Die Leistungsfähigkeit junger Fußballer. Grundlagen des Fußballtrainings mit Jugendlichen


Akademische Arbeit, 2003

17 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballers

2. Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballers durch Training
2.1. Prinzipien des sportlichen Trainings
2.1.1. Prinzipien der Belastung zur Auslösung von Anpassungseffekten
2.1.2. Prinzipien der Zyklisierung zur Sicherung der Anpassung
2.1.3. Prinzipien der Spezialisierung zur Spezifizierung des Trainings
2.1.4. Prinzipien der Proportionalisierung
2.2. Periodisierung des sportlichen Trainings
2.2.1. Modell der regelmäßigen Belastungsgestaltung
2.2.2. Modell der akzentuierten Belastungsgestaltung
2.2.3. Modell der konzentrierten Belastungsgestaltung
2.3. Der langfristige Trainingsaufbau des Fußballjugendtrainings
2.4. Sportbiologische Grundlagen zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit von jugendlichen Fußballern im Alter von 17/18 Jahren

3. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Einleitung

Das vielfach in den deutschen Medien diskutierte Problem, dass ausländische Profis jungen deutschen Talenten die Plätze in den Bundesligamannschaften wegnehmen, und damit deren Entwicklungsmöglichkeiten einschränken, ist nicht von der Hand zu weisen. Die erste argentinische Liga hat eine Ausländerquote von 6,5% (vgl. Ole 2003, 14 ff.), während in der Bundesliga mehr Ausländer (52,89%) als Deutsche spielen (vgl. Fußballdaten 2003).

Das weltweit führende Niveau des argentinischen Nachwuchsfußballs wird durch die Erfolge der U-21-Nationalmannschaft in den letzten Jahren verdeutlicht. Die argentinische Auswahl gewann drei der letzten vier U-21-Weltmeisterschaften (2001, 1997, 1995) und ebenfalls drei der letzten vier U-21-Südamerikameisterschaften (2003, 1999, 1997). Die jungen argentinischen Spieler scheinen in ihrer fußballerischen Entwicklung wesentlich weiter zu sein als gleichaltrige Jugendliche in anderen Ländern.

In der folgenden Arbeit wird deshalb ein besonderes Licht auf die Leistungsfähigkeiten jugendlicher Fußballer geworfen, indem die Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballers definiert und allgemeine trainingswissenschaftliche, sportbiologische und altersspezifische Grundlagen zur Verbesserung derselben dargelegt werden.

1. Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballers

„Die sportliche Leistungsfähigkeit stellt den Ausprägungsgrad einer bestimmten sportmotorischen Leistung dar und wird aufgrund ihres komplexen Bedingungsgefüges von einer Vielzahl spezifischer Faktoren bestimmt“ (Weineck 1997, 21). Aus Abbildung 1 gehen die zahlreichen Komponenten hervor, welche die spezielle Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballers beeinflussen.

Im Bereich der konstitutionellen und gesundheitlichen Faktoren ist im Jugendalter insbesondere auf entwicklungsbedingte Unterschiede zu achten.

Bei den Eigenschaften und Komponenten, welche die psychischen und sozialen Fähigkeiten beeinflussen, wie z.B. die Persönlichkeitsstruktur, kann bei Jugendlichen durch erzieherische Maßnahmen noch deutlich mehr verändert und erreicht werden als bei Erwachsenen. Allerdings ist dies bei postpubertären Fußballern im Alter von 17/18 Jahren bereits deutlich schwieriger als bei jüngeren Spielern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Bedingungsgefüge der sportlichen Leistungsfähigkeit

2. Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballers durch Training

Nach Martin/Carl/Lehnertz (1993, 16) ist sportliches Training „ein komplexer Handlungsprozess, der auf die planmäßige Entwicklung bestimmter sportlicher Leistungszustände und deren Präsentation in sportlichen Bewährungssituationen, speziell im sportlichen Wettkampf, ausgerichtet ist“.

