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Zur Dialektik der Kriege im 19. und 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten Ersten Weltkrieges

Titre: Zur Dialektik der Kriege im 19. und 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten Ersten Weltkrieges

Essai Scientifique , 2014 , 134 Pages

Autor:in: Heinz Ahlreip (Auteur)

Sociologie - Guerre et Paix, Militaire
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Aus dem sogenannten Ersten Weltkrieg ergaben sich zwei Demokratiekonzepte, die insbesondere in Mitteleuropa, aber auch weltweit nicht nur rivalisierten, sondern die Weltpolitik nachhaltig prägten. Zwischen dem Leninschen, an der Pariser Kommune entwickelte Konzept einer Rätedemokratie, die für die marxistischen Revolutionäre nur eine Zwischenstufe zu ihrem "Einschlafen" (Friedrich Engels) im Kommunismus darstellte und zwischen dem an der bürgerlichen Aufklärung orientierten Konzept einer repräsentativen Demokratie, das der us-amerikanische Präsident Wilson vertrat, schob sich der Faschismus, der im Inneren die Ausrottung des Marxismus und nach außen die militante Vernichtung der Sowjetunion betrieb und beide Großmächte in eine bizarre Kriegskoalition zwang, die sofort nach der Beendigung des sogenannten Zweiten Weltkrieges aufbrach. Obwohl die Sowjetunion die harte Prüfung des Krieges unter extrem großen Opfern bestand, fehlte sie bei der Überwindung der Warenproduktion, die sich über die Perestroika die ihr genehme politische Form schuf. Der Zusammenbruch der Sowjetunion brachte eine historische Entwertung des Vietnamkrieges mit sich, dessen Ausgang die militärische und politische Führung der USA traumatisiert hatte. Aus der Tatsache, dass die Fahrradsoldaten des Generals Giap zwei Atommächte in die Knie zwangen, bleibt die Frage aufgeworfen, ob nicht das 20. Jahrhundert trotz der beiden Weltkriege primär oder wenigstens gleichwertig ein Jahrhundert der Guerilla war. In China avancierte der führende Guerillatheoretiker Mao tse tung zu einem roten Gott, dessen Worte in einem kleinen roten Büchlein weltweit verbreitet wurden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Eine Vorbemerkung zur Erklärung des Titels

