Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ethik, Moral, Normen und Werte unserer Gesellschaft. Ethische
Werte und moralische Normen?
3. Die Ethik des Nahrungskonsums
4. Die Moral des Nahrungskonsums
5. Die Nebenwirkungen des heutigen Nahrungskonsums auf die
Umwelt, Individuen und Gemeinschaften
5.1. Lebensmittelspekulationen
5.2. Agrarsubventionen der EU und USA
5.3. Massenfleischproduktion als ökologische und soziale Katastrophe
5.4. Gen Food, Biosprit und Futtermittelproduktion. Die Produktion,
Verwendung und Vermarktung der Sojapflanzen als Beispiel für
moralisch unakzeptable Landschaften des Elends.
5.5. Vergiftung der Umwelt, unfaire Löhne, unmenschliche
Arbeit- und Wohnverhältnisse – Fall Almeria
6. Armut, Soziale Ungleichheiten, Hunger in der Welt
7. Exkurs: „Comunity Supported Agriculture“
8. Fazit
9. Quellenverzeichnis
9.1. Literaturverzeichnis
9.2. Internetquellen
1. Einleitung
Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit ethischen und somit moralischen Aspekten des Essens und Konsums unserer heutigen Nahrungsmittels und hinterfragt zugleich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mechanismen, die mit Nahrungskonsum verbunden sind. Zunächst stellt sich die Frage: Was ist Ethik, was ist Moral und welchen Kriterien und Grundsätzen unterliegen sie? Danach gilt es zu fragen, was eine Ethik des Essens (Food Ethics) bedeutet und warum Essen gegenwärtig moralisch aufgeladen ist? Warum gerade heute durch einzelne und somit auch kollektive Konsumentscheidungen hierzu die Thematik so strittig ist und man Moral mit Essen verbindet? Was verursachen wir eigentlich durch das Essen unserer Nahrungsmittel? Ist es moralisch vertretbar die Produkte aus dem Supermarkt bedenkenlos zu konsumieren und sie zu akzeptieren? Welche unethischen Hintergründe zeichnet die heutige Nahrung aus und warum kann man den Individuen unmoralisches Handeln unterstellen?
Die Menschheit beschäftigt sich schon seit über Tausenden von Jahren mit grundsätzlichen Fragen was gut und was schlecht ist, uns bekannte Fundamente der Ethiklehre sind die aus der Antike. Die Tugendethik des Aristoteles leitete für unsere Gesellschaft die philosophische Ethiklehre ein, er fundierte durch seine Schriften die ethischen Maximen des guten Handelns. Der Begriff „Ethik“ lässt sich definieren als die „Gesamtheit aller Prinzipien, die Handeln, Sitten und Gebräuche der Menschen eines bestimmten..
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ethik, Moral, Normen und Werte unserer Gesellschaft. Ethische Werte und moralische Normen?
3. Die Ethik des Essenkonsums
4. Die Moral des Essenskonsums
5. Die Nebenwirkungen heutiger Nahrungskonsums auf Umwelt, Individuen und Gemeinschaften
5.1. Lebensmittelspekulationen
5.2. Agrarsubventionen der EU und USA
5.3. Massenfleischproduktion als ökologische und soziale Katastrophe
5.4. Gen Food, Biosprit und Futtermittelproduktion. Die Produktion, Verwendung und Vermarktung der Sojapflanzen als Beispiel für moralisch unakzeptable Landschaften des Elends.
5.5. Vergiftung der Umwelt, unfaire Löhne, unmenschliche Arbeit- und Wohnverhältnisse – Fall Almeria
6. Armut, Soziale Ungleichheiten, Hunger in der Welt
7. Exkurs: „Comunity Supported Agriculture“
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ethischen und moralischen Implikationen des heutigen Nahrungskonsums und hinterfragt die damit verbundenen wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Mechanismen, um die Problematik hinter vermeintlich alltäglichen Kaufentscheidungen aufzudecken.
- Grundlagen von Ethik und Moral im Kontext des Konsums
- Strukturelle Ursachen für globale Ernährungsungerechtigkeiten
- Kritische Analyse von Agrarsubventionen und Lebensmittelspekulation
- Die ökologischen und sozialen Folgen der Massenfleischproduktion
- Alternativen zum industriellen Nahrungssystem am Beispiel der solidarischen Landwirtschaft
Auszug aus dem Buch
3. Die Ethik des Essenkonsums
Heutzutage gibt es unendliche viele individuelle, kollektive und weltweite Probleme, die mit unserer täglichen Nahrungsaufnahme vereinigt sind und durch diesen Konsum hervorgerufen werden. Die Ethik des Essens sammelt und schätzt die Probleme ein und zeigt mögliche Lösungsansätze auf.
