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Wirtschafts- und Arbeitswerte im Wandel

Titre: Wirtschafts- und Arbeitswerte im Wandel

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 23 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Gestion d'entreprise - Histoire Economique et Sociale
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In der heutigen Zeit ist die Veränderung die einzig dauerhafte Konstante in unserer Gesellschaft. Schnelllebigkeit prägt unseren Alltag und daher können wir bei genauerer Betrachtung der Interessen und Bedürfnisse der Bevölkerung zwischen der Vergangenheit und Heute unstetige und große Veränderungen verzeichnen. Im Hinblick auf die Wirtschafts- und Arbeitswelt lässt sich erkennen, dass das Arbeitsbewusstsein bzw. die Arbeitseinstellung der Menschen sowie die Wert-haltungen, die den handlungsleitenden Systemimparativen innerhalb des Wirtschafts-systems zugrunde liegen, einem Wandel unterliegen. Stehen Werte und Arbeitsauffassung und –moral im Allgemeinen in einem engen Kontext, sind sie eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Entfaltung. Eine hoch entwickelte Gesellschaft ist dann in der Lage die Lebens- und Arbeitsstandards zu verbessern und eine Steigerung des Wohlstands zu bewirken. Fraglich ist, ob die Arbeitsleistung und -qualität jener Gesellschaft bei gestiegenem Wohlstand allmählich abnimmt oder ob das Leistungsverständnis dann ein anderes ist und andere Werte wieder mehr von Bedeutung sind. Vor allem in den westlichen Industriegesellschaften bzw. Demokratien spricht man von einer Verschiebung von „kollektiven Pflichtwerten zu individuellen Selbstverwirklichungswerten“ (Klages u.a. (1992), S. 40.). Wodurch diese Werte charakterisiert sind, wird im Laufe meiner Seminararbeit ersichtlich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des Wertewandels

2.1 Definition Werte

2.2 Abgrenzung Wirtschafts- und Arbeitswerte

2.3 Tendenzen und Ursachen des Wertewandels

3 Entwicklung der Arbeitswerte

3.1 Die Arbeitsethik des mittelalterlichen Katholizismus

3.2 Die Arbeits- und Berufsethik des Luthertums

3.3 Die Arbeit-/ Berufsethik des Calvinismus und der Reformationskirchen

3.4 Die Arbeits- und Berufsethik der Moderne

3.5 Die Arbeits- und Berufsethik der Postmoderne

4 Fazit und Ausblick

4.1 Die Bedeutung für das moderne Management

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen und soziologischen Wandel von Arbeitswerten in westlichen Industriegesellschaften, von religiös geprägten Pflichtethiken hin zu einer modernen Selbstverwirklichungsorientierung, und leitet daraus Konsequenzen für eine zeitgemäße Unternehmensführung ab.

  • Historische Entwicklung der Arbeitsethik (vom Mittelalter bis zur Postmoderne)
  • Soziologische Theorien des Wertewandels (Inglehart, Klages, Weber)
  • Die Rolle der protestantischen Ethik bei der Entstehung des modernen Kapitalismus
  • Übergang von kollektiven Pflichtwerten zu individuellen Selbstverwirklichungswerten
  • Anforderungen an modernes Management in Zeiten des Wertewandels

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Arbeits- und Berufsethik des Luthertums

Bisher waren die Arbeiter sowohl dem Adel als auch dem geistig-geistlichen Stand untergeordnet, woraus eine Abwertung der körperlichen Arbeit resultierte. Martin Luther (1483-1546) hingegen hat sich für eine Aufwertung des Berufslebens eingesetzt und hat somit den Begriff des Berufes erstmals neu definiert. Nach Luther wird nun neben der geistigen bzw. geistlichen auch die körperliche Arbeit als positiv angesehen. Er betont, dass der Beruf eine Berufung („vocatio“) ist und Gott jeden Christ in einen Stand berufen hat. Das zeigt, dass jede Arbeit unterschiedslos als eine Pflicht gegenüber Gott gilt. Luther fügt hinzu, dass die „vita contemplativa“ über-betont wird und kritisiert somit die mittelalterliche Kirche und ihre Lehren, denn Mönche leisten überhaupt keinen Beitrag zur Mitgestaltung der Schöpfung und leben nicht selten über ihre Verhältnisse.

