Freiwilliges Engagement in Sportvereinen. Wandel und Probleme


Hausarbeit, 2014

25 Seiten, Note: 1,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einführung in die Arbeit

2. Der Sportverein
2.1 Definition des Begriffs „Verein“
2.2 Merkmale eines Sportvereins

3. Freiwilligenarbeit/Ehrenamt in Sportvereinen
3.1 Definition der Begriffe „Freiwilligenarbeit“ und „Ehrenamt“
3.2 Aktuelle Situation des Ehrenamts
3.3 Wandel des Ehrenamts
3.4 Probleme des Ehrenamts

4. Praxisbeispiel – TSG Niederfüllbach
4.1 Situation und Probleme des Ehrenamts der TSG Niederfüllbach
4.2 Maßnahme für den Erhalt das Ehrenamt

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Engagementquote der Bevölkerung im Sport in den Jahren 1999, 2004 und 2009

Abbildung 2: Engagierte mit Leitungs- und Vorstandsfunktion im Sportbereich in den Jahren 1999, 2004 und 2009 in Prozent

Abbildung 3: Organigramm der Turn- und Sportgemeine 07 e.V. Niederfüllbach

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Differenzierungsgrade und Ausprägungen der Freiwilligenarbeit nach Heinemann/Schubert

Tabelle 2: Idealtypische Gegenüberstellung von Merkmalen des "alten" und "neuen Ehrenamts"

1. Einführung in die Arbeit

Die Sportvereine in Deutschland können mittlerweile auf eine fast 200-jährige Geschichte zurückblicken.1 Der erste Sportverein in Deutschland wurde als Turnverein im 19. Jahrhundert gegründet. Bis heute stellen Sportvereine – obwohl mittlerweile auch kommerzielle Anbieter wie Fitnessstudios eine wichtige Rolle spielen – die wichtigsten Sportanbieter dar.2 So gibt es laut dem DOSB im Jahr 2013 rund 28 Millionen Mitgliedschaften in rund 91.000 Sportvereinen in Deutschland.3

Ein Basiselement von Sportvereinen ist das ehrenamtliche und freiwillige Engagement von seinen Mitgliedern für seine Mitglieder. Ohne dieses Engagement könnten die meisten Sportvereine nicht mehr existieren. Doch gerade in den letzten Jahren ist immer wieder von der „Krise des Ehrenamts“ die Rede. So sinkt laut den Vereinsverantwortlichen die Engagementbereitschaft der Mitglieder immer mehr. Somit steht die Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen ganz oben auf der Prioritätenliste von Vereinsverantwortlichen.4

Intention dieser Arbeit ist es das freiwillige und ehrenamtliche Engagement als ein wichtiges Basiselement von Sportvereinen näher zu betrachten. Was macht einen Sportverein aus und was bedeutet eigentlich „Ehrenamt“ und „freiwilliges Engagement“? Was ist mit dem „Strukturwandel des Ehrenamts“ gemeint und welche Probleme bringt dieser mit sich? Dies soll den Kern der Arbeit ausmachen. Eine Verbindung von Ehrenamtlichkeit und Hauptamtlichkeit in Sportvereinen wird in dieser Arbeit nicht behandelt.

Vorab gilt es grundlegende und allgemeine Begriffe zu definieren und zu erklären. Hierfür wird zunächst der Sportverein als Non-Profit-Organisation definiert und erläutert, außerdem werden die Merkmale eines Vereins aufgezeigt. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird zunächst der Begriff des „freiwilligen Engagements“ allgemein erläutert, anschließend wird die aktuelle Situation des Ehrenamts mit Hilfe von Zahlen dargelegt. auf den Strukturwandel des Ehrenamts eingegangen. Im weiteren Verlauf wird der Wandel des Ehrenamts und die damit einhergehenden Probleme des Ehrenamts näher beleuchtet. Im nächsten Abschnitt der Arbeit wird an Hand des Sportvereins „TSG Niederfüllbach“ beispielhaft dargelegt wie in herkömmlicher Verein heutzutage mit dem Ehrenamt und seinen möglichen Problemen umgeht.

Im abschließenden Schlussfazit wird dem Leser zusammenfassend dargelegt welchen Stellenwert das Ehrenamt heutzutage in Sportvereinen einnimmt und welche Probleme damit einhergehen. Es wird außerdem versucht ein kurzer Ausblick auf die Zukunft des Ehrenamts zu geben.

2. Der Sportverein

Bedingt durch die große Anzahl der Sportvereine - derzeit gibt es rund 91.000 Vereine in Deutschland5 -, ihre weite Verbreitung in allen Bundesländern, ihre Verankerung in so gut wie allen Sportarten und ihre Relevanz für alle Leistungsniveaus, stellen Sportvereine nach wie vor die zentrale Basis des organisierten Sports in Deutschland dar.6

Für das allgemeine Verständnis ist es zuerst erforderlich zu verstehen, was unter einem Verein überhaupt verstanden wird und was die grundlegenden charakteristischen Merkmale eines Sportvereins sind. Dies soll im Folgenden dargelegt werden.

2.1 Definition des Begriffs „Verein“

Nach dem Vereinsgesetz §2 Abs 1 wird ein Verein wie folgt definiert: „Verein im Sinne dieses Gesetzes ist ohne Rücksicht auf die Rechtsform jeder Vereinigung, zu der sich eine Mehrheit natürlicher oder juristischer Personen für längere Zeit zu einem gemeinsamen Zweck freiwillig zusammengeschlossen und einer organisierten Willensbildung unterworfen hat“.

Des Weiteren werden Vereine nach ihrem Zweck unterschieden. So gibt es den Idealverein, dessen Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist. Dieser erlangt laut §21 BGB Rechtsfähigkeit durch Eintragung in das Vereinsregister. Als zweite Form gibt es den wirtschaftlichen Verein, dessen Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet ist. Dieser erlangt nach §22 BGB Rechtsfähigkeit ausschließlich durch staatliche Verleihung.7

Im Folgenden bezieht sich die Arbeit auf Sportvereine. Bei diesen ist die Form des Idealvereins die vorherrschende Rechtsform.8

2.2 Merkmale eines Sportvereins

Ein traditioneller Sportverein ist eine Non-Profit-Organisation. Der Begriff „nonprofit“ darf jedoch nicht so verstanden werden, dass keinerlei Gewinne erzielt werden. Auch Sportvereine müssen zur Existenzsicherung Gewinne erzielen. Jedoch nutzen sie diese lediglich zur Bedarfsdeckung oder zur Nutzenmaximierung eines bestimmten Personenkreises und nicht zur Gewinnausschüttung an die Eigentümer, wie es bei gewinnorientierten Organisationen der Fall ist.9

Des Weiteren wird ein Sportverein als eine freiwillige Vereinigung bezeichnet.10 Fünf konstitutive Merkmale, erarbeitet und festgelegt von Heinemann und Horch, bilden die Charakterisierung dieses Typus. Das erste Merkmal einer freiwilligen Vereinigung ist die freiwillige Mitgliedschaft. Die Mitglieder können über ihren Ein- bzw. Austritt entscheiden und unterliegen keinerlei Zwängen. Daraus entsteht das zweite Merkmal, welches die Ausrichtung der Ziele an den Mitgliederinteressen darstellt. Auf Grund der freiwilligen Mitgliedschaft müssen die Vereine versuchen ihre Mitglieder durch gemeinsame Ziele und direkte Leistungsanreize zu binden. Ein weiteres Merkmal ist die demokratische Entscheidungsstruktur, die es den Mitgliedern ermöglicht ihre Interessen einzubringen und die Vereinsziele zu beeinflussen. Das vierte Merkmal von freiwilligen Vereinigungen ist die Autonomie. Ein Verein ist also unabhängig von Dritten und die Mitglieder entscheiden über grundlegende Dinge wie Gründung, Vereinspolitik oder Auflösung. Das letzte Merkmal ist das ehrenamtliche und freiwillige Engagement, welches letztendlich nötig ist um die Interessen der Mitglieder in die Praxis umzusetzen.11

3. Freiwilligenarbeit/Ehrenamt in Sportvereinen

Wie im voranstehenden Kapitel schon kurz erwähnt, stellt das freiwillige und ehrenamtliche Engagement ein wichtiges sowie strukturprägendes Merkmal für Sportvereine dar. Für die Sportvereine sind die Ressourcen ihrer Mitglieder von essentieller Bedeutung. Zu diesen Ressourcen zählen auf der einen Seite die monetären Mittel, wie zum Beispiel Mitgliedsbeiträge oder Spenden. Auf der anderen Seite die Beiträge der Mitglieder in Form von freiwilliger Mitarbeit.12 Was freiwilliges Engagement eigentlich bedeutet und welche verschiedenen Arten es gibt, soll im Folgenden geklärt werden.

