Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Arqueología

Die Römer in Österreich

Título: Die Römer in Österreich

Redacción Científica , 2014 , 26 Páginas

Autor:in: Dr. Sigrid Vollmann (Autor)

Arqueología
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Römer sind in Österreich immer präsent, aber wie kam es zur Romanisierung und was sind die typisch römischen Hinterlassenschaften? Wie schafften es die Römer, ein so großes Reich zu verwalten und wer war für was zuständig? Es werden all diese Fragestellungen besprochen und einige wichtige Stätten analysiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Städte:

Kunst:

Legionslager:

Limes:

Kastelle:

Städte bei Legionslagern:

Heiligtümer:

Villa rustica:

Lauriacum:

Zivilstadt Lauriacum:

Carnuntum:

Die Entwicklung des Militärlagers

Wohnhaus mit Ziergarten (Haus I)

Wohnhaus mit Obstgarten (Haus II)

Vindobona:

Magdalensberg:

Die Heiligtümer am Magdalensberg:

Prätorium

Repräsentationshaus

Jüngling vom Magdalensberg:

Eisenverarbeitung am Magdalensberg:

Virunum:

Forum:

Theater:

Teurnia:

Flavia Solva:

Ovilava:

Religion im römischen Wels

Vicus:

Vicus in Gleisdorf:

Vicus am Saazerkogel:

Villa Löffelbach:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die römische Besiedlungsgeschichte und kulturelle Entwicklung auf dem Gebiet des heutigen Österreichs mit einem Fokus auf die Provinzen Noricum, Pannonien und Raetien. Dabei wird analysiert, wie die Einbindung in das Römische Reich die sozialen Strukturen, die Infrastruktur sowie das religiöse und wirtschaftliche Leben der einheimischen keltischen Bevölkerung transformierte.

  • Strukturelle Transformation von keltischen Siedlungen zu römischen Stadtzentren.
  • Entwicklung des militärischen Verteidigungssystems entlang des Donaulimes.
  • Wirtschaftliche Dynamiken, Handel und Ressourcenabbau (insbesondere ferrum noricum).
  • Kulturelle Romanisierungsprozesse und religiöse Synkretismen (interpretatio romana).
  • Spezifische archäologische Fallstudien zu Städten wie Carnuntum, Virunum und Magdalensberg.

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung des Militärlagers

Die Keimzelle des Legionslagers war das Legionslager Bad Deutsch-Altenburg, das 17 Hektar hatte. Ein erstes Lager wird bereits für das Jahr 6 v. Chr von Valleius Paterculus erwähnt. Zunächst entstand es als Holzbau, wurde aber im Jahr 73 in ein Lager aus Stein umgebaut. Dies ist durch eine Bauinschrift belegt. Danach wurde das Lager immer wieder erneuert oder ein wenig umgebaut. Insgesamt wurde das Lager sieben Mal umgebaut.

Der Lagergrundriss zeigt ein unregelmäßiges Viereck. Drei der vier Haupttore sind bekannt. Im Lager wurden das praetorium und die principia gefunden sowie drei Offiziershäuser, 30 Doppelkasernen, in denen man 10 Kohorten unterbringen konnte. Weiters fand man auch Magazine, Werkstätten und ein Lazarett. Es handelt sich also um Bauten, die in römischen Lagern zu finden sind – lediglich die Badeanlagen fehlen.

Um das Legionslager herum schloss sich die Lagerstadt auf ca. 150 Hektar an. Die frühesten Bauten dieser Lagerstadt sind Holzbauten und in die Zeit des Vespasian zu datieren. Zur Lagerstadt gehörte auch der Pfaffenberg bei Carnuntum, der gleichzeitig das kultische Zentrum bildete, da auf dem Pfaffenberg ein Heiligtum für Jupiter Optimus Maximus erbaut worden war. Die größte Ausdehnung erreichte die Lagerstadt im 2. – 3. Jahrhundert. Im 4. Jahrhundert zerstörte ein Erdbeben große Teile der canabae legionis und die Randgebiete wurden aufgegeben und stattdessen als Gräberfeld benützt. Die Lagerstadt war rechtlich dem Legionskommandanten unterstellt und die Bewohner (meistens Händler, Handwerker, Veteranen…) bezeichneten sich selbst als cives Romani consistentes intra leugam. In der Lagerstadt wurde ein Komplex gefunden, der als Forum bezeichnet wird. Ob er wirklich diese Funktion hatte, ist ungewiss. Es handelt sich um einen Komplex mit großem Innenhof, der von zweigeschossigen Hallen umgeben war. Es wurde auch ein Häuserblock gefunden. Im östlichen Teil der Lagerstadt wurde ein Tempelbezirk errichtet. Dieser war dem Jupiter Heliopolitanus geweiht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel beschreibt die geographische Aufteilung des römischen Österreichs in Noricum, Pannonien und Raetien sowie die Ankunft und Annexion durch die Römer.

