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„Jetzt mach das doch mal so!“. Der Einsatz von Bewegungskorrektur im Sportunterricht

Título: „Jetzt mach das doch mal so!“. Der Einsatz von Bewegungskorrektur im Sportunterricht

Trabajo Escrito , 2011 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Andreas Gröger (Autor)

Didáctica - Deporte, Pedagogía deportiva
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Beim sportlichen Training allgemein, aber auch gerade im Bereich des Technik-Erwerbs-Training kommt es bei Lernenden immer wieder zu fehlerhaften Bewegungsausführungen. „Aus Fehlern lernt man“, so lautet ein weitverbreitetes deutsches Sprichwort. Dies kann sogar gelingen, wenn wir nicht selber den Fehler machen, sondern es andere für uns tun und wir dies beobachten (vgl. Lehnen-Beyel, 2004).
Doch was ist eine fehlerhafte Bewegungsausführung, wie wird im Bereich der sportlichen Handlung der Fehlerbegriff definiert? An diesem Punkt setzt diese Hausarbeit an. Am Anfang wird der Begriff des Fehlers genauer unter die Lupe genommen, um verständlich zu machen, in welche Art und Weise man diesen Begriff verstehen kann und welche Ursachen Fehler entstehen lassen können. Aufbauend auf dem Verständnis des Fehlerbegriffs geht es dann direkt um Bewegungskorrektur im Sportunterricht. Im ersten Teil dieses Abschnitts wird ein Überblick darüber gegeben, was man unter Bewegungskorrektur versteht, was dieser Begriff bedeutet und mit sich bringt. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Frage, wie man Bewegungskorrekturen im Sportunterricht ein- und umsetzen kann und welche Korrekturregeln man beachten sollte. Im weiteren Verlauf wird dann ein Teilbereich der Bewegungskorrektur, nämlich das Feedback, behandelt. Genauer betrachtet wird dort der Aspekt des internen und externen Aufmerksamkeitsfokus, beziehungsweise die daraus resultierenden Konsequenzen. Da in dieser Arbeit zum einen aufgezeigt werden soll, was sich hinter dem Begriff der Bewegungskorrektur und deren Anwendung im Sportunterricht verbirgt, zum anderen aber auch ein Beitrag zum Verständnis der Problematik des Einsatzes von Bewegungskorrekturen geleistet werden soll, liegt dort der Fokus des letzten Abschnittes. Hier werden abschließend Probleme behandelt, die im Unterrichtsalltag durch Einsatz von Bewegungskorrekturen entstehen können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Fehlerbegriff

2.1 Fehler als Differenz zwischen Ist- und Sollwert

2.2 Fehler als Verfehlung des Bewegungsziels

2.3 Fehlerursachen

3. Bewegungskorrektur – Was ist das?

4. Methodische Überlegungen zur Bewegungskorrektur

4.1 Beobachten

4.2 Beurteilen

4.3 Korrekturmaßnahmen ergreifen

4.4 Korrekturregeln für die Praxis

5. Interner oder externer Aufmerksamkeitsfokus?

6. Probleme der Bewegungskorrektur im Unterrichtsalltag

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die methodische Umsetzung der Bewegungskorrektur im Sportunterricht. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie Lehrkräfte durch gezielte Beobachtung, Beurteilung und den Einsatz adäquater Korrekturmaßnahmen den Lernprozess effektiv unterstützen können, während gleichzeitig die Problematik von Unterrichtsstörungen und der Wahl des richtigen Aufmerksamkeitsfokus kritisch analysiert wird.

  • Definition des Fehlerbegriffs und Analyse der Fehlerursachen.
  • Strukturierung des methodischen Prozesses der Bewegungskorrektur (Beobachten, Beurteilen, Handeln).
  • Analyse der Bedeutung von internem versus externem Aufmerksamkeitsfokus für das motorische Lernen.
  • Diskussion typischer Alltagsprobleme bei der Korrektur im Schulsport.
  • Erarbeitung von praxisnahen Regeln für eine effektive Korrektur durch Lehrpersonen.

Auszug aus dem Buch

4.4 Korrekturregeln für die Praxis

Die erste Korrekturregel lautet: „Korrigiere nicht zu früh“ (Söll, 2003, S. 213). Dahinter steckt, dass gerade in der Schule den Schülerinnen und Schülern sehr wenig Übungszeit zur Verfügung steht und somit sich auch die jeweiligen Wiederholungszahlen in Grenzen halten. Deswegen muss man sich als Lehrender zurückzuhalten, um dem Lernenden überhaupt die Möglichkeit zu geben sich mit der Bewegung vertraut zu machen. So kann es unter Umständen dann schon dazu kommen, dass ‚falsche‘ Bewegungen von selbst abgestellt werden oder der Lernende sich bewusst selbst korrigiert. Zurückhalten bedeutet hier nicht, die Beobachtung einzustellen, sondern mit der eigentlichen Korrektur zu warten. Ein sofortiger Eingriff ist natürlich vonnöten, wenn Missverständnisse vorliegen oder Gefahrensituationen auftreten (vgl. Söll, 2003, S. 212f.; Deutscher Tennis Bund, 1996, S. 34).

