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Genius Loci. Die Wohnbauten der Darmstädter Mathildenhöhe

Title: Genius Loci. Die Wohnbauten der Darmstädter Mathildenhöhe

Seminar Paper , 2012 , 53 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: BA Birgit Weiss (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Die Mathildenhöhe in Darmstadt wurde durch den Erzherzog Ernst Ludwig von Hessen als Künstlerkolonie gegründet. Er berief verschiedenste Künstler nach Darmstadt, damit sie dort gemeinschaftlich im Sinne eines Gesamtkunstwerkes arbeiteten und auch auf der Mathildenhöhe lebten. Aus diesem Ansinnen heraus entstanden verschiedene Vorschläge zum modernen Wohnen von den Künstlern der Kolonie, die sie in eigenen Häusern aber auch in anderen Wohnprojekten auf dem ihnen zur Verfügung gestellten Areal realisierten und präsentierten.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich vornehmlich mit den Wohnbauten der Künstler von 1901. Es werden aber auch die anderen Wohnprojekte der Folgeausstellungen kurz beleuchtet, um das Gesamtkonzept des Modernen Wohnens zu präsentieren und den Genius Loci der Künstlerkolonie zu verorten. Weiters werden kurze Hintergrundinformationen zur Person des Großherzogs, zu den kulturpolitischen Hintergründen und den Zielsetzungen der Künstlerkolonie sowie zu den ersten Künstlern der Mathildenhöhe gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitendes

1.1 Großherzog Ernst Ludwig von Hessen

2. Mathildenhöhe

2.1 Allgemeines

2.2 Kulturpolitischer Hintergrund

2.3 Idee und Zielsetzung der Künstlerkolonie

2.4 Die ersten Künstler der Kolonie

2.4.1 Joseph Maria Olbrich

2.4.2 Peter Behrens

2.4.3 Hans Christiansen

2.4.4 Patriz Huber

2.4.5 Rudolf Bosselt

2.4.6 Paul Bürck

2.4.7 Ludwig Habich

3. Erste Ausstellung auf der Mathildenhöhe: „Ein Dokument deutscher Kunst“ 1901

3.1 Allgemeines zu den Wohnbauten der Künstler

3.2 Ernst-Ludwig-Haus

3.2.1 Außenansicht

3.2.2 Innenansicht

3.2.3 Genius Loci

3.3 Allgemeines zu den Olbrichschen Villen

3.3.1 Haus Olbrich

3.3.2 Haus Christiansen

3.3.3 Großes Haus Glückert

3.3.4 Haus Habich

3.3.5 Kleines Haus Glückert

3.3.6 Haus Keller

3.3.7 Haus Deiters

3.4 Haus Behrens

3.4.1 Außen

3.4.2 Innen

3.4.3 Genius Loci

3.5 Kritik am Luxuscharakter der ersten Ausstellung

4. Zweite Ausstellung 1904

4.1 Neuberufene Künstler

4.2 Dreihäusergruppe

4.2.1 Außen- und Innengestaltung

4.2.2 Bedeutung und Genius Loci

5. Dritte Ausstellung: „Hessische Landesausstellung für freie und angewandte Kunst“ 1908

5.1 Oberhessisches Haus

5.2 Haus Wagner-Gewin

5.3 Haus Sutter

5.4 Kleinwohnungskolonie

6. Vierte und letzte Ausstellung 1914

6.1 Mietshäuser

7. Ende der Künstlerkolonie

8. Abschließendes

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Proseminararbeit untersucht die Entwicklung und architektonische Umsetzung der Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe. Zentrales Ziel ist es, das Konzept des „Modernen Wohnens“ sowie die Synthese von Kunst, Leben und Architektur im Rahmen der verschiedenen Ausstellungen zwischen 1901 und 1914 zu beleuchten und den jeweiligen „Genius Loci“ der Wohnbauten zu verorten.

  • Gründung und kulturpolitischer Kontext der Künstlerkolonie unter Großherzog Ernst Ludwig von Hessen.
  • Detaillierte Analyse der Künstlerhäuser der ersten Ausstellung 1901 (Olbrich, Behrens, etc.).
  • Untersuchung der architektonischen Entwicklung von individuellen Künstlervillen hin zu typisierten Wohnbauten.
  • Kritische Reflexion über den Luxuscharakter der Projekte und die angestrebte Breitenwirksamkeit.
  • Dokumentation des Schicksals der Bauten und der Veränderung des „Genius Loci“ über die Zeit.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Außenansicht

Der Außenbau zeigt sich als langgezogenes, rechteckiges Gebäude mit einem schmalen, flachen, zur Südseite hin auskragenden Dach und „seitlich ein wenig höher gezogenen Mauerstümpfen“. Die weiß verputzte, 55 Meter breite Schaufassade unterteilte Olbrich in drei horizontale Abschnitte: eine niedrige Sockelzone mit quadratischen rahmenlosen Fenstern für die Räume des Souterrains, eine Zone mit quer gelagerten Fenstern und darüber die glatte Wand. Diese dient als Projektionsfläche für Licht und Schatten und reicht an den Seiten bis in die flache Dachzone hinauf bzw. rahmt das vorkragende Pultdach. In der Mitte der Südfassade ist das Omegaförmige Hauptportal eingelassen. Rechts und links neben dem Portal sind der Fassade niedrige Anbauten vorgelagert, die die zwei unteren horizontalen Wandzonen verkörpern. Das Portal selbst wird von einem tief eingeschnittenen Dreiviertelkreisbogen überwölbt und ist mit stilisierten Pflanzenmotiven aus Stuck geschmückt. Zwei sechs Meter hohe menschliche Figuren flankieren das Portal. Diese Skulpturen wurden von Ludwig Habich gestaltet und symbolisieren allgemein die Kraft (Mann) und die Schönheit (Frau). Die bronzenen Siegesgöttinnen zu beiden Seiten der Haupttür stammen von Rudolf Bosselt. An der Stirnseite des Portalbogens verläuft zwischen den Figuren das programmatische Motto des Dichters Hermann Bahr: „Seine Welt zeige der Künstler, die niemals war, noch jemals sein wird.“

