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Transmediale Strategien und Fandom in Musik-Mockumentaries. Eine Analyse von «This is Spinal Tap» und «Fraktus»

Eine Satire auf die Musikindustrie

Titre: Transmediale Strategien und Fandom in Musik-Mockumentaries. Eine Analyse von «This is Spinal Tap» und «Fraktus»

Travail de Recherche , 2013 , 34 Pages , Note: 5.5

Autor:in: Ana Matijasevic (Auteur)

Filmologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

This is Spinal Tap! und Fraktus sind zwei Bands. Im Grunde genommen sind sie sehr verschieden. Erstere ist nämlich eine Heavy-Metal-Rockband und letztere hat sich dem Techno verschrieben. Was beide aber gemeinsam haben? Sie besitzen eine ansehnliche Fangemeinschaft, haben mehrere Konzerte gegeben und Alben herausgebracht. Ihre ungewöhnlichste Gemeinsamkeit ist aber vor allem: ihre Fiktivität. Beide Bands wurden eigens für den Dreh eines fingierten ‚Dokumentarfilmes‘ frei erfunden.
This is Spinal Tap! und Fraktus spielen bewusst mit Klischees und Stereotypen aus den jeweiligen Musikrichtungen – Heavy Metal und Techno. Interessant werden die Filme aber nicht nur wenn man sich in den jeweiligen Musikszenen auskennt, sondern auch die konventionellen dokumentarischen Praktiken kennt, die von den Mockumentaries imitiert werden.
In der vorliegenden Arbeit möchte ich in Bezug auf das Mockumentary folgende Fragen beantworten: Mit welchem Ziel imitieren Mockumentaries die dokumentarische Form, obwohl sie fiktive Elemente enthalten? Und was ist der Effekt, die Wirkung, die Mockumentaries bezogen auf das Dokumentarfilm-Genre haben?
Eine weitere Besonderheit dieser Mockumentaries ist ihre enge Verknüpfung mit der Musik. Beide Filme verbinden populäre Medien: Film und Musik – unter anderem, wie sich später herausstellen wird. Nicht nur im Film sehen wir die fiktiven Bands auf der Bühne, auch im realen Leben sind sie aufgetreten. Ihre publizierten Alben sind ebenfalls echt: Man kann sie noch lange nach dem Filmstart kaufen. Beide Filme lassen uns nicht mehr ‚nur’ Zuschauer bleiben, wir werden aufgefordert, die Geschichten gesamthaft zu erleben – auf mehr als nur einem Medium. Die Medien stellen dabei eine Art Vehikel dar, die ihrerseits eine Bühne für die Geschichte bilden. Diese Transmedialität soll untersucht werden. Henry Jenkins, der wohl wichtigste Denker im Bereich des Transmedial Storytelling hat hierzu Artikel verfasst, auf die ich mich beziehe. Das Erzählen auf verschiedenen Plattformen zieht einen weiteren interessanten Punkt mit sich: Das Internet. Es nimmt eine besondere Rolle für transmediale Strategien ein und soll hier in Bezug auf die zwei Filme und ihrer Anhängerschaft untersucht werden. Dazu wurde folgende These aufgestellt: Mockumentaries eignen sich besonders gut zur transmedialen Weiterverarbeitung, weil das Spiel mit den Stereotypen und die Überschreitung der Realitätsebenen in allen Medien ähnlich funktioniert und sich auch gut vermarkten lässt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Charakterisierung des Mockumentaries: Definition & Eingrenzung

