Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Trabajo social

Kulturelle Vielfalt. Die Gesellschaft zwischen Anerkennung und Ausgrenzung

Título: Kulturelle Vielfalt. Die Gesellschaft zwischen Anerkennung und Ausgrenzung

Texto Academico , 2006 , 38 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Dipl. Sozialpädagogin Nicole Marx (Autor)

Trabajo social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In der vorliegenden Arbeit sollen zunächst die für den Kontext der interkulturellen Kompetenz relevanten, gesellschaftlichen Entwicklungen und Wandlungsprozesse beleuchtet werden. In der BRD werden diese zum einen durch den sozialen Wandel begünstigt, der sich aus dem Wertewandel und der Pluralisierung der Lebenswelten ergibt, zum anderen durch Globalisierungsprozesse, die mit einer zunehmenden Mobilität von Individuen und Ideen einhergehen. In diesem Zusammenhang wird der Schwerpunkt der Ausführung auf die sozio-kulturelle Globalisierung gelegt werden. Dennoch sollen auch einige bedeutende ökonomische Aspekte angeführt werden. Bei den sozio-kulturellen Globalisierungsaspekten soll gezeigt werden, dass interkulturelle Überschneidungssituationen aus jeglichem Kontakt zwischen unterschiedlichen kulturellen Orientierungen und Handlungsmustern resultieren.
Diese Dynamiken führen zu einer kulturellen Ausdifferenzierung, die sich im Rahmen von Diskussionen um die kulturelle Vielfalt widerspiegelt. Im zweiten Kapitel wird daher die deutsche Gesellschaft als eine mehrkulturelle beleuchtet, in der Kulturen nicht nur nebeneinander existieren, sondern in deren Rahmen Individuen mit ihrer unterschiedlichen kulturellen Prägungen in Interaktion treten. Des Weiteren wird der Umgang mit kultureller Diversität betrachtet. Hierzu wird die Debatte um Anerkennung und Ausgrenzung einzubeziehen sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Im Kontext der interkulturellen Kompetenz relevante gesellschaftliche Entwicklungen und Wandlungsprozesse

1.1. Sozialer Wandel

1.1.1. Wertewandel und die Pluralisierung der Lebenswelten

1.1.2. Risikogesellschaft und Veränderungen der Arbeitsgesellschaft

1.2. Globalisierung

1.2.1. Ökonomische Aspekte

1.2.2. Sozio-kulturelle Aspekte

1.2.2.1. Mobilität

1.2.2.2. Migration

1.2.2.3. Kommunikationstechnologien als wesentliches Element der Globalisierung

2. Debatten um „Kulturelle Vielfalt“

2.1. Kulturelle Diversität

2.1.1. Die mehrkulturelle Gesellschaft

2.1.2. Subkulturen

2.2. Umgang mit Diversität: zwischen Annerkennung und Ausgrenzung

2.2.1. Ausgrenzungstendenzen

2.2.2. Kulturelle Differenzen

2.3. Integration

2.3.1. Kritik an Integrationskonzepten

2.3.2. Anforderungen an Einheimische und Migranten

Zielsetzung & Thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Wandlungsprozesse im Kontext interkultureller Kompetenz. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen von Globalisierung, Migration und sozialem Wandel auf die kulturelle Vielfalt in Deutschland zu beleuchten sowie den kontroversen Umgang mit dieser Vielfalt zwischen Anerkennung und Ausgrenzung zu analysieren.

  • Sozialer Wandel und die Pluralisierung der Lebenswelten.
  • Die Auswirkungen der Globalisierung auf ökonomische und sozio-kulturelle Strukturen.
  • Dynamiken und Formen der Migration in der deutschen Gesellschaft.
  • Umgang mit Diversität: Debatten um Leitkultur und Integrationskonzepte.
  • Die Bedeutung interkultureller Kompetenz in modernen Arbeits- und Lebenswelten.

Auszug aus dem Buch

1.1.2. Risikogesellschaft und Veränderungen der Arbeitsgesellschaft

Die heutige Gesellschaft wird von Beck (1986) als 'Risikogesellschaft' bezeichnet, da ihre Mitglieder mit einer ungewissen Zukunft und der Aufgabe der Gestaltung eben dieser konfrontiert sind. Dies löst zunehmend Angst und Unsicherheit aus und hat Auswirkungen auf Gestaltung und Bewältigung des Alltags (Handschuck/Klawe 2004: 16f). Der Wandel in der Arbeitsgesellschaft kann hierzu als mögliches Beispiel dienen. Das Arbeitsleben ist für den Einzelnen mit Risiken behaftet. Beispiele hierfür sind nicht nur der Stellenabbau im Rahmen von fortschreitender Rationalisierung, sondern auch neue Anforderungen an Arbeitskräfte wie flexiblere Arbeitszeitstrukturen und die Adaption an die Arbeitszyklen der neuen Technologien. So können traditionelle Arbeitsverhältnisse als Auslaufmodell betrachtet werden (vgl. Handschuck/Klawe 2004: 15).

