Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Betriebliche Altersstrukturen im demografischen Wandel. Worauf muss im Umgang mit der älteren Belegschaft geachtet werden?

Titel: Betriebliche Altersstrukturen im demografischen Wandel. Worauf muss im Umgang mit der älteren Belegschaft geachtet werden?

Akademische Arbeit , 2004 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Patrick Rieger (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) leben die Menschen heute länger und die Anzahl der Kinder in den Familien nimmt kontinuierlich ab. Statistisch schlägt sich das in der steigenden Lebenserwartung und der sinkenden Geburtenrate nieder. Heute geborene Kinder werden im Durchschnitt 7 Jahre älter als ihre Eltern und jeder Mann, der heute mit 65 Jahren seine Rente bezieht, wird etwa 3 Jahre älter werden als sein Vater. Schlagwörter wie demografischer Wandel, Geburteneinbruch, alternde Gesellschaft, Gefährdung der Renten u.a. sind in den letzten Jahren in der öffentlichen Diskussion in Deutschland stärker in den Vordergrund getreten.
Die vorliegende Arbeit setzt sich explizit mit den Besonderheiten im Umgang mit der alternden Belegschaft auseinander, mit denen Unternehmen auf Grund des demografischen Wandels in der Zukunft verstärkt konfrontiert werden. Insbesondere die Unterschiede zwischen jungen und älteren Arbeitnehmern und deren Zusammenarbeit sowie die Produktivitätspotenziale älterer Arbeitnehmer werden näher erörtert. Hierunter zählen u.a. Konfliktpotenziale, Chancen, Risiken und Schwierigkeiten einer gemischten Altersstruktur in Unternehmen.

Leseprobe


Inhaltsübersicht

Einleitung

1 Der Begriff des älteren Arbeitnehmers

2 Der Einsatz älterer Arbeitnehmer im Betrieb

3 Betriebliche Altersstrukturen und ihre Bedeutung

4 Alt und Jung im Betrieb – Altersmischung im Unternehmen

5 Entwicklung der Arbeitnehmerproduktivität im Alter

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf betriebliche Altersstrukturen und analysiert Strategien für den produktiven Umgang mit einer alternden Belegschaft, um Innovationskraft und Leistungsfähigkeit in Unternehmen nachhaltig zu sichern.

  • Definition und Problematik des Altersbegriffs im Arbeitskontext
  • Gestaltung arbeitsplatzbezogener Rahmenbedingungen für ältere Beschäftigte
  • Bedeutung der Altersmischung als Wettbewerbsvorteil
  • Förderung des intergenerativen Wissenstransfers
  • Psychologische und leistungsrelevante Aspekte des Alterns im Beruf

Auszug aus dem Buch

3 Betriebliche Altersstrukturen und ihre Bedeutung

In vielen Unternehmen vollzieht sich schon heute ein ausgeprägter innerbetrieblicher Altersstrukturwandel, weil die Generation der geburtenstarken Jahrgänge heute schon über 30 ist. Wegen des Personalabbaus der vergangenen Jahre, von dem überproportional Ältere betroffen waren, sind in vielen Unternehmen gerade die heute mittleren Altersgruppen, die ohnehin einen überdurchschnittlich hohen Anteil an der Bevölkerung haben, zahlenmäßig besonders stark vertreten. Dies hat zur Folge, dass sie jetzt „en bloc“ altern. Weil es immer weniger Jüngere gibt, steht ihnen trotz fortgesetzter frühzeitiger Verrentungen eine wachsende Gruppe von ArbeitnehmerInnen gegenüber, die in die älteren Jahrgänge hineinwachsen. Die Veränderung der betrieblichen Altersstruktur mit der Folge einer kollektiven Alterung der Belegschaften hat sich in Ostdeutschland im Folge des Zusammenbruchs großer Teile der dortigen Industrie und auf Grund massiven Personalabbaus bei den „überlebenden“ Unternehmen in den 90er Jahren besonders dramatisch vollzogen. Zum einen durch die Verrentung Älterer auf der einen und vor allem der Personalabbau bei den Jüngeren auf der anderen Seite.

Wie äußert sich eine solche Veränderung der betrieblichen Altersstruktur im einzelnen Unternehmen?

Anhand eines ostdeutschen Anlagebauers soll diese Entwicklung verdeutlicht werden. Dieser Betrieb war nach der Wende gezwungen, seine Belegschaft stark zu verringern. Wegen der Kriterien der in den Sozialgesetzen und Tarifverträgen vorgesehenen Sozialauswahl erfolgte der Abbau über Frühverrentungen älterer MitarbeiterInnen und Freisetzung jüngerer Belegschaftsmitglieder. Auf eine anhaltende und schwache Auftragslage war es zurückzuführen, dass es nicht möglich war, in ausreichendem Maß jüngere ArbeitnehmerInnen, insbesondere Auszubildende einzustellen und zu übernehmen. Dennoch gibt es keine Probleme mit dem vergleichsweise hohen Anteil an über 40-jährigen Arbeitskräften. Im Gegenteil der Betrieb kann nur wettbewerbsfähig und innovativ sein, weil er über die Erfahrung und das Wissen dieser älteren MitarbeiterInnen verfügt. Das Hauptproblem besteht darin, dass in den nächsten 10 bis 15 Jahren ca. ein Viertel, und wenn es nicht gelingt die über 50-jährigen bis zur Altersgrenze zu halten, sogar die Hälfte der Belegschaft und somit auch die erfahrensten Leistungsträger in den Ruhestand gehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Beschreibt den demografischen Wandel als gesellschaftliche Herausforderung und definiert das Ziel der Arbeit, Besonderheiten beim Umgang mit alternden Belegschaften aufzuzeigen.

1 Der Begriff des älteren Arbeitnehmers: Diskutiert die Problematik starrer Altersgrenzen und betont die Heterogenität älterer Arbeitskräfte im Vergleich zu jüngeren.

2 Der Einsatz älterer Arbeitnehmer im Betrieb: Behandelt notwendige Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung sowie die Bedeutung von Motivation und psychologischer Unterstützung für den Erhalt der Leistungsfähigkeit.

3 Betriebliche Altersstrukturen und ihre Bedeutung: Analysiert den Wandel der Belegschaftszusammensetzung anhand von Fallbeispielen und beleuchtet die Risiken kollektiver Alterungsprozesse.

4 Alt und Jung im Betrieb – Altersmischung im Unternehmen: Untersucht Strategien für die Zusammenarbeit zwischen Generationen und die Bedeutung eines aktiven Wissenstransfers.

5 Entwicklung der Arbeitnehmerproduktivität im Alter: Widerlegt das pauschale Defizitmodell und erläutert die veränderte, aber keinesfalls geminderte Leistungsstruktur älterer Beschäftigter.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Altersstruktur, ältere Arbeitnehmer, Personalentwicklung, Leistungsfähigkeit, Altersmischung, Wissenstransfer, Defizitmodell, Arbeitsmarkt, Produktivität, intergenerative Zusammenarbeit, Sozialpolitik, demografische Entwicklung, Personalpolitik, Beschäftigungsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, die der demografische Wandel für betriebliche Altersstrukturen mit sich bringt, und untersucht Strategien für den produktiven Umgang mit einer alternden Belegschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definition des Alters im Arbeitskontext, die Bedeutung von Wissensmanagement zwischen den Generationen sowie die Analyse der tatsächlichen Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine präventive Personalentwicklung und altersgerechte Arbeitsgestaltung ihre Wettbewerbsfähigkeit trotz einer alternden Belegschaft sichern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, psychologische Erkenntnisse der Alternsforschung sowie die Auswertung von Betriebsdaten und demografischen Prognosen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die betriebsspezifischen Auswirkungen der Alterung, die Potenziale einer altersgemischten Belegschaft und die wissenschaftliche Einordnung der Leistungsfähigkeit im Alter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen demografischen Wandel, Altersmischung, Wissensmanagement, Leistungsfähigkeit, Personalpolitik und intergenerative Zusammenarbeit.

Warum ist das sogenannte „Defizitmodell“ für Unternehmen problematisch?

Das Modell setzt Altern fälschlicherweise mit Leistungsabbau gleich. Die Arbeit zeigt stattdessen auf, dass sich die Kompetenzstruktur im Alter lediglich wandelt, aber keine generelle Minderung vorliegt.

Welche Bedeutung kommt dem Wissenstransfer zu?

Der Wissenstransfer zwischen Älteren und Jüngeren ist essenziell, um erfahrungsbasiertes Expertenwissen zu bewahren und gleichzeitig neue technologische Kompetenzen in das Unternehmen zu integrieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Betriebliche Altersstrukturen im demografischen Wandel. Worauf muss im Umgang mit der älteren Belegschaft geachtet werden?
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
2,0
Autor
Patrick Rieger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V282573
ISBN (eBook)
9783656770367
ISBN (Buch)
9783668139565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
betriebliche altersstrukturen wandel worauf umgang belegschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Rieger (Autor:in), 2004, Betriebliche Altersstrukturen im demografischen Wandel. Worauf muss im Umgang mit der älteren Belegschaft geachtet werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282573
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum