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Die Eisenbahn als Leitsektor der sächsischen Wirtschaft zwischen 1835 und 1848

Título: Die Eisenbahn als Leitsektor der sächsischen Wirtschaft zwischen 1835 und 1848

Trabajo Escrito , 2013 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Andreas Röder (Autor)

Historia universal - General y Comparación
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Der Eisenbahnbau hat die Industrialisierung in Deutschland maßgeblich vorangetrieben. Der schnelle und billige Transport von Personen und Gütern steht dabei neben den strukturellen Veränderungen der gesamten deutschen Produktionslandschaft. Das beim Bau der Eisenbahn sowohl politische als auch ökonomische Faktoren eine Rolle gespielt haben, soll in dieser Arbeit untersucht werden. In den Darstellungen zur Industrialisierung in Deutschland wird der Eisenbahnbau mit diesem Leitsektor identifiziert. Das Generieren von Kapital, die Gewinnung von Rohstoffen und die Weiterentwicklungen in den Sektoren Eisen, Berg- und Maschinenbau wurden vom Eisenbahnbau vorangetrieben. Gesamtdeutsch mag diese Beobachtung zutreffen doch die „Industrielle(n) Revolutionen in deutschen Regionen haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingesetzt und zeigen verschiedene Verläufe.“
Die Arbeit widmet sich deshalb Rostows These des Leitsektors und betrachtet die Entwicklungen der Wirtschaft in Sachsen für den Zeitraum zwischen 1835 und 1848 im Hinblick auf seine Theorie. Es soll überprüft werden, ob der Eisenbahnbau auch in Sachsen als Leitsektor der Industriellen Revolution angesehen werden kann, oder ob politische und wirtschaftliche Besonderheiten vorherrschten, die einen anderen Sektor als Leitsektor in Frage kommen lassen.
Dazu wird zunächst ein Überblick über die Geschichte der Eisenbahn, der Wirtschaft und der Rolle des Zollvereins zwischen 1835 und 1848 gegeben. Im Anschluss daran wird Rostows Theorie des Leitsektors vorgestellt und der Eisenbahnbau und die abhängigen Sektoren vorgestellt und in Beziehung zueinander betrachtet. In gleicher Weise wird für Sachsen vorgegangen. Hierbei wird noch auf Friedrich List und seinen Einfluss auf den Bau der Strecke Leipzig-Dresden verwiesen und inwieweit dieser für die sächsische Wirtschaft bedeutsam war.

Extracto


1. Einleitung

2. Eisenbahn, Wirtschaft und die Rolle des deutschen Zollvereins

2.1 Rostows Theorie des Leitsektors

2.2 Entwicklung von Eisenbahnbau und abhängigen Sektoren

3. Eisenbahn und Wirtschaft in Sachsen

3.1 Friedrich List und der sächsische Eisenbahnbau

3.2 Eisenbahn als Leitsektor der sächsischen Wirtschaft

3.3 Entwicklung der (abhängigen) Sektoren

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Anwendbarkeit von Walt Rostows Theorie des Leitsektors auf die sächsische Wirtschaft im Zeitraum von 1835 bis 1848 zu überprüfen. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob der Eisenbahnbau in Sachsen tatsächlich als Motor der industriellen Entwicklung fungierte oder ob andere Sektoren eine prägendere Rolle spielten.

  • Analyse der Eisenbahn als theoretischer Leitsektor nach Rostow.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter dem deutschen Zollverein.
  • Rolle des sächsischen Maschinenbaus als möglicher alternativer Leitsektor.
  • Vergleichende Betrachtung von Rück- und Vorwärtskopplungseffekten im sächsischen Industriekontext.

Auszug aus dem Buch

3.1 Friedrich List und der sächsische Eisenbahnbau

Der Bau der Fernstrecke Leipzig-Dresden ist untrennbar mit dem Namen Friedrich List verbunden. Er war es, der den Bau dieser auch für Deutschland wegweisenden Strecke vorantrieb. Zwar war es nicht die erste Eisenbahnverbindung, doch kann sie „für sich in Anspruch nehmen, Ausgangspunkt und Demonstrationsobjekt eines deutschen Eisenbahnnetzes geworden zu sein.“ Sie verband aber nicht nur die beiden Städte Leipzig und Dresden, sondern ermöglichte darüber hinaus eine Anbindung anderer Strecken auch über die sächsischen Grenzen hinweg. List stellte sein Ansinnen bereits 1833 dar. Mit dem Titel seiner Schrift „Über ein sächsisches Eisenbahnsystem als Grundlage eines allgemeinen deutschen Eisenbahnsystem und insbesondere über die Anlegung einer Eisenbahn von Leipzig nach Dresden“ machte List deutlich, dass es ihm nicht nur um den Bau einer sächsischen Strecke ging.