Städte: Hier wird der Prozess der Romanisierung durch die Gründung von municipia und coloniae sowie die Einbindung der lokalen Elite in die Verwaltung dargelegt.

Kunst: Dieses Kapitel analysiert die qualitativen Bildhauerarbeiten der Region sowie die Verbreitung von Terra Sigillata als Massenware.

Legionslager: Der Aufbau der römischen Lager, von temporären Marschlagern bis hin zu dauerhaften Steinbauten, wird hier erläutert.

Limes: Hier liegt der Fokus auf der strategischen Errichtung der Grenzbefestigung an der Donau zum Schutz gegen germanische Stämme.

Kastelle: Dieses Kapitel behandelt die Funktion und die Abstände der kleineren Kastelle zur Sicherung des Limes.

Städte bei Legionslagern: Hier wird das Wachstum von canabae zu zivilen Städten und deren funktionale Abhängigkeit vom Militär beschrieben.

Heiligtümer: Das Kapitel widmet sich der religiösen Landschaft, dem Bau von Podiumstempeln und dem Phänomen der interpretatio romana.

Villa rustica: Die bauliche Struktur und ökonomische Funktion der römischen Landsitze (pars urbana, rustica und fructuaria) werden hier erklärt.

Lauriacum: Die Geschichte des Legionslagers Lauriacum und die ökonomische Bedeutung der dortigen Zivilstadt stehen im Mittelpunkt.

Zivilstadt Lauriacum: Hier wird die planmäßige Anlage der Zivilstadt, die über kein indigenes Vorbild verfügte, detailliert beschrieben.

Carnuntum: Dieses umfangreiche Kapitel behandelt die strategische Bedeutung, die Stadterhebung und die wechselvolle Geschichte Carnuntums.

Die Entwicklung des Militärlagers: Hier wird die architektonische Baugeschichte und interne Organisation des Legionslagers Carnuntum analysiert.

Wohnhaus mit Ziergarten (Haus I): Dieses Kapitel beschreibt die Rekonstruktion eines repräsentativen Wohnhauses aus dem 4. Jahrhundert.

Wohnhaus mit Obstgarten (Haus II): Hier werden die verschiedenen Bauphasen eines Wohnareals von der Lehmziegelbauweise bis zur Steinarchitektur erläutert.

Vindobona: Die Rolle des Legionslagers am heutigen Standort Wien und seine Entwicklung unter den Kaisern Traian und Hadrian werden aufgezeigt.

Magdalensberg: Dieses Kapitel beschreibt die Bedeutung des Ortes als frühkeltisches Handelszentrum für norisches Eisen und seine spätere römische Umgestaltung.

Die Heiligtümer am Magdalensberg: Hier werden der Sakralbereich, der Podiumstempel und die archäologischen Funde der Heiligtümer auf dem Gipfel analysiert.

Prätorium: Das Kapitel untersucht den basilikaartigen Bau, der als Verwaltungszentrum des Magdalensbergs fungierte.

Repräsentationshaus: Hier wird die bauliche Entwicklung eines Gebäudekomplexes beschrieben, der vom Amtslokal zum repräsentativen Sitzungssaal umgebaut wurde.

Jüngling vom Magdalensberg: Die Entdeckung und Bedeutung der bronzenen Statue als eines der wichtigsten Kunstwerke des Alpenraums wird erörtert.

Eisenverarbeitung am Magdalensberg: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung der Schmieden und der metallverarbeitenden Industrie in der Umgebung.

