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Hegels Kritik an Fichte und der Atheismusstreit

Título: Hegels Kritik an Fichte und der Atheismusstreit

Trabajo de Seminario , 2014 , 23 Páginas , Calificación: 6 (Schweiz)

Autor:in: M Th Adrian Baumgartner (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XIX
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Schon kurz nach dem Erscheinen der «Wissenschaftslehre» von Johann Gottlieb Fichte in den Jahren 1794 und 1795 melden sich viele Kritiker zu Wort. Unter ihnen äussert sich früh auch der junge Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Der wichtigste und einflussreichste Kritiker der Philosophie Fichtes ist aber G. W. F. Hegel. In Anlehnung an Schellings Denken erscheinen zwei Werke: Die «Differenz des Fichte’schen und Schelling’schen Systems der Philosophie» im Jahr 1801 und das «Glauben und Wissen» im Jahr 1802, dem meine Arbeit besondere Aufmerksamkeit widmet. Unter Berücksichtigung von Fichtes Grundgedanken eines Freiheitssystems entwickelt Hegel ein eigenes System, welches Fichtes angeblichen Fehler und seine Einseitigkeit zu überwinden verspricht. «Jedes System ist ein System der Freiheit und der Notwendigkeit zugleich.» (Differenzschrift, 107) Fichtes Einfluss auf Hegel ist in der Forschung bereits oft festgestellt worden. Das System braucht noch Zeit zum Reifen und wird in der «Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften» aus dem Jahr 1817 als umfassender Versuch eines Systems der Freiheit für die gesamte Wirklichkeit vollendet. Zeit seines Lebens hält Hegel an der Kritik an Fichtes Konzeption fest (S. 10 Binkelmann). Hegel nimmt von Fichtes Werken nach der Jahrhundertwende kaum mehr Notiz. Hingegen ist der Einfluss der Frühphilosophie Fichtes auf die Spätphilosophie Hegels nicht zu unterschätzen. Von Fichte zu Hegel findet im System ein Perspektivenwechsel statt: Vom Ursprung zur Genese.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil 1 Zusammenfassung von «Glauben und Wissen oder die Reflexionsphilosophie der Subjektivität in der Vollständigkeit ihrer Formen als Kantische, Jacobische und Fichtesche Philosophie» aus dem Jahr 1802

1. Teil Einleitung Glauben und Wissen

1. Religion und Eudaimonismus

2. Hegels Kantkritik in Glaube und Wissen (S. 14–44)

I. Transzendentalphilosophie

II. Anschauung und Verstand

III. Vernunft

IV. Die praktische Vernunft

V. Urteilskraft

a) Die ästhetische Urteilskraft

b) Kritik der teleologischen Urteilskraft

3. Zusammenfassung: Hegel über die Jacobische Philosophie (Jenaer Schriften S. Meiner, S. 44-62)

4. Zusammenfassung Hegels Fichtekritik Teil 1 (S. 94-120)

I. Hegels Fichtekritik

II. Hegels Interpretation von Fichtes Idealismus

5. Zusammenfassung: Hegels Fichtekritik Teil 2 aus G. W. Hegels, Glauben und Wissen (S. 120–132)

I. Kritik an Fichte

II. Das Böse und die Moral

III. Realität des Idealen

IV. Schluss

2. Teil Die Hintergründe der Religionsphilosophie Hegels im Hinblick auf Fichte

1. Hegels Kritik an Fichtes Offenbarungsschrift

2. Von Hegels Fichte-Rezeption zur eigenen Religionsphilosophie

3. Teil Moralkritik Hegels

1. Moralkritik an Fichte und Kant anhand Voltaires

2. Kritik an Fichtes Naturphilosophie

3. Kritik an Kants Ethik

4. Nihilismus bei Fichte und Hegel

5. Hegels Lösung des Nihilismusproblems

Teil 4 Der Atheismusstreit

Schluss: Hegels Fichte-Kritik und die Anfänge seines Systems

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht G. W. F. Hegels philosophische Auseinandersetzung mit Johann Gottlieb Fichte, insbesondere vor dem Hintergrund seines Werkes „Glauben und Wissen“ (1802). Das Hauptziel besteht darin, Hegels Kritik an der Reflexionsphilosophie Kants, Jacobis und Fichtes darzustellen und aufzuzeigen, wie er ausgehend von dieser Kritik sein eigenes System der Freiheit entwickelt.

  • Kritik an der Transzendentalphilosophie und Fichtes Idealismus
  • Die Rolle der Religion und das Problem des Nihilismus bei Fichte und Hegel
  • Die moralphilosophische Auseinandersetzung mit der Pflichtenethik
  • Die Hintergründe und Auswirkungen des Atheismusstreits auf die deutsche Philosophie
  • Die Entwicklung von Hegels eigener Religionsphilosophie

Auszug aus dem Buch

1. Religion und Eudaimonismus

Religion will die Subjektivität des Gefühls der Menschen objektiv werden lassen. Das Objektive wird aber im Vergleich zur Schönheit der Subjektivität sekundär. Nach Hegel müsste die Objektivität eigentlich ganz wegfallen, so wie der Glaube (das schöne Gefühl) sich zur Theorie (der schmerzlosen Anschauung) verwandeln soll, aber nicht kann. Die Religion sucht ewige Schönheit und sieht im Genuss nur die Ablenkung. Sie sehnt sich nach etwas Subjektivem. Das empirische Sein hört auf, weil es weder zeitlich noch etwas Eigenes ist. Die Flucht vor dem Endlichen ist in der Religion präsent. Dadurch werden Dinge zu Schönheiten stilisiert. Die Religion sehnt sich nicht nach vergänglicher Anschauung des Genusses oder nach ewiger Schönheit. Sie ist eine subjektive Sehnsucht des Menschen. Die Macht der subjektiven Schönheit wird immer gegen den Verstand stehen und die Reflexionen der Philosophien beeinflussen.

