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Das Bahnrad. Perfektion in Gestalt velozipeder Rennkultur

Title: Das Bahnrad. Perfektion in Gestalt velozipeder Rennkultur

Bachelor Thesis , 2013 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Henry Kerinnes (Author)

History - Miscellaneous
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Das Bahnrad, oder auch Fxie, wie es heute oftmals Bezeichnung findet, erhielt seine grundlegende Form bereits in den 1890er Jahren. Rahmengeometrie, Radgröße und der Antrieb mit Kette sind seit dem etabliert und beinahe unverändert. Grund genug einen Blick in die Geschichte dieses lebhaften technischen Konstrukts zu werfen, deren Popularität im Rahmen der neuen urbanen Fahrradkultur einen erneuten Aufschwung erfährt.
Nach der Überprüfung des Bahnrades als makellose Maschine, wird anhand von 3 Beispielen die Entwicklung dieses Kultur-Objekts mit Fokus auf die Vielfalt der Rennereignisse, die sich in reichhaltiger Qualität entfalten konnte sowie der Faktor der Perfektion, untersucht. Begonnen wird in der avantgardistischen Pionierzeit der Hochräder in Europa, die ebenfalls schon für Rennen auf der Bahn Verwendung fanden. Über die legendäre Zeit der Six Days im Berlin der 1920er Jahre, die mit kaum mehr nachvollziehbaren Kraftanstrengungen an Mensch und Material aufwartete. Bis hin zum japanischen Variante des Sprints in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dem Keirin, der durch harten Körpereinsatz, aber vor allem durch universelle Ausbildung der Athleten und äußerste Sorgfalt sämtlicher Komponenten sich dem Anschein der Annäherung an einen Zustand der Perfektion nicht erwehren kann.
Schließlich wird noch ein Blick abseits des Velodroms gewagt und gezeigt, das die Faszination für das Bahnrad nicht nur vielfältige Radsportereignisse entstehen ließ, sondern sogar die Ausformung einer zunächst subkulturellen Strömung rund um die New Yorker Radkurierszene, später eine massenhaft-globale Verbreitung als Statussymbol und Lifestyle-Gegenstand, beförderte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bahnrad

2.1 Die perfekte Rennmaschine?

2.2 60 Zoll und Wagemut: Hochradrennen(Ende 19. Jhd.)

2.3 Höhepunkte auf der Bahn: Das Berliner Sechstagerennen während der röhrenden 20er

2.4 Kampfsprint: Keirin-Rennen in Japan

3. Vom Oval auf die Straße: Das Bahnrad als Arbeitsgerät, Status-symbol und Freizeitutensil

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bahnrad als ein aus technischer und kultureller Sicht faszinierendes Objekt und erörtert die Hypothese, ob es als eine „perfekte“ Maschine betrachtet werden kann. Dabei wird die Entwicklung des Bahnrades von den Anfängen des Radsports über historische Hochphasen bis hin zur modernen subkulturellen Verbreitung im urbanen Raum analysiert.

  • Historische Entwicklung des Bahnrades und des Bahnradsports
  • Die Rolle des Designs und Materials für die technische Perfektion
  • Kulturelle Bedeutung und Strahlkraft historischer Events (z.B. Sechstagerennen)
  • Vergleich zwischen konventionellen Bahnrädern und alternativen Konzepten wie dem Liegerad
  • Die Transformation des Bahnrades vom Sportgerät zum urbanen Lifestyle-Objekt

Auszug aus dem Buch

2.1. Die perfekte Rennmaschine?

Stellt man sich in Gedanken ein vollkommenes Fahrrad vor, erscheint schnell ein Piktogramm-artiges Bild mit zwei Kreisen und einem verbindenden Dreieck – fundamentale Geometrie. Vielleicht vergleichbar mit der Darstellung auf einem Verkehrsschild. Nichtsdestotrotz kommt diese einfache Vorstellung dem tatsächlichen, realen Bahnrad erstaunlich nahe.

Und vielleicht liegt in dieser Simplizität das Geheimnis für Effizienz. Das Bahnrad scheint, bei nüchterner Analyse, viele Voraussetzungen zu erfüllen, um als ultimatives Fahrzeug, welches allein durch Muskelkraft betrieben wird, zu gelten. Es entspricht geradezu dem Ideal einer perfekten Mobilitäts-Maschine. Durch seine äußere Form ist es faktisch auf den menschlichen Körper zugeschnitten. Es passt sich mustergültig der Physiologie an und erlaubt die Benutzung des größten Muskelabschnitts am Körper, den Ober-und Unterschenkeln, was eine durchschlagende Kraftausbeute zur Folge hat.