Virunum: Die geplante Stadt Virunum als Ersatz für den Magdalensberg und das dortige Forum bilden das Zentrum dieses Kapitels.

Forum: Hier werden die architektonischen Details des Forums in Virunum, inklusive der Basilika, beschrieben.

Theater: Die Baugeschichte des Amphitheaters und das Ende des Spielbetriebs unter Kaiser Constantinus I. werden dargelegt.

Teurnia: Die städtebauliche Entwicklung am Holzberg und die Bedeutung der lokalen norischen Keramik werden hier behandelt.

Flavia Solva: Dieses Kapitel beschreibt die Gründung der Stadt an der Mur und die Koexistenz mit dem Frauenberg als Kultstätte.

Ovilava: Die Entwicklung von der keltischen Siedlung zur Hauptstadt des Ufernoricums unter Diokletian wird hier thematisiert.

Religion im römischen Wels: Die religiöse Vielfalt sowie erste Anzeichen einer christlichen Gemeinschaft werden hier zusammengefasst.

Vicus: Die Definition und Verwaltungsstruktur der vici als meist ungeplante Siedlungen stehen hier im Fokus.

Vicus in Gleisdorf: Die Straßensiedlung Gleisdorf und ihre Bedeutung für Glasverarbeitung und Handwerk werden beschrieben.

Vicus am Saazerkogel: Die bauliche Struktur und die terrassierte Anlage dieser Siedlung bilden den Inhalt dieses Kapitels.

Villa Löffelbach: Die Ausgrabungen der Villa, insbesondere des Peristylhofs und der Hypokaustanlage, werden hier detailliert behandelt.

Schlüsselwörter

Römerzeit, Noricum, Pannonien, Magdalensberg, Carnuntum, Virunum, Limes, Romanisierung, Legionslager, Municipium, Ferrum Noricum, Interpretatio Romana, Archäologie, Siedlungsgeschichte, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?

Das Buch bietet einen detaillierten Überblick über die römische Besiedlungs- und Verwaltungsgeschichte der Provinzen im heutigen österreichischen Raum, insbesondere Noricum und Pannonien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Transformation keltischer Siedlungen in römische Städte, die Militärgeschichte an der Donaufront, die wirtschaftliche Bedeutung des Eisenabbaus sowie die archäologische Erforschung römischer Bauten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Dokumentation der kulturellen und infrastrukturellen Auswirkungen der römischen Herrschaft auf die Region und die Analyse archäologischer Befunde.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung archäologischer Grabungsberichte, der Analyse von Bauinschriften, antiken schriftlichen Quellen und numismatischen Funden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Sektionen, die spezifische Städte wie Carnuntum und Virunum, militärische Einrichtungen sowie den Alltag in Villen und Heiligtümern detailliert beschreiben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Romanisierung, Limes, Noricum, Archäologie und Siedlungsentwicklung beschreiben.

Welche Rolle spielte der Magdalensberg für die römische Präsenz?

Der Magdalensberg war ein bedeutendes frühes Handelszentrum für norisches Eisen und fungierte als politischer Mittelpunkt, bevor die Verwaltung in das neu gegründete Virunum verlagert wurde.

Warum war Carnuntum von so hoher strategischer Bedeutung?

Carnuntum war ein zentrales Legionslager an der Donau, das nicht nur militärische Sicherungsaufgaben übernahm, sondern durch seine Lage an der Bernsteinstraße auch eine wichtige Rolle für den Fernhandel spielte.

Was besagt die „interpretatio romana“ in diesem Kontext?

Damit ist die Gleichsetzung einheimischer keltischer Gottheiten mit dem römischen Pantheon gemeint, was eine friedliche Integration des religiösen Lebens ermöglichte.

Welche Bedeutung hatte der „Limes“?

Der Limes bildete die römische Außengrenze und diente als defensives System zur Abwehr germanischer Überfälle, wobei er gleichzeitig als Korridor für wirtschaftlichen Austausch fungierte.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Römer in Österreich
Autor
Dr. Sigrid Vollmann (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
26
No. de catálogo
V279362
ISBN (Ebook)
9783656731115
ISBN (Libro)
9783656731085
Idioma
Alemán
Etiqueta
römer österreich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. Sigrid Vollmann (Autor), 2014, Die Römer in Österreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279362
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  26  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint