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Möglichkeiten und Probleme der Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Mittelmeerraums

Titre: Möglichkeiten und Probleme der Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Mittelmeerraums

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Brumann (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie physique, Géomorphologie, Ecologie
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Seit jeher bereitet die Abgrenzung des Mittelmeerraums den Wissenschaftlern, die sich daran versuchen, einige Schwierigkeiten. Das zeigt sich nicht zuletzt an der Vielzahl von unterschiedlichen Definitionen: Wirft man einen Blick in die einschlägige Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, so gewinnt man den Eindruck, es gebe von ihnen ebenso viele wie Autoren, die über diesen Raum schreiben (vgl. etwa Drude 1884 / Walker 1962 / Carrington 1971 / Robinson 1973 / Branigan & Jarrett 1975 / Daget 1977 / Blondel & Aronson 1999). Dies ist zunächst der Tatsache geschuldet, dass im Laufe der Zeit die Konzepte zur Abgrenzung räumlicher Einheiten – hier des Mittelmeerraums – immer wieder Veränderungen erfahren haben. Vor allem aber werden unterschiedliche Konzepte der Abgrenzung zu Grunde gelegt, je nachdem, in welcher Disziplin der jeweilige Autor tätig ist und welchen Aspekt oder welche der Sphären des Raumes er untersucht (vgl. Marquina & Brauch 2001, S. 27). Und nicht zuletzt erschwert die Frage, ob der Mittelmeerraum überhaupt als eine Einheit gesehen werden kann, das Vorgehen. Als Resultat existiert heute keine allgemein anerkannte, omnivalente Definition des Mittelmeerraums (vgl. Marquina & Brauch 2001, S. 25). Die nachstehende Arbeit versucht, vor dem Hintergrund dieser Schwierigkeiten einen Überblick über einzelne Möglichkeiten der physisch-geographischen Abgrenzung des Mittelmeerraums und ihre jeweiligen Probleme zu geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Eine Anmerkung zur Methodik

1 Einleitung

2 Zum Begriff des Mittelmeers / des Mittelmeerraums

3 Möglichkeiten und Probleme der Abgrenzung des Mittelmeerraums

3.1 Abgrenzung anhand des Klimas

3.2 Abgrenzung anhand der Vegetation

3.3 Abgrenzung anhand des Reliefs

3.4 Abgrenzung anhand des Mittelmeerbeckens selbst

4 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der wissenschaftlichen Herausforderung auseinander, den Mittelmeerraum als geographische Einheit präzise zu definieren und abzugrenzen. Dabei wird untersucht, inwieweit physisch-geographische Parameter wie Klima, Vegetation, Relief und hydrologische Einzugsgebiete als objektive Kriterien für eine eindeutige Grenzziehung herangezogen werden können.

  • Kritische Analyse klimatischer Definitionsmodelle (z.B. Köppen, Troll & Paffen)
  • Untersuchung der Eignung von Indikatorpflanzen wie der Steineiche und dem Ölbaum
  • Diskussion reliefbedingter tektonischer Abgrenzungsmöglichkeiten
  • Bewertung administrativer und hydrologischer Ansätze zur Gebietsbestimmung
  • Synthese der Komplexität einer einheitlichen, physisch-geographischen Definition

Auszug aus dem Buch

3.2 Abgrenzung anhand der Vegetation

Eine andere Möglichkeit der Definition des Mittelmeerraums besteht in der Betrachtung der Vegetation. Die Vegetation wird in ihrer Artzusammensetzung, ihrem Erscheinungsbild und ihren räumlichen Verteilungsmustern von den Gegebenheiten des von ihr besiedelten Raumes bedingt (vgl. Glawion 2011, S. 532ff / Schmitt 2011, S. 542 / Schmitt & Schmitt 2011, S. 553). Dabei übt das Klima als hierarchisch übergeordneter Faktor einen maßgeblichen Einfluss aus. Denn einerseits werden auch die anderen Ökosystem-Komponenten wie Relief oder Böden, von denen die Vegetation abhängig ist, durch das Klima mitdeterminiert (vgl. Schultz 2008, S. 25). Vor allem aber besteht eine direkte Abhängigkeit der Vegetation vom Klima selbst. Für den Mittelmeerraum bedeutet dies, dass das Überleben einer Art nur dann möglich ist, wenn sie an den vorherrschenden Klimatypus mit kühlen, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern optimal angepasst ist (vgl. Blondel & Aronson 1999, S. 14).

Da der mediterrane Klimatypus nur in wenigen anderen Gebieten der Erde vorkommt, die darüber hinaus durch ganze Ozeane oder Kontinente vom Mittelmeerraum getrennt sind, konnten sich in letzterem viele endemische Arten entwickeln, deren Zahl auf über 7.600 geschätzt wird (vgl. Reisigl 2001, S. 197, nach Costa 1997). Logisch erscheint in diesem Zusammenhang ein Ansatz, der von zahlreichen Autoren in der Vergangenheit immer wieder in unterschiedlicher Form verfolgt wurde: Sogenannte ‚Bioindikatoren‘, die als besonders angepasst an die klimatischen Ausgangsbedingungen gelten und daher nur unter denselben vorkommen, stellen einen verlässlichen Hinweis auf das Bestehen typisch mediterraner Ökosysteme dar – entsprechend können ihre räumlichen Verbreitungsgrenzen allgemein als Grenzen der Mediterranräume und hinsichtlich des euro-asiatisch-afrikanischen Mediterranraumes als Begrenzung des Mittelmeerraums verstanden werden (vgl. Blondel & Aronson 1999, S. 14 / Reisigl 2001, S. 196ff / King 1997, S. 4). Gleich mehrere Pflanzenarten kommen als solche Indikatoren in Frage und sollen daher nachfolgend kurz auf ihre Zulänglichkeit als ‚Grenzzieherpflanze‘ hin diskutiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Eine Anmerkung zur Methodik: Das Kapitel erläutert das Ziel der Arbeit, verschiedene Abgrenzungsansätze des Mittelmeerraums zusammenzustellen und kritisch auf ihre Vor- und Nachteile zu prüfen.

