Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Política - Región: África

Entwicklungspolitik Frankreichs in Afrika. Entwicklungshilfe als Nachfolge der Kolonialepoche und Logik der Systemkonkurrenz

Título: Entwicklungspolitik Frankreichs in Afrika. Entwicklungshilfe als Nachfolge der Kolonialepoche und Logik der Systemkonkurrenz

Trabajo de Seminario , 2013 , 14 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Michael Herrlich (Autor)

Política - Región: África
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Seit mehr als 40 Jahren gehört Frankreich mittlerweile zu den wichtigsten Geberländern der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit. Die Entwicklungspolitik wird dabei in kaum einem anderen Land so kontrovers diskutiert. Von Beginn weg war und ist die französische Entwicklungszusammenarbeit von einem klar definierten, engen Verhältnis zu ehemaligen Kolonien geprägt.
KritikerInnen der Entwicklungshilfe und -zusammenarbeit, welche beispielsweise der Postkolonialen Theorie zuzuordnen sind, würden bei diesem Land argumentieren, dass die Entwicklungshilfe nur aus dem Grunde geleistet wird, um die Machtbeziehungen zu und den Einfluss auf ehemalige Kolonien in afrikanischen Ländern wie beispielsweise Senegal, Algerien oder Mali aufrechtzuerhalten und diese Regionen weiterhin in dem Zustand der Abhängigkeit zu bewahren. Im Laufe meiner Arbeit möchte ich folgende Fragestellungen klären: Wer sind die Akteure von und was sind die Motive für Entwicklungshilfe? Womit argumentieren die KritikerInnen? Inwiefern ist die Entwicklungshilfe Frankreichs ein reines, nachfolgendes Konstrukt der ehemaligen Kolonialepoche, verbirgt sich dahinter ein politischer und wirtschaftlicher Plan, der Machtbeziehungen aufrecht erhalten und Nehmerländer weiterhin abhängig halten soll? Inwiefern ist die Entwicklungshilfe Frankreichs ein Produkt der Systemkonkurrenz, welche Rolle spielen Rohstoffe in diesem System? Außerdem habe ich für meine Abschlussarbeit folgende Hypothese aufgestellt: Je höher der ehemalige Einfluss Frankreichs in afrikanischen Ländern in Form von Kolonien, desto höher die Summe der fließenden Entwicklungsgeldern in Richtung sogenannter „unterentwickelter Staaten“. Bevor ich mit der Beantwortung meiner Fragestellungen und der spezifischen Behandlung dieses Themas in Frankreich beginne, möchte ich allerdings auf den Begriff „Entwicklungshilfe“ näher eingehen und die Geschichte von diesem erläutern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

DEFINITION UND GESCHICHTE DER ENTWICKLUNGSHILFE

Empfänger der Entwicklungshilfe

Die Motive der Entwicklungshilfe

Kritik an der Entwicklungshilfe

FRANKREICH UND SEINE EHEMALIGEN KOLONIEN

Frankreichs politische Strategien nach der Kolonialzeit

Frankreichs Entwicklungshilfe im Vergleich zu anderen Gebernationen

Frankreichs Entwicklungshilfe im Detail

Die Entwicklungspolitik unter Sarkozy

FAZIT:

BIBLIOGRAPHIE:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die moderne französische Entwicklungshilfe in Afrika als ein nachkoloniales Konstrukt zu verstehen ist, das primär der Aufrechterhaltung politischer und wirtschaftlicher Machtbeziehungen dient, anstatt rein altruistische Entwicklungsziele zu verfolgen.

  • Historische Kontinuitäten zwischen Kolonialepoche und aktueller Entwicklungspolitik.
  • Die Logik der Systemkonkurrenz und ihre Auswirkungen auf Geberinteressen.
  • Analyse der französischen Afrikapolitik und militärischer Interventionen.
  • Kritische Reflexion der "Francafrique"-Beziehungen und wirtschaftlicher Abhängigkeiten.
  • Bewertung der Wirksamkeit und Motive der französischen Entwicklungshilfe unter verschiedenen Regierungen.

Auszug aus dem Buch

Frankreichs politische Strategien nach der Kolonialzeit

Die meisten ehemaligen Kolonialmächte haben noch Einfluss in ihren damals eroberten Gebieten. Frankreich kann aber wohl als das Land bezeichnet werden, das noch den größten Einfluss in Afrika ausübt. So wählen die Franzosen auch immer wieder Sonderwege in ihrer Afrikapolitik. Den Einfluss in der frankophonen Welt, wollte man auch nach der Unabhängigkeit der meisten französischen Kolonien beibehalten. Deutlich erkennbar wurde dies an der Haltung Frankreichs, während des Kalten Krieges, als man versuchte eine Alternative zu den USA und der Sowjetunion darzustellen. Die eigene Außenpolitik hatte ganz klar das Ziel, vor allem in den Ländern mit starken Ressourcenvorkommen, Frankreichs Einfluss zu vergrößern.

Geschätzt weit über 30-mal soll Frankreich verdeckt oder ganz offiziell militärisch in Afrika interveniert haben. Seit Mitte der 90er veränderte sich diese Strategie langsam aber eher in Richtung Demokratienförderung. So beansprucht man eine Zone prioritärer Solidarität, über die ein Ausschuss befindet. Diese Zone beinhaltet heute rund vierzig afrikanische Staaten. Mit mindestens acht afrikanischen Staaten gibt es Verteidigungsabkommen und mit rund 23 Ländern Militärhilfeabkommen. Tausende französische Soldaten sind nach wie vor in afrikanischen Ländern wie der Elfenbeinküste, Gabun oder dem Tschad stationiert. Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings die Tatsache, dass Frankreich seit 1994 militärische Interventionen auf afrikanischem Boden reduziert hat. Damals erntete man für die Interventionspolitik im Ruandakrieg herbe Kritik, bis heute heißt es man hätte sich damals falsch positioniert. So sollen französische Soldaten aktiv am Völkermord der Tutsi-Minderheit beteiligt gewesen sein. Sie sollen nicht nur von den Ermordungen gewusst, sondern auch selbst getötet und vergewaltigt haben (vgl. Asserate 2010: 152-153) .

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Der Autor erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Rolle der Kolonialgeschichte und der Systemkonkurrenz für die heutige französische Entwicklungspolitik in Afrika.

DEFINITION UND GESCHICHTE DER ENTWICKLUNGSHILFE: Dieses Kapitel definiert Entwicklungshilfe, beschreibt ihre historische Entwicklung und die Etablierung internationaler Institutionen wie DAC und IDA.

FRANKREICH UND SEINE EHEMALIGEN KOLONIEN: Der Abschnitt analysiert die historische Etablierung des französischen Kolonialreiches und dessen andauernde politische und wirtschaftliche Nachwirkungen in den unabhängigen Staaten Afrikas.

FAZIT: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst, die die Hypothese stützen, dass französische Entwicklungshilfe stark von nationalen Interessen und neokolonialer Einflussnahme geprägt ist.

BIBLIOGRAPHIE: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Entwicklungshilfe, Frankreich, Afrika, Kolonialepoche, Postkolonialismus, Systemkonkurrenz, Außenpolitik, Machtbeziehungen, Neokolonialismus, Rohstoffe, Geostrategie, Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaftspolitik, Sarkozy, Afrikapolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die französische Entwicklungspolitik in Afrika unter dem Aspekt, ob sie als Fortführung kolonialer Interessen und als Instrument der Systemkonkurrenz zu betrachten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die Geschichte der Entwicklungshilfe, die historischen Beziehungen zwischen Frankreich und seinen ehemaligen Kolonien, die Rolle von Rohstoffen sowie die politische Strategie Frankreichs in Afrika.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, inwiefern die französische Entwicklungshilfe ein reines Konstrukt der ehemaligen Kolonialepoche ist und inwieweit wirtschaftliche sowie politische Machtinteressen die treibenden Motive darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und die Auswertung historischer sowie politischer Kontexte, um die Hypothese der neokolonialen Einflussnahme zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Definitionen der Entwicklungshilfe, den Motiven der Geberstaaten, der spezifischen französischen Afrikapolitik inklusive militärischer Interventionen und der Ausrichtung unter Präsident Sarkozy.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Frankreich, Afrikapolitik, Entwicklungshilfe, neokoloniale Interessen, Machtbeziehungen und koloniale Geschichte.

Welche Rolle spielt die "Zone prioritärer Solidarität" in der französischen Politik?

Diese Zone umfasst rund vierzig afrikanische Staaten, in denen Frankreich seinen Einfluss durch Verteidigungsabkommen und Militärpräsenz besonders stark sichert.

Wie bewertet der Autor die Rede von Präsident Sarkozy in Dakar?

Der Autor führt die Rede als Beispiel für umstrittene Rhetorik an, da Sarkozy die afrikanische Unterentwicklung in dieser Rede provokant begründete und damit heftige Kritik auf sich zog.

Warum wird die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe im Text hinterfragt?

Kritiker führen an, dass Entwicklungshilfe oft an eurozentrischen Vorstellungen festhält und lokale Bedürfnisse ignoriert, während sie gleichzeitig Abhängigkeiten schafft, anstatt echte Selbstversorgung zu fördern.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Entwicklungspolitik Frankreichs in Afrika. Entwicklungshilfe als Nachfolge der Kolonialepoche und Logik der Systemkonkurrenz
Universidad
University of Vienna
Calificación
2
Autor
Michael Herrlich (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
14
No. de catálogo
V284805
ISBN (Ebook)
9783656849773
ISBN (Libro)
9783656849780
Idioma
Alemán
Etiqueta
entwicklungspolitik frankreichs afrika entwicklungshilfe nachfolge kolonialepoche logik systemkonkurrenz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Herrlich (Autor), 2013, Entwicklungspolitik Frankreichs in Afrika. Entwicklungshilfe als Nachfolge der Kolonialepoche und Logik der Systemkonkurrenz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284805
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint