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Zur wissenschaftstheoretischen Einordnung von Wissensmanagement

Título: Zur wissenschaftstheoretischen Einordnung von Wissensmanagement

Trabajo Escrito , 2013 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Master of Arts Robert Möller (Autor)

Economía de las empresas - Gestión de la información
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In der modernen Gesellschaft manifestiert sich Wissen immer stärker zu dem entscheidenden Erfolgsfaktor für die Existenz sowohl Einzelner, als auch von Organisationen. Besonders Unternehmen, als eine Form von Organisationen, sehen sich mit einem globalen Wettbewerb, technisch immer anspruchsvolleren Produkten und Dienstleistungen, kürzeren Innovationszyklen und zunehmenden Kundenerwartungen konfrontiert. Im Zuge dessen ist Wissen vielerorts zum vierten Produktionsfaktor – neben Kapital, Arbeit und Boden – avanciert und ist in modernen Unternehmungen bereits mit bis zu 60 Prozent an der Gesamtwertschöpfung des Unternehmens beteiligt. Im Hinblick auf auf diese Fakten erscheint es durchaus verständlich, wenn das Wissen auf die gleiche Art und Weise zur Steigerung der Produktivität gesteuert werden soll, wie dies mit den klassischen Produktionsfaktoren bereits geschieht. Aus dieser Forderung heraus ist ein neuer Zweig der Unternehmensführung erwachsen, das Wissensmanagement.
In der vorliegenden Ausarbeitung wird der Frage nachgegangen, welche wissenschaftstheoretischen Grundlagen für den gesteuerten Umgang mit organisationalem Wissen existieren und wie diese ausgestaltet sind. Dazu wird im Schwerpunkt auf die Begriffsbestimmung eingegangen, welche sich insbesondere für den Bereich des Wissens als weites Feld an Definitionen und Ansätzen darstellt. Dabei wird versucht, eine Definition herauszuarbeiten, welche sowohl den individuellen Aspekt von Wissen, als auch den organisationalen Bezug berücksichtigt. Neben einem kurzen Exkurs zum Begriff des Managements kann daraus abgeleitet eine Definition für Wissensmanagement gewonnen werden. Weiterhin wird mit dem etablierten Modell zum Wissensmanagement nach Nonaka/Takeuchi exemplarisch ein Ansatz aufgezeigt, mit welchem sich Wissensmanagement konzeptionell-theoretisch beschreiben lässt. Mithilfe einer Literaturanalyse von Schewe/Nienaber erfolgt zum Abschluss des theoretischen Anteils eine Darstellung von Hemmnissen und Barrieren im Wissensmanagementprozess sowie möglicher Lösungsansätze zur Überwindung dieser.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1. Wissen

2.2. Management

2.3. Definition Wissensmanagement

3. Ein Modell zum Wissensmanagement – Der wissenstheoretische Ansatz nach Nonaka und Takeuchi

4. Explikation von implizitem Wissen: Hemmnisse und Lösungsansätze

5. Darstellung des Seminarbeitrages der Gruppe: Wissensmanagement

6. Fazit und Reflexion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den wissenschaftlichen Diskurs zum Wissensmanagement aufzuarbeiten, um eine fundierte Definition zu erarbeiten, die sowohl den individuellen als auch den organisationalen Wissensaspekt einbezieht. Auf dieser Basis wird ein theoretisches Modell zur Wissensschaffung erläutert sowie die praktische Umsetzung, inklusive der dabei auftretenden Hemmnisse, analysiert.

  • Wissenschaftstheoretische Einordnung von Wissen und Wissensmanagement
  • Analyse des Modells zur Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi
  • Untersuchung von Barrieren bei der Explikation von implizitem Wissen
  • Entwicklung und Bewertung eines didaktischen Wissensmanagementkonzepts
  • Anforderungen an Anreizsysteme für den Wissenstransfer in Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3. Ein Modell zum Wissensmanagement – Der wissenstheoretische Ansatz nach Nonaka und Takeuchi

Obwohl die Verantwortung für erfolgreiches Wissensmanagement auf der Ebene der Organisationsführung und damit dem strategischen Management zu verorten ist, so findet Wissensmanagement nicht nur dort statt, sondern auch auf den Ebenen des Individuums, der Organisationsstruktur und der darin ablaufenden Prozesse. Im nun folgenden Abschnitt wird der wissenstheoretische Ansatz nach Nonaka und Takeuchi vorgestellt, welcher als wegweisend für das Wissensmanagement im heutigen Verständnis angesehen wird.