2. Dialektik der Kriege

2.1. Der Krieg als objektive Gestalt

2.2. Kapitalistische Ökonomie und Krieg

2.3. Praxisbezogenheit des Marxismus

2.4. Krieg als Zweikampf und Massenphänomen

2.5. Perversion des Krieges und Pazifismus

2.6. Ästhetik und politische Seele des Krieges

2.7. Gerechte Kriege und revolutionärer Kern

2.8. Oktoberrevolution und Bürgerkrieg

2.9. Asymmetrische Kriegführung und Partisanen

2.10. Militarismus und Schablonenbildung

2.11. Revolutionskrieg und Atheismus

2.12. Russland als Objekt der Kriegsmaschinerien

2.13. Kriege des zwanzigsten Jahrhunderts

2.14. Raumdimension und Komplexität

2.15. Kriegsweisheiten und Zufall

2.16. Wesen des Krieges und Epochen

2.17. Ende der preußischen Armee

2.18. Revolution und Politik

2.19. Bedürfnisse und Denken

2.20. Wesen der Politik und Lenin

2.21. Dialektischer Widerspruch

2.22. Internationaler Bund schrecklicher Nationen

2.23. Friedlicher Sozialismus

2.24. Dialektik und Metaphysik

2.25. Wechselwirkung Krieg und Politik

2.26. Hegel und der erfüllte Zweck

2.27. Identität von Krieg und Frieden

2.28. Fehler in der Politik

2.29. Warschauer Vertrag und NATO

2.30. Wissenschaftsbegriff

2.31. Sozialistisches Weltsystem

2.32. Philosophie und militärische Theorie

2.33. Selbständige Philosophie

2.34. Amputierte Philosophie

2.35. Bucharin und die Philosophie

2.36. Sozialismus auf Philosophie

2.37. Rückschritt der Philosophie

2.38. Mathematik und Krieg

2.39. Leninisten im Gefecht

2.40. Clausewitz und militärtheoretisches Denken in der DDR

2.41. Erfahrung und Philosophie

2.42. Clausewitz in der DDR

2.43. Scharnhorst

2.44. Hossbachs Scharnhorst

2.45. Clausewitz vom Krieg als Halbding

2.46. Bürgerkrieg in der fürchterlichsten Form

2.47. Dialektischer Hase im Pfeffer

2.48. Staatsgebilde und Hierarchie

2.49. Millionen getretener Menschen

2.50. Moralische Faktoren

2.51. Gorbatschow und das Gleichgewicht

2.52. Offener Kampf

2.53. Kant und der Krieg

2.54. Bogdanow und die Tektologie

2.55. Theorie des Gleichgewichts

2.56. Wiener Kongress

2.57. Engels gegen Dühring

2.58. Grenzen in der Natur

2.59. Wesenheiten der Dinge

2.60. Sieger des Weltkrieges

2.61. Preußische Militärverfassung

2.62. Allgemeine Wehrpflicht

2.63. Bourgeois als Feudalherrennachfolger

2.64. Zarismus und Februarrevolution

2.65. Leibniz und das dialektische Menschenbild

2.66. Individuen unter Bourgeoisieherrschaft

2.67. New Deal

2.68. Frieden als Mittel

2.69. Erster Weltkrieg und Revolution

2.70. Konfusion von Krisen und Krieg

2.71. Ludendorff und das Menschenmaterial

2.72. Ku-Klux-Klan

2.73. Ludendorff und Hitler

2.74. Reichswehrkonzepte

2.75. Messerschmidts Machtposition

2.76. Weltherrschaftspläne

2.77. Banküberfall

2.78. Proletariat als revolutionäre Klasse

2.79. Erdrund als Schauplatz

2.80. Nichtfranzosen in der Grande Armee

2.81. Totale Lösung

2.82. Ökonomik entscheidet den Krieg

2.83. Thinktanks

2.84. Realausgang des Krieges

2.85. Weltgeschichte und Sprünge

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Dialektik von Kriegen im 19. und 20. Jahrhundert, mit besonderem Fokus auf den sogenannten Ersten Weltkrieg. Ziel ist es, die ökonomischen und ideologischen Bedingungen von Kriegen zu analysieren, die Rolle von Klasseninteressen aufzuzeigen und die Unzulänglichkeit bürgerlicher Kriegstheorien durch eine marxistisch-leninistische Perspektive zu kritisieren.

  • Die ökonomische Bedingtheit von Kriegen und der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus.
  • Die Rolle der Oktoberrevolution als Wendepunkt und ihre Bedeutung für die Weltgeschichte.
  • Die Analyse militärischer Strategien, insbesondere der asymmetrischen Kriegführung und des Partisanentums.
  • Die Auseinandersetzung mit bürgerlichen Friedensideologien und dem Wesen von Politik und Gewalt.
  • Die Dialektik von Krieg, Revolution und politischer Emanzipation.

Auszug aus dem Buch

ZUR DIALEKTIK DER KRIEGE IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT

„Der Krieg führt die Menschen zusammen“. In diesem Spruch des antiken Philosophen Heraklit ist schon der tiefe dialektische Gehalt, der dem Krieg innewohnt, prägnant ausgedrückt. Sollte man an einer konkreten gesellschaftlichen Erscheinung entfalten, was unter Dialektik zu verstehen sei, so wähle man den Krieg, nicht den Frieden. Der noch nicht ausgebrochene Krieg erscheint zunächst als etwas ganz Lapidares, als nervtötendes Exerzieren, Einerleiheit, grau in grau, um dann über Nacht emporzuschnellen zum alles Entscheidenden, von dem das Schicksal von Staaten, ja von ganzen Gesellschaftssystemen abhängt. Er läßt sich plakativ und leicht erlernbar in Jahreszahlen einrahmen; nähere Betrachtung offenbart, wie schwierig es ist, seinen Anfang und sein Ende exakt zu bestimmen.

