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Schulautonomie. Chancen und Risiken der Selbstverwaltung an deutschen Schulen

Titre: Schulautonomie. Chancen und Risiken der Selbstverwaltung an deutschen Schulen

Dossier / Travail , 2010 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Kristin Münstermann (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Die Frage nach der Qualität von Schule und Unterricht ist ein Thema öffentlicher und wissenschaftlicher Diskussionen. In der bildungspolitischen Auseinandersetzung der 90er Jahre heißt eines der Stichworte „Schulautonomie“. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse großer internationaler Leistungsvergleichs-Untersuchungen wurden in Deutschland wiederum bildungspolitische sowie bildungswissenschaftliche Kontroversen und Reformbemühungen angestoßen. Im Zuge dieser Diskussion haben auch Forderungen nach erweiterter Autonomie der Schulen erneut an öffentlicher Aufmerk-samkeit gewonnen. Schlagworte wie mehr Eigenständigkeit, Selbstständigkeit oder Selbstverantwortung im Hinblick auf die Einzelschule sind Ausdruck dieser Auseinan-dersetzungen. Zudem wurden in fast allen Bundesländern Schulversuche z.T. mit umfangreicher wissenschaftlicher Begleitforschung initiiert und durchgeführt. Sowohl im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs wird Konzepten von Schulautonomie eine Relevanz für die Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht zugemessen. Im Rahmen dieser Hausarbeit soll danach gefragt werden, was unter Schulautonomie zu verstehen ist, und inwiefern Schulautonomie zur Verbesserung schulischer Qualität beitragen kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schulautonomie und Schulentwicklung

2.1 Zum Begriff der Schulautonomie

2.2 Schulentwicklung als Entwicklung von Einzelschulen

3. Die Autonomiedebatte

3.1 Schulpädagogische Begründung

3.2 Organisationspädagogische Begründung

3.3 Problematisierungen

3.4 Exkurs: Ganztagsschuldiskussion und Autonomiedebatte

4. Konzepte und Praxis von Schulautonomie in Deutschland

5. Modelle schulischer Selbstverwaltung in Europa

5.1 Schulische Selbstverwaltung in den Niederlanden

5.2 Schulische Selbstverwaltung in Schweden

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Schulautonomie und dessen Bedeutung für die Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Schulautonomie begründet wird, welche konkreten Formen der schulischen Selbstverwaltung in der Praxis existieren und inwiefern diese zur Qualitätsentwicklung an Einzelschulen beitragen kann.

  • Begriffliche Klärung der Schulautonomie und deren theoretische Fundierung
  • Analyse der schulpädagogischen und organisationspädagogischen Begründungsmuster
  • Untersuchung der Umsetzung von Schulautonomie in der deutschen Praxis
  • Vergleichende Betrachtung europäischer Modelle (Niederlande und Schweden)
  • Reflexion der Zusammenhänge zwischen Autonomie, Schulentwicklung und Qualitätssicherung

Auszug aus dem Buch

3.1 Schulpädagogische Begründung

Traditionell steht der Unterricht im Klassenzimmer im Mittelpunkt der professionellen Tätigkeit von Lehrern und Lehrerinnen. Dabei sind Lehrpersonen in ihrer Unterrichtsgestaltung und in der Ausübung ihrer Erziehungstätigkeit weitestgehend autonom und frei von Kontrolle. Die eigentliche Arbeit des Unterrichtens, des Erziehens, des Beratens und des Beurteilens ist nicht standardisierbar und nicht in umfänglichem Maß reglementierbar. Der Staat nimmt seine Aufsichtsfunktion über das öffentliche Schulsystem wahr, indem er verbindliche Rahmenvorgaben setzt. Lehrer und Lehrerinnen verfügen somit zwar über individuelle Autonomie, gleichzeitig sind sie aber in ihrem Handeln auf vorgegebene verbindliche Standards hin verpflichtet. Rolff beschreibt diesen Widerspruch als Ausdruck einer mangelnden Professionalisierung des Lehrerberufs. Darüber hinaus verweist er auf die Kontrollunsicherheit als Kehrseite der individuellen Autonomie. Zielerreichung im pädagogischen Prozess lässt sich teilweise zum Beispiel im Rahmen von Klassenarbeiten oder Vergleichstests erfassen. Ob übergreifende Bildungsziele erreicht wurden, ist schwer überprüfbar.