„Die Ernährungsethik beschäftigt sich … mit den Folgen der Land- und Lebensmittelwirtschaft, mit Konsumstilen und gesellschaftspolitischen Wertehaltungen. Sie beleuchtet die ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen der Produktion, Verarbeitung und des Konsums von Nahrung. Sie zwingt den Einzelnen zum Nachdenken über die eigenen Ernährungsgewohnheiten.“ (Boergen, Gottwald 2013: 14). Anhand einer Ethik des Essens können vier Grundsätze des Handelns wie Schadensmeidung, Verpflichtung gegenüber anderen, der Zukunft, Fairness und Biodiversität postuliert werden (Boergen, Gottwald 2013: 16). Die Ergebnisse, Konsequenzen, Folgen unseres Konsumverhaltens rücken immer intensiver und von mehreren Seiten gleichzeitig ins schlechte Licht und werden aufgrund von sozialen und ökologischen Katastrophen verstärkt kritisiert (Knobloch, 1994: 11).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die ethische Problematik des Nahrungskonsums ein und stellt die Kernfrage nach der Verantwortung des Einzelnen sowie der systemischen Ausgestaltung unseres Ernährungssystems.
2. Ethik, Moral, Normen und Werte unserer Gesellschaft. Ethische Werte und moralische Normen?: Dieses Kapitel definiert philosophische Grundbegriffe und beleuchtet den historischen sowie gesellschaftlichen Kontext von Moralvorstellungen.
3. Die Ethik des Essenkonsums: Hier werden die Grundsätze einer Ernährungsethik vorgestellt, die ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen unserer Nahrungsmittelproduktion und -aufnahme bewertet.
4. Die Moral des Essenskonsums: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach ethischem Konsum und den realen ökonomischen Zwängen sowie der Rolle des Konsumenten als Entscheidungsträger.
5. Die Nebenwirkungen heutiger Nahrungskonsums auf Umwelt, Individuen und Gemeinschaften: Das Kapitel untersucht konkret negative Folgen durch Spekulation, Subventionen, Massentierhaltung sowie industrielle Monokulturen.
6. Armut, Soziale Ungleichheiten, Hunger in der Welt: Die Zusammenhänge zwischen unserem Wirtschaftssystem, politischer Gestaltung und der globalen Verteilung von Nahrungsmitteln werden kritisch hinterfragt.
7. Exkurs: „Comunity Supported Agriculture“: Der Exkurs stellt solidarische Landwirtschaft als einen alternativen, unkonventionellen Weg zur Befreiung vom marktgetriebenen Ernährungssystem dar.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Dringlichkeit eines Wertewandels zusammen und betont, dass für ein verantwortungsbewusstes Handeln die Moral bei der Entscheidung über den Konsum an erster Stelle stehen muss.
Schlüsselwörter
Ernährungsethik, Nahrungskonsum, Moral, Globalisierung, Massentierhaltung, Lebensmittelspekulation, Agrarsubventionen, Welthunger, Nachhaltigkeit, Soziale Ungerechtigkeit, Konsumgesellschaft, Solidarische Landwirtschaft, Industriekapitalismus, ökologischer Fußabdruck, Konsumentenverantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den ethischen und moralischen Aspekten des modernen Nahrungskonsums und hinterfragt die wirtschaftlichen Strukturen, die mit unserer täglichen Ernährung verbunden sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die globale Verteilung von Lebensmitteln, die Auswirkungen industrieller Landwirtschaft auf Mensch und Umwelt sowie die Verantwortung der Konsumenten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Bewusstsein für die negativen Folgen des derzeitigen Konsumverhaltens zu schärfen und die Notwendigkeit einer moralischen Wende in der Ernährungsweise zu unterstreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller gesellschaftlicher sowie wirtschaftswissenschaftlicher Diskurse rund um das Thema Ernährungsethik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Nebenwirkungen des Konsums, wie Lebensmittelspekulation, Agrarsubventionen und die industrielle Fleischproduktion, sowie deren Auswirkungen auf globale Armut und Umwelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ernährungsethik, Welthunger, Konsumentenverantwortung, Massentierhaltung, soziale Gerechtigkeit und das Konzept der solidarischen Landwirtschaft.
Welche Rolle spielt die Politik bei der Ernährungssituation?
Die Arbeit verdeutlicht, dass politische Rahmenbedingungen wie EU-Agrarsubventionen oder unfaire Freihandelsabkommen maßgeblich zu Ungerechtigkeiten in der globalen Nahrungsmittelversorgung beitragen.
Was genau ist „Comunity Supported Agriculture“?
Es handelt sich um landwirtschaftliche Gemeinschaften, die sich von kurzfristigen Marktzwängen befreien, um direkt auf Wünsche und Bestellungen ihrer Mitglieder einzugehen und den Bauern Planungssicherheit zu bieten.
Warum wird der Begriff „Greenwashing“ in der Arbeit thematisiert?
Der Begriff wird verwendet, um Praktiken zu kritisieren, bei denen Unternehmen oder Institutionen sich ein „umweltfreundliches“ Image geben, während sie tatsächlich zu negativen ökologischen oder sozialen Auswirkungen beitragen.
Welches Fazit zieht der Autor?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein gesellschaftlicher Wertewandel unumgänglich ist, wobei das moralische Denken und Handeln dem reinen Konsum vorangestellt werden muss.
- Quote paper
- Katarzyna Michalska (Author), 2014, Nahrung als moralisch aufgeladenes Gut, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286033