompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276656
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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