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Wohlfahrtsstaaten in der Europäischen Union. Reformen, Wandel und Konsequenzen

Título: Wohlfahrtsstaaten in der Europäischen Union. Reformen, Wandel und Konsequenzen

Trabajo Escrito , 2014 , 24 Páginas

Autor:in: Lars Zimmermann (Autor)

Política - Principios básicos y general
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Im Zuge der aktuellen europaweiten Krise der Finanzmärkte und instabilen Lage der Eurozone stellt sich mehr den je die Frage einer Realisierung bzw. Standardisierung der Sozialpolitik auf europäischer Ebene. Die EU versucht bereits seit geraumer Zeit mehr Kompetenz im Bereich der Sozialpolitik zu gewinnen und einen Mindeststandard an sozialer Sicherung für die Eurozonen Mitglieder zu schaffen. Diese Bestrebungen sind jedoch nicht ohne weiteres umzusetzen, was bereits durch die Aufgliederung in verschiedene Wohlfahrtsstaatliche Systeme klar wird. Auch Faktoren wie die der Finanzierungssysteme sowie der unzureichenden Kompetenzklarheit auf europäischer Ebene spielen hier eine entscheidende Rolle. Es stellt sich somit die Frage inwiefern die Möglichkeit einer erfolgreichen Implementierung eines europäischen Sozialstaates in nicht all zu ferner Zukunft besteht bzw. realisierbar wäre.

Es gilt in dieser Arbeit zu prüfen inwiefern eine Realisierung eines europäischen Sozialmodells bzw. standardisierten Wohlfahrtsstaates unter zu Hilfenahme von Andersens wohlfahrtsstaatlichen Modellen möglich ist und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Dies wird an den Beispielen des konservativen Wohlfahrtstaates im Bezug auf Deutschland und des sozialdemokratischen Staates im Bezug auf Dänemark, unter dem Fokus der möglichen Finanzierbarkeit geprüft.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wohlfahrtsstaaten

2.1 Wohlfahrtsstaaten als theoretisches Konstrukt

2.2.1 Der Wohlfahrtsstaat als liberales Modell

2.2.2 Der Wohlfahrtsstaat als konservatives Modell

2.2.3 Der Wohlfahrtsstaat als sozialdemokratisches Modell

2.3 Finanzierung des Wohlfahrtsstaates

2.3.1 Das Beveridge-System

2.3.2 Das Bismarck-System

2.4 Finanzierungssysteme im Modell des Wohlfahrtsstaates

2.5 Schlussfolgerung und Bedeutung für die EU

3. Die EU als sozialpolitischer Akteur

4. Ein Wohlfahrtsstaatliches Modell für Europa

4.1 Das konservative Modell am Beispiel Deutschlands

4.2 Das sozialdemokratische Modell am Beispiel Dänemarks

5. Schlussfolgerung für die einen einheitlichen EU Wohlfahrtsstaat

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Realisierbarkeit eines einheitlichen europäischen Wohlfahrtsstaatsmodells vor dem Hintergrund der unterschiedlichen nationalen Systeme, Finanzierungsarten und der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der EU.

  • Typisierung von Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen
  • Analyse der Finanzierungssysteme (Beveridge- vs. Bismarck-Modell)
  • Die EU als sozialpolitischer Akteur und ihre Steuerungsinstrumente
  • Vergleichende Untersuchung der Modelle am Beispiel Deutschlands und Dänemarks
  • Herausforderungen der Standardisierung (demografischer Wandel, Wirtschaftskrise, Kompetenzklarheit)

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Der Wohlfahrtsstaat als liberales Modell

Wie bereits zuvor erwähnt geht Andersen von drei grundlegenden Systemen aus. Das von ihm identifizierte liberale System, ist hauptsächlich durch einen geringen Dekomodifizierungsgrad geprägt. Dekomodifizierung meint in diesem Zusammenhang die teileweise oder vollständige Abkopplung des Sozialbereiches vom Arbeitsmarkt. In genauerer Betrachtung versteht man darunter einen Markteingriff durch den Staat, der universelle soziale Leistungen zur Verfügung stellt und zum anderen die Entkopplung der vorher erbrachten Arbeitsleistung in Zusammenhang mit dem Anspruch auf Sozialleistungen(Esping-Andersen 1990).

