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Die Auswirkung von Feindbildern auf politische Entwicklungen am Beispiel der Terroranschläge vom 11. September in Amerika

Titre: Die Auswirkung von Feindbildern auf politische Entwicklungen am Beispiel der Terroranschläge vom 11. September in Amerika

Dossier / Travail , 2013 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Max Querbach (Auteur)

Sociologie - Politique, Majorités, Minorités
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Thematik des Feindbildes auseinander. Anhand der Terroranschläge des 11. Septembers wurde ein neues Feindbild erschaffen, welches mit dem islamischen Terrorismus identifiziert wird. Der Fokus der Arbeit liegt hierbei auf den strittigen Gesetzespakten wie dem PATRIOT ACT, welcher Geheimdiensten und Regierung ausweitende Handlungsmacht zugestand und in die Freiheit der US-Bürger stark eingriff, und der kurz nach dem 11. September verabschiedet wurde. Außerdem wird aufgezeigt, wie diese Gesetzespakete durch die politische Instrumentalisierung eines Feindbildes eine Legitimationsgrundlage erhalten haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Feindbildkonstruktion

2.1 Die Genese und Bedeutung von Feindbildern

2.2 Islamischer Terrorismus als Auslöser des Feindbilds Islam

3. Die Konstruktion und Reaktion der USA auf das Feindbild des islamischen Terrorismus

3.1 Politische Instrumentalisierung des Feindbildes

3.2 Reaktion und Sicherheitsmaßnahmen der USA

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA Feindbilder konstruiert und politisch instrumentalisiert wurden, um weitreichende Sicherheitsmaßnahmen und Gesetzespakete zu legitimieren.

  • Prozess der Feindbildkonstruktion und psychologische Mechanismen
  • Rolle der Medien bei der Stigmatisierung des Islam als Feindbild
  • Politische Instrumentalisierung von Angst zur Legitimierung von Kriegen
  • Einfluss der PATRIOT ACT-Gesetzgebung auf Bürgerrechte
  • Zusammenhang zwischen nationaler Identitätsstiftung und Terrorismusbekämpfung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Politische Instrumentalisierung des Feindbildes Islam in den USA

Nach den Anschlägen von 2001 war klar, dass die USA reagieren mussten. Die verängstigte Bevölkerung sah sich in diesem Falle verstärkt abhängig vom Staat, der deren Schutz gewährleisten sollte. Diese Unsicherheit hatte zur Folge, dass die folgenden Sicherheitspakete kaum mit einem kritischen Blick betrachtet wurden. Das Bild einer allgegenwärtigen Wahrscheinlichkeit, dass es nochmals zu solchen Anschlägen kommen könnte, hatte sich dermaßen in den Köpfen der Bürger festgesetzt, sodass die Zustimmung für Maßnahmen des Staates und ein Einheitsgefühl unter der Bevölkerung gewährleistet war. Diese Form des Zusammenrückens sollte das Patriotismusgefühl erneut aufleben lassen, was zur Folge hatte,dass jegliche Art von Skeptikern und Kritikern als Außenseiter und unpatriotisch stigmatisiert wurden. Ein positiver Nebeneffekt dieser Einheit war, dass dieser den Blick von anderen innenpolitischen Problemen der USA ablenkte, wie beispielsweise von sozialen Problemen in Form von Arbeitslosigkeit oder mangelnder Krankenversicherten deren Lösungen wohl kaum mit einer schnellen militärischen Intervention zu lösen waren.

Die Geschehnisse von 9/11 führten zur Eskalation des terroristischen Konflikts, die Fragen wie, wann und wer bekämpft werden sollen, wurden versucht durch die Bush Regierung in kürzester Zeit zu klären, um diese mit militärischen und politischen Mitteln einzudämmen. Der Terrorismus wurde zu einem staatlichen Problem, wobei dieses nicht als ein kriminelles, sondern ein militärisches Problem definiert wurde und somit sich ein ganz neues Handlungsspektrum eröffnete. Öffentlich wurde ein dichotomes Bild vom islamischen Feind und des Westens vermittelt. Dabei standen die Werte der westlichen Welt und deren Demokatrieverständnis gegen die Vorstellung eines Gottesstaates der islamischen Terroristen. Durch diese Aufspaltung und Gegenüberstellung von Gut und Böse, war von Seiten der US – Regierung keine friedlichen Lösungsalternativen mehr möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Feindbildern in den USA ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der politischen Instrumentalisierung von Sicherheitsmaßnahmen nach 9/11.

2. Feindbildkonstruktion: Das Kapitel analysiert die theoretischen Grundlagen der Feindbildentstehung, insbesondere die realitätsbezogene und konstruktionsbezogene Orientierung, sowie die Rolle der Medien bei der Stigmatisierung des Islam.

