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Die Rolle der Politik in der Wirtschaft. Die Ansätze von Richard Musgrave und Walter Eucken

Title: Die Rolle der Politik in der Wirtschaft. Die Ansätze von Richard Musgrave und Walter Eucken

Seminar Paper , 2013 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mirian Fabian Breuer (Author)

Economics - Other
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Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Staates bzw. die Rolle der Politik in der Wirtschaft, sowie die zugehörigen Ansätze der beiden Autoren Richard Musgrave und Walter Eucken.
Walter Eucken und die weiteren Mitglieder der „Freiburger Schule“ begründeten den Ordoliberalismus, der für eine ganzheitliche Ordnung der Freiheit steht, die ein moralisches und verantwortliches Leben in der Gemeinschaft ermöglichen soll.
Für Musgraves Arbeiten spielte hingegen das neoklassische Denken in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine große Rolle, und hierbei vor allem die Entdeckung des Phänomens der externen Effekte, die als Szenario eines Marktversagens ausgelegt werden können und so eine Korrekturfunktion durch den Staat begründen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Biographien

1.1. Walter Eucken

1.2. Richard A. Musgrave

1.3. Peggy B. Musgrave

1.4. Lore Kullmer

2. Ideengeschichtliche Einordnung

2.1. Walter Eucken – Ordoliberalismus

2.2. Richard A. Musgrave – Neoklassik

3. Darstellung der Argumente

3.1. Walter Eucken

3.1.1. Konstituierenden Prinzipien

3.1.2. Regulierende Prinzipien

3.2. Richard A. Musgrave

3.2.1. Einführung

3.2.2. Allokationsfunktion

3.2.3. Distributionsfunktion

3.2.4. Stabilisierungsfunktion

3.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede

4. Würdigung der Argumente

4.1. Konsistenz der Ideen

4.1.1. Walter Eucken

4.1.2. Richard A. Musgrave

4.2. Beurteilung und Ausblick der Rolle des Staates

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze von Walter Eucken und Richard A. Musgrave hinsichtlich der Rolle der Politik im Wirtschaftsleben, um die jeweilige wissenschaftliche Herleitung staatlicher Eingriffe zu analysieren.

  • Ordoliberalismus und die Bedeutung der Wettbewerbsordnung nach Eucken.
  • Die neoklassische Sichtweise und die staatlichen Budgetfunktionen nach Musgrave.
  • Analyse der Konsistenz, Stärken und Schwächen der beiden theoretischen Konzepte.
  • Gegenüberstellung von verfahrensorientierter Ordnungspolitik und ergebnisorientierter Finanzwissenschaft.
  • Beurteilung der praktischen Umsetzbarkeit und politischen Durchsetzbarkeit der Staatsrolle.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. REGULIERENDE PRINZIPIEN

Selbst bei strenger Befolgung der „konstituierenden Prinzipien“, also auch wenn vollständige Konkurrenz verwirklicht sei, bedürfe es einiger Korrekturen, um die Wettbewerbsordnung langfristig zu sichern. Die „regulierenden Prinzipien“ stehen für diese benötigten Korrekturen.

Das Monopolproblem in der Wettbewerbsordnung

Das erste Problemfeld, das die Notwendigkeit von direkten Eingriffen durch die „regulierenden Prinzipien“ eröffnet, ist die Konzentration von wirtschaftlicher Macht durch Monopolisierung von Märkten, da Monopole (in der Regel)10 die Existenz der Wettbewerbsordnung bedrohen. Dies gelte auch, wenn die Entstehung von Monopolen das Resultat der Wettbewerbsordnung selbst gewesen sei. Bei einem solchen Fall befindet sich, dass zum Monopol gewordene, Unternehmen in einer Marktform, die als „natürliches Monopol“ bezeichnet wird. Da Unternehmen in einer solchen Marktform innerhalb der Wettbewerbsordnung zu Monopolisten (durch echte Kostenvorteile) werden, sei dies nach den „konstituieren Prinzipien“ „systemgerecht“. Ohne die „regulierenden Prinzipien“ wären hier die Mittel des Staates erschöpft.

