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Im Auftrag des Regimes: Zu Leben und Werk des Filmemachers Sergej Eisenstein

Title: Im Auftrag des Regimes: Zu Leben und Werk des Filmemachers Sergej Eisenstein

Seminar Paper , 2011 , 15 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Verena Schmidt (Author)

History - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit soll zeigen, wie die sowjetische Führung unter Stalin, als oberstes Entscheidungsorgan der Filmindustrie, bis in kleinste Details hinein Filme und Drehbücher zensierte und manipulierte und den Krieg propagandistisch verklärte und benutzte.

Am Beginn dieser Arbeit werden zunächst werden die Begrifflichkeiten „Propaganda“ und „Ideologie“ geklärt und als wichtige theoretische Arbeitsmittel der sowjetischen Führung und damit verbunden der Filmschaffenden dargestellt. Dadurch bietet sich ein Einblick in die Einflussbereiche der kommunistisch - stalinistischen Führung, deren Weltbild und deren Auswirkungen auf die Filmproduktion.

Ein weiteres zentrales Thema soll das Leben und Wirken des sowjetischen Filmemachers Sergej Eisenstein sein und im Besonderen sein Werk „Alexander Newski“. Geklärt werden soll die politische Einstellung Eisensteins und sein Schaffen für das sowjetische Regime.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Propaganda und Ideologie – Begriffsklärung

3. Propaganda und Ideologie im Film

3.1 Sowjetische Propagandafilme

4. Sergej Eisenstein

4.1 Sein Leben

4.2 Eisensteins Werke

5. Alexander Newski

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen der sowjetischen Kulturpolitik unter Stalin und dem Filmschaffen von Sergej Eisenstein. Dabei wird analysiert, wie politische Ideologie und staatliche Zensur die Filmproduktion beeinflussten und wie Eisenstein trotz persönlicher Unpolitischkeit zu einem Instrument der Propaganda wurde.

  • Propaganda- und Ideologiebegriffe im theoretischen Kontext
  • Strukturen der sowjetischen Filmzensur und staatlichen Steuerung
  • Biografische Analyse von Sergej Eisenstein
  • Filmische Analyse von "Alexander Newski" als Propagandainstrument

Auszug aus dem Buch

4.2 Eisensteins Werke

Während seiner Tätigkeiten beim Proletkul't und am Theater kam Sergej Eisenstein das erste Mal in Kontakt mit dem Verfahren der Schnitttechnik in Filmen. Die Schnitttechnik, für die Eisenstein als Urvater gilt, ist die Montage der Attraktionen oder kurz Attraktionsmontage. Bei dieser Art des Schnitts werden Schocksequenzen aus einem anderen Zusammenhang in eine Filmszene hineingeschnitten, um damit die Wahrnehmung des Zuschauers auf verschiedene Weise anzuregen.

1923 erschien der erste Film, in dem Eisenstein Regie führte: "Dnevnik Glumova", zu Deutsch "Glumows Tagebuch". In seinem zweiten Film "Stacka" bzw "Streik", der die erste längere Filmproduktion Eisensteins darstellte, kam die Attraktionsmontage zum ersten Mal zum Einsatz. Bei den Arbeiten zu "Stacka" lernte Eisenstein den Fotografen und Kameramann Eduard Tisse kennen, der in den nächsten 20 Jahren zahlreiche Filme zusammen mit Eisenstein realisierte. Im gleichen Erscheinungsjahr wie "Stracka" veröffentlichte Eisenstein den wohl bekanntesten seiner Filme: "Bronenosec Potëmkin".

Als Film über einen Matrosenaufstand des Revolutionsjahres 1905 geplant, sollte er während der Dreharbeiten zu einem anspruchsvollen Abendfilm erweitert werden. Es wurde ein propagandistisches Kriegsepos in fünf Akten, wie Eisenstein es selbst bezeichnete. Weltweit feierte "Bronenosec Potëmkin" große Erfolge, wurde Ende der 50er Jahre sogar als "Bester Film alles Zeiten" ausgezeichnet und zählt noch heute zu den bedeutendsten Filmen sowjetischer Produktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der staatlichen Steuerung der sowjetischen Filmindustrie unter Stalin ein und benennt die zentrale Untersuchungsgrundlage sowie die Auswahl der Literatur.