Die Arbeitswelt ist heute nicht mehr für jeden zugänglich, was mit den hohen und stabilen Arbeitslosenzahlen belegt werden kann. Dazu kommt, dass von den Individuen eine zunehmende Arbeitsmobilität gefordert wird. So bringt Arbeitslosigkeit gerade junge Menschen dazu, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen und sich in unbekannte, fremdkulturelle Regionen Deutschlands oder ins Ausland zu begeben. Dies ist in der Regel mit der Hoffnung auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz verbunden. Bei der von

Zusammenfassung der Kapitel

1. Im Kontext der interkulturellen Kompetenz relevante gesellschaftliche Entwicklungen und Wandlungsprozesse: Dieses Kapitel erläutert die zentralen sozialen und globalen Wandlungsprozesse wie Wertewandel, Globalisierung und Mobilität, die zu einer zunehmenden kulturellen Vielfalt und interkulturellen Interaktionsdichte führen.

1.1. Sozialer Wandel: Es wird analysiert, wie sich der soziale Wandel durch Wertewandel, Pluralisierung und die Risikogesellschaft auf das Individuum und die Arbeitswelt auswirkt.

1.1.1. Wertewandel und die Pluralisierung der Lebenswelten: Dieser Abschnitt beschreibt die Auflösung traditioneller Wertemuster und die daraus resultierende Komplexität moderner Lebensentwürfe für das Individuum.

1.1.2. Risikogesellschaft und Veränderungen der Arbeitsgesellschaft: Hier werden die Unsicherheiten in der modernen Arbeitswelt sowie die neuen Anforderungen an Flexibilität und Arbeitsmobilität thematisiert.

1.2. Globalisierung: Das Kapitel definiert Globalisierung als Prozess der Grenzüberschreitung und Intensivierung sozialer Beziehungen, der auch den Nationalstaat zur kulturellen Öffnung zwingt.

1.2.1. Ökonomische Aspekte: Hier wird der Fokus auf die weltweite Entgrenzung der Märkte, die Innovationskraft der Kommunikationstechnologien und die daraus resultierende Polarisierung auf dem Arbeitsmarkt gelegt.

1.2.2. Sozio-kulturelle Aspekte: Es wird diskutiert, wie Mobilität von Individuen, Ideen und Medien die interkulturelle Begegnungsdichte und die globale Vernetzung beeinflussen.

1.2.2.1. Mobilität: Untersucht werden die verschiedenen Formen der Mobilität, insbesondere die Unterscheidung zwischen vertikaler und horizontaler sowie psychischer und physischer Mobilität.

1.2.2.2. Migration: Dieses Kapitel beleuchtet die Ursachen und Motive von Wanderungsbewegungen, die fünf Einwanderungsphasen in Deutschland sowie die Identitätsproblematik von Menschen mit Migrationshintergrund.

1.2.2.3. Kommunikationstechnologien als wesentliches Element der Globalisierung: Dieser Abschnitt analysiert die Rolle moderner Medien und Kommunikationstechnologien bei der Überwindung von Raum und Zeit sowie die damit verbundenen Ängste vor kultureller Homogenisierung.

2. Debatten um „Kulturelle Vielfalt“: Dieses Kapitel thematisiert die Entstehung kultureller Vielfalt in Deutschland und die damit verbundenen kontroversen gesellschaftlichen Debatten.

2.1. Kulturelle Diversität: Erläutert wird die Entstehung neuer Vielfalt und Orientierungsmuster, besonders mit Blick auf junge Generationen.

2.1.1. Die mehrkulturelle Gesellschaft: Es wird begründet, warum die BRD als mehrkulturelle Gesellschaft zu bezeichnen ist und inwiefern Partizipation an verschiedenen Kulturen zur Ressource werden kann.

2.1.2. Subkulturen: Dieses Kapitel definiert das Konzept der Subkulturen als Hilfsmittel, um die interne Ausdifferenzierung und Vielfalt innerhalb der Gesellschaft zu begreifen.

2.2. Umgang mit Diversität: zwischen Annerkennung und Ausgrenzung: Das Kapitel analysiert die Machtstrukturen und Kategorisierungen, die über Anerkennung und Diskriminierung innerhalb der Gesellschaft entscheiden.

2.2.1. Ausgrenzungstendenzen: Hier werden Phänomene wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und die Debatte um eine vermeintliche „Leitkultur“ kritisch hinterfragt.

2.2.2. Kulturelle Differenzen: Es wird aufgezeigt, wie kulturelle Unterschiede von Diskriminierung abgegrenzt werden müssen und welche Rolle Menschenrechte im Diskurs spielen.

2.3. Integration: Dieses Kapitel betrachtet Integration als wechselseitigen Prozess und thematisiert die rechtlichen Rahmenbedingungen des Zuwanderungsgesetzes.

2.3.1. Kritik an Integrationskonzepten: Diskutiert werden staatliche Maßnahmen und die fortbestehende Diskrepanz zwischen Assimilationsforderungen und der Realität einer Migrationsgesellschaft.

2.3.2. Anforderungen an Einheimische und Migranten: Abschließend werden die gegenseitigen Erwartungen und notwendigen Anpassungsleistungen für eine gelungene Integration skizziert.

Schlüsselwörter

Kulturelle Vielfalt, Interkulturelle Kompetenz, Globalisierung, Migration, Sozialer Wandel, Diversität, Integration, Mehrkulturelle Gesellschaft, Identitätsbildung, Anerkennung, Ausgrenzung, Subkulturen, Risikogesellschaft, Diskriminierung, Migrationsgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem E-Book grundsätzlich?

Das Buch untersucht die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die zur wachsenden kulturellen Vielfalt in Deutschland führen, und analysiert, wie moderne Gesellschaften interkulturelle Begegnungen gestalten und bewerten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Die zentralen Felder sind der soziale Wandel, die Auswirkungen der Globalisierung, die Dynamiken von Migration sowie die gesellschaftlichen Debatten über Integration und den Umgang mit kultureller Diversität.

Was ist die Forschungsfrage oder das primäre Ziel der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, gesellschaftliche Wandlungsprozesse im Kontext der interkulturellen Kompetenz zu beleuchten und den Umgang mit kultureller Vielfalt zwischen den Polen Anerkennung und Ausgrenzung kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien, unter anderem zur Risikogesellschaft, zum Wertewandel, zur interkulturellen Pädagogik und zu aktuellen Integrationsregimen.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der globalen und nationalen Wandlungsprozesse sowie eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Diversität, Subkulturen, Diskriminierungsmechanismen und Integrationskonzepten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kulturelle Vielfalt, Interkulturelle Kompetenz, Globalisierung, Migration, Integration und der Umgang mit Diversität.

Wie bewertet die Autorin die Einführung von Integrationskursen?

Die Autorin bewertet die Kurse grundsätzlich positiv, äußert jedoch Kritik an der Exklusion bereits länger in Deutschland lebender Ausländer und zweifelt daran, dass die Kurse allein ausreichen, um anspruchsvolle Kommunikation im Alltag sicherzustellen.

Welche Rolle spielen „Subkulturen“ bei der Frage nach der deutschen Identität?

Subkulturen werden als Konzept genutzt, um die interne Vielfalt der Gesellschaft abzubilden. Sie zeigen, dass die deutsche Kultur nicht statisch ist, sondern sich aus Differenzen zwischen verschiedenen Teilgruppen konstituiert.

Wie unterscheidet sich laut Autorin eine „mehrkulturelle“ von einer „multikulturellen“ Gesellschaft?

Der Begriff „mehrkulturell“ wird deskriptiv verwendet, um den Umstand zu beschreiben, dass Individuen an mehreren Kulturen partizipieren, ohne damit bereits eine wertende Aussage über das Gleichberechtigungsverhältnis der Kulturen zu treffen.

Final del extracto de 38 páginas  - subir

Detalles

Título
Kulturelle Vielfalt. Die Gesellschaft zwischen Anerkennung und Ausgrenzung
Universidad
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Calificación
1,0
Autor
Dipl. Sozialpädagogin Nicole Marx (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
38
No. de catálogo
V279871
ISBN (Ebook)
9783656728085
ISBN (Libro)
9783668137257
Idioma
Alemán
Etiqueta
kulturelle vielfalt gesellschaft anerkennung ausgrenzung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. Sozialpädagogin Nicole Marx (Autor), 2006, Kulturelle Vielfalt. Die Gesellschaft zwischen Anerkennung und Ausgrenzung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279871
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  38  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint