Das Konzept des Total Quality Management wird auch als Continuous Quality Improvement oder auch im deutschen Sprachgebrauch als umfassendes Qualitätsmanagement bezeichnet.
Zunächst wird Demings Werdegang und seine Sichtweise sowie die Philosophie des Total Quality Management anhand der 14 Management Regeln und der sieben Fehler und Hürden sowie der Deming Prize deskriptiv behandelt. Dieser Teil ist vergleichsweise umfangreich, jedoch sind die Philosophie dieses Konzeptes und das Verständnis dieser Philosophie auch für die Anwendung anderer QMS wie zum Beispiel dem EFQM-Modell bedeutsam. Im Anschluss daran werden die Aspekte des TQM und deren Umsetzung in die Praxis beschrieben.
Aus dem Inhalt:
Philosophie und Managementregeln nach Deming,
Historische Entwicklung,
Werkzeuge und Umsetzung,
Verwendung des TQM in Pflegeeinrichtungen,
Gründe für und gegen TQM
Inhaltsverzeichnis
2 Einleitung
3 Philosophie – Managementregeln sowie Fehler und Hürden bei der Anwendung von Total Quality Management nach Deming
3.1 W.E. Deming – ein Paradigmenwechsel zu Gunsten von Qualität
3.2 Die 14 Management Regeln nach Deming
3.3 Die sieben Fehler und Hürden bei der kontinuierlichen Verbesserung nach Deming
3.4 Der Deming Prize
4 Historische Entwicklung des Total Quality Management
5 Aspekte des Total Quality Management
5.1 Politik, Strategie und Ziele des Unternehmens
5.2 Führung
5.3 Mitarbeiterorientierung und -zufriedenheit
5.4 Prozessorientierung
5.5 Kundenorientierung und -zufriedenheit
5.6 Ergebnisorientierung
5.7 Werkzeuge des Total Quality Managements
5.7.1 Die sieben Qualitätswerkzeuge
5.7.2 Die sieben Managementwerkzeuge
6 Umsetzung des Total Quality Managements
6.1 Vorgehensweise
6.2 Die Befähigung der Mitarbeiter
6.3 Qualitätsprogramme und –initiativen
6.4 Leistungsbewertung und TQM-Reifegrad
6.5 Qualitätspreise
7 Verwendung von TQM in Pflegeeinrichtungen
7.1 Gründe, die für die Verwendung von TQM sprechen
7.1.1 Methodisch ausgereiftes Qualitätsmanagementsystem
7.1.2 Philosophisches Fundament
7.1.3 Holistischer Ansatz
7.1.4 Langfristige Ausrichtung
7.2 Gründe, die gegen die Verwendung von TQM sprechen
7.2.1 Schwierige Implementierung des Konzeptes
7.2.2 Philosophie
7.2.3 Angst vor Veränderung
7.2.4 Bedenken bezüglich der Übertragbarkeit
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Total Quality Management (TQM) und dessen Anwendbarkeit im deutschen Gesundheitswesen, insbesondere in Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen. Ziel ist es, die philosophischen Grundlagen nach Deming sowie die praktischen Umsetzungsmethoden zu beleuchten und eine kritische Diskussion über die Potenziale und Hürden bei der Implementierung in Pflegeeinrichtungen zu führen.
- Philosophische Grundlagen des TQM nach W.E. Deming
- Wesentliche Aspekte wie Prozess-, Kunden- und Mitarbeiterorientierung
- Einsatz statistischer Qualitätswerkzeuge und Managementmethoden
- Strategien zur erfolgreichen Umsetzung und Leistungsbewertung
- Kritische Analyse der Übertragbarkeit von TQM auf Pflegeeinrichtungen
Auszug aus dem Buch
3.1 W.E. Deming – ein Paradigmenwechsel zu Gunsten von Qualität
William Edwards Deming (* 14. Oktober 1900 in Sioux City, Iowa; † 20. Dezember 1993 in Washington D.C.) war ein Mathematiker, Physiker und Statistiker. Seine Anstellung als Physiker im United States Department of Agriculture zu einer Zeit, als Sir Ronald Fisher am University College in London und Walter A. Shewhart an den Bell Laboratories grundlegende Erkenntnisse zur Qualitätsüberwachung industriell gefertigter Produkte erarbeiteten, ermöglichte ihm eine enge persönliche Beziehung zu diesen beiden Wissenschaftlern und ihren Forschungsgebieten. Diese Zusammenarbeit war wegweisend für Demings Entwicklung vom Statistiker zur weltweit führenden Autorität im Bereich Qualitätsmanagment. Deming vertritt den Standpunkt, dass die Bedürfnisse des Menschen, der Hersteller und der Kunden im Zentrum seiner Lehre zur Gestaltung einer industrialisierten Wirtschaft stehen sollen. In seinem System vom umfassenden Wissen unterscheidet Deming vier Elemente. Das erste bezieht sich auf Verständnis für Systeme. Ein System besteht aus verschiedenen Komponenten, die sich alle in den Dienst eines gemeinsamen Zieles stellen. Ohne Ziel kein System! Das zweite Element ist die Kenntnis über das Prinzip der Variation (Streuung). Da alles veränderlich ist, hat der Mensch es immer verstanden, damit zu leben. Ein neuer Bestandteil der Unternehmensführung ist jedoch, dass die Variation in der Form der statistischen Prozessüberwachung zu einem grundlegenden Bestandteil der Unternehmensführung gemacht wurde. Verbessern lässt sich nur, was man kennt und versteht. Das dritte Element ist das Wissen. Zu managen heißt, voraus sagen zu können (Management is Prediction), jedoch lässt sich ohne Wissen nichts voraussagen. Es gibt kein Wissen ohne Theorie und ohne Theorie keine Fragen. Ohne Fragen gibt es kein Lernen. Das vierte Element ist das Verständnis für Psychologie. Das bedeutet, da die Produkte und Dienstleistungen vom Menschen geschaffen werden, kann man ein unermessliches Potential an Kenntnissen, Kreativität und Tatkraft nutzen, da jeder Mensch ein Unikat ist und über unabsehbare Möglichkeiten verfügt.