Nonaka/Takeuchi betrachten in ihrem Modell die Gestaltung der Übergänge von implizitem und explizitem Wissen für den Prozess der organisationalen Wissensschaffung. Diese Umwandlung von implizitem zu explizitem Wissen und umgekehrt läuft den Autoren zufolge in vier möglichen Formen ab: Die als Sozialisierung bezeichnete Transformationsform bezeichnet den Übergang von implizitem zu implizitem Wissen. Wie bereits zuvor erläutert, bildet sich implizites Wissen insbesondere durch persönliche Erfahrung. Demzufolge ist die Sozialisation maßgeblich charakterisiert durch den Erfahrungsaustausch mindestens zweier Individuen, so beispielsweise in der klassischen Lehrlingsausbildung oder in der praktischen Handlung von Arbeitsgruppen. Bei dieser Form findet allerdings keine Explizierung des Wissens statt, sodass der erworbene Wissensbestand der Organisation nur latent zur Verfügung steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Wissensmanagement als vierten Produktionsfaktor ein und definiert das Ziel der Arbeit, eine fundierte theoretische Grundlage zu schaffen.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begriffe Wissen und Management und führt eine Arbeitsdefinition für Wissensmanagement ein, die psychologische und organisatorische Faktoren integriert.

3. Ein Modell zum Wissensmanagement – Der wissenstheoretische Ansatz nach Nonaka und Takeuchi: Der Abschnitt erläutert die Wissensspirale, welche durch vier Transformationsformen (Sozialisierung, Externalisierung, Kombination, Internalisierung) den Prozess der organisationalen Wissensschaffung beschreibt.

4. Explikation von implizitem Wissen: Hemmnisse und Lösungsansätze: Hier werden strukturelle und personelle Barrieren bei der Wissensweitergabe analysiert und Lösungsansätze wie Motivationsinstrumente diskutiert.

5. Darstellung des Seminarbeitrages der Gruppe: Wissensmanagement: Das Kapitel präsentiert ein praktisches Konzept für ein mittelständisches Unternehmen, das mittels Web 2.0-Anwendungen Wissensträger vernetzt.

6. Fazit und Reflexion: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der Konzepte auf den Organisationsalltag sowie die Grenzen der vorliegenden Ausarbeitung.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Organisationswissen, Implizites Wissen, Explizites Wissen, Wissensspirale, Nonaka und Takeuchi, Wissensschaffung, Organisationales Lernen, Wissensbarrieren, Wissensexplikation, Anreizsysteme, Kompetenzorientierung, Wissenstransfer, Unternehmensführung, Wissenslandkarte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftstheoretischen Einordnung des Wissensmanagements in modernen Organisationen und der praktischen Anwendung entsprechender Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Wissen, die Darstellung der Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi, sowie die Analyse von Hindernissen bei der Wissensexplikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung einer tragfähigen Definition für Wissensmanagement, welche den individuellen und organisationalen Aspekt verbindet, um daraus methodische Ansätze abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, um den theoretischen Diskurs zum Wissensmanagement aufzuarbeiten und Hemmnisse sowie Lösungsmöglichkeiten systematisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung, die Vorstellung eines wissenstheoretischen Modells zur Wissensschaffung und eine Untersuchung der Barrieren bei der Umwandlung von implizitem Wissen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wissensmanagement, Wissensspirale, Implizites Wissen, Explizites Wissen, Organisationsentwicklung und Wissensexplikation sind die prägenden Begriffe.

Was besagt die Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi?

Sie beschreibt, wie durch vier Phasen – Sozialisierung, Externalisierung, Kombination und Internalisierung – Wissen zwischen der individuellen und der organisationalen Ebene transferiert und erweitert wird.

Warum ist die Explikation von implizitem Wissen in Organisationen schwierig?

Aufgrund von strukturellen Barrieren wie Zeitmangel und räumlicher Distanz sowie personellen Barrieren wie Machtverlustängsten oder mangelndem Vertrauen ist dieser Prozess oft mit Fehlern behaftet.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Zur wissenschaftstheoretischen Einordnung von Wissensmanagement
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Curso
Innovative Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse – Möglichkeiten kompetenzorientierter und technologiegestützter Bildungsszenarien
Calificación
1,3
Autor
Master of Arts Robert Möller (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
21
No. de catálogo
V279792
ISBN (Ebook)
9783656727910
ISBN (Libro)
9783656727781
Idioma
Alemán
Etiqueta
wissensmanagement einordnung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Arts Robert Möller (Autor), 2013, Zur wissenschaftstheoretischen Einordnung von Wissensmanagement, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279792
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