Dieser Praktikumsbericht zum Unterrichtspraktikum im Fach Englisch gibt einen umfassenden Eindruck über die Planungsschritte und den Aufbau der Unterrichtsversuche des Praktikumszeitraums und stellt dabei 2 vollständige Unterrichtsentwürfe vor (fachliche Ausarbeitung, Kompetenzbezüge, Arbeitsblätter usw.). Anhand des Beobachtungsschwerpunktes "Einsprachigkeit" werden die Unterrichsstunden zusätzlich im Hinblick auf Fachliteratur, fachdidaktischen Forschungsstand und praktische Überlegungen bearbeitet und kritisch bewertet.
Zusätzlich erfolgt eine kritisch-reflexive Abschlussbewertung der eigenen Unterrichtsversuche sowie eine abschließende Reflexion des bisherigen persönlichen Bildungsgangs mit Blick auf Berufsperspektive und mögliche fachlich-methodische Defizite.
Inhaltsverzeichnis
1. Organisation und Beobachtungsschwerpunkt
1.1 Organisation des Unterrichtspraktikums im Fach Englisch
1.2 Auswertung des Beobachtungsschwerpunktes Einsprachigkeit
2. Analyse der Lehr- und Lernsituation
2.1 Analyse der Schule und der vorrangig beobachteten Lerngruppen
2.2 Charakterisierung der praktizierten Unterrichtskonzepte in den beobachteten Lerngruppen
3. Darstellung beider Unterrichtsreihen
3.1 Allgemeines zu den Unterrichtsreihen
3.2 Tabellarische Darstellung der Unterrichtsreihen
3.2.1 Tabellarische Darstellung der Unterrichtsreihe von Herrn Musterlich einschließlich eigenem Unterrichtsversuch
3.2.2 Tabellarische Darstellung der Unterrichtsreihe von Herrn Muster einschließlich eigenem Unterrichtsversuch
4. Darstellung von zwei Unterrichtsversuchen
4.1 Stundenentwurf zum Unterrichtsversuch „GM food – a blessing or a curse?“ (12/E2, Herr Musterlich) vom 17.09.2013
4.1.1 Sachanalyse
4.1.2 Didaktisch-methodische Entscheidungen
4.1.3 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde „GM food – a blessing or a curse?“
4.2 Stundenentwurf zum Unterrichtsbesuch „Writing a formal e-mail“ (10b, Herr Muster) vom 19.09.2013
4.2.1 Sachanalyse
4.2.2 Didaktisch-methodische Entscheidungen
4.2.3 Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde „Writing a formal e-mail“
5. Schriftliche Auswertung des Unterrichtspraktikums
5.1 Reflexion der Durchführung der zwei vorgestellten Unterrichtsentwürfe
5.1.1 Reflexion zum Unterrichtsversuch „GM food – a blessing or a curse?“
5.1.2 Reflexion zum Unterrichtsversuch „Writing a formal e-mail“
5.2 Reflexion des persönlichen Bildungsgangs
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert und reflektiert ein vierwöchiges Unterrichtspraktikum im Fach Englisch am Max-Mustermann-Gymnasium. Das primäre Ziel besteht in der Analyse der schulpraktischen Erfahrungen sowie der kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Unterrichtsversuchen unter besonderer Berücksichtigung fremdsprachendidaktischer Konzepte wie der Einsprachigkeit und handlungsorientierter Lehrmethoden.
- Beobachtung und Analyse des Einsatzes von Einsprachigkeit im Englischunterricht.
- Untersuchung verschiedener Unterrichtskonzepte (Direct Method, Communicative Language Teaching, Content-Based Instruction).
- Planung und Durchführung von Unterrichtsversuchen zu den Themen "GM food" und "Writing a formal e-mail".
- Reflexion der eigenen Lehrerrolle und Professionalisierung während der schulpraktischen Studien.
- Einsatz kooperativer Lernformen, insbesondere des Gruppenpuzzles (Jigsaw method).
Auszug aus dem Buch
1.2 Auswertung des Beobachtungsschwerpunktes Einsprachigkeit
Während der ersten beiden Wochen am Max-Mustermann-Gymnasium versuchte ich, mir einen möglichst umfassenden Eindruck vom Englischunterricht zu machen – dies beinhaltete Hospitationen in einer 5. Klasse (5ar), zwei 7. Klassen (7a, 7b) sowie einer 10. Klasse (10d) von Frau Musterhoff, einer 9. Klasse (9c) und einem 11. Klasse Grundkurs (11, E6) von Frau Musterhaus, einer 8. Klasse (8ds) von Frau Musterklaus, einer 10. Klasse (10b) von Herrn Muster sowie eines 11. Klasse Leistungskurses (11, E3) und eines 12. Klasse Leistungskurses (12/E2) bei Herrn Musterlich. Schließlich konzentrierte ich meine Hospitationsbesuche in Hinblick auf die anteilig und vollständig selbstständig zu planenden Unterrichtsversuche ab Mitte der zweiten Praktikumswoche vor allem auf 3 Lerngruppen: die Klasse 7b von Frau Musterhoff, die Klasse 10b von Herrn Muster sowie den 12. Klasse Leistungskurs (12/E2) von Herrn Musterlich. In allen beobachteten Lerngruppen gab es dabei Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprachen, die allerdings Deutsch auf muttersprachlichem Niveau beherrschten.