Durch das „regulierende Prinzip“ der Wettbewerbspolitik wird der Staat aufgefordert, mit Hilfe von Eingriffen das Erreichen von Machtpositionen zu verhindern. Als Mittel dafür sieht Eucken, eine staatliche Monopolkontrolle vor, die sich dadurch kennzeichnet, Monopole so weit wie möglich aufzulösen und natürliche Monopole zu beaufsichtigen. Für diese Aufgabe solle ein staatliches Monopolamt, als einzige Instanz und für alle Fragen der Monopolaufsicht, zuständig sein. Das Monopolamt solle unabhängig in seinem Handeln sein und nur dem Gesetz unterworfen, umso Beeinflussung durch private Machtgruppen und politischen Interessen ausschließen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Biographien: Kurzporträts von Walter Eucken, Richard A. Musgrave, Peggy B. Musgrave und Lore Kullmer unter Berücksichtigung ihres akademischen Werdegangs.

2. Ideengeschichtliche Einordnung: Herleitung des Ordoliberalismus bei Eucken und der neoklassischen Finanzwissenschaft bei Musgrave.

3. Darstellung der Argumente: Detaillierte Ausarbeitung der ökonomischen Prinzipien von Eucken sowie der Funktionen der Budgetpolitik nach Musgrave.

4. Würdigung der Argumente: Kritische Analyse der Konsistenz, Stärken und Schwächen der beiden Ansätze sowie ein Ausblick auf die Rolle des Staates.

Schlüsselwörter

Ordoliberalismus, Neoklassik, Wettbewerbsordnung, Marktversagen, Allokationsfunktion, Distributionsfunktion, Stabilisierungspolitik, Walter Eucken, Richard A. Musgrave, Monopolkontrolle, Preismechanismus, Staatseingriffe, Finanzwissenschaft, Soziale Marktwirtschaft, Ordnungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte von Walter Eucken und Richard A. Musgrave zur Rolle des Staates in der Wirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der ordoliberalen Wettbewerbsordnung einerseits und der neoklassischen Finanzwissenschaft andererseits.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die wissenschaftliche Konsistenz beider Ansätze zu würdigen und zu vergleichen, wie sie die Notwendigkeit und Grenzen staatlicher Eingriffe begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ideengeschichtliche Analyse und kritische Würdigung der Fachliteratur der beiden genannten Ökonomen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Prinzipien Euckens (konstituierend/regulierend) und die Funktionen Musgraves (Allokation, Distribution, Stabilisierung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ordnungspolitik, Marktversagen, Wettbewerbsordnung und Stabilisierungspolitik.

Warum lehnt Eucken die Stabilisierungspolitik ab?

Eucken sieht darin eine reine Prozesspolitik, die das Grundprinzip der Konstanz der Wirtschaftspolitik stört und den Preismechanismus beeinträchtigt.

Wie bewertet der Autor die Umsetzbarkeit von Euckens Konzept?

Der Autor stuft Euckens Ansatz als wissenschaftlich konsistent, aber aufgrund politischer Eigeninteressen als schwer durchsetzbar ein.

Welchen Vorteil sieht der Autor bei Musgraves Ansatz?

Der Autor betont, dass Musgraves Modell der heutigen Realität in Deutschland näherkommt und punktuelle, effiziente Verbesserungen ermöglichen könnte.

Wie steht es um die Rolle der Monopolkontrolle nach Eucken?

Eucken schlägt ein unabhängiges Monopolamt vor, das durch Kontrolle von außen und Androhung von Maßnahmen (Preissetzung) einen Wettbewerb simuliert, ohne selbst zum Machtapparat zu werden.

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Details

Title
Die Rolle der Politik in der Wirtschaft. Die Ansätze von Richard Musgrave und Walter Eucken
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Wirtschaftstheorie II (Makroökonomie))
Course
Seminar: Ausgewählte Meilensteine der ökonomischen Erkenntnis
Grade
1,0
Author
Mirian Fabian Breuer (Author)
Publication Year
2013
Pages
26
Catalog Number
V280206
ISBN (eBook)
9783656743910
ISBN (Book)
9783656743903
Language
German
Tags
Walter Eucken Richard Musgrave Konstituierende Prinzipien Regulierende Prinzipien Ordo Ordoliberalismus Ordnungspolitik Neoklassik Politik Staat Wirtschaftspolitik Ideengeschichte Wirtschaftsordnung Wettbewerb Wettbewebsordnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirian Fabian Breuer (Author), 2013, Die Rolle der Politik in der Wirtschaft. Die Ansätze von Richard Musgrave und Walter Eucken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280206
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