3.1 Definition der Begriffe „Freiwilligenarbeit“ und „Ehrenamt“

In der Literatur gibt es vielfältige Ausprägungen des Begriffes des freiwilligen Engagements. So gibt es neben Begriffen wie „Ehrenamt“ oder „Freiwilligenarbeit“ noch viele weitere Termini. Diese Vielfalt an Begriffen macht deutlich, dass es bisher keine einheitliche Definition in der Literatur gibt. Vielmehr ist es so, dass jeder Begriff gewisse Aspekte in den Mittelpunkt der Definition rückt, während andere Aspekte wiederum ausgeblendet werden.13

Wird aus der Historie heraus der Begriff des Ehrenamts oftmals noch immer mit einem gewählten Posten in Verbindung gebracht, betont Wadsack hingegen, dass das Merkmal der Wahl zunehmend weniger in Erscheinung tritt. So wird der Begriff „ehrenamtliche Arbeit“ mittlerweile meist synonym zu dem Begriff „Freiwilligenarbeit“ verwendet.14 Dies wird auch in der fortlaufenden Arbeit der Fall sein.

Im Folgenden soll der Begriff der Freiwilligenarbeit als Oberbegriff definiert werden. Nach Heinemann/Schubert wird unter Freiwilligenarbeit eine „freiwillige, unentgeltliche Erstellung von Leistungen für und in freiwilligen Vereinigungen“ verstanden.15 Laut dieser Definition bringt das freiwillige Engagement also vier Merkmale mit sich. Das erste Merkmal „freiwillig“ bedeutet, dass das Engagement ohne psychischen, rechtlichen oder ökonomischen Zwang erbracht wird. Unentgeltlich bedeutet in diesem Zusammenhang, dass für die Arbeit keine monetären Gegenleistungen seitens des Vereins erbracht werden. Des Weiteren ist Freiwilligenarbeit auf Grund der Erstellung von Leistungen produktiv und auf die Ziele und Zwecke der Vereinigung, für welche die Leistungen erstellt werden, bezogen.16

Die Freiwilligenarbeit kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Nach Heinemann/Schubert kann die Freiwilligenarbeit in 4 Kategorien differenziert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

Tabelle 1: Differenzierungsgrade und Ausprägungen der Freiwilligenarbeit nach Heinemann/Schubert17

Nach dem Grad der Institutionalisierung kann zwischen formal und informell unterschieden werden. Eine formelle Freiwilligenarbeit liegt dann vor, wenn sie wie ein Amt an eine dauerhafte Position gebunden ist. Diese Art der Freiwilligenarbeit wird oftmals als ehrenamtliche Tätigkeit bezeichnet werden. Im Gegensatz dazu bezeichnet die informelle Freiwilligenarbeit Arbeitsleistungen, welche nicht an ein Amt gebunden sind, sondern viel mehr unbezahlte Mithilfe und Unterstützung darstellen. Als zweites kann zwischen kollektiver oder individueller Leistungserstellung unterschieden werden. Im ersten Fall bedarf es des Zusammenwirkens aller oder eines großen Teils der Vereinsmitglieder. Im zweiten Fall wird die Leistung von einem Einzelnen erbracht, wie etwa von einem Trainer. Als weiterer Punkt kann zwischen dem Grad der Verpflichtung unterschieden werden. So ist Freiwilligenarbeit – wie der Name sagt – im Prinzip freiwillig, jedoch bringt eine Vereinsmitgliedschaft auch Verpflichtungen wie Vereinshausdienst, Platzpflege oder ähnliches mit sich. Hierauf ist die Mitgliedschaftsverpflichtung gebezogen. Eine aktive Mitarbeit geht weiter darüber hinaus. Im letzten Punkt kann nach der Art der institutionellen Einbindung zwischen Mitglied und Nicht-Mitglied unterschieden werden. Mit den Nicht-Mitgliedern, welche ebenfalls Freiwilligenarbeit leisten, sind hier beispielsweise die Eltern gemeint, welche Fahrdienste übernehmen oder auch Pflichten für ihre Kinder, welche Mitglied im Verein sind.18

Durch diese Ausführung wird deutlich, dass in Bezug auf Freiwilligenarbeit ein breites Spektrum beachtet werden muss und man letztendlich nicht nur die rein ehrenamtlichen Tätigkeiten berücksichtigen darf.

3.2 Aktuelle Situation des Ehrenamts

Aktuell engagieren sich laut des Deutschen Olympischen Sportbundes rund 1,85 Millionen Menschen ehrenamtlich und freiwillig in Sportvereinen. Hiervon rund 850.000 Personen auf der Vorstandseben und ca. 1 Millionen auf der Ausführungsebene.19 Zur Ausführungsebene zählen Funktionen, welche unterhalb des Vorstandes angesiedelt sind, auf Dauer angelegt sind, einen mehr als geringfügigen Umfang aufweisen und für die Sicherstellung des Vereinsangebots und des Wettkampfbetriebs immens wichtig sind – dies sind beispielsweise Trainer oder Übungsleiter.20 Zu den genannten freiwillig engagierten Personen auf Vorstands- und Ausführungsebene zählen zusätzlich noch die freiwilligen Helfer, welche sich bei gesonderten Arbeitseinsätzen – zum Beispiel Vereinsfeste, Renovierungen, zusätzliche Sportveranstaltungen – sporadisch engagieren. Innerhalb solcher Funktionen engagieren sich rund 7 Millionen freiwillige Helfer. Betrachtet man nun alle Personen, die sich auf verschiedene Weisen freiwillig im Sportverein engagieren, so ergibt sich eine Gesamtzahl von ca. 8,8 Millionen freiwillig Engagierten in Sportvereinen. Hierbei ist zu beachten, dass Personen sowohl in einem Ehrenamt tätig sein können als auch als freiwillige Helfer engagiert sein können und somit doppelt enthalten sind.21

Laut dem Sportentwicklungsbericht 2011/2012 engagiert sich im Durchschnitt jeder Ehrenamtliche auf Vorstandsebene 15,4 Stunden pro Monat in seinem Verein. Bundesweit resultiert daraus eine Arbeitsleistung von 12,5 Millionen Stunden pro Monat. Allein auf der Vorstandsebene ergibt sich daraus eine monatliche Wertschöpfung von 187 Millionen €. Zu beachten ist hier, dass die Engagierten auf der Ausführungseben sowie die freiwilligen Helfer noch nicht mit eingerechnet sind.22

Die Arbeit von ehrenamtlich Engagierten kann heutzutage durch die Ehrenamts- bzw. Übungsleiterpauschale vergütet werden. Die Ehrenamtspauschale kann für jede Art von Tätigkeit in gemeinnützigen Vereinen in Anspruch genommen werden, wie z.B. für die Tätigkeit als Vorstand, Platzwart oder Schatzmeister. Der maximale Freibetrag der Ehrenamtspauschale beträgt 720€ pro Jahr. Die Übungsleiterpauschale können unter anderem Trainer und Betreuer erhalten. Hier liegt der maximale Freibetrag bei 2400€ im Jahr.23

3.3 Wandel des Ehrenamts

Trotz der immer noch hohen Anzahl an freiwillig Engagierten wird der Vorstellung vom „klassischen“ Verein mittlerweile das Bild des „modernen“ Vereins gegenübergestellt. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass grundsätzlich unsichere Mitgliedschaftsverhältnisse bestehen und sich bisherige wertorientierte Bindungen in rein zweckorientierte verändern.24 In diesem Zusammenhang steht auch die immer öfter zu hörende Klage der Vereine von der fehlenden Engagementbereitschaft der Mitglieder, was letztendlich oftmals als die „Krise des Ehrenamts“ bezeichnet wird. Doch ob diese Krise wirklich besteht oder ob sie sich erst in der Zukunft bemerkbar macht, ist in der Literatur zwar viel diskutiert, jedoch sind die unterschiedlichen Aussagen hierzu sehr verschieden.

Rittner, Keiner und Keiner verneinen auf Basis ihrer sportbezogenen Sonderauswertung der Freiwilligensurveys von 1999 und 2004 die „Krise des Ehrenamts“ eindeutig. So bieten die Ergebnisse der Freiwilligensurveys keinerlei erkennbare Basis dafür. Vielmehr besitzt die Bereitschaft zum Ehrenamt eine bemerkenswerte Kontinuität.25 Zu etwas anderen Ergebnissen kommen Breuer und Wicker in den Sportentwicklungsberichten des Deutschen Olympischen Sportbundes. So waren die Zahlen der freiwillig und ehrenamtlich Engagierten laut dem Sportentwicklungsbericht 2007/2008 rückläufig26, in dem Zeitraum zwischen 2007 und 2009 hingegen hat „die Anzahl an ehrenamtlichen Positionen signifikant abgenommen, während sie auf der Ausführungsebene signifikant zugenommen hat“.27

