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Die Seelenruhe im Epikureismus und der Stoa

Titre: Die Seelenruhe im Epikureismus und der Stoa

Dossier / Travail , 2011 , 31 Pages , Note: 13

Autor:in: Gina Stöcklein (Auteur)

Philosophie - Philosophie antique
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Im Mittelpunkt meiner Hausarbeit sollen zwei philosophische Schulen des Hellenismus stehen: Die Stoa und der Epikureismus. Den Ausgangspunkt meiner Überlegungen bildete die Fragestellung, ob der Idealzustand der Seelenruhe in der Stoa und im Epikureismus gleichgesetzt werden kann? Also ob er dasselbe bezeichnet. Beim Erarbeiten der Literatur, bemerkte ich schnell, dass man die Seelenruhe nicht verstehen kann, wenn man den Hintergrund der Epoche und die Philosophie dieser beiden philosophischen Schulen nicht kennt. Aus Zeit und Platzgründen, musste leider auf eine ausführliche Beschreibung des Hellenismus verzichtet werden. Es werden daher lediglich im Textverlauf einige wesentliche Fakten bemerkt. Allgemein wird deshalb nur zu den beiden philosophischen Schulen etwas bemerkt. Danach folgt jeweils die Darlegung ihres Weltverständnisses oder ihrer Philosophie. Wobei die Logik hierbei ausgenommen ist, da sie nicht relevant für das Verständnis der Seelenruhe ist. In den Punkten „Die philosophischen Grundlagen der Stoa“ oder „Die philosophischen Grundlagen im Epikureismus“ geht es daher wesentlich um erkenntnistheoretische, ontologische oder kosmologische Gedanken. Daraus erhoffe ich mir Kenntnisse über ihr Weltbild und über ihre Ethik ableiten zu können. Um einen Vergleich zu gewährleisten, beschreibe ich jede philosophische Richtung in ihrem Gesamtkonzept zuerst einzeln, um dann später den Idealzustand der Seelenruhe vergleichen zu können. Des Weiteren werden die Emotionstheorien erläutert. Dies erscheint sinnvoll, weil es erstens erheblich zum Verständnis der Seelenruhe beiträgt und zweitens somit ein Bezug zum Seminarthema erfolgt. Nachdem das Verständnis der Seelenruhe jeweils erläutert ist, folgt im letzten Punkt ein Vergleich der beiden Seelenruhen. Im Fazit erscheint keine Zusammenfassung der Theorien, weil dies schon durch den Vergleich gewährleistet ist. Lediglich ein paar eigene Gedanken werden hier geäußert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Stoa – allgemeiner Hintergrund

1.1 Die philosophischen Grundlagen der Stoa

1.2 Emotionen und Affekte in der Stoa

1.3 Seelenruhe – die Begriffe ataraxia und apatheia in der Stoa und die Glückseligkeit

2. Epikureismus – allgemeiner Hintergrund

2.1 Die philosophischen Grundlagen im Epikureismus

2.2 Emotionen und Begierden im Epikureismus

2.3. Die Seelenruhe im Epikureismus- Lust als Glück

3. Ein Vergleich der Seelenruhe in der Stoa und im Epikureismus

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht das Konzept der Seelenruhe in der stoischen Philosophie sowie im Epikureismus, um zu klären, ob beide Schulen mit diesem Idealzustand identische Vorstellungen verfolgen.

