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Berufsberatung von Jugendlichen

Titel: Berufsberatung von Jugendlichen

Forschungsarbeit , 2012 , 81 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Röser (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts mit dem Hintergrund des Wandels von Gesellschaft und Arbeitsmarkt wirkt sich aus auf die berufliche Planung von Individuen. Die neuen Herausforderungen der Arbeitswelt sollten daher Beachtung in der Unterstützung der Berufswahl durch die Berufsberatung finden, die insbesondere von der Bundesagentur für Arbeit angeboten wird. Das Handeln nach bisher traditionellen Berufswahltheorien sollte daher mit den aktuellen Erfordernissen abgeglichen werden. Die hohe Bedeutung der Trait-and-Factor-Theorie hält jedoch bis heute in der Berufsberatung an, weswegen eine Kritik innerhalb postmoderner Ansätze bezüglich der traditionellen Vorgehensweise geäußert wurde. Bei der Gegenüberstellung von der differentialpsychologischen, entwicklungspsychologischen und psychodynamischen Theorie wird deutlich, dass eine unterschiedliche Relevanz für Berufswahlprozesse bei Jugendlichen am Übergang von der Schule in den Beruf zu erkennen ist. Die innovativen Annahmen der „Life-designing“ -Theorie berücksichtigen zwar insbesondere die neuen Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Diese Annahmen nehmen jedoch keinen direkten Bezug auf die Zielgruppe von Jugendlichen im Berufswahlprozess, weswegen sie eher allgemeine Berücksichtigung in der Berufsberatung finden kann. Dadurch fällt der Trait-and-Factor-Theorie nach dem Modell von Holland erneut hohe Bedeutung zu, weil dieser Ansatz erste Orientierungen bei kaum vorhandenen Berufserfahrungen generieren kann. Die Berufsberatung kann sich jedoch entfernen von der dadurch hervorgerufenen Diagnose und Prognose anhand stabiler Merkmale, denn in Kombination von entwicklungsbezogenen und konstruktivistischen Ansätzen können diese Typisierungen reflexiv und situativ betrachtet werden. Das Erfassen von Eigenschaften kann demnach mit einer weiteren Entwicklung einhergehen, die mithilfe von narrativer Beratung ein berufliches Konzept erzeugen kann. Somit erfolgt eine Berücksichtigung von aktuellen Bedingungen und individuellen Bedürfnissen zu gleichen Teilen, wodurch Hindernisse in der beruflichen Entwicklung beseitigt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Wandel in der Arbeitswelt und die Bedeutung für die Berufswahl

3. Berufsberatung unter dem Aspekt ausgewählter Berufswahltheorien

3.1 Der persönlichkeitstypologische Ansatz

3.2 Die Berufswahl als lebenslanger Entwicklungsprozess

3.3 Die konstruktivistische Auffassung der Laufbahnentwicklung

3.4 Das „Life-designing“ -Modell als mögliche Innovation

4. Die Laufbahninterventionen der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit

4.1 Der operative Ansatz der Beratungskonzeption

4.2 Objekttheorien innerhalb des praktizierten Prozessmodells

4.3 Fallbetrachtungen aus Sicht theoriegeleiteter Kriterien

4.3.1 Fall A

4.3.2 Fall B

4.3.3 Fall C

4.4 Praxisbezüge zu den Annahmen des „Life-designing“ -Modells

5. Ansätze zur Weiterentwicklung bestehender Methoden der Berufsberatung

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Modulabschlussarbeit untersucht, inwiefern traditionelle Berufswahltheorien den Anforderungen der modernen Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts noch gerecht werden und welche Rolle dabei neuere Ansätze wie das „Life-designing“-Modell spielen. Ziel der Arbeit ist es, die Eignung verschiedener Theorien für die spezielle Zielgruppe der Jugendlichen am Übergang von der Schule in den Beruf zu klären und daraus Anforderungen an eine weiterentwickelte Berufsberatung abzuleiten.

  • Analyse des gesellschaftlichen und arbeitsmarktbezogenen Strukturwandels.
  • Gegenüberstellung klassischer Trait-and-Factor-Theorien und moderner konstruktivistischer Ansätze.
  • Evaluation der aktuellen Laufbahninterventionen der Bundesagentur für Arbeit.
  • Fallbasierte Untersuchung zur praktischen Anwendung theoriegeleiteter Kriterien in der Berufsberatung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der persönlichkeitstypologische Ansatz

Die Idee für diese Theorie beruht auf der traditionellen Annahme von Parsons (1909), dass Menschen mehr Zufriedenheit erlangen können, wenn sie einen Beruf für sich auswählen und nicht nach einer Arbeit „jagen“ müssen. Durch diese simple Überlegung sollte Zufriedenheit als Schlüssel für eine Effizienzsteigerung bei der Arbeitnehmertätigkeit dienen, was zugleich bei Arbeitgebern Kosten einsparen sollte (vgl. Brown 2002, S. 4). Schon in der Entwicklung der frühen Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts sollte diese Zufriedenheit ermöglicht werden, wenn Menschen den Beruf nach ihren Interessen, ihrer Eignung und ihrer Persönlichkeit ausrichten. Dieser Trait-and-Factor-Ansatz sollte nach der bestmöglichen Passung von Mensch und Beruf suchen, was nach der Forschung zwischen vorliegenden Tätigkeitsanforderungen und individuellen Merkmalsausprägungen ermittelt wurde. Diese begriffliche Gegenüberstellung prägt die Berufswahl bis heute sehr stark, womit dieser Ansatz seit einhundert Jahren Bestand hat und als grundlegend bedeutend angesehen wird.

