Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne

Mela Hartwigs „Das Weib ist ein Nichts“ und das Frauenbild der zwanziger Jahre

Titre: Mela Hartwigs „Das Weib ist ein Nichts“ und das Frauenbild der zwanziger Jahre

Texte Universitaire , 2006 , 35 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Evelyn Fast (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts sind eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderung. Vor allem die Rolle und das Bild der Frau ändert sich. Die zeitgenössische Literatur hat dieses Thema vielfach adaptiert. Besonders weibliche Schriftstellerinnen griffen darauf zurück.
Eine dieser Frauen war Mela Hartwig. Nach Nennung ihrer wichtigsten Lebensstationen, werde ich den Focus im Folgenden auf ihren 1929 erschienenen Roman Das Weib ist ein Nichts richten. Des Weiteren werde ich formale Aspekte in meiner Interpretation berücksichtigen und die Protagonistin sowie die verschiedenen Männer im Roman analysieren. Im Anschluss daran werde ich noch einmal die im Text dargestellte Form von Männlichkeit und Weiblichkeit betrachten und abschließend den Aspekt der Körperlichkeit, gekoppelt mit Erotik und Sexualität, einer letzten Untersuchung unterziehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Frau der zwanziger Jahre

2.1 Die ‚Neue Frau’

2.2 Weibliche Angestellte in der Weimarer Republik

2.3 Das Bild der Frau in der Literatur der 20er Jahre

3. Mela Spira-Hartwig: Das Weib ist ein Nichts (1929)

3.1 Biografie: Mela Spira-Hartwig (1893 – 1967)

3.2 Analyse des Romans Das Weib ist ein Nichts

3.2.1 Erzählperspektive, Sprache und Metaphorik

3.2.2 Die Verwandlungen der Protagonistin Bibiana in den Beziehungen zu den

3.2.3 Darstellung von Männlichkeit

3.2.4 Betrachtung der dargestellten Form von Weiblichkeit

3.2.5 Körperlichkeit, Erotik und Sexualität in Das Weib ist ein Nichts

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Frauenbild der 1920er Jahre anhand des Romans "Das Weib ist ein Nichts" von Mela Hartwig. Dabei steht die Analyse der gesellschaftlichen Rolle der Frau in der Weimarer Republik im Kontrast zum literarischen Ideal der "Neuen Frau" im Fokus, um die Spannungsfelder zwischen Emanzipationswunsch und traditioneller Rollenzuschreibung aufzuzeigen.

  • Gesellschaftlicher Wandel und das Bild der "Neuen Frau" in den 1920er Jahren.
  • Die Lebensrealität weiblicher Angestellter in der Weimarer Republik.
  • Literarische Verarbeitung weiblicher Identitätssuche und Identitätsverlusts.
  • Mela Hartwigs literarische Auseinandersetzung mit Männlichkeit und Weiblichkeit.
  • Körperlichkeit, Erotik und Sexualität als zentrale Motive der Identitätskonstruktion.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Erzählperspektive, Sprache und Metaphorik

Der Roman Das Weib ist ein Nichts ist aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers geschrieben. Er weiß um Gegenwart und Zukunft der Protagonisten, wodurch er einen Überblick über die Geschehnisse hat und vorausdeutend erzählen kann.

Der Roman ist noch nicht unter den Bedingungen der Neuen Sachlichkeit entstanden, sondern noch ganz im expressionistischen Gestus geschrieben. Die Sprache ist kunstvoll und sehr bildreich. Die Autorin vergleicht z. B. das Bankhaus, in dem Bibiana arbeitet, als „Hexenküche der Ordnung“ in der sie von einer knatternden „Artillerie aus Schreibmaschinen“ (W 100) empfangen wird. Ein weiteres Beispiel für ihre bildreiche Sprache ist der Satz: „Der Boden schäumte ihnen unter den Füßen zu einer Wolke auf und trug sie weiter“ (W 150) oder „die Instrumente brachen auf wie Wunden.“ (W 90) Mela Hartwig schreibt in einem sehr anschaulichen Stil. Sie spricht beispielsweise von „Musik aus zuckenden Fingerspitzen, aufschluchzende[n] Tasten und Herzen, [...] zerbröckelnde[m] Bewußtsein, versickernde[n] Begierden und manchmal ein wenig fiebrige[m] Schlaf.“ (W 68) Dabei baut sie englische Wörter wie „fashionable“ (W66) in ihr Satzgefüge ein. Im gesamten Roman sind immer wieder harte Worte zu finden, die mit Gewalt, Blut und Tod zu tun haben. „Dann sah sie einen Augenblick sein zerfetztes Gesicht, während die Detonation schmerzhaft in ihren Ohren toste, sah seinen Körper zusammenbrechen [...] sah, von Grauen geschüttelt, eine dünne, rote Spur den Fußboden entlang rinnen.“ (W 42-43) „Sie wagte keinen Widerspruch, ließ sich, halb bewußtlos von seiner grausamen Willkür vorwärtspeitschen“ (W 27) oder „von überschäumenden Worten aufgebrochen, sprangen seine dünnen, blutlosen Lippen auf, auseinanderklaffenden Wundrändern vergleichbar.“ (W 147) Weiterhin verwendet sie klangmalerische Worte wie „metallisch klirrend“ (W 43), „schrill“ (W 43) oder „eisige[s] Entsetzen“ (W 175), um die Geschehnisse zu veranschaulichen und zu verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Frauenbildes der 1920er Jahre ein und erläutert die methodische Herangehensweise an den Roman von Mela Hartwig.