2. Dokumentarfilm

2.1 Gemeinsamkeiten von Dokumentarfilmen nach Bill Nichols

2.1.1 Selbstverständnis und Anspruch der Dokumentarfilmer

2.1.2 Darstellungskonventionen im Dokumentarfilm

2.1.3 Erwartungshaltung des Publikums

2.2 Die Haltung einer Dokumentation: Fictive vs. Assertive Stance

2.3. Resümee: Vom Dokumentarfilm zum Mockumentary

3. Mockumentaries: Aufbau und Form

3.1 Konstruktion einer dokumentarischen Form

3.2 Dekonstruktion der dokumentarischen Form

3.3 Drei Arten von Mockumentaries: Parodie, Kritik & Dekonstruktion

4. Transmediales Erzählen und Internet-Fangemeinschaften

4.1 Transmedia Storytelling: Kontinuierliches Erzählen

4.2 Internet Fandom: Raus aus der Passivität, rein in die Partizipation

5. Eine Satire auf die Musikindustrie: Mock-Rockumentaries

5.1 THIS IS SPINAL TAP: Unterwegs mit einer archetypischen Metal-Band

5.1.1 Filmanalyse: Inhalt, Stil und Form

5.1.2 Transmedia und Fandom

5.2 FRAKTUS: Reunion der Techno-Urväter

5.2.1 Filmanalyse: Inhalt, Stil und Form

5.2.2 Transmedia und Fandom

5.3 Die Musiker-Figur: Ein massenkulturelles Stereotyp

5.4 Resümee: Das Mock-Rockumentary – ein Dauerwitz

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, mit welchem Ziel Mockumentaries die dokumentarische Form trotz fiktiver Inhalte imitieren und welche Wirkung dies auf das Genre des Dokumentarfilms hat. Besonderer Fokus liegt dabei auf der transmedialen Weiterverarbeitung und der aktiven Rolle der Fangemeinschaften.

  • Charakterisierung und Definition des Mockumentary-Genres
  • Analyse der dokumentarischen Darstellungsmodi nach Bill Nichols
  • Die Rolle des transmedialen Erzählens bei der Konstruktion fiktiver Welten
  • Untersuchung von Partizipationsmöglichkeiten im Internet-Fandom
  • Fallstudien zu den Musik-Mockumentaries THIS IS SPINAL TAP und FRAKTUS

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Filmanalyse: Inhalt, Stil und Form

THIS IS SPINAL TAP verwendet zwar typische Stilmittel und Inhalte anderer Dokumentarfilme, in diesem Fall Rockumentaries, jedoch in überzeichneter und absurder Weise. So enthält der Film einerseits verwackelte Handkamera-Bilder, Interviews mit der Band, Konzertaufnahmen und Archivmaterial-Einspielungen im typischen Rockumentary-Stil, aber das, was der erdichteten Band Spinal Tap im Laufe des Films zustösst und was die einzelnen Bandmitglieder in den Interviews äussern, gibt dem Film einen komischen und absurden Charakter.

Der Film beginnt mit einer Einleitung von Regisseur Reiners, der sich als Dokumentarfilmer Martin DiBergi ausgibt, direkt an das Publikum richtet und in die Kamera spricht. Er werde die „zurzeit legendärste britische Band“ auf einer Konzerttour durch die USA begleiten. DiBergi erzählt von seinem ersten Treffen mit der Band im Jahre 1966 und erklärt, dass seine Dokumentation über die Band die USA-Tour im Jahre 1982 präsentiert, in der die Band das neue Album Smell the Glove promoten wollte. DiBergis Ziel war es wörtlich, „to capture the sights, sounds, and smells of a hard working rock band on the road“ (00:01:34). Nachdem der Titel THIS IS SPINAL TAP – A ROCKUMENTARY BY MARTIN DIBERGI eingeblendet wird, folgt eine genretypische Abfolge von Einstellungen, die das Umfeld und Leben einer Band zeigen sollte: ‚zufällige’ Fans vor der Konzerthalle werden ‚spontan’ interviewt, die Band kommt an einem Flughafen an, an dem ein Chauffeur mit einer Tafel mit der Aufschrift Spinal Pep wartet, Backstage laufen die Vorbereitungen für das Konzert und schlussendlich sieht man Aufnahmen des Auftritts auf der Konzertbühne mit der kreischenden Menge davor.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der beiden fiktiven Bands Spinal Tap und Fraktus und Definition der zentralen Forschungsfragen zur Imitation der dokumentarischen Form.