Für List spielte die Anbindung Leipzigs eine große Rolle, da er ihr als Messestadt ein großes Gewinnpotential zumaß. Darüber hinaus sah er Vorteile bei der Versorgung der Leipziger mit Waren. Wenn Kiesewetter festhält, dass sich die sächsische Wirtschaft aufgrund fehlender landwirtschaftlicher Flächen frühzeitig industrialisierte, so machte List bereits 1833 darauf aufmerksam. List entwickelte auch für die Finanzierung des Eisenbahnbaus ein System und versuchte Anreize für den Bau einer solchen Bahnstrecke zu nennen. 1. Die landschaftlichen Verhältnisse vereinfachten den Bau einer solchen Strecke, 2. die Stadt Leipzig könnte als Messestadt finanziell von einem vereinfachten Waren- und Personentransport profitieren, eine Verbindung mit Dresden würde auch eine Verbindung zum politischen Geschehen bedeuten und 4. würde sich der Bau einer solchen Strecke nicht nur für die Anbindung sondern auch für die Anleger lohnen, redete List doch von horrenden Dividenden (15-20%).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Bedeutung von Rostows Leitsektortheorie für die deutsche und speziell sächsische Industrialisierung.

2. Eisenbahn, Wirtschaft und die Rolle des deutschen Zollvereins: Dieses Kapitel beschreibt die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen durch den Zollverein und die theoretischen Grundlagen der Leitsektorkonzepte.

2.1 Rostows Theorie des Leitsektors: Erläuterung der Kriterien, die einen Wirtschaftssektor nach Rostow als Leitsektor qualifizieren, insbesondere durch Kopplungseffekte.

2.2 Entwicklung von Eisenbahnbau und abhängigen Sektoren: Untersuchung der Rückkopplungseffekte des Eisenbahnbaus auf Bergbau, Verhüttung und Maschinenbau im deutschen Gesamtzusammenhang.

3. Eisenbahn und Wirtschaft in Sachsen: Darstellung der spezifischen wirtschaftlichen Ausgangslage Sachsens nach dem Wiener Kongress und dem Beitritt zum Zollverein.

3.1 Friedrich List und der sächsische Eisenbahnbau: Porträt von Friedrich Lists Initiative zur Verbindung Leipzig-Dresden als wegweisendes Projekt für den deutschen Eisenbahnbau.

3.2 Eisenbahn als Leitsektor der sächsischen Wirtschaft: Kritische Überprüfung, ob der Eisenbahnbau in Sachsen die Rostowschen Kriterien eines Leitsektors zwischen 1835 und 1848 erfüllte.

3.3 Entwicklung der (abhängigen) Sektoren: Analyse der Rolle des Maschinenbaus und der Steinkohleförderung als alternative Triebfedern der sächsischen Industrialisierung.

4. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass der Maschinenbau in Sachsen im Untersuchungszeitraum eher als Leitsektor zu betrachten ist als der Eisenbahnbau.

Schlüsselwörter

Eisenbahnbau, Sachsen, Leitsektor, Industrielle Revolution, Rostow, Zollverein, Industrialisierung, Maschinenbau, Friedrich List, Kopplungseffekte, Wirtschaftsgeschichte, Kapitalakkumulation, Dampfmaschine, Wirtschaftswachstum, Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Industrialisierung Sachsens im Zeitraum von 1835 bis 1848 mit einem Fokus auf die Rolle des Eisenbahnbaus als möglichem wirtschaftlichem Leitsektor.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Analyse der Industrialisierung, die wirtschaftliche Bedeutung des deutschen Zollvereins sowie die theoretische Einordnung von Wachstumsprozessen nach Walt Rostow.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob der Eisenbahnbau in Sachsen zwischen 1835 und 1848 als Leitsektor der Wirtschaft betrachtet werden kann oder ob andere Sektoren diese Rolle einnahmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Untersuchung, die Rostows Leitsektortheorie auf den spezifischen regionalen Kontext Sachsens anwendet und durch den Vergleich mit bestehender Literatur stützt.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte der sächsischen Eisenbahn, der Rolle von Friedrich List, der Analyse der Industriesektoren und der Prüfung, ob der Eisenbahnbau die Kriterien eines Führungssektors erfüllt.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Industrialisierung, Leitsektor, Eisenbahnbau, Sachsen, Zollverein und Kopplungseffekte.

Welche Rolle spielt Friedrich List für die sächsische Wirtschaft in diesem Kontext?

Friedrich List gilt als zentraler Initiator der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden, deren wirtschaftliche Potenziale er frühzeitig als Motor für Handel und Industrialisierung in Sachsen erkannte.

Warum wird der Maschinenbau in der Arbeit als möglicher "echter" Leitsektor für Sachsen hervorgehoben?

Da der Eisenbahnbau in Sachsen im Untersuchungszeitraum noch keine überdurchschnittlichen gesamtwirtschaftlichen Impulse setzte, wird der Maschinenbau aufgrund seiner starken Rückkopplungseffekte zur Gießereiindustrie und Steinkohleförderung als die eigentliche Triebfeder der Entwicklung identifiziert.

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Detalles

Título
Die Eisenbahn als Leitsektor der sächsischen Wirtschaft zwischen 1835 und 1848
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,3
Autor
Andreas Röder (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
17
No. de catálogo
V280847
ISBN (Ebook)
9783656748892
ISBN (Libro)
9783656748427
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sachsen Industrialisierung 19. Jahrhundert Rostow Leitsektor Eisenbahn Friedrich List Wirtschaft sächsische
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Röder (Autor), 2013, Die Eisenbahn als Leitsektor der sächsischen Wirtschaft zwischen 1835 und 1848, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280847
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