Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología inglesa - Literatura

Samuel Richardsons "Pamela". Inhalt, Form und zeitgenössische Rezeption

Título: Samuel Richardsons "Pamela". Inhalt, Form und zeitgenössische Rezeption

Presentación (Redacción) , 1993 , 12 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jens Saathoff (Autor)

Filología inglesa - Literatura
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Samuel Richardson selbst hatte die Absicht, mit seinem 1740 erschienen Briefroman "Pamela" einen gleichzeitig unterhaltenden und belehrenden Roman zu schreiben, Religion und Tugend zu fördern. Aber gerade hinsichtlich der moralischen Aussage fand Richardson harsche Kritik. Ihm wurde ein heuchlerisches Moralverständnis vorgeworfen. Dieses Referat beleuchtet die literarischen Leistungen des Romans und skizziert, wie Richardsons Zeitgenosse Henry Fielding parodistisch auf ihn reagierte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhalt und literarische Einordnung des Romans

3. Henry Fieldings „Shamela“ als Reaktion auf Richardsons Werk

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den wegweisenden Briefroman "Pamela" von Samuel Richardson unter Berücksichtigung seiner inhaltlichen Struktur, der literarischen Einordnung im 18. Jahrhundert sowie der zeitgenössischen Rezeption durch Henry Fielding. Ziel ist es, die moralische Ambivalenz des Werkes sowie die Bedeutung der Briefform für die psychologische Charakterzeichnung zu beleuchten und den literarischen Diskurs zwischen Richardson und Fielding als Motor für die Etablierung des englischen Romans aufzuzeigen.

  • Biografischer und beruflicher Hintergrund von Samuel Richardson
  • Strukturelle Analyse und Handlungselemente des Romans Pamela
  • Die Funktion des Briefromans als Instrument der Gefühlsanalyse
  • Die literaturhistorische Rolle Pamelas und der Einfluss des Puritanismus
  • Kritische Auseinandersetzung und Fieldings satirische Antwort Shamela

Auszug aus dem Buch

3. Henry Fieldings „Shamela“ als Reaktion auf Richardsons Werk

Fielding lebte von 1707-1754, war adelig, studierte in Eton und Leiden und war das, was man gebildet oder klassisch orientiert nennt. Er war Journalist, Rechtsanwalt und Friedensrichter. Und er schrieb Komödien, bis der Prime Minister Robert Walpole – der Vater von Horace Walpole – sie verbot, da sie der Regierung zu viel Schaden zufügten. Denn in seinen Werken prangerte Fielding die für ihn schlimmste Untugend an, nämlich die Verstellung in Form von Eitelkeit und Heuchelei. Pamela stellte insofern ein verlockendes Ziel seiner Kritik dar. Die moralische Aussage dieses Romans war für ihn verachtenswert, da sie auf einem berechnenden Moralkodex aufbaut. „Die Tugendstrategie des empfindsamen, briefeschreibenden Dienstmädchens erschien ihm so widersprüchlich und papieren“, daß er im April 1741 Shamela veröffentlichte, eine Satire, die den gleichen Handlungsrahmen besitzt wie Pamela und auch die wichtigsten Szenen des Romans aufgreift, aber der identischen Textoberfläche gänzlich verschiedene Handlungsbegründungen unterlegt. Shamela handelt also nicht mehr aus Tugendhaftigkeit, sondern nur aus dem Bestreben, bei Mr. Booby möglichst viel herausschlagen zu können. Tatsächlich hat Fielding die Widersprüche in Shamela, die sich aus der strategisch wirkenden Tugendhaftigkeit ergeben, aufgedeckt und übertrieben, was einen komischen Effekt erzielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert das Leben und den beruflichen Werdegang Samuel Richardsons vom Drucker zum Romanschriftsteller und erläutert die Entstehung des Briefromans Pamela aus einem ursprünglichen Briefsteller-Projekt.