Im Rahmen einer erweiterten Autonomie von Schule verlieren Lehrkräfte zunächst einen Teil ihrer individuellen Autonomie, erwerben dafür jedoch neue Kompetenzen im Hinblick auf ihre professionelle Tätigkeit. Rolff versteht unter Kompetenz die Selbstorganisationsfähigkeit des Individuums. Kompetenzerwerb ist nicht nur Wissenserwerb, sondern bedeutet auch eine Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten. Eine erweiterte Selbstständigkeit von Schule fordert die Lehrkräfte auf, das Profil der Schule aktiv mitzugestalten. Gemeinsame Ziele müssen entwickelt, die eigene Arbeit und die der Schulgemeinschaft fortlaufend evaluiert werden. Die entstehende Schulgemeinschaft erfordert dabei von den Lehrern und Lehrerinnen unter anderem ein neues Bewusstsein von Lernen, Kooperation und Teamarbeit und den neuen Blick auf die Schule als Ganzes. Die Lehrkräfte werden in diesem Prozess selbst zu Lernern. An konkreten Anforderungen entwickeln sie ihre professionellen Kompetenzen weiter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die bildungspolitische Debatte um Schulautonomie ein und formuliert die zentralen Leitfragen hinsichtlich des Verständnisses von Autonomie und deren Beitrag zur Qualitätsverbesserung.

2. Schulautonomie und Schulentwicklung: Dieses Kapitel klärt den Begriff der Schulautonomie als "Gestaltungsautonomie" und verortet ihn innerhalb der Schulentwicklungsforschung, die zunehmend die Einzelschule als zentralen Ausgangspunkt betrachtet.

3. Die Autonomiedebatte: Die Argumente für Schulautonomie werden aus schulpädagogischer und organisationspädagogischer Sicht beleuchtet, wobei auch Probleme wie mangelnde Vergleichbarkeit und neue Anforderungen an Lehrkräfte sowie Schulleitungen diskutiert werden.

4. Konzepte und Praxis von Schulautonomie in Deutschland: Hier wird der staatlich zentral gesteuerte Rahmen in Deutschland beschrieben und aufgezeigt, wie durch Modellprojekte erste Schritte in Richtung erweiterter Handlungsspielräume für Einzelschulen unternommen werden.

5. Modelle schulischer Selbstverwaltung in Europa: Anhand der Beispiele Niederlande und Schweden wird verdeutlicht, wie unterschiedliche europäische Systeme mit dem Spannungsfeld zwischen staatlicher Steuerung und schulischer Eigenverantwortung umgehen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Schulautonomie kein Selbstzweck ist, sondern eng mit Qualitätssicherung und einer veränderten Schulkultur verknüpft sein muss, um effektiv zur Qualitätsverbesserung beizutragen.

Schlüsselwörter

Schulautonomie, Schulentwicklung, Einzelschule, Gestaltungsautonomie, Selbstverwaltung, Qualitätssicherung, Bildungsreform, Organisationsentwicklung, Unterrichtsqualität, Schulkultur, Evaluation, Lehrkräfteprofessionalisierung, Eigenverantwortung, Systemtheorie, Ganztagsschule

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Schulautonomie und untersucht dessen theoretische Grundlagen sowie die praktische Umsetzung im Hinblick auf eine verbesserte Qualität von Schule und Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Begriffsdefinition von Schulautonomie, die Rolle der Einzelschule in der Schulentwicklung, verschiedene pädagogische Begründungsansätze sowie einen internationalen Vergleich der Selbstverwaltung an Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, zu ergründen, was unter Schulautonomie zu verstehen ist und inwiefern diese Form der Eigenständigkeit tatsächlich einen Beitrag zur Steigerung der schulischen Qualität leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung und Analyse der einschlägigen Fachliteratur sowie die Auswertung von Modellprojekten und europäischen Systembeispielen zur Schulentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Autonomiedebatte), die Analyse der deutschen Praxis sowie einen Exkurs zur Ganztagsschulentwicklung und einen Vergleich mit den Systemen in den Niederlanden und Schweden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulautonomie, Einzelschulorientierung, Gestaltungsautonomie, Qualitätssicherung und pädagogische Schulentwicklung.

Warum wird zwischen "Autonomie" und "Selbstverwaltung" unterschieden?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Schulen im rechtlichen Sinne keine volle Autonomie besitzen, da sie an staatliche Rahmenvorgaben gebunden sind; daher ist der Begriff der "Selbstverwaltung" oder "Gestaltungsautonomie" treffender.

Welche Rolle spielt die Schulleitung im Rahmen der erweiterten Autonomie?

Die Schulleitung nimmt eine maßgebliche Rolle ein, da sie für die Qualität der Schule verantwortlich ist und bei mehr Eigenständigkeit vor neuen, oft unklaren Führungsanforderungen steht, die entsprechende Qualifizierungsbedarfe mit sich bringen.

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Résumé des informations

Titre
Schulautonomie. Chancen und Risiken der Selbstverwaltung an deutschen Schulen
Université
University of Osnabrück
Cours
Theorie der Schule
Note
1,0
Auteur
Kristin Münstermann (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
27
N° de catalogue
V282533
ISBN (ebook)
9783656818809
ISBN (Livre)
9783656818816
Langue
allemand
mots-clé
Schulautonomie Schulsystem
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kristin Münstermann (Auteur), 2010, Schulautonomie. Chancen und Risiken der Selbstverwaltung an deutschen Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282533
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