1 Einleitung: Hier wird die Problematik der Definition des Mittelmeerraums thematisiert und dargelegt, warum aufgrund disziplinärer Unterschiede bisher keine allgemein anerkannte, einheitliche Definition existiert.

2 Zum Begriff des Mittelmeers / des Mittelmeerraums: Dieser Abschnitt klärt die etymologische und wissenschaftliche Verwendung der Begriffe „Mittelmeer“ und „mediterran“ in verschiedenen Kontexten und Sprachen.

3 Möglichkeiten und Probleme der Abgrenzung des Mittelmeerraums: Das Hauptkapitel untersucht systematisch die vier Kriterien Klima, Vegetation, Relief und hydrologische Becken auf ihre Eignung als Grenzziehungsinstrumente.

3.1 Abgrenzung anhand des Klimas: Es werden verschiedene Klimaklassifikationen diskutiert, die aufzeigen, dass klimatische Definitionen zwar raumprägend, aber oft zu unscharf oder zu eng gefasst sind.

3.2 Abgrenzung anhand der Vegetation: Dieses Unterkapitel analysiert den Einsatz von Bioindikatoren wie der Steineiche und dem Ölbaum sowie Pflanzengesellschaften als Grenzmarker.

3.3 Abgrenzung anhand des Reliefs: Hier wird die Bedeutung tektonischer Strukturen und der umgebenden Gebirgsringe für die topographische Abgrenzung des Mittelmeerraums erörtert.

3.4 Abgrenzung anhand des Mittelmeerbeckens selbst: Dieser Teil betrachtet Ansätze, die den Mittelmeerraum primär über Anrainerstaaten, administrative Einheiten oder hydrologische Einzugsgebiete definieren.

4 Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel kommt zu dem Schluss, dass keine einzelne Definition für alle Zwecke ausreicht, sondern die Wahl der Abgrenzung vom wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse abhängen muss.

Schlüsselwörter

Mittelmeerraum, Physische Geographie, Klimaklassifikation, Bioindikatoren, Vegetation, Reliefentwicklung, Mediterranklima, Abgrenzung, Geographische Einheit, Tethys-Becken, Ökosysteme, Hydrologie, Mittelmeerbecken, Geographie, Landschaftsökologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze, den Mittelmeerraum physisch-geographisch abzugrenzen und zu definieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die klimatische, vegetationsgeographische, reliefbedingte und hydrologische Betrachtung des Raumes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein kritischer Überblick über bestehende Definitionen, um die Probleme einer einheitlichen Grenzziehung zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich unterschiedlicher Klassifikationsansätze, unterstützt durch Abbildungen der entsprechenden Verbreitungsgebiete.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert, warum sich Klima, Vegetation und Relief jeweils nur bedingt als alleinige Grenzziehungskriterien eignen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mittelmeerraum, Physische Geographie, Klimaklassifikation, Bioindikatoren und räumliche Abgrenzung charakterisiert.

Warum ist die Abgrenzung anhand von Anrainerstaaten problematisch?

Viele Staaten, die eine Mittelmeerküste besitzen, haben große Landesteile, die physisch-geographisch (etwa klimatisch oder topographisch) nicht zum Mittelmeerraum gehören.

Warum eignen sich Indikatorpflanzen nur bedingt als Grenzzieher?

Pflanzen wie die Steineiche oder der Ölbaum kommen oft außerhalb der mediterranen Kerngebiete vor oder sind durch menschliche Kultivierung in ihrer natürlichen Verbreitung beeinflusst.

Welche Rolle spielt das hydrologische Becken?

Das hydrologische Becken dient als ergänzender Ansatz, um den Raum über die Wasserzuflüsse zum Mittelmeer zu definieren, was besonders für ressourcenbezogene Fragestellungen nützlich ist.

Was ist das Fazit des Autors?

Es existiert keine „allgemeingültige“ Definition; die Wahl der Abgrenzung muss immer zweckorientiert und disziplinabhängig erfolgen.

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Résumé des informations

Titre
Möglichkeiten und Probleme der Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Mittelmeerraums
Université
University of Augsburg  (Institut für Geographie)
Cours
Hauptseminar Physische Geographie des Mittelmeerraums
Note
1,3
Auteur
Sebastian Brumann (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
23
N° de catalogue
V284619
ISBN (ebook)
9783656842590
ISBN (Livre)
9783656842606
Langue
allemand
mots-clé
möglichkeiten probleme begriffsbestimmung abgrenzung mittelmeerraums
Sécurité des produits
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Citation du texte
Sebastian Brumann (Auteur), 2013, Möglichkeiten und Probleme der Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Mittelmeerraums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284619
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