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Was ist Lernen? Über die Inhalte behavioristischer und kognitiver Lerntheorien sowie gestaltpsychologischer und konstruktivistischer Ansätze

Titel: Was ist Lernen? Über die Inhalte behavioristischer und kognitiver Lerntheorien sowie gestaltpsychologischer und konstruktivistischer Ansätze

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 46 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Thomas Diester (Autor:in)

Pädagogik - Wissenschaftstheorie, Anthropologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lernen wird in erster Linie mit schulischem Lernen in Verbindung gebracht, also mit der Aneignung von Wissen. Gelernt werden aber auch motorische Fähigkeiten wie Autofahren oder Schwimmen in dem Sinne, sich länger über Wasser zu halten; eine Sprache wird gelernt durch den Erwerb von Wörtern und der Grammatik, ebenso lernt man Wertvorstellungen, an die Verhaltensformen angepasst werden. Lernen ist also eine Verhaltensänderung in Verbindung mit Interaktionen mit der Umwelt.
Lernen kann so definiert werden: „Lernen ist der Prozess, durch den Verhalten auf Grund von Interaktionen mit der Umwelt oder Reaktionen auf eine Situation relativ dauerhaft entsteht oder verändert wird, wobei auszuschließen ist, dass diese Änderungen durch angeborene Reaktionsweisen, Reifungsvorgänge oder vorübergehende Zustände des Organismus (Ermüdung, Rausch oder Ähnliches) bedingt sind (Skowronek 1975, 6.Aufl., S.11). „Lernen ist also die Aneignung von Wissen durch Instruktion oder Schulung. (Bodenmann u.a. 2004, S.14). Ebenso ist Lernen auch durch Erfahrung möglich.
Lerntheorien versuchen, Wissen über menschliches Lernen zu strukturieren und zu bündeln, um damit Lernprozesse zu optimieren. Vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, Lerntheorien im Überblick vorzustellen, wobei aus Gründen der didaktischen Reduktion eine Auswahl getroffen werden musste. Beleuchtet werden behavioristische, gestaltpsychologische, kognitive und konstruktivistische Ansätze.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen: Was ist Lernen?

2. Behavioristische Lerntheorien

2.1 Klassisches Konditionieren

2.1.1 Iwan P. Pawlow (1849 – 1936)

2.1.2 Edward Lee Thorndike (1874 – 1949)

2.2 Operantes Konditionieren: Burrhus Frederic Skinner (1904 – 1990)

2.2.1 Grundlagen

2.2.2 Stellenwert der Verstärkung

2.2.3 Verstärkungspläne

2.2.4 Aversive Verhaltenskontrolle und Strafe

2.2.5 Programmierter Unterricht

2.2.6 Abschließende Bemerkungen

3. Gestaltpsychologische Ansätze: Die Lerntheorie von Edward Chase Tolman (1886 – 1959)

4. Kognitive Lerntheorien

4.1. Die sozial-kognitve Lerntheorie von Albert Bandura (* 1925)

4.1.1 Grundsätzliches

4.1.2 Ausmaß und Effekte der Modellbeobachtung

4.1.3 Lernprozesse nach Banduras Theorie

4.1.4 Abschließende Bemerkungen

4.2 Lernen als Entwicklung: Jean Piaget (1896 – 1980)

4.2.1 Grundannahmen Piagets

4.2.2 Ursachen für Entwicklung und Ausprägung der Lern- und Entwicklungsstufen

4.2.3 Struktur und Funktion

4.2.4 Abschließende Bemerkungen

4.3 Lawrence Kohlberg: Lernen als Persönlichkeitsentwicklung

4.3.1 Das Stufenmodell

4.3.2 Moral und Konvention

4.4 Gerôme Bruner (* 1915)

4.4.1 Grundlagen

4.4.2 Kategorisierung

4.4.3 Folgerungen für den Unterricht

4.4.4 Abschließende Bemerkungen

4.5 David P. Ausubel (* 1918)

5. Konstruktivistische Ansätze

5.1 Grundlegendes und Ausprägungen des Konstruktivismus

5.2 Wissenserwerb

5.3 Anforderungen an eine konstruktivistische Lernkultur

5.3.1 Allgemeines

5.3.2 Zur Rolle von Lehrenden und Lernenden

5.3.3 Abschließende Bemerkungen

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene psychologische Lerntheorien, wobei die didaktische Reduktion im Vordergrund steht, um die zentralen Ansätze des Behaviorismus, der Gestaltpsychologie, der kognitiven Lerntheorien sowie des Konstruktivismus verständlich gegenüberzustellen und für die pädagogische Praxis zu reflektieren.