2. Die Frau der zwanziger Jahre: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Umbruch der Zeit, inklusive der Entstehung der "Neuen Frau" und der Arbeitsbedingungen weiblicher Angestellter.

3. Mela Spira-Hartwig: Das Weib ist ein Nichts (1929): Dieses zentrale Kapitel analysiert die Biografie der Autorin sowie detailliert den Roman, dessen Protagonistin und das dargestellte Frauenbild im literarischen Kontext.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Neue Frau, Mela Hartwig, Frauenbild, Identitätsfindung, Emanzipation, Geschlechterrollen, Literatur der 20er Jahre, Weiblichkeit, Männlichkeit, Körperlichkeit, Sexualität, Bibiana, Angestelltenkultur, Expressionismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Frauenbild in den 1920er Jahren anhand des Romans "Das Weib ist ein Nichts" von Mela Hartwig, einer Autorin, die in der Forschung bisher wenig Beachtung fand.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Wandel nach dem Ersten Weltkrieg, die Rolle der modernen Frau (Neue Frau), die Lebenssituation weiblicher Angestellter sowie die literarische Konstruktion von Identität und Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, wie Mela Hartwig das weibliche Identitätsverständnis in ihrem Roman darstellt und ob dies dem zeitgenössischen Diskurs über die "Neue Frau" entspricht oder diesen kritisch hinterfragt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman unter Einbeziehung von Sekundärliteratur (insbesondere von Bettina Fraisl) sowie soziokultureller Hintergründe interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Frau in den 20er Jahren sowie eine tiefgehende Analyse der verschiedenen Identitätsphasen der Protagonistin Bibiana in Beziehung zu unterschiedlichen Männergestalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Weimarer Republik, Neue Frau, Geschlechterrollen, Identitätsfindung, Körperlichkeit und Mela Hartwig.

Wie verändert sich die Protagonistin Bibiana im Verlauf des Romans?

Bibiana nimmt im Laufe ihrer Beziehungen zu verschiedenen Männern (dem Abenteurer, dem Musiker, dem Bankier und dem Arbeiter) wechselnde Identitäten an, wobei sie zunehmend an ihrem Mangel eines eigenen "Gesichts" verzweifelt.

Welche Rolle spielt der weibliche Körper im Werk?

Der Körper fungiert als Einschreibungsort männlicher Fantasien und als Medium, durch das Bibiana versucht, soziale Zugehörigkeit zu erlangen, wobei die körperliche Veränderung stets mit ihrer Identitätsveränderung korrespondiert.

Was bedeutet der Titel "Das Weib ist ein Nichts"?

Der Titel verweist auf das in der Zeit (unter anderem bei Otto Weininger) diskutierte Konzept der Frau als "Materie", die erst durch den Willen des Mannes Form und Bedeutung erhält, was Hartwigs Protagonistin exemplarisch durchlebt.

Fin de l'extrait de 35 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Mela Hartwigs „Das Weib ist ein Nichts“ und das Frauenbild der zwanziger Jahre
Note
1,7
Auteur
Evelyn Fast (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
35
N° de catalogue
V283165
ISBN (ebook)
9783656823612
ISBN (Livre)
9783668140011
Langue
allemand
mots-clé
mela hartwigs weib nichts frauenbild jahre
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Evelyn Fast (Auteur), 2006, Mela Hartwigs „Das Weib ist ein Nichts“ und das Frauenbild der zwanziger Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283165
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  35  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint