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Der Kaiserkult des letzten Herrschers der iulisch-claudischen Dynastie

Ein Gegensatz von normgerechtem Verhalten und Größenwahn

Título: Der Kaiserkult des letzten Herrschers der iulisch-claudischen Dynastie

Trabajo , 2012 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Julia Scholz (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Der letzte Herrscher der iulisch-claudischen Dynastie, Nero, gehört bis in unsere heutige Zeit wohl zu den bekanntesten Kaisern des römischen Prinzipats und wird immer wieder mit dem negativ verklärten Bild eines Tyrannen in Verbindung gebracht.
Der Nachfolger des Claudius wurde 50 n. Chr. von diesem durch das Bestreben der Agrippina, der Mutter Neros, adoptiert und trat nach dessen Tod die Nachfolge am 13. Oktober 54 n. Chr. an. Nero wurde besonders durch die Erziehung des Senecas zu einem Philhellenen. In diesem Zusammenhang begeistere er sich gleichsam auch für die Künste und die Musik. Dieses Interesse lebte er in großem Umfang aus, was ihm im Verlauf seiner Herrschaft immer wieder enorme Kritik durch den Senat bescherte. Die Regierungsweise Neros trug vor allem absolutistische Züge. Das grausame Verhalten gegenüber dem Senat und seiner eigenen Familie am Ende seiner Regierungszeit löste immer wieder Aufstände der Führungsschicht aus, welche 68 n. Chr. auf Grund des Aufruhrs des C. Iulius Vindex zur Absetzung mit anschließendem Selbstmord des Kaisers führten.
Im Zusammenhang mit dieser tyrannentypologischen Darstellung des Nero steht in der vorliegenden Untersuchung die Betrachtung des Kultes um den Kaiser im Vordergrund. Die Funktion des Kaiserkultes entwickelte sich vom Beginn des Prinzipats bis hin zu Nero als wichtiger Bestandteil der römischen Religion mit gleichsam großer politischer Bedeutung. Auf Grund seines „Tyrannenstatus“ stellt Nero eine Besonderheit in der Betrachtung des Kaiserkultes dar und liefert nicht nur die üblich ritualisierten Kulte. Diese entwickelten sich zwar auch im Verlauf weiter, boten aber nicht diese Fülle an Abnormitäten.
Folgend wird es wichtig zu sehen sein, in wie fern der Kaiserkult sich bis hin zu Nero als Grundlage der Herrschaftslegitimation etabliert hatte. Wie setzte der Kaiser dies in seiner Kultpolitik um? Beeinflusste Neros absolutistische Politik gleichsam den Kaiserkult?
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Untersuchung in einem ersten Kapitel zunächst mit den Grundzügen und der Entwicklung des Kaiserkultes, um eine Grundlage für die Betrachtung zu schaffen. Anschließend stehen in den beiden folgenden Abschnitten Unterschiede von den Provinzen und Rom selbst im Focus. Inwiefern war zur Zeit Neros der östliche Herrscherkult prägend für den Kult in Rom und versuchte Nero Kulte aus dem östlichen Raum auf die Hauptstadt zu übertragen?


Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kaiserkult in Theorie und Praxis

3. Provinzialkulte des Nero

4. Der Kaiserkult Neros in Rom

4.1. Die ersten Regierungsjahre Neros – Vom Beginn eines glücklichen Zeitalters

4.2. Identifikation Neros mit Apoll

4.3. Kultische Verehrung am Ende der neronischen Herrschaft

5. Die kultische Verehrung der kaiserlichen Familie

5.1. Claudius

5.2. Agrippina

5.3. Poppaea und Claudia

6. Verehrung und Verachtung nach dem Tod

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Untersuchung analysiert den Kaiserkult während der Regierungszeit Neros, des letzten Kaisers der iulisch-claudischen Dynastie. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich der Kaiserkult in einem Spannungsfeld zwischen absolutistischem Herrschaftsanspruch, göttlicher Selbstinszenierung und der römischen Tradition des Prinzipats entwickelte und ob er als Mittel zur Herrschaftslegitimation diente.

  • Grundlagen des Kaiserkultes in Theorie und Praxis.
  • Untersuchung der provinzialen Kulte, insbesondere in Ägypten.
  • Analyse der kultischen Selbstinszenierung Neros in Rom (Identifikation mit Apoll).
  • Die kultische Behandlung der kaiserlichen Familie (Claudius, Agrippina, Poppaea).
  • Rezeption Neros nach seinem Tod durch das Volk und seine Nachfolger.

Auszug aus dem Buch

4.2. Identifikation Neros mit Apoll

Im Vergleich zu den üblichen kultischen Ehrungen, welche ein Kaiser zu Beginn seiner Herrschaft durch den Senat erhielt, ist die Ausstattung der Herrscher mit Götterattributen im Vergleich zum Hellenismus eher problematisch zu betrachten, da das Verhältnis zwischen Kaiser und Senat auf einer Art von Gleichheit basierte.

Ein Symbol der divinisierten und konsekrierten Kaiser hatte bisher die Strahlenkrone dargestellt, welche somit als Götterattribut und Ehrenzeichen zu identifizieren ist und synchron als Kennzeichen für Apoll steht. Für Nero hingegen ist die Gleichsetzung mit dem für Götter vorbehaltenen Attribut jedoch bereits vom Beginn seiner Regierungszeit bezeugt und erscheint in Identifikation mit Nero konstant zu seinen Lebzeiten ab 64 n. Chr. auf reichsweiten Erscheinungen von Münzen. Diese zeigen auf der Vorderseite das Bild des Kaisers mit dem Lorbeerkranz. Auf der Rückseite ist eine männliche und weibliche Gestalt dargestellt, welche mit dem Beinamen Augustus und Augusta versehen sind. Portraitzüge sind jedoch nicht zu erkennen. Desweiteren ist die männliche Gestalt mit Strahlenkranz und Langzepter ausgestattet und die weibliche mit Schale und Füllhorn. Demzufolge sind beide Figuren als Götter zu erkennen. Es lässt sich jedoch keine absolute Aussage zur Identifikation beider abgebildeter Personen treffen, da dies die Gestaltung des Idealtypus verhindert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Person Nero ein und umreißt die Fragestellung zur Rolle des Kaiserkultes als Instrument der Herrschaftslegitimation.

2. Der Kaiserkult in Theorie und Praxis: Hier werden die theoretischen Grundlagen des römischen Kaiserkultes definiert und von der allgemeinen Kaiserverehrung sowie dem Götterkult abgegrenzt.

3. Provinzialkulte des Nero: Dieses Kapitel beleuchtet die Ausprägung des Kaiserkultes in den Provinzen, mit besonderem Fokus auf ägyptische Einflüsse und die göttliche Stilisierung Neros.

4. Der Kaiserkult Neros in Rom: Das Kapitel untersucht Neros Inszenierung in der Hauptstadt, insbesondere die göttliche Verehrung in den ersten Regierungsjahren sowie seine Identifikation mit dem Sonnengott Apoll.

5. Die kultische Verehrung der kaiserlichen Familie: Hier wird das zwiespältige Verhalten Neros gegenüber seinen Angehörigen analysiert, von der Konsekration des Claudius bis zur Verehrung von Poppaea.

6. Verehrung und Verachtung nach dem Tod: Dieses Kapitel analysiert die konträre Rezeption Neros nach seinem Selbstmord zwischen der damnatio memoriae durch den Senat und der Verehrung durch das Volk.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Nero trotz seiner göttlichen Selbstdarstellung nie eine offizielle staatliche Vergottung zu Lebzeiten erlangte.

Schlüsselwörter

Nero, Kaiserkult, Prinzipat, Herrschaftslegitimation, Divinisierung, Konsekration, Apoll, Sonnengott, Agrippina, Poppaea, damnatio memoriae, Herrscherkult, römische Religion, Iulisch-claudische Dynastie, absolutistische Herrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Kaiserkultes als Herrschaftsinstrument während der Regierungszeit Neros.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Kultes im Prinzipat, der provinzialen versus der römischen Praxis sowie der familiären Kultpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie Nero seine Göttlichkeit inszenierte und ob dies effektiv als Grundlage für seine Herrschaftslegitimation diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der antiken Geschichtsschreiber Tacitus und Sueton unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Provinzialkulten, der Identifikation Neros mit Apoll in Rom und der kultischen Verehrung seiner Familienmitglieder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kaiserkult, Nero, Herrschaftslegitimation, Divinisierung, Apoll und damnatio memoriae.

Warum lehnte Nero bestimmte Ehrungen des Senats ab?

Die Ablehnung wird als Teil eines damals gefestigten Rituals römischer Kaiser interpretiert, um eine Distanz zum Diktator-Status zu wahren.

Wie reagierte das Volk auf den Tod Neros im Vergleich zum Senat?

Während der Senat eine damnatio memoriae verhängte, blieb das einfache Volk Nero aufgrund seiner populistischen Politik verbunden und verehrte ihn teils über seinen Tod hinaus.

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Detalles

Título
Der Kaiserkult des letzten Herrschers der iulisch-claudischen Dynastie
Subtítulo
Ein Gegensatz von normgerechtem Verhalten und Größenwahn
Universidad
Technical University of Braunschweig
Calificación
1,3
Autor
Julia Scholz (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V282508
ISBN (Ebook)
9783656769927
ISBN (Libro)
9783656769934
Idioma
Alemán
Etiqueta
kaiserkult herrschers dynastie gegensatz verhalten größenwahn
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Scholz (Autor), 2012, Der Kaiserkult des letzten Herrschers der iulisch-claudischen Dynastie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282508
Leer eBook
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