Das Haus stellt im Prinzip ein verfremdetes „Objekt“ dar. Es ist mehr plastisch aufgefasst. Dazu tragen verschiedene Details wie das vor-springende profilierte Dachteil mit Balken-köpfen und dem gewellten Abschlussband sowie auch Profile, Einschnitte und angedeutete Pilaster in dem nach hinten geneigten Mauerwerk bei. Die Nordseite wird von der zweckmäßigen, schrägen Verglasung, die für optimale Belichtung der Ateliers sorgen sollte, geprägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitendes: Einführung in die Gründung der Künstlerkolonie durch Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und Darlegung des thematischen Rahmens der Arbeit.

2. Mathildenhöhe: Erläuterung der Entstehungsgeschichte des Areals sowie Kurzporträts der sieben Gründungsmitglieder der Künstlerkolonie.

3. Erste Ausstellung auf der Mathildenhöhe: „Ein Dokument deutscher Kunst“ 1901: Ausführliche Analyse der Ausstellungsbauten, insbesondere des Ernst-Ludwig-Hauses sowie der einzelnen Künstler- und Privathäuser.

4. Zweite Ausstellung 1904: Beleuchtung der zweiten Ausstellung, die sich stärker an pragmatischen Bedürfnissen orientierte und neue Künstler integrierte.

5. Dritte Ausstellung: „Hessische Landesausstellung für freie und angewandte Kunst“ 1908: Untersuchung der Wohnprojekte für die mittlere Schicht, darunter das Arbeiterhaus und die Kleinwohnungskolonie.

6. Vierte und letzte Ausstellung 1914: Beschreibung der städtebaulichen Schwerpunkte unter Albin Müller und der neoklassizistischen Mietshäuser am Rande der Mathildenhöhe.

7. Ende der Künstlerkolonie: Darstellung der Auflösung der Kolonie nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs und der späteren Entwicklung des Areals.

8. Abschließendes: Resümee über das Scheitern und den Erfolg der Utopie eines Gesamtkunstwerks sowie Fazit zum Wandel des Genius Loci.

Schlüsselwörter

Mathildenhöhe, Künstlerkolonie, Darmstadt, Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Jugendstil, Gesamtkunstwerk, Ernst Ludwig von Hessen, Ausstellungsarchitektur, Wohnkultur, Genius Loci, Kunstgewerbe, Stilkunstbewegung, Architektur, Siedlungsbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Gründung und Entwicklung der Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe und analysiert die dort zwischen 1901 und 1914 errichteten Wohnbauten und Ausstellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Ideal des Gesamtkunstwerks, die Synthese von Kunst und Leben, die architektonische Gestaltung der Künstlervillen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Wirkung der ausgestellten Wohnformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Konzept des modernen Wohnens der damaligen Zeit zu dokumentieren und zu verstehen, wie die Künstler ihre ästhetischen Vorstellungen in gebaute Realität übersetzten und wie sich dieser „Genius Loci“ bis heute erhalten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Auswertung zeitgenössischer Dokumente sowie die detaillierte architekturhistorische Betrachtung der einzelnen Bauten und deren Kontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich chronologisch den vier großen Ausstellungen auf der Mathildenhöhe und beschreibt detailliert die Architektur, Innenraumgestaltung und Intention hinter den jeweiligen Wohnbauten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird besonders durch Begriffe wie Künstlerkolonie, Mathildenhöhe, Gesamtkunstwerk, Jugendstil und die Namen der prägenden Architekten wie Olbrich und Behrens charakterisiert.

Warum gilt das Ernst-Ludwig-Haus als zentrales Element?

Es fungierte als „Haus der Arbeit“ und kultischer Mittelpunkt der gesamten Kolonie, von dem aus der axiale Bezug zu den umliegenden Wohngebäuden hergestellt wurde.

Welchen Einfluss hatte die finanzielle Situation auf die Ausstellungen?

Das anfängliche finanzielle Defizit der ersten Ausstellung führte dazu, dass spätere Projekte pragmatischer gestaltet wurden und man sich stärker auf die Bedürfnisse der zahlungskräftigen Käuferschicht konzentrierte.

Wie hat sich der „Genius Loci“ der Bauten verändert?

Durch Kriegszerstörungen, nachfolgende Umbauten und Zweckentfremdungen (z. B. Umwandlung in Museen oder Büros) ist der ursprüngliche, rein künstlerische Geist der Gebäude weitgehend verfremdet oder gar verloren gegangen.

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Details

Title
Genius Loci. Die Wohnbauten der Darmstädter Mathildenhöhe
College
University of Innsbruck
Grade
1,0
Author
BA Birgit Weiss (Author)
Publication Year
2012
Pages
53
Catalog Number
V277785
ISBN (eBook)
9783656726234
ISBN (Book)
9783656741282
Language
German
Tags
genius loci wohnbauten darmstädter mathildenhöhe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Birgit Weiss (Author), 2012, Genius Loci. Die Wohnbauten der Darmstädter Mathildenhöhe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277785
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