Aus sportbiologischer bzw. leistungsphysiologischer Sicht ist Training ganz allgemein als ein ständiger Anpassungseffekt an Belastung zu verstehen. Dabei sind Trainingsreize als Störung der Homöostase, also des biochemischen Gleichgewichts, die Ursache für adaptative Veränderungen der beanspruchten Systeme. „Die Entwicklung des Adaptationsniveaus (Trainingszustandes) erfolgt bei Trainingsbeginn sehr rasch und wird dann immer langsamer und schwieriger“ (Weineck 1997, 77). Als Ursache dieses Kurvenverlaufs wird der Grad der Veränderung bei der Homöostasestörung genannt, der durch die Verbesserung des Trainingszustandes immer geringer ausfällt.

2.1. Prinzipien des sportlichen Trainings

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Allgemeine Belastungsprinzipien des sportl. Trainings (nach Weineck 1997, 29).

In der Folge werden die aus Abbildung 2 hervorgehenden Prinzipien nach Weineck (1997, 28 ff.) kurz charakterisiert:

2.1.1. Prinzipien der Belastung zur Auslösung von Anpassungseffekten

„Das Prinzip des trainingswirksamen Reizes beinhaltet die Notwendigkeit, dass der Belastungsreiz eine bestimmte Schwelle überschreiten muss, damit ein Leistungszuwachs erzielt werden kann“.

„Das Prinzip der individualisierten Belastung beinhaltet die Forderung nach Trainingsreizen, die der psychophysischen Belastbarkeit, der individuellen Akzeptanz und den speziellen Bedürfnissen der jeweiligen Sportler entsprechen“.

Nach dem Prinzip der ansteigenden Belastung „müssen die Anforderungen an den Sportler bezüglich der konditionellen, koordinativen, sporttechnischen, taktischen, intellektuellen und willensmäßigen Vorbereitung systematisch gesteigert werden“.

Das Prinzip der richtigen Belastungsfolge ist v. a. in Trainingseinheiten wichtig, in denen mehrere Leistungskomponenten geschult werden:

Am Anfang der Trainingseinheit stehen Übungen, deren Effektivität einen erholten psychophysischen Zustand erfordern (z.B. Koordinations-, Schnelligkeits- und Kraftübungen). Es folgen Übungen, deren Effektivität auf einer unvollständigen Pausengestaltung beruht (z.B. Schnelligkeits- und Kraftausdauerübungen). Am Ende stehen Übungen, die der Schulung der Ausdauer dienen.

Mit dem Prinzip der variierenden Belastung wird versucht, „durch ungewohnte Belastungsmodalitäten weitere Homöostasestörungen mit nachfolgenden Adaptationsvorgängen im Organismus des Sportlers auszulösen“.

Beim Prinzip der wechselnden Belastung geht es um die optimale und so ökonomisch wie mögliche Entwicklung der einzelnen leistungsrelevanten motorischen Eigenschaften. Dazu bedarf es der Kenntnis der unterschiedlichen Regenerationsdauer je nach Belastungsart. Der richtige Wechsel von Belastungen verschiedener Akzentuierung ermöglicht demnach ein Mehr an Umfang und Intensität im Training.

Das Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung zeigt die Voraussetzung für eine Leistungssteigerung: Wiederholte belastungsbedingte Erschöpfungserscheinungen führen in der Erholungsphase zu einer Anhebung des Leistungspotenzials. Belastung und Erholung müssen demnach also als Einheit geplant werden. Die Abbildungen 3-6 demonstrieren die Funktionsweise dieses Prinzips eingehend.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die Leistungsfähigkeit junger Fußballer. Grundlagen des Fußballtrainings mit Jugendlichen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Sportwissenschaft und Sport)
Note
1
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V281872
ISBN (eBook)
9783656758167
ISBN (Buch)
9783668154186
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leistungsfähigkeit, fußballer, grundlagen, fußballtrainings, jugendlichen
Arbeit zitieren
Thilo Ruprecht (Autor:in), 2003, Die Leistungsfähigkeit junger Fußballer. Grundlagen des Fußballtrainings mit Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281872

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