Im liberalen System ist eben diese Dekomodifizierung sehr gering. Dies bedeutet, dass Soziale Leistungen in großer Abhängigkeit zur vorher erbrachten Marktleistungen stehen. Der Anspruch auf öffentliche Sozialleistungen unterliegt einer strengen Prüfung und fällt meist in geringen Maß aus. Da der Eingriff durch den Staat selbst möglichst gering gehalten wird, steuert somit der Markt die Sozialleistungen. Markteilnehmer sind dazu angehalten sich möglichst selbständig zu versorgen was im Details einer privaten Vorsorge entspricht. Wie gut diese private Vorsorge ausfällt ist wiederum Einkommensabhängig und somit markt- und leistungsabhängig. Bedingt durch diese Form der Selbstvorsorge findet kaum eine Vermögensumverteilung statt. Der Marktteilnehmer sorgt vielmehr direkt für sich selbst vor und investiert nicht oder nur wenig in ein universelles Sozialsicherungssystem(Esping-Andersen 1990 S. 46). Dieses System besticht zudem durch die Notwendigkeit des Vorhandenseins Carritas ähnlicher Institutionen die mit Hilfe von privaten Subventionen eine Art nicht staatliche Sozialsicherung für nicht Marktfähige Randgruppen darstellt. Die Unterstützung ist nicht staatlich abhängig und stellt oft nur eine unzureichende Alternative zu einem realen universellen Sozialsicherungssystem dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der europäischen Sozialpolitik während der Finanzkrise und Darlegung des Forschungsinteresses.

2. Wohlfahrtsstaaten: Theoretische Einordnung der Wohlfahrtsmodelle nach Esping-Andersen und Analyse der Finanzierungslogiken von Bismarck- und Beveridge-Systemen.

3. Die EU als sozialpolitischer Akteur: Untersuchung der begrenzten Möglichkeiten und Instrumente der EU in der Sozialpolitik sowie der auftretenden Zielkonflikte.

4. Ein Wohlfahrtsstaatliches Modell für Europa: Anwendung der Erkenntnisse auf die Beispiele Deutschland und Dänemark unter Berücksichtigung nationaler Unterschiede.

5. Schlussfolgerung für die einen einheitlichen EU Wohlfahrtsstaat: Zusammenfassende Bewertung der Hindernisse für eine europäische Standardisierung, insbesondere hinsichtlich Finanzierbarkeit und Akzeptanz.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaat, Europäische Union, Sozialpolitik, Finanzierungssysteme, Beveridge-System, Bismarck-System, Dekomodifizierung, Arbeitsmarkt, soziale Sicherung, EU-Integration, Subsidiaritätsprinzip, Realisierbarkeit, Deutschland, Dänemark, Europäischer Sozialfonds.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und wie die Implementierung eines einheitlichen europäischen Wohlfahrtsstaatsmodells unter Berücksichtigung verschiedener nationaler Systeme und Finanzierungsmethoden realisierbar ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Typologie von Wohlfahrtsstaaten, die Unterschiede zwischen steuerfinanzierten und beitragsfinanzierten Systemen sowie die Rolle der EU als Akteur in der Sozialpolitik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird geprüft, inwiefern eine Realisierung eines europäischen Sozialmodells unter Zuhilfenahme der Modelle von Esping-Andersen möglich ist und welche Voraussetzungen hierfür geschaffen werden müssten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, bei der theoretische Wohlfahrtsmodelle anhand von Fallbeispielen (Deutschland für das konservative und Dänemark für das sozialdemokratische Modell) analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Wohlfahrtsmodelle, eine Untersuchung der Finanzierungssysteme, eine Analyse der EU-Sozialpolitik sowie eine fallbezogene Prüfung der Übertragbarkeit dieser Modelle auf europäischer Ebene.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wohlfahrtsstaat, Dekomodifizierung, Bismarck- und Beveridge-Systeme, Subsidiaritätsprinzip sowie die Balance zwischen Marktliberalisierung und sozialer Absicherung.

Warum wird das Bismarck-System als problematisch für die gesamte EU bewertet?

Das System ist stark an Erwerbstätigkeit gebunden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Lohngefälles in der EU wird eine Finanzierung über Sozialbeiträge als instabil und konjunkturanfällig eingestuft.

Welche Rolle spielt der "peer pressure" in der EU-Sozialpolitik laut dem Text?

Da der EU die direkte Sanktionsgewalt in vielen Sozialbereichen fehlt, fungiert der "peer pressure" als indirektes Druckmittel, um Mitgliedsstaaten zur Einhaltung von Leitlinien und zur Verbesserung ihrer Sozialsysteme zu bewegen.

Welches Fazit zieht der Autor zur Realisierbarkeit eines einheitlichen Modells?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass eine Einigung auf ein Modell aufgrund der strukturellen Diversifikation, der Finanzierungslast und der mangelnden Identifikation der Bürger mit der EU als Sozialraum derzeit äußerst schwierig ist.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Wohlfahrtsstaaten in der Europäischen Union. Reformen, Wandel und Konsequenzen
Universidad
University of Passau
Autor
Lars Zimmermann (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
24
No. de catálogo
V283736
ISBN (Ebook)
9783656836377
ISBN (Libro)
9783656836384
Idioma
Alemán
Etiqueta
wohlfahrtsstaaten europäischen union reformen wandel konsequenzen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Zimmermann (Autor), 2014, Wohlfahrtsstaaten in der Europäischen Union. Reformen, Wandel und Konsequenzen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283736
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