1. Charakterisierung des Mockumentaries: Definition & Eingrenzung: Theoretische Herleitung des Begriffs Mockumentary und Einordnung in das Spannungsfeld zwischen fiktionalem Inhalt und dokumentarischer Form.

2. Dokumentarfilm: Detaillierte Auseinandersetzung mit der Theorie von Bill Nichols, um die für Mockumentaries essentiellen dokumentarischen Codes und Konventionen zu verstehen.

3. Mockumentaries: Aufbau und Form: Analyse der Konstruktions- und Dekonstruktionsmechanismen von Mockumentaries sowie Unterscheidung der Unterarten Parodie, Kritik und Dekonstruktion.

4. Transmediales Erzählen und Internet-Fangemeinschaften: Untersuchung der Strategien, wie filmische Realität durch transmediale Ansätze und aktive Fan-Partizipation in reale Lebenswelten ausgedehnt wird.

5. Eine Satire auf die Musikindustrie: Mock-Rockumentaries: Anwendung der erarbeiteten Theorien auf die Fallbeispiele THIS IS SPINAL TAP und FRAKTUS unter Berücksichtigung von Stil, Transmedialität und Fandom.

Schlusswort: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur reflexiven und dekonstruktiven Kraft des Mockumentary-Genres.

Schlüsselwörter

Mockumentary, Dokumentarfilm, Transmedia Storytelling, Fiktion, Parodie, Musikindustrie, Fandom, Internet, Medienkonvergenz, Dekonstruktion, Repräsentation, Filmtheorie, Spinal Tap, Fraktus, Stereotyp

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Mockumentary als hybride Filmform, die dokumentarische Stilmittel nutzt, um fiktive Inhalte als real erscheinen zu lassen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der formalen Ästhetik des Dokumentarfilms, dem transmedialen Erzählen und der Rolle von Fangemeinschaften im Internet.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Untersuchung konzentriert sich darauf, warum Mockumentaries die dokumentarische Form imitieren und welche Wirkung dies auf das Dokumentarfilm-Genre hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es erfolgt eine filmtheoretische Analyse, basierend auf den Modellen von Bill Nichols sowie Ansätzen zum Transmedia Storytelling nach Henry Jenkins.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert die Konstruktion des Mockumentary-Genres und wendet diese Erkenntnisse auf zwei konkrete Musik-Mockumentaries an.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Mockumentary, Transmedialität, Fandom, Parodie, Dokumentarfilm und Dekonstruktion.

Warum wird gerade THIS IS SPINAL TAP als Beispiel gewählt?

Der Film gilt als archetypisches Beispiel des Genres, das seit Jahrzehnten eine aktive Fangemeinde besitzt und eine fiktive Welt über reale Medien (Alben, Konzerte) ausdehnt.

Welche Rolle spielt die Band FRAKTUS in der Analyse?

FRAKTUS dient als aktuelleres Beispiel eines deutschen Musik-Mockumentaries, um zu zeigen, wie das Spiel mit Klischees und transmedialer Vermarktung auch in der heutigen Zeit funktioniert.

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Résumé des informations

Titre
Transmediale Strategien und Fandom in Musik-Mockumentaries. Eine Analyse von «This is Spinal Tap» und «Fraktus»
Sous-titre
Eine Satire auf die Musikindustrie
Université
University of Zurich  (Seminar für Filmwissenschaft)
Cours
Transmedia und Film
Note
5.5
Auteur
Ana Matijasevic (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
34
N° de catalogue
V284562
ISBN (ebook)
9783656848448
ISBN (Livre)
9783656848455
Langue
allemand
mots-clé
transmediale strategien fandom musik-mockumentaries eine analyse spinal tap» satire musikindustrie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ana Matijasevic (Auteur), 2013, Transmediale Strategien und Fandom in Musik-Mockumentaries. Eine Analyse von «This is Spinal Tap» und «Fraktus», Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284562
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Extrait de  34  pages
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