Für Luther hat diese Art von Heiligkeit nichts mit Gottwohlgefälligkeit zu tun und verwirft sie deswegen vehement. Arbeit ist in diesem Sinne besser, denn nun gibt es keine Wertunterschiede mehr und jede gottgegebene Berufsarbeit wird im Glauben und in Liebe verrichtet um das Werk Gottes weiter voran zu treiben. Zudem soll die verpflichtende Berufsarbeit Werte wie Treue, Beständigkeit und Ordnungssinn im Menschen verankern. Arbeit soll keine bloße Tätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhaltes, sondern soll mit Freude verbunden sein und den Arbeiter noch näher zu Gott bringen, was bisher nur für die privilegierten Mönche möglich war. Durch die Bestrebungen Luthers erhält die Arbeit nun einen sittlichen Wert in der Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den stetigen gesellschaftlichen Wandel und stellt die Forschungsfrage nach der Verschiebung von kollektiven Pflichtwerten hin zu individuellen Selbstverwirklichungswerten.

2 Grundlagen des Wertewandels: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, grenzt Wirtschafts- von Arbeitswerten ab und erläutert theoretische Erklärungsansätze für den Wertewandel, wie die Knappheitshypothese.

3 Entwicklung der Arbeitswerte: Das Hauptkapitel analysiert historisch die Entwicklung der Arbeitsethik, ausgehend vom mittelalterlichen Katholizismus über das Luthertum und den Calvinismus bis hin zur Moderne und Postmoderne.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Transformation der Arbeitswerte zusammen und diskutiert abschließend, wie ein modernes Management auf die neuen Anforderungen der Mitarbeiter reagieren kann.

Schlüsselwörter

Wertewandel, Arbeitsethik, Protestantische Ethik, Postmaterialismus, Selbstverwirklichung, Pflichtwerte, Moderne, Kapitalismus, Arbeitsmotivation, Unternehmensführung, Soziologie, Individualisierung, Beruf, Arbeitskultur, Leistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation von Arbeits- und Wirtschaftswerten in westlichen Gesellschaften über verschiedene historische Epochen hinweg.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Arbeitsethik, soziologische Wertewandeltheorien sowie die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die moderne Unternehmensführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Übergang von kollektiven Pflichtwerten zu individuellen Selbstverwirklichungswerten nachzuvollziehen und dessen Konsequenzen für moderne Managementstrategien zu beleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse soziologischer Konzepte, insbesondere auf die Werke von Max Weber, Ronald Inglehart und Helmut Klages.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Arbeitsethik im Katholizismus, Luthertum, Calvinismus sowie in der Moderne und Postmoderne, um die historische Entwicklung des modernen Berufsverständnisses aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wertewandel, Protestantische Ethik, Selbstverwirklichung, Postmaterialismus und Unternehmenskultur.

Welche Rolle spielt die protestantische Ethik bei der Entstehung des Kapitalismus laut der Arbeit?

Sie gilt als wichtige Triebfeder, da sie durch die Umwertung von Arbeit zur göttlichen Pflicht und die Förderung von Disziplin und rationalem Handeln den Grundstein für kapitalistisches Wirtschaften legte.

Wie unterscheidet sich die "Postmoderne" aus Sicht der Arbeit von der "Moderne"?

Während in der Moderne Pflicht- und Akzeptanzwerte dominierten, zeichnet sich die Postmoderne durch eine Aufwertung von Autonomie, Selbstverwirklichung und Lebensqualität bei gleichzeitig abnehmender Bedeutung rein materieller Leistungsanreize aus.

Was bedeutet der Begriff "Underarchievement" im Kontext der Management-Diskussion?

Er beschreibt die Tendenz postmaterialistischer Mitarbeiter, wirtschaftliche Leistung zugunsten von Freizeit und Selbstverwirklichung zu reduzieren, was Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt.

Wie sollte modernes Management laut der Autorin auf diese Trends reagieren?

Durch partizipative Führungsstile, Mentorenprozesse und die Gestaltung einer Arbeitsumgebung, die ein ausgeglichenes Verhältnis von Beruf und Privatleben sowie Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung bietet.

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Résumé des informations

Titre
Wirtschafts- und Arbeitswerte im Wandel
Université
University of Hohenheim
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
23
N° de catalogue
V281735
ISBN (ebook)
9783656763826
ISBN (Livre)
9783656763833
Langue
allemand
mots-clé
Arbeitswerte Wirtschaftswerte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2011, Wirtschafts- und Arbeitswerte im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281735
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