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Die Einführung der Leverage Ratio. Analyse der Stellungnahmen zum Konsultationspapier "Revised Basel III leverage ratio framework and disclosure requirements"

Título: Die Einführung der Leverage Ratio. Analyse der Stellungnahmen zum Konsultationspapier "Revised Basel III leverage ratio framework and disclosure requirements"

Tesis de Máster , 2014 , 110 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Philip Babic (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Die Krise hat gravierende Schwachstellen in der Regulierung des internationalen Finanzsystems offengelegt, da zahlreiche Finanzinstitute und sogar ganze Nationalstaaten in Existenz bedrohende Schieflagen geraten sind.
Weltweit begegneten Regierungen und Zentralbanken diesen Schwierigkeiten zunächst mit umfangreichen und kostspieligen Rettungsmaßnahmen, um die Funktionsfähigkeit des Finanzsektors als Teil der Infrastruktur der Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Es ist daher verständlich, dass Regierungen jetzt nach neuen Lösungen suchen, wie das Gerüst für stabile Finanzmärkte verbessert werden kann, um zukünftige Rettungspakete zu vermeiden.

Anfangs bestand die Vermutung, dass die US-amerikanischen Subprime-Kredite der einzige Grund für die Turbulenzen auf den Finanzmärkten waren. Heute steht fest, dass weitaus mehr Faktoren dazu beitrugen, dass die Weltwirtschaft mit der wohl schwersten Rezession seit den 1930er Jahre zu kämpfen hat.
Als eine Ursache für das Entstehen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wird die übermäßige bilanzielle und außerbilanzielle Verschuldung im Bankensystem angesehen. Mit dieser Feststellung beginnt das Dokument „Consultative Document - Revised Basel III leverage ratio and disclosure requirements“ des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervison, kurz: BCBS), welches die Details zur sogenannten Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio, kurz: LR) definiert.
Der BCBS beabsichtigt mit der LR eine einfache, transparente und nicht risikobasierte Kennzahl zu implementieren, die zum einen den Verschuldungsgrad eines Kreditinstituts limitiert und zum anderen ein Korrektiv zu den möglichen Fehlern aus der risikobasierten Eigenkapitalunterlegungserfordernis einführt.
Erstmals in der Geschichte der Basler Reformvorschläge könnten ab dem Jahr 2018 mit der LR gleichzeitig risikogewichtete und absolute Kapitalanforderungen gelten, was durchaus einer Revolution in der Banksteuerung gleichkommt.
Ob die LR den vorgenannten Ansprüchen gerecht werden kann, wird in Wissenschaft und Praxis kontrovers diskutiert. In ihrer einfachsten Ausführung handelt es sich bei der LR um die aus der Betriebswirtschaft bekannte Eigenkapitalquote eines Unternehmens. Insofern stellt sich die Frage, warum eine Kennziffer, die bspw. bei der Beurteilung von produzierenden Unternehmen seit langem genutzt wird, bei Banken für so großes Aufsehen sorgt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Regulierung und Aufsicht des Bankensektors

2.1 Begriffsabgrenzung: Bankenregulierung und Bankenaufsicht

2.2 Ziele der Bankenregulierung im weiteren Sinne

2.3 Systematisierung von Bankenregulierungsinstrumenten

3 Reformpaket Basel III

3.1 Regulatorische Bedeutung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht

3.2 Entwicklung von Basel I zu Basel III

3.3 Überblick über die Kernelemente von Basel III

3.4 Umsetzung von Basel III in europäisches und nationales Recht

3.5 Umsetzung der Leverage Ratio in europäisches und nationales Recht

4 Definition und Berechnung der Leverage Ratio

4.1 Ziele des BCBS durch die Einführung der Leverage Ratio

4.2 Definition der Leverage Ratio

4.3 Anwendungsebenen

4.4 Bestimmung der Kapitalmessgröße

4.4.1 Kapitalkategorien und Kapitalpuffer nach Basel III

4.4.2 Definition des harten Kernkapitals

4.4.3 Definition des zusätzlichen Kernkapitals

4.4.4 Abzugspositionen vom harten und zusätzlichen Kernkapital

4.4.5 Übergangsbestimmungen

4.5 Bestimmung der Engagementmessgröße

4.5.1 Behandlung von Bilanzpositionen

4.5.2 Behandlung von Derivaten

4.5.3 Behandlung von Wertpapierfinanzierungsgeschäften

4.5.4 Behandlung von außerbilanziellen Positionen

4.6 Offenlegungsanforderungen

5 Kritik am BCBS-Konsultationspapier

5.1 BCBS-Konsultationsverfahren

5.2 Teilnehmer am Konsultationsverfahren

5.3 Vorgehensweise bei der Auswertung der Stellungnahmen

5.4 Wesentliche Kritikpunkte am Konsultationspapier

5.5 Kategorisierung der Kritikpunkte

5.6 Bildung von übergeordneten Kritikpunkten

5.7 Kritische Würdigung der übergeordneten Kritikpunkte

5.7.1 Vorgehensweise bei der kritischen Würdigung

5.7.2 Unangemessene Berücksichtigung von Derivaten und Wertpapierfinanzierungsgeschäften

5.7.3 Unangemessene und inkonsistente Darstellung außerbilanzieller Engagements

5.7.4 Verlust der Risikodifferenzierung

5.7.5 Negative makroökonomische Folgen durch den Anpassungsprozess

5.7.6 Unangemessene Offenlegungsanforderungen

5.7.7 Definition der Kapitalmessgröße

5.8 Reaktionen des BCBS auf die Kritik am Konsultationspapier

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Kritik der Finanzindustrie an dem Konsultationspapier des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS) zur Einführung der sogenannten Leverage Ratio (LR). Ziel ist es, die zentralen Streitpunkte zu identifizieren, systematisch zu kategorisieren und deren Berechtigung sowie die Reaktionen des BCBS darauf kritisch zu würdigen, insbesondere unter Berücksichtigung des späteren Änderungspapiers vom Januar 2014.

  • Grundlagen der Bankenregulierung und die Rolle des BCBS
  • Mechanismen und Berechnungsmethodik der Leverage Ratio
  • Analyse und Kategorisierung der eingegangenen Stellungnahmen zum Konsultationspapier
  • Kritische Diskussion der übergeordneten Kritikpunkte
  • Vergleich zwischen Konsultationspapier und den BCBS-Änderungen

Auszug aus dem Buch

4.2 Definition der Leverage Ratio

Der BCBS definiert die LR als den Quotient aus der Kapitalmessgröße und der Engagementmessgröße, welcher in Prozent ausgedrückt wird. Die LR wird wie folgt berechnet:81

Auf den ersten Blick erscheint die Berechnung der LR einfach. Dieser Eindruck wird dahingehend auch bestätigt, da selbst der BCBS eine einfache und transparente Berechnungsmethodik einzuführen beabsichtigt.82 Im Groben umfasst die Kapitalmessgröße das Kernkapital und die Engagementmessgröße sämtliche bilanziellen und außerbilanziellen Positionen. Bei näherer Analyse sind allerdings für die Bestimmung der beiden Teilkomponenten zahlreiche Detailregelungen zu beachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der exzessiven Verschuldung im Bankensektor nach der Finanzkrise 2007 ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung zur Leverage Ratio.

2 Regulierung und Aufsicht des Bankensektors: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Bankenregulierung und Bankenaufsicht voneinander abgegrenzt sowie die Ziele und Instrumente staatlicher Eingriffe in den Bankensektor dargelegt.

3 Reformpaket Basel III: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung des Basler Ausschusses, die Entwicklung der regulatorischen Standards von Basel I bis Basel III und erläutert deren Umsetzung in europäisches und nationales Recht.

4 Definition und Berechnung der Leverage Ratio: Hier werden die Ziele, die mathematische Definition, die Anwendungsebenen sowie die komplexe Bestimmung der Kapital- und Engagementmessgröße der Leverage Ratio detailliert erläutert.

5 Kritik am BCBS-Konsultationspapier: Das Kernstück der Arbeit befasst sich mit der systematischen Identifizierung, Kategorisierung und kritischen Diskussion der 59 Stellungnahmen von Interessenvertretern der Finanzindustrie zum BCBS-Entwurf.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Analyse und gibt einen Ausblick auf offene Forschungsfragen zur weiteren Entwicklung der Leverage Ratio.

Schlüsselwörter

Leverage Ratio, BCBS, Bankenregulierung, Basel III, Eigenkapital, Engagementmessgröße, Kapitalmessgröße, Finanzkrise, Konsultationsverfahren, Derivate, Wertpapierfinanzierungsgeschäfte, Risikodifferenzierung, Offenlegungsanforderungen, Systemschutz, CRD IV.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kritik der Finanzindustrie an dem BCBS-Entwurf zur Einführung einer nicht-risikobasierten Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio) für Banken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die methodische Berechnung der Leverage Ratio, die Auswirkungen der Regulierung auf Bankgeschäfte wie Derivate und Repo-Geschäfte sowie die makroökonomischen Folgen einer möglichen Kreditverknappung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die wesentlichen Kritikpunkte der Finanzindustrie am BCBS-Konsultationspapier zu identifizieren und die darauf folgenden Anpassungen des Regulierers kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine dokumentenbasierte Analyse, die 59 Stellungnahmen zum Konsultationspapier auswertet, diese thematisch sortiert und eine kritische Würdigung der übergeordneten Kritikpunkte vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den theoretischen Grundlagen der Bankenregulierung, den Details des Basel III-Pakets, der technischen Berechnung der Leverage Ratio und der anschließenden Diskussion der Branchenkritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Leverage Ratio, Basel III, BCBS, Eigenkapital, Risikodifferenzierung, Offenlegung und bankaufsichtliche Reformen.

Warum ist das Nettingverbot für Finanzinstitute so kritisch?

Kritiker führen an, dass ein Verbot der Verrechnung von Sicherheiten bei Derivaten und Wertpapierfinanzierungsgeschäften die Engagementmessgröße künstlich aufbläht und somit eine inkorrekte Darstellung des tatsächlichen Risikos liefert, was die Rentabilität bestimmter Geschäfte gefährdet.

Was kritisieren Banken an der monatlichen Berechnungsweise?

Die Finanzinstitute bemängeln, dass eine monatliche Berechnung der Leverage Ratio einen hohen operativen Mehraufwand bedeutet, da die übliche regulatorische Berichterstattung meist nur quartalsweise oder halbjährlich erfolgt.

Final del extracto de 110 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Einführung der Leverage Ratio. Analyse der Stellungnahmen zum Konsultationspapier "Revised Basel III leverage ratio framework and disclosure requirements"
Universidad
University of Applied Sciences Essen
Calificación
1,3
Autor
Philip Babic (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
110
No. de catálogo
V286106
ISBN (Ebook)
9783656863946
Idioma
Alemán
Etiqueta
Basel III Bankenregulierung; Leverage Ratio; LR; Verschuldungsquote; Höchstverschuldungsquote; Bankenaufsicht; BCBS; Kapitalmessgröße; Engagementmessgröße;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philip Babic (Autor), 2014, Die Einführung der Leverage Ratio. Analyse der Stellungnahmen zum Konsultationspapier "Revised Basel III leverage ratio framework and disclosure requirements", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286106
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