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Über Wachen und Strafen. Von der Marter zur Einsperrung

Vorbereitung für Diplom-Klausur

Titre: Über Wachen und Strafen. Von der Marter zur Einsperrung

Préparation aux examens , 2007 , 8 Pages

Autor:in: Diplom-Soziologe Lars Okkenga (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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In „Überwachen und Strafen“ stellt sich Foucault die Frage: Welche Gründe sich dafür anführen lassen, dass sich die Einsperrung seit dem Ende des 18. Jahrhunderts als generelle Bestrafungsart durchgesetzt hat, obwohl sie von vielen Kritikern als ungeeignet angesehen wurde, galt die Einsperrung doch eher als kriminalitätsfördernd.

Der Gedanke das Gefängnis als einen Ort der Besserung von Straftätern zu begreifen wurde gegen 1840 aufgegeben Anspruch, da es nützlicher ist, dass aus Gefangenen Delinquenten werden. Wenn jemand ins Gefängnis kommt setzt sich sogleich eine Maschine der Schande in Gang, und nach der Entlassung muss der ehemalige Gefangene „entweder wieder straffällig werden – oder er rückte zum Zuhälter, zum Polizisten oder Spitzel auf“. Ohne Delinquenz gibt es keine Polizei. Was macht denn die Anwesenheit der Polizei, die polizeiliche Kontrolle so annehmbar für die Bevölkerung – wenn nicht gerade die Furcht vor Kriminellen?“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Über Wachen und Strafen. Von der Marter zur Einsperrung

2. Disziplin

3. Gefängnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Michel Foucaults Analyse der historischen Transformation von Strafsystemen, insbesondere den Übergang von der physischen Marter hin zur disziplinarischen Einsperrung im 18. und 19. Jahrhundert sowie die damit verbundene Neudefinition von Machtstrukturen.

  • Die Funktion und Kriterien der öffentlichen Marter als Machtinstrument.
  • Die Entstehung der Strafrechtsreform und der Übergang zu subtileren Disziplinierungsmethoden.
  • Die Etablierung des Gefängnisses als zentraler Ort der Machtausübung und Wissensgenerierung.
  • Foucaults machttheoretisches Verständnis von Macht als produktive Kraft innerhalb des sozialen Feldes.

Auszug aus dem Buch

Über Wachen und Strafen. Von der Marter zur Einsperrung

In „Überwachen und Strafen“ stellt sich Foucault die Frage: Welche Gründe sich dafür anführen lassen, dass sich die Einsperrung seit dem Ende des 18. Jahrhunderts als generelle Bestrafungsart durchgesetzt hat, obwohl sie von vielen Kritikern als ungeeignet angesehen wurde, galt die Einsperrung doch eher als kriminalitätsfördernd. Eine mögliche Antwort darauf lässt sich anhand eines neuerwachten Interesses für den Körper ableiten. In diesem Zusammenhang ist es zunächst notwendig die Funktion des Körper in der Marter zu analysieren. Die Einwirkungen auf den Körper in der Marter war im alten Strafsystem ein „Mittel“ um die Gerechtigkeit und Souveränität des „Königs“ wiederherzustellen, da jede begangene Straftat nicht nur gegen den unmittelbar Geschädigten, sondern auch gegen den „König“ gerichtet war. Die unmittelbare Ausführung des Urteils in Form einer Marter und dessen Ablauf waren an die jeweilige Tat gebunden und wurden öffentlich vollzogen, oftmals glichen die Durchführungen des Urteils einem makaberen „Theater“ (z.B. Nachstellung einer Mordtat und Töten des Verurteilten mit den bei seiner Tat verwendeten Mittel- jedoch wurde der Tod möglichst herausgezögert, um den Körper länger zu malträtieren).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über Wachen und Strafen. Von der Marter zur Einsperrung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Wandel der Bestrafung vom öffentlichen Spektakel der Marter hin zu normierenden Strafsystemen und analysiert die Kriterien, die den Übergang zur Einsperrung legitimierten.

2. Disziplin: Hier wird der Fokus auf die Entdeckung des Körpers als Zielscheibe der Macht gelegt, wobei Techniken der detaillierten Überwachung und dressierenden Kontrolle im Alltag beschrieben werden.

3. Gefängnis: Dieses Kapitel analysiert das Gefängnis als Instrument der Freiheitsberaubung und Normalisierung, welches Individuen durch Isolation und Arbeit in eine industriell verwertbare Form bringt.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Überwachen und Strafen, Marter, Einsperrung, Macht, Disziplinargesellschaft, Körper, Disziplin, Strafrecht, Panopticon, Kriminalität, Gefängnis, Wissensbildung, Normalisierung, Souveränität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Michel Foucault zu den historischen Veränderungen der Bestrafungspraktiken und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Machtausübung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Marter als öffentliches Spektakel, die Entstehung der Disziplinargesellschaft, die Rolle des Körpers im Strafvollzug sowie die Funktion des Gefängnisses.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Gründe für den historischen Übergang von der Marter zur Einsperrung als dominantes Strafmodell zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Perspektive, um historische Strafsysteme und Machtverhältnisse in den Kontext der Philosophie Foucaults einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Kriterien der Marter, die Entwicklung disziplinarischer Zwangsmittel und die Rolle des Gefängnisses bei der Manipulation menschlichen Verhaltens.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Machtausübung, Wissensbildung, Normalisierung, Körperdisziplin und die Transformation des Strafrechts.

Was versteht Foucault unter der "Ökonomie der Macht"?

Damit ist die Forderung der Reformer gemeint, Strafgewalt effizienter und gleichmäßiger im Gesellschaftskörper zu verteilen, anstatt sie punktuell und willkürlich auszuüben.

Warum wird das Gefängnis als "idealer Ort" bezeichnet?

Das Gefängnis gilt als idealer Ort, da es durch totale Kontrolle, Isolation und Arbeit die physische Dressur sowie die moralische Erziehung von Individuen ermöglicht.

Wie unterscheidet sich Foucaults Machtbegriff vom klassischen Verständnis?

Foucault versteht Macht nicht als etwas, das man besitzt oder zentral in Staatsapparaten lokalisiert, sondern als eine produktive Kraft, die überall im sozialen Feld wirkt.

Was bedeutet "Macht produziert Wirkliches"?

Diese Aussage unterstreicht, dass Macht in einer Disziplinargesellschaft nicht nur negativ unterdrückt, sondern aktiv Gegenstandsbereiche, Wahrheitsrituale und Identitäten erschafft.

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Résumé des informations

Titre
Über Wachen und Strafen. Von der Marter zur Einsperrung
Sous-titre
Vorbereitung für Diplom-Klausur
Université
Free University of Berlin  (Soziologie)
Auteur
Diplom-Soziologe Lars Okkenga (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
8
N° de catalogue
V277811
ISBN (ebook)
9783656705710
ISBN (Livre)
9783656707189
Langue
allemand
mots-clé
über wachen strafen marter einsperrung vorbereitung diplom-klausur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Soziologe Lars Okkenga (Auteur), 2007, Über Wachen und Strafen. Von der Marter zur Einsperrung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277811
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