In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder vom „Strukturwandel des Ehrenamts“ gesprochen. Die Merkmale des „alten“ und „neuen“ Ehrenamts, beschrieben von Braun, sind in Tabelle 2 idealtypisch dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

Tabelle 2: Idealtypische Gegenüberstellung von Merkmalen des "alten" und "neuen Ehrenamts"28

Mit dieser Gegenüberstellung werden Polarisierungen anschaulich beschrieben. Dauerhafte Bindungen wandeln sich zu eher zeitlich befristeten und an Projekten orientierte Engagements. Im Gegensatz zu „älteren“ Engagements, die aus dem sozialen Herkunftsmilieu gewachsen sind, engagieren sich die Mitglieder zunehmend wegen persönlichen biographischen Erfahrungen. Ehrenamtliche engagieren sich auch nicht mehr nur für das Wohl der anderen, viel mehr stehen individuelle Interessen und die Selbstfindung im Vordergrund. Das „neue“ Ehrenamt wird nicht mehr nur unentgeltlich ausgeführt, es verlangt hingegen Aufwandsentschädigungen. Letztendlich entwickelt sich das Ehrenamt von einer früheren Laientätigkeit zur Professionalität, welche auch auf Kompetenzentwicklung abzielt.

Es ist jedoch zu beachten, dass es sich bei dieser Gegenüberstellung um Idealtypen handelt, die so in der sozialen Wirklichkeit nicht aufzufinden sind. Vielmehr vermischen sich die Merkmale dieser beiden Typen bei den freiwillig Engagierten. Sie hebt jedoch stringente Modernisierungstendenzen hervor, welche letztendlich Folgen für das freiwillige und ehrenamtliche Engagement in Sportvereinen haben können. 29

[...]


1 Vgl. Nagel, S., 2006, S.32.

2 Vgl. ebd., S.11.

3 Vgl. Deutscher Olympischer Sportbund, 2013a, S.11.

4 Vgl. Braun, S./Siegel, C., 2011, S.33ff.

5 Vgl. Deutscher Olympischer Sportbund, 2013a, S.3.

6 Vgl. Fahrner, M., 2012, S. 35f.

7 Vgl. Stöber, K., 2004, S.5.

8 Vgl. Fahrner, M., 2012, S. 36.

9 Vgl. Altmann, A., 2008, S. 19.

10 Vgl. Braun, S./Siegel, C., 2011, S.33.

11 Vgl. Heinemann, K./Horch, H-D., 1988, S. 120ff.

12 Vgl. Schubert, M./Horch, H-D./Hovemann, G., 2006, S. 196.

13 Vgl. Jütting, H., 2003, S.13.

14 Vgl. Wadsack, R., 1992, S.22.

15 Vgl. Heinemann, K./Schubert, M., 1992, S. 14.

16 Vgl. Delschen, A., 2006, S. 17.

17 In Anlehnung an Heinemann, K./Schubert, M., 1992, S. 15f.

18 Vgl. Delschen, A., 2006, S. 18.

19 Vgl. Deutscher Olympischer Sportbund, 2013b, S. 10.

20 Vgl. Breuer, C./Wicker, P., 2010, S.10.

21 Vgl. ebd., S.11.

22 Vgl. Breuer, C./Feiler, S., 2013, S. 10f.

23 Vgl. Bundesministerium für Finanzen online, 2013.

24 Vgl. Braun, S., 2011, S.17.

25 Vgl. Rittner, V./Keiner, R./Keiner, R., 2007, S. 254.

26 Vgl. Breuer, C./Wicker, S., 2008. S.

27 Vgl. Breuer, C./Wicker, P., 2010, S.11.

28 In Anlehnung an Braun, S., 2011, S.19.

29 Vgl. Braun, S., 2011, S.19f.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Freiwilliges Engagement in Sportvereinen. Wandel und Probleme
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
1,1
Autor
Jahr
2014
Seiten
25
Katalognummer
V284200
ISBN (eBook)
9783656841098
ISBN (Buch)
9783656841104
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ehrenamt, Sportmanagement, Freiwilliges Engagement, Sportvereine
Arbeit zitieren
Lena Brückner (Autor), 2014, Freiwilliges Engagement in Sportvereinen. Wandel und Probleme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284200

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