Im Verlauf der ersten Woche des Unterrichtspraktikums entschied ich mich zudem für meinen Beobachtungsschwerpunkt Einsprachigkeit, der meine Unterrichtsbeobachtungen von nun an leiten und definieren sollte. Bei der Wahl dieses Beobachtungsschwerpunktes spielte ein Schlüsselerlebnis eine entscheidende Rolle – an einem Mittwoch (28.08.2013) hospitierte ich insgesamt 5 Unterrichtsstunden (1. bis 5. Stunde) bei zwei unterschiedlichen Lehrkräften (7b, Frau Musterhoff; 11 (E3), Herr Musterlich) und erlebte in allen drei Unterrichtsstunden beziehungsweise Doppelstunden einen völlig unterschiedlichen Umgang mit Englisch als Fremd-, Ziel- und Verkehrssprache und dem möglichen Bezug zu Deutsch als Mutter- und Hilfssprache – sowohl durch die Schülerinnen und Schüler als auch die jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer. Die Schwerpunktsetzung ergab sich nunmehr als logische Folge mehrerer Beobachtungen aus allen Hospitationsstunden und der eben erwähnten Erkenntnis: Einerseits erschien mir der Beobachtungsschwerpunkt Einsprachigkeit insofern sinnvoll und funktional, als sich die Handhabung der einzelnen Lehrerinnen und Lehrer in Bezug auf die Verwendung von Englisch als Ziel- und Unterrichtssprache und die Rolle des Deutschen als (vermeintliche) Mutter- und Bezugssprache völlig unterschiedlich gestaltete.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Organisation und Beobachtungsschwerpunkt: Einleitung in den organisatorischen Rahmen des Praktikums sowie die theoretische Herleitung des Fokus auf das Thema Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht.
2. Analyse der Lehr- und Lernsituation: Beschreibung der Schulsituation am Max-Mustermann-Gymnasium sowie detaillierte Charakterisierung der beobachteten Lerngruppen und der angewandten didaktischen Konzepte.
3. Darstellung beider Unterrichtsreihen: Übersicht der thematischen Einbettung der eigenen Unterrichtsversuche in die laufenden Unterrichtsreihen der betreuenden Fachlehrkräfte.
4. Darstellung von zwei Unterrichtsversuchen: Ausführliche Planung der Unterrichtsstunden zu den Themen "GM food" und "Writing a formal e-mail" inklusive Sachanalysen und Verlaufsplänen.
5. Schriftliche Auswertung des Unterrichtspraktikums: Kritische Reflexion der durchgeführten Unterrichtsstunden sowie des persönlichen Lernfortschritts und der professionellen Entwicklung im Praktikumszeitraum.
Schlüsselwörter
Unterrichtspraktikum, Englischunterricht, Einsprachigkeit, Lehrerrolle, Referendariat, Fachdidaktik, Gruppenpuzzle, Unterrichtsplanung, Fremdsprachenunterricht, Unterrichtsreflexion, Lehrerprofessionalisierung, Handlungsorientierung, kooperatives Lernen, Sprachvorbild, Unterrichtsstörungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert ein vierwöchiges Unterrichtspraktikum im Fach Englisch an einem Gymnasium. Der Schwerpunkt liegt auf der Beobachtung fachdidaktischer Prozesse und der Reflexion eigener Unterrichtsversuche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die didaktische Debatte um Einsprachigkeit im Englischunterricht, die Anwendung handlungsorientierter Methoden und die Gestaltung von Unterrichtsreihen in der Sekundarstufe I und II.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Analyse und kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Unterrichtstätigkeit, um den eigenen professionellen Entwicklungsprozess als angehende Lehrkraft zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf teilnehmender Beobachtung (Hospitationen) sowie einer fallbasierten Reflexion der eigenen Unterrichtsvorbereitung und -durchführung unter Einbeziehung fachdidaktischer Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der schulischen Lernsituation, die Darstellung der Unterrichtsreihen sowie die detaillierte Planung zweier konkreter Unterrichtsstunden zu den Themen Gentechnik und formelle E-Mail-Korrespondenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Unterrichtspraktikum, Einsprachigkeit, Lehrerprofessionalisierung, Unterrichtsreflexion, Gruppenpuzzle und Fachdidaktik.
Wie wurde das Thema Einsprachigkeit in der Praxis bewertet?
Der Autor stellte eine Diskrepanz zwischen theoretischen Konzepten und der Unterrichtspraxis fest und betonte die Notwendigkeit einer klaren, transparenten Signalisierung der Sprachwahl durch die Lehrkraft.
Welche Herausforderungen traten bei den eigenen Unterrichtsversuchen auf?
Zu den Herausforderungen zählten das Zeitmanagement, die methodische Einführung neuer Arbeitsformen wie des Gruppenpuzzles sowie der Umgang mit unvorhersehbaren Unterrichtsstörungen.
Welchen Stellenwert nimmt die Vorbildfunktion der Lehrkraft ein?
Die Vorbildfunktion (role model) wird als essenziell bewertet; das sprachliche Verhalten der Lehrkraft beeinflusst maßgeblich die sprachliche Kohärenz des Unterrichts und die Orientierung der Lernenden.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für seine zukünftige Lehrtätigkeit?
Der Autor zieht das Fazit, dass die enge Verzahnung von Theorie und Praxis im Studium hilfreich war und fokussiert für die Zukunft auf eine verbesserte Zeitplanung sowie den gezielten Einsatz von Feedback.
- Arbeit zitieren
- B.A. Thomas Schulze (Autor:in), 2014, Portfolio zum Unterrichtspraktikum im Fach Englisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284551