2. Propaganda und Ideologie – Begriffsklärung: Das Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen von Propaganda und Ideologie anhand verschiedener wissenschaftlicher Quellen und ordnet diese historisch ein.

3. Propaganda und Ideologie im Film: Hier wird erläutert, wie propagandistische Motive gezielt in die Filmstruktur integriert werden, um das Publikum zu beeinflussen.

3.1 Sowjetische Propagandafilme: Das Kapitel analysiert den staatlichen Kontrollapparat hinter der sowjetischen Filmproduktion und zeigt die Einschränkung künstlerischer Freiheit unter der Führung Stalins auf.

4. Sergej Eisenstein: Dieses Kapitel widmet sich der Person Eisenstein und seinem künstlerischen Werdegang.

4.1 Sein Leben: Ein biografischer Abriss über Eisensteins Herkunft, seine Ausbildung und seine wechselvolle Karriere zwischen künstlerischer Ambition und staatlicher Repression.

4.2 Eisensteins Werke: Untersuchung von Eisensteins filmischem Schaffen, insbesondere seiner Schnitttechnik und der Entstehung seiner wichtigsten Werke wie "Panzerkreuzer Potemkin".

5. Alexander Newski: Eine detaillierte inhaltliche und ästhetische Analyse des Films im Kontext der politischen Situation der späten 1930er Jahre.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert das Spannungsfeld zwischen Eisensteins persönlicher Unpolitischkeit und seiner Funktion als Instrument der sowjetischen Kulturpolitik.

Schlüsselwörter

Sergej Eisenstein, Sowjetunion, Filmindustrie, Propaganda, Ideologie, Alexander Newski, Stalin, Montage der Attraktionen, Filmzensur, Bolschewismus, Patriotismus, Filmmusik, Kriegsepos, Filmgeschichte, Kulturpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Rolle von Sergej Eisenstein im sowjetischen Filmsystem und wie seine Werke als Propagandamittel durch das stalinistische Regime vereinnahmt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Ideologie und Film, die Mechanismen der staatlichen Filmzensur in der Sowjetunion sowie die Biografie und das Werk von Sergej Eisenstein.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die sowjetische Führung Filme und Drehbücher zensierte und manipulierte und wie der Regisseur Sergej Eisenstein in diesem System agierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienhistorische und politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur, Filmkritiken und historischen Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Propaganda im Film, die Analyse der staatlichen Einflussnahme, eine biografische Skizze Eisensteins sowie eine Fallstudie zum Film "Alexander Newski".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Propaganda, Sowjetunion, Sergej Eisenstein, Filmzensur und Ideologie charakterisiert.

Warum spielt die Montage der Attraktionen eine so wichtige Rolle für Eisenstein?

Die Montage der Attraktionen war Eisensteins innovativer Beitrag zum Filmschnitt, mit dem er Schocksequenzen nutzte, um die Wahrnehmung des Zuschauers gezielt zu steuern.

Wie änderte sich die Wahrnehmung von "Alexander Newski" durch den Hitler-Stalin-Pakt?

Aufgrund des Paktes von 1939 wurde der Film, der deutschfeindliche Tendenzen aufwies, in der Sowjetunion vorübergehend aus den Kinos verbannt und als politisch inopportun eingestuft.

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Details

Title
Im Auftrag des Regimes: Zu Leben und Werk des Filmemachers Sergej Eisenstein
College
University of Würzburg
Grade
2,7
Author
Verena Schmidt (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V280979
ISBN (eBook)
9783656750840
ISBN (Book)
9783656750833
Language
German
Tags
auftrag regimes leben werk filmemachers sergej eisenstein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Schmidt (Author), 2011, Im Auftrag des Regimes: Zu Leben und Werk des Filmemachers Sergej Eisenstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280979
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