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Kommunikation im Internet. Blutspende-Aufruf per Email

Zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

Title: Kommunikation im Internet. Blutspende-Aufruf per Email

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Sarah Muhlack (Author)

German Studies - Linguistics
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In unserem Alltag nehmen wir sehr leicht den Unterschied zwischen mündlichen Äußerungen und schriftlichen Äußerungen wahr, ohne wirklich genauer darüber nachzudenken. In der Linguistik ist die Differenzierung allerdings nicht so einfach. Beginnt man dort den Versuch zu definieren, was gesprochene und geschriebene Sprache ausmacht, wird man schnell feststellen, dass es viele menschliche Arten von Kommunikation gibt – gerade in der heutigen Zeit -, die sich nicht so einfach mit den prototypischen Merkmalen von gesprochener und geschriebener Sprache definieren lassen. Man denke zum Beispiel nur an die Chatsprache, eine relativ neue Kommunikationsform, in der zwei – oder mehr – Menschen mithilfe eines Computers miteinander schriftlich kommunizieren. Diese Art der Kommunikation erinnert in Thematik und Wortwahl, aber auch in der Anwesenheit der beiden Personen, in diesem Fall am Computer – schließlich ist ein Chat darauf angewiesen, dass mein Gegenüber relativ zeitnah antwortet – eher an ein persönliches Gespräch zwischen vier Augen, als zum Beispiel an das Schreiben einer Email. Obwohl beide Formen der Kommunikation sich auf irgendeine Art und Weise wieder unterscheiden, benötigt man doch für beides das Vorhandensein eines Computers mit Internetanschluss und muss den Text über die Computertastatur eingeben.
Das Internet hat unsere Kommunikationsformen sehr verändert. Deswegen wurde für die folgende Analyse ebenfalls ein Text aus dem Internet gewählt. Es handelt sich dabei um eine Meldung innerhalb einer Blutspender-Community vom Deutschen Roten Kreuz, die über die Dringlichkeit der Blutspende aufklärt und zu einer erneuten Blutspende aufruft. Ist man als Blutspender in der Community angemeldet, erhält man per E-Mail eine Benachrichtigung über neue Meldungen wie diese und hat nach dem Lesen der Meldung die Möglichkeit, sich direkt innerhalb der Community darüber zu informieren, wo und wann an gegebenenfalls spenden kann oder sich mit anderen Spendern austauschen.
In dieser Arbeit geht es darum, zu analysieren, um was für eine Kommunikationsform es sich bei dieser Meldung, die in der Community unter den Begriff „Neuigkeiten“ fällt, handelt und wie die Meldung hinsichtlich medialer und konzeptioneller Schriftlichkeit gestaltet ist. Bevor mit der jeweiligen Analyse in Bezug auf einen bestimmten Gesichtspunkt begonnen wird, werden die wichtigsten theoretischen Aspekte kurz erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MEDIUM UND KOMMUNIKATIONSFORM

2.1. Theorie

2.2. Analyse

3. MEDIALE UND KONZEPTIONELLE SCHRIFTLICHKEIT

3.1. Theorie

3.2. Analyse

4. ZUSAMMENFASSUNG

5. BIBLIOGRAPHIE

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht eine ausgewählte Online-Meldung einer Blutspender-Community hinsichtlich ihrer kommunikationswissenschaftlichen Einordnung. Dabei wird analysiert, welche spezifische Kommunikationsform vorliegt und wie der Text unter den Aspekten mediale und konzeptionelle Schriftlichkeit zu bewerten ist.

  • Grundlagen zu Medium und Kommunikationsform
  • Analyse der medialen Gestaltung einer Online-Meldung
  • Untersuchung zur konzeptionellen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
  • Wechselwirkung zwischen Textsorte, Funktion und Medium
  • Linguistische Einordnung neuer digitaler Kommunikationsformen

Auszug aus dem Buch

2.2. Analyse

Betrachten wir den Text in Hinblick auf den Kanal, kann man ganz klar feststellen, dass hier die Optik angesprochen wird. Der Rezipient erfasst den Text mit dem Auge, Töne sind nicht zu hören und auch Gerüche oder Berührungen, bzw. körperliche Nähe, können über den Bildschirm nicht vermittelt werden. Dafür bieten sich bestimmte typografische Möglichkeiten, von denen z.B in der Überschrift Gebrauch gemacht wird:

Bsp. 1:

Dringend Blutspender gesucht!!