Während zum Beispiel im sogenannten ersten Weltkrieg im Westen die Waffen schwiegen, wucherte der Krieg im Osten nach 1918 fort. Der Frieden geht in den Krieg über und vice versa. Der Krieg schwelt - mehr oder minder versteckt. Millionenfache subjektive Friedenswünsche werden durch die strenge Objektivität des Krieges ignoriert. Er ist die grässlichste objektive Gestalt, die sich hinter dem Rücken der Menschen zusammenbraut und gebieterisch die Anspannung aller Kräfte verlangen kann. Die Existenz von Menschen geführten Kriegen zeigt ihre Ohnmacht gegenüber dem von ihnen selbst initiierten und dann gegen sie selbst gerichteten Gang der Geschichte an. Die Bewährung, die im Krieg statthaben soll, erweist sich am Ende als ungenügende Naturbeherrschung. Es wird nicht erkannt, in welchem Milieu der Krieg stattfindet, genauer: welche historisch-ökonomischen Bedingungen ihn hervorgebracht haben, weil die bürgerlichen Ideologen und Offiziere heute nicht mehr in der Lage sind, die Wirklichkeit, die ein System der Warenproduktion ist, richtig widerzuspiegeln. Man kann nicht mehr richtig urteilen, wenn man dem Untergang entgegengeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eine Vorbemerkung zur Erklärung des Titels: Das Kapitel erläutert die Titelfrage durch einen Rückbezug auf die ursprüngliche Akkumulation des Kapitals bei Marx und ihre Bedeutung für die Geschichtsschreibung.

2. Dialektik der Kriege: Das umfangreiche Hauptkapitel analysiert das Wesen des Krieges im Kontext des historischen Materialismus, die Rolle des Imperialismus, die Dynamik von Revolutionen und die kritische Auseinandersetzung mit militärischem Denken und bürgerlicher Ideologie.

Schlüsselwörter

Dialektik, Krieg, Kapitalismus, Imperialismus, Oktoberrevolution, Klassenkampf, Partisan, Politik, Marxismus, Geschichte, Weltgeschichte, Gewalt, Frieden, Bourgeoisie, Proletariat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Dialektik der Kriege im 19. und 20. Jahrhundert und stellt dabei eine materialistische Analyse der kriegerischen Konflikte, insbesondere des sogenannten Ersten Weltkriegs, in den Mittelpunkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die ökonomische Bedingtheit von Kriegen, die Rolle der Klasse, die Theorie des Imperialismus und die historische Bedeutung revolutionärer Bewegungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Entlarvung bürgerlicher Mythen über den Krieg und die Aufdeckung der materiellen Ursachen für gewaltsame Auseinandersetzungen aus marxistisch-leninistischer Sicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die dialektische Methode und den historischen Materialismus, um Zusammenhänge zwischen ökonomischen Grundlagen und militärischen bzw. politischen Überbauten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Charakteristik imperialistischer Kriege, dem Aufstieg der Partisanentaktik, der Kritik an pazifistischen Strömungen und der Bedeutung der Oktoberrevolution für das Verständnis von Krieg und Frieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Dialektik, Krieg, Imperialismus, Kapitalismus, Klassenkampf und Revolution sind die zentralen Begriffe der Publikation.

Warum wird der "Erste Weltkrieg" im Buch so bezeichnet?

Der Autor verwendet den Begriff "sogenannter erster Weltkrieg" und kritisiert die etablierte Nummerierung, da er das Wirken globaler Mächte und ökonomischer Interessen bereits vor 1914 als Teil eines kontinuierlichen imperialistischen Prozess begreift.

Welche Rolle spielt Clausewitz im Buch?

Clausewitz dient als zentrale Referenzfigur für die militärtheoretische Analyse, wobei der Autor dessen Erkenntnisse dialektisch-materialistisch interpretiert und gegen bürgerliche Fehlinterpretationen abgrenzt.

Wie steht der Autor zum Thema Guerillakrieg?

Der Autor sieht im Guerillakrieg ein Phänomen, das die Schwäche technisch hochgerüsteter Armeen offenbart und die Bedeutung der politischen Mobilisierung von Massen unterstreicht, betont aber dessen Sekundärfunktion gegenüber dem Aufbau regulärer revolutionärer Kräfte.

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Résumé des informations

Titre
Zur Dialektik der Kriege im 19. und 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten Ersten Weltkrieges
Auteur
Heinz Ahlreip (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
134
N° de catalogue
V279033
ISBN (ebook)
9783656724346
ISBN (Livre)
9783656724339
Langue
allemand
mots-clé
dialektik kriege jahrhundert berücksichtigung ersten weltkrieges
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Heinz Ahlreip (Auteur), 2014, Zur Dialektik der Kriege im 19. und 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten Ersten Weltkrieges, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279033
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Extrait de  134  pages
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