2.1 Die Genese und Bedeutung von Feindbildern: Hier werden die psychologischen Mechanismen der Kategorisierung in Gut und Böse und die soziale Funktion von Feindbildern bei der Bildung einer kollektiven Identität erläutert.

2.2 Islamischer Terrorismus als Auslöser des Feindbilds Islam: Dieses Kapitel beschreibt, wie die mediale und politische Darstellung den islamischen Terrorismus mit dem Islam gleichsetzte und ein antiislamisches Feindbild schuf.

3. Die Konstruktion und Reaktion der USA auf das Feindbild des islamischen Terrorismus: Die Untersuchung konzentriert sich auf die spezifischen Strategien der US-Regierung unter Bush zur Umwandlung des Terrorismus in ein militärisches Problem.

3.1 Politische Instrumentalisierung des Feindbildes: Es wird analysiert, wie durch Propaganda und die Eskalation der Angst innenpolitische Probleme verdrängt und militärische Interventionen legitimiert wurden.

3.2 Reaktion und Sicherheitsmaßnahmen der USA: Dieses Kapitel behandelt die Ausweitung des nationalen Sicherheitsapparates, die Einführung des PATRIOT ACT und die damit verbundenen Einschränkungen der Bürgerrechte.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Instrumentalisierung des Feindbildes zu Lasten rechtsstaatlicher Prinzipien ging und eine gefährliche Verschiebung der Gewichtung von Freiheit und Sicherheit bewirkte.

Schlüsselwörter

Feindbild, Terrorismus, USA, 9/11, Instrumentalisierung, PATRIOT ACT, Sicherheitsmaßnahmen, Medien, Islam, Ideologie, Propaganda, Bürgerrechte, Politik, Konstruktion, Nationale Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert, wie die US-Regierung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 das Feindbild des „islamischen Terrorismus“ nutzte, um staatliche Sicherheitsmaßnahmen und militärische Aktionen zu legitimieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Entstehung von Feindbildern, der Rolle der Massenmedien bei der kollektiven Angststiftung und der politischen Ausnutzung dieser Situation zur Machtausweitung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Studie?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie Feindbilder entstehen und wie diese am Beispiel der US-Sicherheitsgesetze und Maßnahmen politisch instrumentalisiert werden.

Welche methodische Vorgehensweise wählt der Autor?

Der Autor verwendet eine analytische Herangehensweise, bei der zunächst die Theorie der Feindbildkonstruktion dargelegt und anschließend die historischen Geschehnisse nach 9/11 anhand dieser Theorie untersucht werden.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Publikation im Fokus?

Im Hauptteil wird analysiert, wie das dichotome Bild von „Gut und Böse“ geschaffen wurde, um den PATRIOT ACT und die Kriege im Irak und in Afghanistan als alternativlose Notwendigkeiten zu verkaufen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Feindbildkonstruktion, politische Instrumentalisierung, PATRIOT ACT, mediale Berichterstattung und Sicherheitsapparate.

Welche Rolle spielt die Propaganda der Bush-Regierung in diesem Kontext?

Die Regierung nutzte gezielte Propaganda und die Kontrolle über Informationen, um die Bevölkerung von der Notwendigkeit einer harten Linie zu überzeugen und jegliche innenpolitische Kritik als unpatriotisch darzustellen.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen der Sicherheitsgesetze auf die US-Bürger?

Der Autor kritisiert, dass durch Gesetze wie den PATRIOT ACT Grundrechte massiv eingeschränkt wurden und die Überwachung des FBI und der CIA ohne konkrete Verdachtsmomente eine neue Dimension der staatlichen Kontrolle schuf.

Warum wird im Fazit von einem „Paradoxon“ gesprochen?

Das Paradoxon beschreibt den Widerspruch, dass die USA sich als Hüter von Freiheit und Gleichheit präsentieren, aber zur Verteidigung dieser Werte Menschenrechte missachten und im eigenen Land Bürgerrechte abbauen.

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Résumé des informations

Titre
Die Auswirkung von Feindbildern auf politische Entwicklungen am Beispiel der Terroranschläge vom 11. September in Amerika
Université
University of Trier
Cours
Soziologie des Terrorismus
Note
1,3
Auteur
Max Querbach (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
22
N° de catalogue
V282505
ISBN (ebook)
9783656817437
ISBN (Livre)
9783656817420
Langue
allemand
mots-clé
auswirkung feindbildern entwicklungen beispiel terroranschläge september amerika
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Max Querbach (Auteur), 2013, Die Auswirkung von Feindbildern auf politische Entwicklungen am Beispiel der Terroranschläge vom 11. September in Amerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282505
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Extrait de  22  pages
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