1910 erschien das Buch "Die Welt in 100 Jahren“ . Ein Kapitel dieses Buchs heißt: „Das drahtlose Jahrhundert“. Arthur Brehmer beschreibt darin seine Vorstellung zum Fortschritt in 2010:
„Es wird jedermann sein eigenes Taschentelephon haben, durch welches er sich, mit wem er will, wird verbinden können, einerlei, wo er auch ist, ob auf der See, ob in den Bergen, dem durch die Luft gleitenden Aeroplan, oder dem in der Tiefe der See dahinfahrenden Unterseeboot. “
Heute: Smartphone & Mobiles Internet
„Ebenso zur Verfügung steht eine elektronische Korrespondenzmaschine. Sie erlaubt es, eine geschriebene Information sofort, ohne jeden Zeitverzug, in jeden Winkel der Welt zu schicken. “
Heute: E-Mails
„Das Einkaufen per Knopfdruck wird eine der Annehmlichkeiten der Zukunft sein. Eine Videokonsole zu Hause ist mit dem Kaufhaus verbunden. Dort filmt eine Kamera die Ware, zum Beispiel Kleidungsstücke, und schickt das Bild auf den Monitor, so dass man sich zu Hause per Knopfdruck etwas aussuchen kann. “
Heute: Online-Shopping
Schon 1910 prognostizierte Arthur Bremer Smartphones und mobiles Internet, E Mails und Online-Shopping für das Jahr 2010. Darüber, wie die Welt in 100 Jahren aussieht, gibt es leider kein vergleichbares Buch. Moderne Kommunikation verändert die Welt rasant und wird auf kommende Generationen unterschiedliche Auswirkungen haben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Digitale Transformation
2.1 Phasen der digitalen Transformation
2.2 Fixed Net
2.2.1 Entwicklung
2.2.2 Status Quo
2.3 Mobile
2.3.1 Entwicklung
2.3.2 Status Quo
3 Herausforderungen für Unternehmen im B2C-Bereich
3.1 Schwierigkeiten
3.1.1 Kulturelle Hindernisse
3.1.2 Organisationale Hindernisse
3.1.3 Externe Faktoren
3.2 Möglichkeiten
3.2.1 Kundeneinbeziehung
3.2.2 Mobilität
3.2.3 Ausgewählte Instrumente
4 Empirische Untersuchung – eine kritische Betrachtung ausgewählter Experten zum Thema digitale Transformation
4.1 Online Expertenumfrage
4.2 Forschungs-/Untersuchungsdesign
4.3 Auswertung und Interpretation
4.3.1 Risiken
4.3.2 Chancen
5 Schlussbetrachtung
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation für Unternehmen im B2C-Bereich. Das Hauptziel besteht darin, die Folgen von Abwarten oder Nicht-Handeln im digitalen Zeitalter zu verdeutlichen, den Nutzen moderner Medien aufzuzeigen und durch eine Expertenbefragung einen fundierten Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen zu geben.
- Phasen und Treiber der digitalen Transformation (Fixed Net, Mobile).
- Kulturelle und organisationale Hindernisse bei der Implementierung.
- Strategische Möglichkeiten durch Kundeneinbeziehung, Big Data und Cloud Computing.
- Einsatz von Story Telling und "Mitarbeiter 2.0" als Erfolgsfaktoren.
- Kritische empirische Untersuchung der Trends durch Expertenmeinungen.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Kulturelle Hindernisse
Kulturelle Hindernisse betreffen hauptsächlich die Einstellung von Menschen. Den Veränderungsprozess durch Einführen neuer digitaler Prozesse können folgende kulturellen Hindernisse aufhalten: “Wir haben gerade keine Zeit für sowas“, bekommen einige Mitarbeiter zu hören, wenn sie Ideen haben, die sie als relevant für das Unternehmen ansehen. Es fehlt die Priorisierung für das Thema Digitalisierung. “Wir wissen nicht, wie das geht“, denken sich einige Führungskräfte und suchen sich daher häufiger externe Unterstützung. Der vertraute Umgang mit neuen Technologien fehlt. Antworten wie: „Das haben wir doch schon immer so gemacht“, verdeutlichen die konservative Einstellung und die Wertschätzung funktionierender Prozesse. Wie heißt es doch so schön: Never change a running system. Offenheit und Mut für neue Technologien fehlen. “Wir verlieren doch unseren Einfluss in der Organisation“, zeigt Angst vor dem Verlust eingespielter Machtstrukturen. Widerstand gegen eine Veränderung wird ausgelöst.
Festzuhalten ist: Mitarbeiter bekommen zu wenig Unterstützung. Unternehmen wollen oft das Risiko vermeiden, etablierte Strukturen grundlegend anzupassen und in Prozesse zu investieren. Die Studie des Korn/Ferry Institutes, durchgeführt v. a. bei britischen Firmen, kam zu folgendem Ergebnis: Es wird immer wichtiger, dass in Aufsichtsräten Führungskräfte sitzen, die eine digitale Expertise mitbringen. Über die Rolle des Chief Information Officer (CIO) und des Chief Digital Officer (CDO) wurde in letzter Zeit viel diskutiert. Nach Ansicht von Forrester Analyst Martin Gill löst die Einführung eines CDO noch längst nicht alle Probleme. Es sollte mehr als nur ein Einzelner an der Spitze sein, der digitale Expertise vorweisen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der fortschreitenden digitalen Vernetzung und Definition der Problemstellung sowie Zielsetzung der Arbeit.
2 Digitale Transformation: Erläuterung der Phasen der digitalen Transformation sowie der technologischen Entwicklung im Bereich Fixed Net und Mobile.
3 Herausforderungen für Unternehmen im B2C-Bereich: Analyse von kulturellen und organisationalen Hindernissen sowie Darstellung strategischer Möglichkeiten wie Kundeneinbeziehung und Technikeinsatz.
4 Empirische Untersuchung – eine kritische Betrachtung ausgewählter Experten zum Thema digitale Transformation: Durchführung und Auswertung einer Online-Expertenumfrage zu Risiken und Chancen im digitalen Wandel.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Erkenntnisse in einem Fazit sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Digitale Transformation, B2C, Mobile Internet, Web 2.0, Unternehmenskultur, Kundenbindung, Virales Marketing, 3D-Drucker, Big Data, Cloud Computing, Story Telling, Expertenbefragung, Change Management, Innovationsmanagement, Online-Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie die digitale Transformation Unternehmen im B2C-Bereich herausfordert und welche Chancen sich daraus ergeben, wenn Unternehmen ihre Strategien anpassen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die technologische Entwicklung von Internet und Mobilfunk, der Umgang mit digitalen Medien im Unternehmen sowie die psychologischen und organisatorischen Aspekte der Transformation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Unternehmen die Risiken eines Abwartens aufzuzeigen und den Nutzen moderner Instrumente wie SoMe, Big Data und Story Telling für eine erfolgreiche digitale Transformation zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse einen empirischen Teil in Form einer explorativen Online-Expertenbefragung (Delphi-Stil), um Trends und Einschätzungen zur Digitalisierung zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den Phasen der digitalen Transformation, spezifischen Schwierigkeiten in Unternehmen (kulturell/organisational) und konkreten Instrumenten wie 3D-Druck, Cloud Computing und Story Telling.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Digitale Transformation, B2C, Kundeneinbeziehung, SoMe, Mobile Strategie, Big Data und Expertenbefragung.
Warum spielt die Unternehmenskultur eine so große Rolle?
Die Autorin stellt fest, dass viele Transformationsprojekte nicht an mangelnder Technik, sondern an kulturellen Barrieren, wie etwa der Angst vor dem Verlust eingespielter Strukturen, scheitern.
Welche Rolle spielt das "Mitmach-Internet" für Unternehmen?
Es führt zu einer Demokratisierung, bei der Kunden mitreden wollen und der Dialog zwischen Unternehmen und Kunde immer wichtiger wird, was eine hohe Transparenz erfordert.
- Citar trabajo
- Jana Albrecht (Autor), 2014, Digitale Transformation. Herausforderungen für Unternehmen im B2C Bereich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285255