2. Inhalt und literarische Einordnung des Romans: Hier wird die Handlung von Pamelas Geschichte analysiert, ihre Rolle als Heldin im Kontext gesellschaftlicher Aufstiegsmöglichkeiten diskutiert und die innovative Nutzung der Briefform zur psychologischen Darstellung von Gefühlen erörtert.

3. Henry Fieldings „Shamela“ als Reaktion auf Richardsons Werk: Das Kapitel behandelt die kritische Auseinandersetzung Henry Fieldings mit Pamelas Moralverständnis durch seine satirische Gegenschrift und stellt die unterschiedlichen Moralbegriffe der beiden Autoren gegenüber.

Schlüsselwörter

Samuel Richardson, Pamela, Henry Fielding, Shamela, Briefroman, 18. Jahrhundert, Literaturgeschichte, Moral, Tugend, Realismus, Satire, Ich-Perspektive, Englische Literatur, Puritanismus, Psychologischer Roman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Samuel Richardsons Roman Pamela im Hinblick auf seine Struktur, seine literarische Bedeutung im 18. Jahrhundert und die heftige zeitgenössische Kritik, die sich besonders in Henry Fieldings Satire Shamela manifestierte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Briefromans als Gattung, der moralischen Darstellung von Tugend und den konkurrierenden Moralvorstellungen zwischen Richardson und Fielding.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die ambivalente Aufnahme von Pamela zu verstehen und aufzuzeigen, wie die Kontroverse um den Roman zur Professionalisierung und Blüte des englischen Romans beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext Pamela mit zeitgenössischen literaturkritischen Quellen und fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung und Einordnung von Pamela, eine Diskussion über die psychologischen Aspekte der Briefform sowie eine detaillierte Gegenüberstellung mit Fieldings Shamela.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Samuel Richardson, Henry Fielding, Pamela, Shamela, Briefroman, moralische Ambivalenz, Literatur des 18. Jahrhunderts und Gattungsentwicklung.

Warum wird Pamela in der Arbeit als "rebellischer Roman" bezeichnet?

Laut Margaret Doody wird der Roman so tituliert, da Pamela als Person aus der unteren sozialen Schicht gegen eine männliche Autorität aufbegehrt, was für die damalige Zeit eine bedeutende literarische Neuerung darstellte.

Welche Rolle spielt die Briefform für die Wirkung von Pamelas Geschichte?

Die Briefform erlaubt eine unmittelbare Gefühlsanalyse und eine subjektive Ich-Perspektive, durch die der Leser die Entwicklung der Protagonistin hautnah und ohne große erzählerische Distanz miterleben kann.

Wie unterscheidet sich Fieldings Moralbegriff von dem Richardsons?

Richardson vertritt einen puritanischen, auf Dogmen basierenden Moralkodex, während Fielding einen Moralbegriff präferiert, der soziales Engagement, Nächstenliebe und eine warmherzige Einstellung zum Leben betont.

Was kritisiert Fielding konkret an der Figur der Pamela?

Fielding wirft der Figur Heuchelei und Eitelkeit vor; er interpretiert ihr Verhalten nicht als tugendhafte Standhaftigkeit, sondern als berechnende Strategie, um materiellen Gewinn oder gesellschaftlichen Aufstieg bei ihrem Herrn zu erreichen.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Samuel Richardsons "Pamela". Inhalt, Form und zeitgenössische Rezeption
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Anglistisches Institut)
Calificación
1,0
Autor
Jens Saathoff (Autor)
Año de publicación
1993
Páginas
12
No. de catálogo
V282125
ISBN (Ebook)
9783656768401
ISBN (Libro)
9783656768647
Idioma
Alemán
Etiqueta
samuel richardsons pamela inhalt form rezeption
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jens Saathoff (Autor), 1993, Samuel Richardsons "Pamela". Inhalt, Form und zeitgenössische Rezeption, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282125
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  12  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint