Für viele Privatpersonen gehören sie bereits zum Lebensalltag und sind auch nicht mehr aus diesem wegzudenken: Social Software hat in der vergangenen Dekade einen bisher unvergleichlichen Siegeszug im privaten Sektor hinter sich und erfreut sich nach wie vor steigender Beliebtheit und Nutzerzahlen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich aus Sicht eines jeden Unternehmens die Frage, ob dieser Erfolg nicht auch auf den betrieblichen Einsatz übertragbar ist. Social Software für Unternehmen verändert nicht nur die Art und Weise der Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens, sondern auch zu Lieferanten, Partnern und Kunden grundlegend. Die Einführung und der Betrieb von Social Software ist der Anstoß einer unternehmensweiten Transformation hin zu einem Social Business.
Im Rahmen dieser Arbeit wird nicht nur evaluiert, welcher Nutzen aus solch einer Transformation resultieren kann, sondern auch aus relevanten Praxiserfahrungen konkrete Empfehlungen für einzelne Schritte auf dem Weg zum Social Business abgeleitet. Ein besonderer Akzent wird hierbei auf Industrieunternehmen und der damit verbundenen Besonderheiten dieser Branche gelegt.
In dieser Arbeit werden vier zentrale Zielsetzungen verfolgt:
1. State-of-the-Art-Überblick zum Thema Social Business und Social Software, inkl. einer Markübersicht;
2. Erarbeitung eines generischen Einführungskonzeptes, welches branchen-unabhängig auf eine Vielzahl von Unternehmen übertragbar ist;
3. Aufzeigen industriespezifischer Einsatzszenarien als Anwendungsbeispiele für Social Software;
4. Vorstellung erfolgsbestimmender Faktoren als Handlungsempfehlung für die Einführung und den Betrieb einer Social-Software-Plattform, abgeleitet aus den Herausforderungen in der Praxis.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzungen
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen und Begriffsbestimmungen
2.1 Definition von Social Business
2.2 Social Business aus Sicht der Informations- und Kommunikationstechnologie
2.2.1 Computer Supported Cooperative Work
2.2.2 Groupware
2.2.3 Collaboration Software
2.2.4 Social Software
3. Funktionen und Nutzen von Social Software
3.1 Private Nutzung von Social-Software-Funktionen
3.2 Funktionen für den Einsatz in Unternehmen
3.2.1 Social Tagging und Social Bookmarking
3.2.2 (Diskussions-)Foren
3.2.3 Weblogs (Blogs) und Microblogging
3.2.4 Wikis
3.2.5 Communities / soziale Netzwerke
3.2.6 Echtzeitkommunikation
3.2.7 Collaborative Writing
3.3 Nutzen von Social Software für Unternehmen
4. Marktübersicht zu Social Software
4.1 Anbieter im Vergleich
4.2 Top 3 im Detail
5. Einführungsstrategien für Social Software
5.1 Top-Down vs. Bottom-Up
5.2 Big Bang vs. iterative Einführung
6. Einführung von Social Software in Industrieunternehmen
6.1 Motive für die Einführung von Social Software in Industrieunternehmen
6.2 Praxiserfahrungen
6.2.1 Art und Weise der Softwarebereitstellung
6.2.2 Einführungskonzept
6.2.3 Einsatzszenarien in Industrieunternehmen
6.3 Evaluation der Praxiserfahrungen
6.3.1 Quantifizierbarkeit des Nutzens
6.3.2 Herausforderungen bei der Einführung
6.4 Erfolgsfaktoren für Social Software
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Social Software zur unternehmensweiten Transformation hin zum Social Business in Industrieunternehmen erfolgreich eingesetzt werden kann. Dabei wird evaluiert, welcher Nutzen aus dieser Transformation resultiert und wie die Einführung strategisch geplant werden sollte, insbesondere unter Berücksichtigung branchenspezifischer Herausforderungen.