Der bekannteste Ansatz zur Klassifizierung von beruflichen Merkmalsausprägungen geht auf John Holland (1997) zurück, der sechs Persönlichkeitstypen entwarf, die sich anhand von bevorzugten Tätigkeiten, Selbstbeschreibungen und Kompetenzen unterscheiden (vgl. Spokane, Luchetta & Richwine 2002, S. 376). Diese Persönlichkeitstypen stehen im direkten Bezug zu jeweils modellhaften Umfeldbedingungen, die eine Entfaltung des speziellen beruflichen Typus in Form von vorhandenen Interessen, Fähigkeiten und Einstellungen zulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz einer theoretischen Fundierung der Berufsberatung angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

2. Der Wandel in der Arbeitswelt und die Bedeutung für die Berufswahl: Dieses Kapitel beschreibt den strukturellen Wandel der Arbeitswelt durch Entgrenzung und Subjektivierung sowie die Folgen für die berufliche Orientierung Jugendlicher.

3. Berufsberatung unter dem Aspekt ausgewählter Berufswahltheorien: Dieser Abschnitt bietet einen theoretischen Überblick von klassischen Trait-and-Factor-Modellen bis hin zu modernen konstruktivistischen Ansätzen wie dem „Life-designing“.

4. Die Laufbahninterventionen der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit: Hier erfolgt eine Analyse des praktischen Beratungsprozesses der Bundesagentur für Arbeit, ergänzt durch eine Kasuistik dreier Fallbeispiele.

5. Ansätze zur Weiterentwicklung bestehender Methoden der Berufsberatung: Dieses Kapitel diskutiert die Notwendigkeit einer methodischen Weiterentwicklung der Berufsberatung unter Berücksichtigung der in der Arbeit behandelten Theorien.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Arbeit und betont die Bedeutung einer Kombination aus traditioneller Orientierung und narrativen Ansätzen.

Schlüsselwörter

Berufsberatung, Berufswahltheorien, Trait-and-Factor-Theorie, Holland-Modell, Life-designing, Laufbahnkonstruktion, Jugendliche, Bundesagentur für Arbeit, Berufsreife, Selbstkonzept, Arbeitsweltwandel, Beratungsprozess, Matching-Konzept, narrative Beratung, Berufswahlentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufswahl vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel der Arbeitswelt, der Vergleich verschiedener Berufswahltheorien (traditionell vs. post-modern) sowie die Analyse der Beratungspraxis der Bundesagentur für Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welche Berufswahltheorien für die speziellen Bedürfnisse Jugendlicher geeignet sind und ob eine Weiterentwicklung traditioneller Ansätze notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet wird?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie eine qualitative Kasuistik anhand von drei Fallbeispielen aus der Berufsberatung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden gängige Berufswahltheorien erläutert, die Beratungspraxis der Bundesagentur für Arbeit analysiert und mittels Fallbeispielen die Anwendbarkeit dieser Theorien geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Berufsberatung, Berufswahltheorien, Life-designing, Laufbahnkonstruktion, Matching-Konzept und Selbstkonzept.

Inwiefern beeinflusst das Alter der Jugendlichen die Anwendbarkeit der Theorien?

Bei Erstberufswählern ohne Vorerfahrung sind moderne, sehr allgemeine Ansätze wie das „Life-designing“ teils schwer umsetzbar, weshalb hier klassische Matching-Ansätze zur ersten Orientierung oft noch relevanter sind.

Welche Bedeutung kommt der narrativen Beratung bei?

Die narrative Beratung dient dazu, die subjektiven Vorstellungen der Jugendlichen durch Erzählungen zu vertiefen, erfordert jedoch eine hohe Kommunikationsbereitschaft aufseiten der Ratsuchenden.

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Details

Titel
Berufsberatung von Jugendlichen
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaft)
Veranstaltung
Personenbezogene Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung
Note
1,0
Autor
Thomas Röser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
81
Katalognummer
V278828
ISBN (eBook)
9783656720645
ISBN (Buch)
9783656722007
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eignungsdiagnostik Berufswahl Karriereplanung Personalwirtschaft Ausbildungsreife Berufsorientierung Arbeitsmarkt Work-Life-Balance Personalentwicklung Coaching Berufsberatung Personalpsychologie Generation Y
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Röser (Autor:in), 2012, Berufsberatung von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278828
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  81  Seiten
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