Durch den Gebrauch von zwei Ausrufezeichen besteht bei einem Text die Möglichkeit, eine bestimmte Wichtig- oder Dringlichkeit auszudrücken, die bei Sprache über den akustischen Kanal z.B. nur über bestimmte Tonlagen deutlich gemacht werden kann. Auch die Angabe eines Veröffentlichungszeitpunkts in Klammern wäre bei einer Meldung über den akustischen Kanal so nicht möglich.

Zwischen dem Produzent des Textes und dem Rezipienten herrscht Distanz. Beide sind in der Kommunikationssituation nicht am gleichen Ort, was bei einem Face-to-face Gespräch der Fall wäre. Außerdem ist die Kommunikationssituation zeitlich zerdehnt. Das heißt, dass zwischen der Produktion des Textes und dem Lesen durch den Adressaten, eine gewisse Zeit vergangen ist. Zwar ist am Anfang der Meldung ein Datum und eine Uhrzeit angegeben, allerdings ist es fraglich, ob der Text auch genau zu dem Zeitpunkt produziert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die linguistische Herausforderung der Differenzierung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit ein und stellt das untersuchte Fallbeispiel aus einer Blutspender-Community vor.

2. MEDIUM UND KOMMUNIKATIONSFORM: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Begriffsbestimmungen von Medium und Kommunikationsform und analysiert den Beispieltext hinsichtlich seiner medialen Eigenschaften.

3. MEDIALE UND KONZEPTIONELLE SCHRIFTLICHKEIT: Hier wird der theoretische Rahmen zur konzeptionellen Schriftlichkeit dargelegt und auf den Analysetext angewendet, um dessen Einordnung in das Mündlichkeits-Schriftlichkeits-Kontinuum zu prüfen.

4. ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert die Schwierigkeit, moderne digitale Kommunikationsformen klassisch linguistisch zu kategorisieren.

Schlüsselwörter

Linguistik, Schriftlinguistik, Medium, Kommunikationsform, konzeptionelle Schriftlichkeit, konzeptionelle Mündlichkeit, Internet, Online-Kommunikation, Blutspender-Community, Textsorte, Kommunikation, mediale Bedingungen, Sprachanalyse, digitale Medien, Textfunktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung digitaler Kommunikationsformen am Beispiel einer spezifischen Online-Meldung innerhalb einer Blutspender-Community.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Medium zu Kommunikationsform sowie die Abgrenzung von konzeptioneller Mündlichkeit und konzeptioneller Schriftlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die gewählte Online-Meldung mediale und konzeptionelle Merkmale nutzt und welche Kommunikationsform ihr zugrunde liegt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt die linguistische Analyse der medialen Bedingungen sowie die Anwendung von Parametern zur Bestimmung von konzeptioneller Schriftlichkeit nach Christa Dürscheid.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Medien und Kommunikationsformen erarbeitet und direkt auf das Fallbeispiel (eine DRK-Meldung) angewandt, um raumzeitliche Distanz, Privatheit und Emotionalität zu untersuchen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schriftlinguistik, digitale Kommunikation, Kommunikationsform und konzeptionelle Schriftlichkeit charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Online-Meldung von einer klassischen Zeitungsnachricht?

Obwohl die Meldung strukturelle Parallelen zur Zeitungsnachricht aufweist, zeichnet sie sich durch die spezifischen medialen Möglichkeiten des Internets aus, wie die Nutzung von Links und die unmittelbare digitale Verfügbarkeit.

Warum wird die Einordnung als „öffentlich“ oder „privat“ als Mittelding bezeichnet?

Die Meldung ist zwar öffentlich zugänglich, wird dem Nutzer jedoch durch eine persönliche E-Mail-Benachrichtigung innerhalb einer geschlossenen Community präsentiert, was beide Aspekte miteinander vermischt.

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Details

Title
Kommunikation im Internet. Blutspende-Aufruf per Email
Subtitle
Zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
College
University of Siegen
Grade
2,7
Author
Sarah Muhlack (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V276758
ISBN (eBook)
9783656703181
ISBN (Book)
9783656703846
Language
German
Tags
kommunikation internet blutspende-aufruf email zwischen mündlichkeit schriftlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Muhlack (Author), 2013, Kommunikation im Internet. Blutspende-Aufruf per Email, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276758
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