Zusammenfassung der Kapitel
2 Einleitung: Die Einleitung definiert das TQM-Konzept, skizziert den Aufbau der Arbeit und klärt das Verständnis des Begriffs Pflegeeinrichtung.
3 Philosophie – Managementregeln sowie Fehler und Hürden bei der Anwendung von Total Quality Management nach Deming: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen Demings, inklusive seiner 14 Management-Regeln, der spezifischen Fehler und Hürden sowie der Bedeutung des Deming Prize.
4 Historische Entwicklung des Total Quality Management: Hier werden die Ursprünge des TQM in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg und der spätere Transfer nach Europa und in die USA beschrieben.
5 Aspekte des Total Quality Management: Die zentralen Säulen des TQM, von der strategischen Unternehmenspolitik über Führung und Prozessorientierung bis hin zu spezifischen Qualitätswerkzeugen, werden hier detailliert dargestellt.
6 Umsetzung des Total Quality Managements: Dieses Kapitel behandelt den praktischen Einführungsprozess, die Befähigung der Mitarbeiter, die Auswahl von Qualitätsprogrammen und die Bewertung des TQM-Reifegrades.
7 Verwendung von TQM in Pflegeeinrichtungen: Die Arbeit analysiert hier die Gründe für und gegen den Einsatz von TQM im spezifischen Kontext von Pflegeeinrichtungen und diskutiert die Herausforderungen der Implementierung.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Anwendbarkeit des TQM in der Pflege zusammen und betont, dass trotz hoher Hürden die Kenntnis der TQM-Philosophie für das Management vorteilhaft ist.
Schlüsselwörter
Total Quality Management, TQM, Deming, Qualitätsmanagement, Pflegeeinrichtungen, Prozessorientierung, kontinuierliche Verbesserung, Unternehmensstrategie, Mitarbeiterorientierung, Kundenzufriedenheit, Qualitätswerkzeuge, Implementierung, Managementprinzipien, Gesundheitswesen, Qualitätszirkel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Total Quality Management (TQM) in Pflegeeinrichtungen wie Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die Demingsche Philosophie, die historischen Entwicklungen, der Einsatz von Qualitätswerkzeugen sowie die Erfolgsfaktoren für eine Implementierung im pflegerischen Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, zu prüfen, inwieweit das internationale Qualitätskonzept TQM auf die spezifischen Bedingungen und Strukturen deutscher Pflegeeinrichtungen übertragen werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor führt eine deskriptive Aufarbeitung der TQM-Philosophie durch und stützt sich dabei auf eine Literatur- sowie Internetrecherche, um die Anwendbarkeit zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Deming, die Darstellung zentraler TQM-Aspekte wie Führung und Prozessorientierung sowie die kritische Reflexion der Praxistauglichkeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie "Total Quality Management", "Deming", "Pflegeeinrichtungen", "Prozessorientierung" und "kontinuierliche Verbesserung".
Warum ist die Implementierung von TQM in Pflegeeinrichtungen laut Autor schwierig?
Die Schwierigkeiten liegen in den kulturellen Unterschieden der Entstehungsgeschichte, der fremden Terminologie und dem notwendigen Sinneswandel bei den Beschäftigten im Pflegebereich.
Welche Rolle spielen die Qualitätswerkzeuge in der Praxis?
Die vorgestellten Werkzeuge (z.B. Ursache-Wirkungs-Diagramm, Pareto-Analyse) dienen als methodische Hilfe, um Daten systematisch zu analysieren und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess messbar zu machen.
- Citar trabajo
- Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Autor), 2007, Total Quality Management (TQM). Qualitätsmanagement in der Pflege, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278197