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Ciceros Anklage gegen Verres. Der schwierige Weg der Sizilier zu ihrem Recht

Der Repetundenprozess gegen Verres in Cic. Verr.

Titre: Ciceros Anklage gegen Verres. Der schwierige Weg der Sizilier zu ihrem Recht

Dossier / Travail , 2014 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marwin-Domingo Gorczak (Auteur)

Études latines - Littérature
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Repetundenprozess gegen Gaius Verres. Sämtliche Informationen zu dem Prozess des Jahres 70 v. Chr. liefert uns sein Ankläger Marcus Tullius Cicero. Zu dieser Zeit ist der einstige homo novus Cicero noch am Anfang seiner politischen Karriere und sieht sich im Prozess einer Riege alteingesessener Senatoren gegenüber.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. crimen pecuniarum repetundarum

3. Die Causa Verres

3.1. Sizilien

3.2. Die Person Verres

3.3. Die Anklage

3.4. actio prima

3.4.1. exordium

3.4.2. argumentatio

3.4.3. peroratio

3.4.4. actio prima – zu gut durchdacht?

3.4.5. Die Folgen der actio prima

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Repetundenprozess gegen den römischen Statthalter Gaius Verres im Jahr 70 v. Chr. und analysiert dabei kritisch, wie Marcus Tullius Cicero als Ankläger durch seine rhetorische Strategie in der ersten Verhandlung versuchte, die Schuld des Angeklagten zu beweisen und das Gericht von einer Verurteilung zu überzeugen, trotz der schwierigen rechtlichen und politischen Ausgangslage für die sizilischen Kläger.

  • Historische Einordnung des crimen pecuniarum repetundarum
  • Die Rolle der Provinz Sizilien und des Angeklagten Gaius Verres
  • Analyse der rhetorischen Struktur der actio prima nach antiken Redemaßstäben
  • Untersuchung der Echtheit und Nachbearbeitung der überlieferten Anklagerede
  • Bewertung der juristischen und politischen Folgen des Prozesses

Auszug aus dem Buch

3.4.4. actio prima – zu gut durchdacht?

Bevor ich mich den Folgen dieser Rede widme, sollte diese rhetorische Meisterleistung einmal kritisch hinterfragt werden. Denn wurde diese Rede in dieser Fassung überhaupt jemals gehalten?

Der Cicero feindliche Historiker Cassius Dio antwortet so darauf: „Trittst du nicht zitternd vor die Richter, als müsstest du mit einem Gladiator kämpfen, schmatzest etwas her, das weder Kraft noch Leben hat und trittst so wieder vom Schauplatz ab, ohne ein Wörtchen von all den schönen Sachen, die du zu Hause eingeübt, zutage zu fördern, noch weißt du etwas aus dem Stegreif vorzubringen. Wenn es darauf ankommt einem etwas vorzuschwatzen und Hoffnungen zu machen, so überbietest du an Keckheit jeden; wenn es aber zum Treffen kommt und es nichts zum Lästern und Verleumden gibt, bist du der armseligste, der feigste Wicht. Glaubst du wohl es sei jemanden noch unbekannt, dass du keine der gepriesenen Reden, die du zum Besten gabst, so gehalten hast, sie vielmehr erst später schriftlich ausgearbeitet hast, wie die Töpfer uns Feldherrn zu Fuß und zu Pferd aus Lehm zu formen pflegen? Wenn du es aber nicht zugeben willst, so erinnere dich, wie du bei deiner Rede gegen Verres, der väterlichen Kunst eingedenk, dich selbst mit Urin begossest.“

Hiermit unterstellt Cassius Dio, dass Cicero überhaupt nicht in der Lage sei, derartig brillante Reden zu halten, vielmehr seien seine Reden ein schriftliches Konstrukt, die mit viel Nacharbeit mit dem Ziel der Eigendarstellung entstehen. Insbesondere bei der Rede gegen Verres habe er mit einer Nachbearbeitung sein eigenes Scheitern verschleiert. Dio spricht hierbei als senatorischer Geschichtsschreiber, der von seiner Herkunft her urteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der historischen Relevanz und der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung des Prozesses gegen Verres.

2. crimen pecuniarum repetundarum: Historischer Überblick über die Entwicklung der römischen Anti-Korruptionsgesetze zum Schutz der Provinzen vor ausbeuterischen Statthaltern.

3. Die Causa Verres: Detaillierte Analyse der Hintergründe des Falls, der Person des Angeklagten und des Verlaufs der Prozessvorbereitung sowie der ersten Verhandlung.

4. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über die Schwierigkeiten bei der Rechtsdurchsetzung der Provinzialen und die zentrale Bedeutung rhetorischer Überzeugungskraft.

Schlüsselwörter

Repetundenprozess, Cicero, Gaius Verres, Sizilien, römische Rechtsgeschichte, actio prima, Rhetorik, Provinzverwaltung, Korruption, Senat, Statthalter, Beweislast, Prozessrecht, antike Gerichtsrede, socii.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den antiken Prozess gegen Gaius Verres wegen Amtsmissbrauchs und Erpressung in Sizilien, mit Fokus auf die Rolle von Marcus Tullius Cicero als Ankläger.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Korruption römischer Statthalter, die rechtliche Situation der Provinzialen (socii) und die Bedeutung antiker Rhetorik in juristischen Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die rhetorische Strategie Ciceros zu analysieren und zu bewerten, wie er trotz massiver Behinderungen durch die Gegenseite eine Überzeugung des Gerichts erwirken konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der Reden Ciceros und vergleicht diese mit historischen Kontextdaten und gegensätzlichen Quellenstimmen, wie etwa der von Cassius Dio.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des Repetundenrechts, die detaillierte Vorstellung der Causa Verres sowie die Analyse der Struktur der Anklagerede.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Repetundenprozess, Cicero, Verres, römische Rechtsgeschichte und Rhetorik definieren.

Wie bewertet der Autor die Echtheit von Ciceros Anklagerede?

Der Autor diskutiert die Vorwürfe des Cassius Dio und kommt zu dem Schluss, dass die Rede zwar nachträglich schriftlich überarbeitet wurde, um ihre Wirkung zu maximieren, aber in ihrem Kern als tatsächlich gehaltene Anklage angesehen werden muss.

Welche Rolle spielte die politische Karriere von Cicero bei diesem Prozess?

Der Prozess diente für den damaligen homo novus Cicero als bedeutender Karrierebaustein, um sein Prestige als Redner und Politiker zu steigern und sich als Verfechter für die Gerechtigkeit zu positionieren.

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Résumé des informations

Titre
Ciceros Anklage gegen Verres. Der schwierige Weg der Sizilier zu ihrem Recht
Sous-titre
Der Repetundenprozess gegen Verres in Cic. Verr.
Université
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Cours
Römisches Recht
Note
1,0
Auteur
Marwin-Domingo Gorczak (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
19
N° de catalogue
V279529
ISBN (ebook)
9783656734383
ISBN (Livre)
9783656741121
Langue
allemand
mots-clé
Cicero Verres Repetunden Römisches Recht Rede Antike Unterschlagung Ausbeutung Sizilien Raub Geld Diebstahl
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marwin-Domingo Gorczak (Auteur), 2014, Ciceros Anklage gegen Verres. Der schwierige Weg der Sizilier zu ihrem Recht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279529
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Extrait de  19  pages
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