  • Philosophische Grundlagen der Stoa und des Epikureismus
  • Rolle der Emotionen, Affekte und Leidenschaften in beiden Schulen
  • Definition und Erreichbarkeit der Seelenruhe
  • Materialistische Weltbilder in Bezug auf die menschliche Seele
  • Gegenüberstellung von Tugendethik und Hedonismus im Hinblick auf das Lebensziel

Auszug aus dem Buch

1. Die Stoa – allgemeiner Hintergrund

Die Schule der Stoa entstand wie die der Epikureer und des Skeptizismus in einer Zeit der politischen Unruhen. Das Reich Alexanders des Großen zerfiel nach seinem Tod und es folgten daraufhin militärische Auseinandersetzungen um die Alleinherrschaft. Um ca. 280 v. Chr. etablierten sich schließlich drei neue Königreiche: Das Reich der Ptolemäer in Ägypten, das Seleukidenreich und die makedonische Herrschaft der Antigoniden. Somit verlor sich das etablierte Prinzip der Polis und die philosophischen Schulen entstanden in einer Zeit der Krise und Orientierungslosigkeit. Diese Gründe waren wahrscheinlich auch der Anlass eine praktische Philosophie als Orientierungshilfe zu bieten, was von allen Schulen bevorzugt wurde. (Vgl. Weinkauf (HG),2006,9) Der Name Stoa geht zurück auf das Wortpaar stoa poikilé, was eine bunte Säulenhalle bezeichnete, die im alten Athen ein Treffpunkt für Philosophen war. Man unterscheidet generell 3 Phasen der Stoa: Erstens die alte Stoa, welche von ca. 300 - 150 v. Chr. bestand und durch Zenon von Kition (300-218) gegründet wurde und zu deren Vertretern unter anderem Kleanthes und Chrysipp gehören. Die mittlere Stoa bestand vom 1. Jh v. Chr. - 1. Jh. n. Chr.. Zu ihren Vertretern gehörten unter anderem Panaitios und Poseidonius. Und schließlich die späte Stoa, die sich um 50-180 n. Chr. etablierte und zu der populäre Vertreter wie Seneca, Marc Aurel oder Epiktet zählen. (Vgl. Ruffing,2007,65)

Von den philosophischen Richtungen im Hellenismus blieb die Stoa die wirkungsmächtigste. Ihre Vorstellungen und Prinzipien haben das Christentum und allgemein die abendländische Kultur in ihren Denkweisen geprägt. Leider sind keine ausreichenden Primärquellen über die ältere und mittlere Stoa vorhanden. So gut wie alle Informationen über sie, konnte man aus verschriftlichen Gesprächen über ihre Vertreter entnehmen. Erst in der jüngeren Stoa finden wir Werke von Epiktet, Mac Aurel oder Seneca. (Vgl. Weinkauf (HG),2006,17)

Für die Stoa ist ein Leben im Einklang mit sich selbst und den Gesetzen der Natur erstrebenswert. Unabhängigkeit von leiblichen Begierden, ein tugendhaftes Leben und Leidenschaftslosigkeit sind die Ideale eines guten Lebens im stoischen Sinne. Ähnlich wie bei Epikur, werden auch in der Stoa alle Menschen als gleichberechtigt angesehen, da sie alle Teilhaber am logos sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit stellt die Forschungsfrage, ob der Idealzustand der Seelenruhe in der Stoa und im Epikureismus deckungsgleich ist, und erläutert das methodische Vorgehen.

1. Die Stoa – allgemeiner Hintergrund: Dieses Kapitel führt in die historische Entstehung und die zentralen philosophischen Prinzipien der Stoa ein, einschließlich des Materialismus und der Rolle des logos.

1.1 Die philosophischen Grundlagen der Stoa: Hier werden die ontologischen und erkenntnistheoretischen Voraussetzungen der stoischen Philosophie, insbesondere die Einheit von Gott und Welt, analysiert.

1.2 Emotionen und Affekte in der Stoa: Es wird untersucht, wie die Stoa Leidenschaften als Gegensatz zur Vernunft definiert und welche Auswirkungen diese auf das innere Gleichgewicht haben.

1.3 Seelenruhe – die Begriffe ataraxia und apatheia in der Stoa und die Glückseligkeit: Das Kapitel erläutert die stoischen Ideale der Affektlosigkeit und Unerschütterlichkeit als Wege zur Glückseligkeit.