Gleich mehrere Konturen am Bahnrad implizieren den Eindruck von Vollendung. So zum Beispiel der Rahmen. In der Pionierzeit der Zweiräder gab es verschiedenste Entwicklungen der Rahmenbauweise. Zum einen, weil man noch keine endgültige, ideale Gestaltung entworfen hatte. So war bei den ersten Modellen der Niederräder häufig der Kreuzrahmen, in sehr seltenen Fällen auch eine Gitterrohr-Struktur, oder der ungewöhnliche Dursley-Pedersen-Rahmen, ohne Oberrohr, mit einer Art Hängematte als Sattel, umgesetzt. Zum anderen, weil sich die einzelnen Hersteller ihre Entwürfe patentieren ließen. Schließlich jedoch konnte sich eine bleibende Form durchsetzen: Die Trapezform.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation hinter dem puristischen "starren Gang" und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob das Bahnrad als perfektes Objekt der Rennsportgeschichte gelten kann.

2. Das Bahnrad: Dieses Kapitel untersucht die technischen und gestalterischen Aspekte des Bahnrades, analysiert historische Meilensteine wie Hochradrennen und Sechstagerennen sowie die japanische Keirin-Tradition.

3. Vom Oval auf die Straße: Das Bahnrad als Arbeitsgerät, Status-symbol und Freizeitutensil: Hier wird der Transfer des Bahnrades aus dem Velodrom in den urbanen Alltag, insbesondere durch die Szene der Fahrradkuriere und als modisches Statussymbol, beleuchtet.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse über die Mensch-Maschine-Beziehung zusammen und hinterfragt kritisch, ob technische Perfektion durch die emotionale Komponente der Ästhetik und Leidenschaft ergänzt wird.

Schlüsselwörter

Bahnrad, Rennmaschine, Radsport, Sechstagerennen, Keirin, Perfektion, Trapezrahmen, Fahrradkuriere, Starrgang, Mobilität, Design, Technikgeschichte, Sportpalast, Aerodynamik, Fixie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die kulturelle und technische Bedeutung des Bahnrades, wobei insbesondere die Frage nach dessen Konstruktion als "perfektes" technisches Objekt im Zentrum steht.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Thematisiert werden die technische Evolution des Bahnrades, bedeutende historische Sportereignisse, die Rolle von Design und Material sowie die heutige Bedeutung des Bahnrades als urbanes Lifestyle-Objekt.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, warum das Bahnrad trotz seiner minimalistischen und historisch gewachsenen Form als eine "perfekte" Rennmaschine wahrgenommen wird und inwieweit diese Perfektion durch ästhetische und emotionale Faktoren bestimmt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen kultur- und technikgeschichtlichen Analyseansatz, der historische Quellen, Patente und sportwissenschaftliche Entwicklungen zusammenführt, um das Objekt "Bahnrad" zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Analysen (Geometrie, Material) und historische Fallstudien, darunter die Entwicklung vom Hochrad zum Sicherheitsrad, die Berliner Sechstagerennen der 1920er Jahre und das japanische Keirin-System.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bahnrad, Perfektion, Design, Sechstagerennen, Keirin und urbane Mobilität charakterisiert.

Welche Rolle spielt die UCI in der technologischen Entwicklung des Bahnrades?

Die UCI reguliert durch strenge Vorschriften, welche technischen Innovationen zugelassen werden, was laut Arbeit teilweise eine weitere Perfektionierung, etwa durch aerodynamische Verkleidungen oder Liegerad-Konzepte, begrenzt.

Inwiefern hat sich das Bild des Bahnrades im Laufe der Zeit gewandelt?

Vom elitären Sportgerät und Arbeitsgerät für Kuriere hat sich das Bahnrad (Fixie) in den letzten Jahrzehnten zu einem globalen Statussymbol und Lifestyle-Gegenstand gewandelt, der unabhängig von sozialen Schichten genutzt wird.

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Details

Title
Das Bahnrad. Perfektion in Gestalt velozipeder Rennkultur
College
Technical University of Berlin  (Fakultät I)
Grade
2,0
Author
Henry Kerinnes (Author)
Publication Year
2013
Pages
27
Catalog Number
V280526
ISBN (eBook)
9783656738985
ISBN (Book)
9783656738978
Language
German
Tags
Sechstagerennen Hochrad Keirin Bahnrad Fixie Kurier Berlin New York
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henry Kerinnes (Author), 2013, Das Bahnrad. Perfektion in Gestalt velozipeder Rennkultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280526
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