Als zweite Korrekturregel lässt sich festhalten, dass generelle Korrekturen vor individuellen Korrekturen kommen. In der Schule macht es keinen Sinn sich sofort auf den einzelnen Lernenden zu stürzen, denn zum einen wird damit nur dem Einen oder einer kleinen Gruppe geholfen und zum anderen verliert man durch diesen ‚Überfall‘ auf den Einzelnen sehr leicht die Übersicht über die anderen Übenden. Im Gegensatz zum Leistungssport, wo dies durchaus üblich ist, ist dieses Verhalten in der Schule somit nicht geeignet. Besser ist es, als Lehrender erst einmal sich einen Überblick über die Lerngruppe zu verschaffen und häufig auftretende Fehler dann vor der ganzen Klasse anzusprechen und zu korrigieren. Im Anschluss kann man sich dann auch Zeit für individuelle Korrekturmaßnahmen nehmen (vgl. Söll, 2003, S. 213).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Technik-Erwerbs im Sport ein und skizziert das Ziel der Arbeit, den Fehlerbegriff sowie die methodischen Möglichkeiten der Korrektur zu beleuchten.

2. Der Fehlerbegriff: Dieses Kapitel definiert Fehler auf Basis von Soll-Ist-Vergleichen sowie der Erfüllung des Bewegungsziels und analysiert die Ursachen, die sowohl beim Lernenden als auch beim Lehrenden liegen können.

3. Bewegungskorrektur – Was ist das?: Das Kapitel klärt die begriffliche Abgrenzung zur reinen Fehlerkorrektur und definiert den Ansatz als methodisches Bündel zur Verbesserung sportlicher Bewegungen.

4. Methodische Überlegungen zur Bewegungskorrektur: Hier wird der dreiteilige Prozess bestehend aus Beobachten, Beurteilen und Ergreifen von Korrekturmaßnahmen detailliert beschrieben und um praktische Regeln ergänzt.

5. Interner oder externer Aufmerksamkeitsfokus?: Dieses Kapitel untersucht die wissenschaftliche Fragestellung, wie die Ausrichtung der Aufmerksamkeit der Lernenden durch Feedback die Effektivität des motorischen Lernens beeinflusst.

6. Probleme der Bewegungskorrektur im Unterrichtsalltag: Es werden typische Schwierigkeiten bei der Anwendung von Korrekturen in der Schule diskutiert, wie etwa Bloßstellung, Zeitverlust oder die Förderung von Abhängigkeit vom Feedback.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Trainierbarkeit der Korrekturkompetenz sowie die Notwendigkeit einer differenzierten Fehlerdiagnose.

Schlüsselwörter

Bewegungskorrektur, Sportunterricht, Fehlerbegriff, motorisches Lernen, Technik-Erwerb, Feedback, Aufmerksamkeitsfokus, Unterrichtsmethode, Fehlerursachen, Bewegungsbeobachtung, Didaktik, Sportwissenschaft, Korrekturmaßnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den professionellen Einsatz von Bewegungskorrekturen im Sportunterricht und beleuchtet sowohl die theoretischen Hintergründe als auch die praktischen Herausforderungen für Lehrkräfte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Fehlern im Sport, den methodischen Dreischritt der Korrektur (Beobachten, Beurteilen, Handeln) sowie den Einfluss von Feedback-Formen auf den Lernerfolg.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Bewegungskorrekturen sinnvoll und effektiv eingesetzt werden können, ohne den Lernprozess durch falsche methodische Ansätze zu stören.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Analyse sportwissenschaftlicher Fachliteratur basiert, um methodische Prinzipien für den Schulalltag abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Fehleranalyse, eine methodische Systematisierung der Korrektur sowie eine Auseinandersetzung mit speziellen Aspekten wie dem Aufmerksamkeitsfokus und typischen Alltagsproblemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Bewegungskorrektur, Feedback, motorisches Lernen, Fehlerursachen und methodische Überlegungen definieren den fachlichen Kern der Untersuchung.

Warum sollte man laut Autorin "nicht zu früh" korrigieren?

Zu frühes Korrigieren kann Lernenden die notwendige Zeit rauben, um sich mit einer neuen Bewegung eigenständig vertraut zu machen, was unter Umständen dazu führt, dass sich Fehler von selbst korrigieren oder das Lernklima unnötig belastet wird.

Welchen Vorteil bietet ein externer Aufmerksamkeitsfokus?

Studien belegen, dass ein externer Fokus (z.B. Konzentration auf das Ziel oder ein Hilfsmittel statt auf die eigene Gelenkstellung) zu einer effektiveren motorischen Kontrolle und somit zu besseren Lernergebnissen führt.

Warum wird die Korrektur als "Ritual" kritisch gesehen?

Der Begriff beschreibt eine sinnentleerte Anwendung von Korrekturen, die nur "um ihrer selbst willen" erfolgt, ohne inhaltlichen Mehrwert bietet und wertvolle Unterrichtszeit kostet.

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Detalles

Título
„Jetzt mach das doch mal so!“. Der Einsatz von Bewegungskorrektur im Sportunterricht
Universidad
University of Hannover
Calificación
1,3
Autor
Andreas Gröger (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
18
No. de catálogo
V285755
ISBN (Ebook)
9783656860051
ISBN (Libro)
9783656860068
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bewegungskorrektur Sportunterricht Schule Korrektur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Gröger (Autor), 2011, „Jetzt mach das doch mal so!“. Der Einsatz von Bewegungskorrektur im Sportunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285755
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