2. Epikureismus – allgemeiner Hintergrund: Der Abschnitt widmet sich der historischen Einordnung von Epikur und der Gründung der Schule im "Garten" sowie den Quellen der epikureischen Lehre.

2.1 Die philosophischen Grundlagen im Epikureismus: Die physikalischen und erkenntnistheoretischen Fundamente, insbesondere der Atomismus und der Sensualismus, werden hier dargelegt.

2.2 Emotionen und Begierden im Epikureismus: Dieses Kapitel analysiert den epikureischen Umgang mit Lust und Schmerz sowie die Klassifizierung der Begierden als Mittel zur Erreichung des Glücks.

2.3. Die Seelenruhe im Epikureismus- Lust als Glück: Die Definition der Seelenruhe als statischer Lustzustand und die Rolle der Klugheit werden hier thematisiert.

3. Ein Vergleich der Seelenruhe in der Stoa und im Epikureismus: In diesem zentralen Vergleichsteil werden die Gemeinsamkeiten und wesentlichen Unterschiede in den Zielsetzungen beider Schulen herausgearbeitet.

4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass trotz unterschiedlicher Ansätze beide Schulen die Seelenruhe als zentrales Lebensziel einer praktischen Philosophie betrachten.

Schlüsselwörter

Stoa, Epikureismus, Seelenruhe, ataraxia, apatheia, Glückseligkeit, logos, Lust, Affekte, Leidenschaftslosigkeit, Tugend, Materialismus, Philosophie des Hellenismus, Klugheit, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich zweier bedeutender philosophischer Schulen des Hellenismus, der Stoa und dem Epikureismus, hinsichtlich ihres Verständnisses von Seelenruhe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die jeweiligen Weltbilder, das Verständnis von Emotionen und Leidenschaften sowie die ethischen Lebenskonzepte, die zur Glückseligkeit führen sollen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob der als Idealzustand angestrebte Zustand der Seelenruhe in der Stoa und im Epikureismus inhaltlich dasselbe bezeichnet oder ob sich die philosophischen Begründungen hierfür unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der die jeweiligen philosophischen Systeme der Schulen zuerst einzeln dargelegt und anschließend in einem direkten Vergleich gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, der Emotionstheorien und des Verständnisses von Seelenruhe beider Schulen, gefolgt von einer vergleichenden Gegenüberstellung dieser Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Stoa, Epikureismus, Seelenruhe, ataraxia, apatheia, Lust und logos.

Warum spielt der Begriff "logos" für die Stoiker eine solche Rolle?

Der logos fungiert als allumfassendes, ordnendes Weltgesetz, dem sich der Mensch durch seine Vernunft unterordnen muss, um ein tugendhaftes und naturgemäßes Leben zu führen.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Lust zwischen Stoa und Epikureismus?

Für die Stoiker ist Lust ein Affekt und somit ein Hindernis für die Vernunft, während sie für Epikur das höchste intrinsische Gut darstellt, sofern sie als statische Lust (Abwesenheit von Schmerz) verstanden wird.

Inwiefern beeinflusste die Zeit des Hellenismus diese Philosophien?

Beide Schulen entstanden in einer Phase politischer Instabilität, was dazu führte, dass die Philosophie als praktische Orientierungshilfe für das Individuum in einer krisengeprägten Welt konzipiert wurde.

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Résumé des informations

Titre
Die Seelenruhe im Epikureismus und der Stoa
Université
Justus-Liebig-University Giessen  (Zentrum für Philosophie)
Cours
Emotionstheorien
Note
13
Auteur
Gina Stöcklein (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
31
N° de catalogue
V279171
ISBN (ebook)
9783656720119
ISBN (Livre)
9783656720126
Langue
allemand
mots-clé
Stoa; Epikureismus Hellenismus Seelenruhe ataraxia Antike
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gina Stöcklein (Auteur), 2011, Die Seelenruhe im Epikureismus und der Stoa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279171
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Extrait de  31  pages
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