In dieser Arbeit soll die Lerntheke als eine offene Unterrichtsform, die noch nicht sehr verbreitet ist, im Fokus stehen. Sie soll beschrieben, analysiert und auf ihre theoretische Relevanz geprüft werden. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszustellen, welchen Platz die Lerntheke als Unterrichtsform bzw. –methode im Offenen Unterricht einnimmt.
Zur weiteren Benutzung wird es eine Sammlung der wichtigsten Adressen geben, die den Einstieg mit und die Erstellung einer Lerntheke erleichtern können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Schule im Wandel
3. Offener Unterricht
3.1 Versuch einer ersten Definition
3.1.1 Rolle des Lernenden
3.1.2 Rolle der Lehrperson
3.1.3 Veränderung des Unterrichts
3.1.4 Heterogenität
3.2 Formen Offenen Unterrichts
3.2.1 Freiarbeit
3.2.2 Wochenplan
3.2.3 Lernwerkstatt
3.2.4 Stationenlernen
3.3 Problematik und Gefahren
3.4 Zwischenfazit
4. Lerntheke
4.1 Definitionsschwierigkeit
4.2 Einordnung der Lerntheke
4.3 Rahmenbedingungen
4.4 Lernplan
4.5 Aufgaben und Material
4.6 Rolle des Lehrers
4.7 Rolle der Schüler
4.8 Feedback
4.9 Eine Beispieltheke
4.9.1 Zuordnen
4.9.2 Arbeit mit dem Internet
4.9.3 Sinne ansprechen
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lerntheke als eine spezifische Form des Offenen Unterrichts. Das Ziel ist es, die Lerntheke theoretisch einzuordnen, ihr Potenzial für die innere Differenzierung zu analysieren und praktische Hilfestellungen für deren Planung und Umsetzung im Schulalltag zu geben.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen des Offenen Unterrichts
- Vergleich verschiedener offener Unterrichtsformen wie Freiarbeit und Stationenlernen
- Die Lerntheke als Instrument für individualisiertes Lernen
- Rollenverständnis von Lehrkräften und Schülern im Offenen Unterricht
- Praktische Planung von Unterrichtseinheiten am Beispiel einer Lerntheke
Auszug aus dem Buch
4.1 Definitionsschwierigkeit
Der Begriff Lerntheke ist nicht exklusiv. Die Lerntheke hat viele Namen und sie tritt oft in verschiedensten Formen auf. So wird sie auch als Lernbuffet oder Lernladen bezeichnet. Doch unabhängig davon, welchen Namen sie trägt, handelt es sich bei dieser Form immer um eine bestimmte optische Präsentation des Lernmaterials für die Schüler. (vgl. Lämmle und Wieser 2008, S. 12) Die Aufgaben bzw. Materialien zur Lösung der Aufgaben werden alle auf einem Tisch, der mehr oder weniger zentral im Raum aufgestellt ist, ausgelegt. Der Aufgabentisch soll analog zur Theke in einem Restaurant der zentrale Ort des Raumes sein. Hier wird bestellt und bezahlt, sprich Aufgaben besorgt und gelöste Aufgaben zurückgegeben. Genau wie mit dem Wirt ein kurzes Gespräch gehalten wird, so kann die Lehrperson hier Hilfestellung geben. Die Schüler nehmen sich dort das Material, die Bearbeitung der Aufgaben findet aber an den eigenen Arbeitsplätzen statt. Wie die Aufgaben aussehen und in welcher Reihenfolge sie bearbeitet werden, ob es verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt oder nicht, ob jeder Schüler einen Lernplan bekommt, obliegt den Planungen und der Vorlieben der Lehrperson und der Voraussetzungen der Schüler. Die Lerntheke kann in verschiedensten Varianten angelegt und ausgeführt werden. Wichtig ist die Beachtung der im dritten Kapitel vorgestellten Prinzipien des Offenen Unterrichts.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundenen neuen Anforderungen an die Schule, die einen Übergang zu offeneren Unterrichtskonzepten erforderlich machen.
2. Schule im Wandel: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit der Abkehr vom lehrerzentrierten Frontalunterricht zugunsten schülerorientierter Lernformen, um individuelle Kompetenzen besser zu fördern.
3. Offener Unterricht: Hier werden zentrale Merkmale, Prinzipien und die veränderte Rollenverteilung zwischen Lehrkraft und Lernenden im Offenen Unterricht diskutiert sowie gängige Methoden wie Freiarbeit und Wochenplanarbeit vorgestellt.
4. Lerntheke: Der Hauptteil definiert die Lerntheke, grenzt sie von anderen Methoden ab, erläutert die notwendigen Rahmenbedingungen und bietet konkrete Planungsbeispiele für die Praxis.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Lerntheke besonders geeignet ist, um Schüler strukturiert an das selbstständige Lernen im Rahmen des Offenen Unterrichts heranzuführen.
Schlüsselwörter
Offener Unterricht, Lerntheke, Schülerorientierung, Selbstständigkeit, Differenzierung, Lernplan, Freiarbeit, Stationenlernen, Lernumgebung, Lernmaterial, Lehrperson, Individualisierung, Unterrichtsgestaltung, Kooperatives Lernen, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Konzeption der Lerntheke als eine Variante des Offenen Unterrichts und untersucht deren Einsatzmöglichkeiten im Schulalltag.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Fundierung des Offenen Unterrichts, die spezifische methodische Ausgestaltung der Lerntheke, die Rolle der Lehrperson sowie praktische Hinweise zur Materialvorbereitung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Lerntheke als Instrument zur inneren Differenzierung zu beschreiben, ihre theoretische Einordnung zu klären und den Einstieg für Lehrkräfte durch konkrete Beispiele zu erleichtern.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und stützt sich auf theoretische Modelle sowie Beobachtungen, die in die Konzeption eines eigenen Planungsbeispiels einfließen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einleitung die Rahmenbedingungen, die Rolle von Lehrenden und Schülern sowie die praktische Ausgestaltung, inklusive Aufgaben- und Materialwahl für eine Lerntheke, detailliert erörtert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Offener Unterricht, Lerntheke, Schülerorientierung, Differenzierung und Selbstständigkeit.
Warum wird die Lerntheke als "Einstieg" in den Offenen Unterricht bezeichnet?
Da die Aufgaben an einem zentralen Ort gebündelt sind, bietet die Lerntheke einen überschaubaren und geregelten Rahmen, der es sowohl Lehrern als auch Schülern ermöglicht, sich schrittweise an die Freiheiten des Offenen Unterrichts zu gewöhnen.
Wie unterscheidet sich die Lerntheke von der Freiarbeit?
Während die Freiarbeit den Schülern oft maximale Freiheit in der Themen- und Materialwahl lässt, bietet die Lerntheke eine stärker strukturierte Präsentation der Lernmaterialien, die oft noch stärker durch die Lehrperson vorstrukturiert ist.
- Arbeit zitieren
- Michelle Koppe (Autor:in), 2013, Die Lerntheke als Einstieg in den Offenen Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282540