  • Behavioristische Lerntheorien (Klassisches und Operantes Konditionieren)
  • Gestaltpsychologische Ansätze am Beispiel von Edward Chase Tolman
  • Kognitive Lerntheorien (Bandura, Piaget, Kohlberg, Bruner, Ausubel)
  • Konstruktivistische Didaktik und Lernkultur
  • Transfer der theoretischen Konzepte in pädagogische Handlungsfelder

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Grundlagen

Skinner geht davon aus, dass Verhalten nicht nur von Reizen gesteuert wird, sondern auch spontan auftreten kann. Die durch Reize ausgelösten Reaktionen wie Speichelabsonderung oder Blinzeln sieht er als respondentes oder Antwortverhalten.46 Spontane Reaktionen bezeichnet er als operantes oder Wirkverhalten in Form einer Verbindung Reaktion – Konsequenz.47 Mit der Kontingenz drückt Skinner die Beziehungen zwischen Reiz, Reaktion und Konsequenzen aus, indem er eine Wenn – dann – Reaktion annimmt, „wobei die Wenn-Komponente jene Bedingungen angibt, unter denen das Verhalten (…) gezeigt werden muss, damit daraufhin bestimmte Konsequenzen eintreten.“48 Lernen am Erfolg oder „Reiz-Antwort-Verstärkung Antwort“ beschreiben dieses Grundprinzip des Lernens.49

Den experimentellen Nachweis führt Skinner ähnlich wie Thorndike. Eine Taube in der sogenannten Skinnerbox bekommt Futter durch eine Klappe, wenn sie sich höher reckt als gewöhnlich. Wiederholt man diesen Verstärkungsreiz der Futtergabe, ist auch das höhere Recken häufiger. Dieser Lernvorgang wird von Skinner als operantes Konditionieren bezeichnet. Er ist identisch mit dem instrumentalen Bedingen.50

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Was ist Lernen?: Definiert den Lernbegriff als Verhaltensänderung durch Interaktion mit der Umwelt und gibt einen Überblick über die Systematisierung menschlichen Lernens.

2. Behavioristische Lerntheorien: Behandelt das Klassische Konditionieren und Skinners Operantes Konditionieren als Reiz-Reaktions-Verbindungen.

3. Gestaltpsychologische Ansätze: Die Lerntheorie von Edward Chase Tolman (1886 – 1959): Untersucht Lernen als kognitiven Prozess, der auf Zeichen und Zielerwartungen statt nur auf Reiz-Reaktions-Mustern basiert.

4. Kognitive Lerntheorien: Analysiert verschiedene kognitive Modelle, die sich mit Modelllernen, Entwicklungsstufen und Wissenserwerb auseinandersetzen.

5. Konstruktivistische Ansätze: Betrachtet Wissen als Konstruktion einer subjektiven Wirklichkeit und hinterfragt traditionelle Instruktionsformen in der Schulpraxis.

6. Schlussbemerkungen: Fasst die theoretischen Ansätze zusammen und reflektiert deren Nutzen für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Lerntheorien, Behaviorismus, Klassisches Konditionieren, Operantes Konditionieren, Kognitivismus, Sozial-kognitive Lerntheorie, Konstruktivismus, Lernprozesse, Wissenserwerb, Verstärkung, Modelllernen, Kognitive Entwicklung, Pädagogik, Didaktik, Selbstgesteuertes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die wichtigsten psychologischen Lerntheorien und ordnet diese historisch sowie inhaltlich ein.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Die Arbeit behandelt behavioristische, gestaltpsychologische, kognitive und konstruktivistische Ansätze des Lernens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die unterschiedlichen Lerntheorien didaktisch reduziert darzustellen und aufzuzeigen, wie diese das Verständnis von Lernprozessen und Unterrichtsgestaltung prägen.

Welche methodischen Ansätze werden zur Erläuterung verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet Literaturanalysen und veranschaulicht die Theorien durch klassische Experimente und Beispiele aus der pädagogischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der spezifischen Lerntheorien, von den klassischen Reiz-Reaktions-Modellen bis hin zu modernen konstruktivistischen Didaktikmodellen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Lerntheorien, Konstruktivismus, Behaviorismus, Modelllernen, Kognitive Entwicklung und didaktische Gestaltung.

Wie unterscheidet Piaget die Lernphasen eines Kindes?

Piaget beschreibt vier Stufen der kognitiven Entwicklung, die von der sensomotorischen Stufe über die präoperative und konkret-operationale Stufe bis hin zur Stufe der formalen Operationen reichen.

Was versteht Bruner unter dem Begriff "Kategorisierung" beim Lernen?

Kategorisierung ist bei Bruner ein zentraler Lernprozess, bei dem Individuen Informationen durch die Einordnung in Gruppen oder Kodierungssysteme ordnen und so Wissen aufbauen.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist Lernen? Über die Inhalte behavioristischer und kognitiver Lerntheorien sowie gestaltpsychologischer und konstruktivistischer Ansätze
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Philosophische Fakultät III - Empirische Humanwissenschaften, Fachbereich Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Selbstbestimmtes Lernen
Note
1,0
Autor
Dr. Thomas Diester (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
46
Katalognummer
V281190
ISBN (eBook)
9783656757016
ISBN (Buch)
9783656768784
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lernen über inhalte lerntheorien ansätze
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Thomas Diester (Autor:in), 2006, Was ist Lernen? Über die Inhalte behavioristischer und kognitiver Lerntheorien sowie gestaltpsychologischer und konstruktivistischer Ansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281190
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Leseprobe aus  46  Seiten
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