Gerade bei der Religion schliesst die subjektive Schönheit das Objektive aus, weil so das Objektive wertlos wird. Das Subjektive kämpft dafür, dass es objektiv wird. Das schöne Gefühl der Religion und der Glaube geht in eine Theorie des Aberglaubens über. Der Verstand wird zu einem Übel. Die Macht der subjektiven Schönheit ist eine notwendige Seite des Verstandes sowie die Macht gegen den Verstand strebt. Die Macht erscheint als Aberglaube. Dabei gehen Idealität und Realität auseinander. Die Sehnsucht der Religion nach ewiger Schönheit und Seligkeit geht weiter als der Verstand, der nur die endlichen Dinge beurteilt. Der Sinn der Religion ist die ewige Liebe und nicht die vergänglichen Dinge. Das Sehnen ist subjektiv, aber das Ziel ist absolut und ewig. Als zeitliche Erscheinung ist Religion nichts Schönes, aber als innere Schönheit hört sie auf, etwas Zeitliches zu sein. Die Religion versöhnt sich mit der Realität. Dies nicht als Gegensatz, sondern als empirische Wirklichkeit oder als blosse Naturnotwendigkeit. Die Versöhnung mit der gemeinen Wirklichkeit geschieht vom empirischen Subjekt aus.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in Hegels Kritik an Fichte und Vorstellung des Werkes „Glauben und Wissen“ als Ansatzpunkt zur Entwicklung eines eigenen Freiheitssystems.

Teil 1 Zusammenfassung von «Glauben und Wissen oder die Reflexionsphilosophie der Subjektivität in der Vollständigkeit ihrer Formen als Kantische, Jacobische und Fichtesche Philosophie» aus dem Jahr 1802: Detaillierte Analyse und Interpretation von Hegels Auseinandersetzung mit der Kantischen, Jacobischen und Fichteschen Philosophie hinsichtlich ihrer Erkenntnisgrenzen.

2. Teil Die Hintergründe der Religionsphilosophie Hegels im Hinblick auf Fichte: Untersuchung der Einflüsse auf Hegels Religionsverständnis und seine kritische Haltung gegenüber Fichtes Offenbarungsschrift.

3. Teil Moralkritik Hegels: Darstellung von Hegels Kritik an der Moraltheorie Fichtes und Kants sowie seine Lösungsansätze für das Problem des Nihilismus.

Teil 4 Der Atheismusstreit: Analyse der historischen und philosophischen Bedeutung des Atheismusstreits für den deutschen Idealismus und Fichtes Gottesverständnis.

Schluss: Hegels Fichte-Kritik und die Anfänge seines Systems: Zusammenfassende Betrachtung, wie Hegels Kritik an Fichte zur Fundierung seines eigenen spekulativen Systems beiträgt.

Fazit: Abschlussbetrachtung über Hegels neues philosophisches Verständnis, das Logik, Metaphysik und Religion zur Ganzheit des Absoluten verbindet.

Schlüsselwörter

Hegel, Fichte, Kant, Transzendentalphilosophie, Idealismus, Glauben und Wissen, Religionsphilosophie, Nihilismus, Moraltheorie, Reflexionsphilosophie, Vernunft, Subjektivität, Objektivität, Atheismusstreit, Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophische Auseinandersetzung von G. W. F. Hegel mit seinem Zeitgenossen Johann Gottlieb Fichte, primär anhand von Hegels Werk „Glauben und Wissen“ aus dem Jahr 1802.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die Kritik der Reflexionsphilosophie (Kant, Jacobi, Fichte), die Religionsphilosophie, die Moralkritik sowie die Auseinandersetzung mit dem Nihilismus und dem Atheismusstreit.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, Hegels fundierte Kritik an der Subjektivitätsphilosophie darzulegen und aufzuzeigen, wie diese Kritik den Übergang zu Hegels eigenem spekulativen System der Freiheit markiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-hermeneutische Analyse, die Hegel möglichst korrekt zu interpretieren versucht, trotz der Schwierigkeiten seiner oft verschlüsselten Sprache.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Zusammenfassung von „Glauben und Wissen“, die Untersuchung der religiösen Hintergründe im Hinblick auf Fichte sowie eine tiefgehende Moralkritik Hegels gegenüber Fichte und Kant.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Idealismus, Reflexionsphilosophie, Freiheit, absolute Identität, Subjektivität, moralische Weltordnung und das Absolute.

Wie bewertet Hegel die Verbindung von Religion und Philosophie?

Hegel kommt zu dem Ergebnis, dass die Philosophie notwendigerweise in der Religion endet, da die Philosophie als Denken immer einen Gegensatz zum Nichtdenkenden besitzt.

Inwiefern beeinflusst der Atheismusstreit Hegels Argumentation?

Der Atheismusstreit verdeutlicht die Plausibilität der gedanklichen Begründung von Gottesglauben und Freiheit; Hegel nutzt dies, um die Grenzen der Fichteschen und Kantischen Philosophie in Bezug auf eine lebendige Religionsausübung aufzuzeigen.

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Detalles

Título
Hegels Kritik an Fichte und der Atheismusstreit
Universidad
University of Fribourg  (Philosophisches)
Curso
Seminar
Calificación
6 (Schweiz)
Autor
M Th Adrian Baumgartner (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
23
No. de catálogo
V279813
ISBN (Ebook)
9783656735816
ISBN (Libro)
9783656741404
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hegel Fichte Atheismusstreit Jenaer Schriften Wissen und Glauben
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M Th Adrian Baumgartner (Autor), 2014, Hegels Kritik an Fichte und der Atheismusstreit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279813
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