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Die GmbH. Eine europäische Gesellschaftsform mit Geschichte

Título: Die GmbH. Eine europäische Gesellschaftsform mit Geschichte

Texto Academico , 2007 , 33 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sven Eisermann (Autor)

Economía de las empresas - Derecho
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Die Vorschläge zur Reform sind so alt wie das GmbH-Gesetz selbst. Die GmbH wurde als künstliches Gebilde geschaffen und hat mehr als 110 Jahre seit ihrer Einführung mit ihren wesentlichen Eigenschaften unverändert überstanden, wenngleich die Welt und die wirtschaftlichen Bedingungen einem extremen Wandel – zwei Weltkriege, Währungszusammenbrüche, unterschiedliche Wirtschaftssysteme – unterworfen waren. Ausgangspunkt für die Einführung 1892 war der Bedarf an einer neuen Gesellschaftsform für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie sollte einerseits eine Beschränkung der Haftung der Gesellschafter nach außen wie bei der Kapitalgesellschaft bieten , andererseits aber auch so flexibel sein wie die Personengesellschaften. Zunächst als „Mittelstellung“ zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften bezeichnet, wurde sie schließlich zu einer unabhängigen und selbstständigen Gesellschaftsform.

Aus dem Inhalt:
- Verbreitung und wirtschaftliche Bedeutung der GmbH
- Geschichte des GmbH-Gesetzes
- Entwicklung und Reformen der vergangenen 100 Jahre

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines

1.1 Verbreitung der GmbH

1.2 Wirtschaftliche Bedeutung

1.3 Die GmbH als „Exportschlager“ und ihre Vorbildfunktion

2 System der GmbH

3 Die Geschichte des GmbH-Gesetzes

3.1 Die Situation um 1890 - Bedürfnis nach einer neuen Gesellschaftsform

3.2 Die Entstehung des GmbH-Gesetzes

4 Entwicklung und Reformen der vergangenen 100 Jahre

4.1 Allgemeines zum „Reformstau“

4.2 Die Reformbestrebungen von 1939

4.3 Die gescheiterte „Große Reform“ von 1971/73

4.4 1980 – Die „Kleine“ Novelle

4.5 Weitere wesentliche Änderungen seit der Reform 1980

5 Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in Deutschland, ihre strukturellen Merkmale sowie die Notwendigkeit und Umsetzung zentraler Reformschritte über die vergangenen 100 Jahre. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die GmbH im Kontext wirtschaftlicher Veränderungen behaupten konnte und welche Bedeutung sie als exportierbare Rechtsform im internationalen Wettbewerb eingenommen hat.

  • Historische Entstehungsgründe und das Bedürfnis nach einer neuen Gesellschaftsform um 1890.
  • Die strukturellen Merkmale der GmbH und ihre Abgrenzung zu anderen Rechtsformen.
  • Analyse der gescheiterten und erfolgreichen Reformbemühungen (u.a. 1939, 1971/73, 1980).
  • Die globale Verbreitung des deutschen GmbH-Konzepts als Vorbildfunktion.
  • Zukunftsperspektiven der GmbH im europäischen Wettbewerbsdruck.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Entstehung des GmbH-Gesetzes

Wesentliche Anstöße zur Einführung einer neuen Gesellschaftsform stammten von Friedrich Hammacher vom Deutschen Handelstag und vom Reichstagsabgeordneten Wilhelm von Oechelhäuser. Wenngleich diese zunächst auch in verschiedene Richtungen gingen – Hammacher favorisierte eine eher korporative Gesellschaft, wohingegen Oechelhäuser mehr für eine individualistische Form plädierte, sahen beide das dringende Bedürfnis, neben der bestehenden AG eine weitere Rechtsform zu schaffen. Ihr Ziel war die Errichtung einer individualistischen Erwerbsgesellschaft auf der Grundlage einer in Anteile zerlegten Mitgliedschaft, die der persönlichen Bindung der Gesellschafter an die Gesellschaft Rechnung trägt und eine beschränkte Haftung der Mitglieder unter gleichzeitig möglichst geringer Einschränkung der Vertragsfreiheit ermöglicht.