- Methoden zur Einführung von Social Software (Top-Down/Bottom-Up, Big Bang/iterativ)
- Nutzen- und Funktionsanalyse von Social Software im geschäftlichen Umfeld
- Entwicklung eines generischen Einführungskonzepts für Unternehmen
- Quantifizierung des unternehmerischen Mehrwerts durch Key Performance Indicators
- Industriespezifische Erfolgsfaktoren und Einsatzszenarien
Auszug aus dem Buch
6.2.2 Einführungskonzept
Die Einführung von Social Software ist als entscheidender Schritt hin zu einem Social Business keinesfalls als reines IT-Projekt zu sehen, sondern vielmehr als Teil einer unternehmensweiten Transformation. Für einen erfolgreichen Projektverlauf ist neben der IT-Kompetenz auch Projektmanagement-Knowhow unerlässlich.
Aus Sicht des Projektmanagements lässt sich das Einführungsprojekt in 5 Teilprojekte mit insgesamt 15 Arbeitspaketen (AP) untergliedern: Teilprojekt A: Kick Off, Teilprojekt B: Organistatorische und technische Vorbereitungen, Teilprojekt C: Proof of Concept, Teilprojekt D: Übergang in die Betriebsphase, Teilprojekt E: Nachbereitungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt die Motivation und die vier zentralen Zielsetzungen der Arbeit sowie den Aufbau der Thesis dar.
2. Grundlagen und Begriffsbestimmungen: Schafft eine terminologische Basis für Social Business und relevante Begriffe der IuK-Technologie, insbesondere Social Software.
3. Funktionen und Nutzen von Social Software: Stellt geeignete Funktionen für den Unternehmenseinsatz vor und erläutert den betrieblichen Nutzen.
4. Marktübersicht zu Social Software: Analysiert den Markt für Social-Software-Anbieter und vergleicht die drei am besten positionierten Lösungen.
5. Einführungsstrategien für Social Software: Gegenüberstellung verschiedener Strategieparadigmen (Top-Down vs. Bottom-Up, Big Bang vs. iterative Einführung).
6. Einführung von Social Software in Industrieunternehmen: Erarbeitet ein generisches Einführungskonzept, beleuchtet industriespezifische Einsatzszenarien, evaluiert Nutzendimensionen und leitet Erfolgsfaktoren ab.
7. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Social Software, Social Business, Industrieunternehmen, Einführungskonzept, Wissensmanagement, Kollaboration, Enterprise 2.0, Projektmanagement, Prozessoptimierung, Produktivitätssteigerung, Return on Investment, Informationstechnologie, Change Management
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Einsatz- und Einführungsszenarien von Social Software, um industrielle Unternehmen bei der Transformation zum Social Business zu unterstützen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Einordnung von Social Software, den Funktionen für Unternehmen, der Analyse führender Anbieter sowie der strategischen Planung und Evaluation von Einführungsprojekten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines branchenunabhängigen, generischen Einführungskonzepts, das durch industriespezifische Szenarien und Erfolgsfaktoren ergänzt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, einer Marktanalyse sowie der Auswertung von Praxiserfahrungen, unter anderem durch ein Experteninterview.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, die Marktanalyse, verschiedene Einführungsstrategien sowie ein detailliertes Konzept für Industrieunternehmen inklusive Nutzenbewertung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Social Software, Knowledge Management, Einführungskonzepte und die Quantifizierbarkeit von Nutzendimensionen mittels KPIs.
Warum ist das Thema Wissensmanagement für Industrieunternehmen so wichtig?
Aufgrund der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen Ausscheiden erfahrener Fachkräfte droht ein Wissensverlust, dem Social Software aktiv entgegenwirken kann.
Welche Herausforderungen bei der Einführung von Social Software werden identifiziert?
Zu den Herausforderungen gehören organisatorische Aspekte wie Konkurrenzdenken sowie technische Risiken wie mangelnde Interaktionsfähigkeit mit bestehenden IT-Infrastrukturen.
- Citation du texte
- Jonas Striewski (Auteur), 2014, Einsatz- und Einführungsszenarien für ein Social Business in Industrieunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284789