Bereits 1884 hatte Oechelhäuser vorgeschlagen, eine „Gesellschaft mit beschränkter Haftbarkeit“ als gesamthänderischem Personenverband mit Selbstorganschaft einzuführen, die sich im Innenverhältnis an der oHG und bei der Außenhaftung an dem im Handelsregister eingetragenen „Gesellschaftskapital“ orientiert. Sie sollte die Gesellschaftsform „des kleinen Mannes“ werden und aufgrund der Kapitalbindung an das Inland viele Arbeitsplätze schaffen oder sichern sowie die weitere Kapitalabwanderung ins Ausland verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Allgemeines: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der GmbH als Antwort auf das Bedürfnis kleiner und mittlerer Unternehmen nach einer Haftungsbeschränkung bei hoher Flexibilität und beleuchtet ihre beeindruckende quantitative Entwicklung.

2 System der GmbH: Hier werden die juristischen Kernmerkmale der GmbH, wie die Rechtspersönlichkeit und die notarielle Gründung, sowie die Grundgedanken der Kapitalverfassung und der Organstruktur definiert.

3 Die Geschichte des GmbH-Gesetzes: Das Kapitel widmet sich der Entstehung des Gesetzes von 1892, getrieben durch den Bedarf nach einer Alternative zur AG, und beschreibt die maßgeblichen Akteure sowie deren Entwürfe.

4 Entwicklung und Reformen der vergangenen 100 Jahre: Diese Sektion analysiert die Reformgeschichte, angefangen bei den ideologisch geprägten Versuchen 1939 über die gescheiterte Reform 1971/73 bis hin zur erfolgreichen „Kleinen“ Novelle 1980 und weiteren legislativen Eingriffen.

5 Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst den Erfolg der GmbH zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Anpassungen, um im internationalen Wettbewerb der Rechtsformen bestehen zu können.

Schlüsselwörter

GmbH, Gesellschaftsrecht, Haftungsbeschränkung, Unternehmensform, GmbH-Gesetz, Reform, Kapitalgesellschaft, Wirtschaftsgeschichte, Gläubigerschutz, MoMiG, Stammeinlage, Unternehmensgründung, KMU, Rechtsformwettbewerb, Handelsregister.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Historie, die strukturellen Merkmale und die fortlaufende rechtliche Reform des GmbH-Gesetzes in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Schwerpunkte sind die Entstehungsgeschichte der GmbH, ihre wirtschaftliche Bedeutung als "Allzweckmittel" für Unternehmen sowie die Analyse der wichtigsten Reformepochen seit 1892.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der GmbH von einem "künstlichen Gebilde" zu einer der erfolgreichsten Gesellschaftsformen der Welt unter Berücksichtigung des stetigen Reformbedarfs aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, indem er Gesetzgebungsprozesse, Referentenentwürfe und die wissenschaftliche Literatur zum GmbH-Recht aus über 100 Jahren auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des GmbH-Systems, die historische Entstehung des Gesetzes sowie eine detaillierte Aufarbeitung der verschiedenen Reformstufen vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie GmbH-Gesetz, Haftungsbeschränkung, Reformstau, Mindestkapital und Rechtsformwettbewerb sind prägend für die Arbeit.

Welche Bedeutung kommt der GmbH als "Exportschlager" zu?

Der Autor zeigt auf, dass das deutsche GmbH-Konzept in über 100 Ländern als Vorbild diente, weil es eine spezifische Balance zwischen Haftungsbeschränkung und flexibler Vertragsgestaltung bietet.

Warum war die "Große Reform" von 1971/73 nicht erfolgreich?

Die Reform scheiterte laut Autor an dem hohen Umfang der geplanten Änderungen, einer zu starken Anlehnung an das Aktienrecht und politischem Widerstand im Zusammenhang mit der Mitbestimmungsdiskussion.

Welchen Einfluss hatte die "Kleine Novelle" von 1980 auf die GmbH?

Sie brachte wichtige Fortschritte, wie die Erhöhung des Mindestkapitals, die Einführung der Einpersonen-GmbH und verbesserte Minderheitsrechte, blieb jedoch hinter einer umfassenden Neuordnung zurück.

Welche Rolle spielt der internationale Wettbewerb für die heutige GmbH?

Der Wettbewerbsdruck durch ausländische Rechtsformen, insbesondere die englische Limited, zwingt den deutschen Gesetzgeber dazu, die GmbH durch moderne Regelungen flexibler und wettbewerbsfähiger zu gestalten.

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Detalles

Título
Die GmbH. Eine europäische Gesellschaftsform mit Geschichte
Calificación
1,3
Autor
Sven Eisermann (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
33
No. de catálogo
V278758
ISBN (Ebook)
9783656713739
ISBN (Libro)
9783668136984
Idioma
Alemán
Etiqueta
gmbh eine gesellschaftsform geschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sven Eisermann (Autor), 2007, Die GmbH. Eine europäische Gesellschaftsform mit Geschichte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278758
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